Waves

Ich komme gerade frisch aus dem Urlaub! Und ich hatte tatsächlich Zeit, mal nichts bestimmtes zu tun:

Einfach in den Tag hineinleben und sich überraschen lassen. Den Augenblick leben. Und den Tag und die Uhrzeit tatsächlich mal zu vergessen. Einfach weil sie keine Rolle spielten.

Interessant, was einem da so alles auffällt. Für was man plötzlich Augen hat. In meinem Fall bedeutete das u.a. Zeit für die Kinder zu haben.

Richtig Zeit!

Einfach Zeit, um sie zu sehen und zu fühlen und zu antworten, während ich wirklich anwesend bin (nicht so nebenbei während ich gerade am Computer etwas tippe. Und auch ohne ein zielgerichtetes Lernen oder „Erziehen“).

In der zweiten Hälfte meines Urlaubs traf ich mich mit meinen Eltern und wurde da – wie könnte es anders sein – mit diesem „seltsamen“ Familien-System konfrontiert, in dem man sich auf zauberhafte Weise mit alten Mustern auseinandersetzten darf, auch wenn man bereits laaaange Zeit alleine lebt und auch irgendwie erwachsen geworden ist.

Und dann gab es noch diesen wunderbaren Spaziergang am Meer. Ein sehr langer Spaziergang. Ein Spaziergang mit starkem Wind und einem ziemlich heftigen Regenschauer. Und so war ich am Ende auch ganz alleine unterwegs. Nur ich und die Wellen neben mir.

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Und der Wind von links. Und der Regen von links.

Es ist erstaunlich was sich mit dem Gehen alles verändert!

Zuerst war das Wasser um meine Füße recht kalt. Doch mit der Zeit schien eine Angleichung stattzufinden. Das Wasser mit den schaumigen Wellen erschien zuweilen sanft und weich meine Füße zu umspülen. Die gleichmäßige Wucht der wiederkehrenden Welle beruhigte mich. Ein ständiges Kommen und Gehen. Und in dieser Beständigkeit wurde es ruhig.

Das Kommen der Welle und ihr Rückzug – was von beiden könnte besser sein?

War das eine wirklich vom anderen zu trennen?

Mit den Wellen, die da kamen und gingen, – beständig – entspannte sich auch die Trennung zwischen einzelnen Ideen und Gedanken. Fragen und Antworten.

Da war einfach diese Bewegung.

Gehen.

Und die Wellen neben mir.

Kommen und Gehen. Beständig.

Und der Wind.

Und der Regen, den der Wind mit sich trug.

Was für ein Segen.