Einander zu berühren ist etwas anderes, als die selbe Meinung zu haben…

Im Alltag überwiegt meist das Beschäftigt-Sein im Außen. Die Dinge überschlagen sich und vieles läuft in Automatismen ab.

Wenn wir dann zur Ruhe kommen und vielleicht auch mal alleine mit uns selbst sind, hören wir unsere Gedanken zum ersten Mal bewusst.

Aber oft bleiben wir dann auch hier: In unseren Gedanken.

Wir fragen uns nicht, sind das wirklich MEINE Gedanken?

Ist das wirklich wahr, dass ich so oder so denke?

Wir glauben unseren Gedanken meist unhinterfragt, obgleich viele dieser Gedanken tatsächlich konditionierte Programme sind, die manchmal sogar gegen uns selbst arbeiten.

Wenn wir dann aber mit einem Gegenüber in Kontakt kommen, dreht sich etwas.

Das Gegenüber wirkt nicht nur wie ein Spiegel, es läd uns auch ein, einander auf eine andere Weise, als nur durch Worte, zu begegnen:

Nämlich körperlich!

Wir fühlen einander.

Wir können uns gegenseitig in der Gegenwärtigkeit dieses Augenblickes berühren.

Nicht nur indem sich unsere Körper berühren, wir können die Präsenz des anderen spüren – auch wenn wir uns körperlich nicht berühren.

Wir spüren die Stimmung des Gegenübers. Denn alle Menschen schwingen auf der gleichen lebendigen Frequenz. Das ist unsere Urfrequenz. Hier sind wir schon, noch bevor wir das erste Wort sprechen können. Das ist auch der Grund, warum Eltern ihre Kinder wortlos verstehen – zumindest wenn sie sich nach den ersten Wochen aufeinander eingeschwungen haben – und wenn sie nicht vollkommen im Denken stecken bleiben.

Genau DANACH fragt das Leben:

Was bist du ursprünglich?

Wenn wir diese „Frequenz“ wieder entdecken, dann bekommen wir ganz neue Antworten auf unsere Fragen. Keine Wort-Gedanken-Antworten. Aber etwas, dass uns sehr, sehr nah ist und dass wir eindeutig und direkt verstehen.

Es ist die Qualität des Mit-Fühlens und der Freude. Wir wissen dann einfach was zu tun ist. Und wir haben auch genug Kraft, um genau das zu tun, was eben nur wir selbst tun können. Niemand kann das für uns tun, was eben nur wir selbst tun können. Ganz einfach, weil du DU bist.

Wenn wir also in Beziehung miteinander treten, haben wir immer diese beiden Möglichkeiten. Entweder wir bleiben im Verstand und checken einfach nur ab, ob wir dieselbe Meinung haben. Möglicherweise diskutieren wir auch und versuchen uns dadurch irgendwo zu finden – dann bleiben wir jedoch weiterhin auf der Ebene des Denkens.

Oder:

Wir beginnen uns SELBST – und damit immer auch das Gegenüber – zu FÜHLEN!

Wir spüren in die Atmosphäre hinein. In unseren Körper. In unseren Atem.

Wir schauen in die Augen des Gegenüber – und wir werden uns bewusst, dass es auch unsere Augen sind.

Wir spüren den Atem des Gegenübers und erlauben uns SELBST – und dem Gegenüber- einfach zu SEIN.

So wie wir gerade sind.

Mit genau diesem Gefühl jetzt.

Mit genau diesem Erleben, jetzt.

Dieses Körpergefühl, jetzt.

Vielleicht halten wir die Hand des anderen: Wir halten diese andere Hand und wir werden gehalten.

Vielleicht umarmen wir uns auch: Wir umarmen das Gegenüber und wir werden umarmt.

Wir fühlen unseren Atem – und den Atem des anderen.

Dafür braucht es keine Worte und es ist doch so, so viel näher, als jedes Wort es jemals sein könnte.

Und plötzlich sind wir ganz HIER.

Genau DIESES Erleben jetzt.

Das ist ursprünglich Menschlich.

Diese Art der Begegnung.

Damit haben wir ganz natürlich auch in der Yoga-Woche im Soami gespielt und geforscht. Ich komme gerade zurück und bin noch immer ganz gerührt. Was für eine nährende Woche. Hier ein paar Eindrücke:

Nächstes Jahr wieder:

Silvia und ich zusammen im Soami in Kärnten am Millstätter See. Eine Woche YOGA Retreat. Vom 24.-31.07.

Vielleicht magst du mit dabei sein?

Melde dich gerne unter: verena@yogalini.de

Oder schau auf meine Website: http://www.teck-yoga.de/1%20Yoga%20Stille%20Retreat.html

Hier findest du ein paar Infos über das Soami: https://www.soami.at/de

Raunächte – Übergangszeit

Vermutlich treffe ich dich irgendwo zwischen gemütlichem Rückzug zu Hause, Innenkehr, sowie innerer Angespanntheit. Das ist ja auch nichts Neues in der Zeit vor Weihnachten und der Zeit zwischen den Jahren.

Und dennoch ist es in diesem Jahr besonders offensichtlich. Denn dieses Jahr verlief kollektiv irgendwie deutlich anders als die Jahre zuvor.

Gleichzeitig haben wir natürlich immer auch unsere eigenen, höchst individuellen Rhythmen. Vielleicht hatten wir (ganz persönlich) eher in einem der Jahre zuvor so ein richtig bewusst erlebtes „intensives“ Jahr?

Immer wieder läd uns jedoch gerade die dunkle Zeit im Dezember und Januar auf ganz besondere Weise dazu ein, innerlich „Auszumisten“ und uns neu Auszurichten… Individuell passiert das natürlich auch im November oder im März 🙂

Und dennoch: Traditionell gibt es eine Zeit zwischen den Jahren, in denen die „Zeit“ anders tickt. Wir arbeiten nicht, treffen die Familie und sind meist ziemlich emotional und berührbar. Gleichzeitig ist es draußen lange und schnell dunkel. Und in dieser Dunkelheit leuchten überall kleine Lichter: Sterne, Kerzen, Laternen, Weihnachtsbäume,.

Wir wissen nicht genau wie sich die inneren und äußeren Strukturen in der kommenden Zeit verändern werden. Aber wir sehen deutlich, dass das Leben danach ruft – nach genauem Hinsehen und Neujustierung. Für jede und jeden von uns wird auf seine/ihre ganz persönliche Weise deutlich, was wir gerne NICHT ändern wollen, was uns WIRKLICH etwas bedeutet und was eigentlich schon lange überholt ist – und dennoch vielleicht nicht ganz so einfach neu zu gestalten ist.

Das sehen wir in der Politik, in gesellschaftlichen, strukturellen und wirtschaftlichen Systemen, aber natürlich auch ganz und gar privat:

Wie mag ich sein, mit diesen „Bauchschmerzen“, wenn sie auftauchen?

Wie mag ich sein, mit diesem Ruf, wenn ich ihn körperlich spüre?

Spüre ich überhaupt, was in mir pulsiert oder sind meine Gefühle und Gedanken nicht lediglich gelernte, programmierte, sozialisierte? Und: möchte ich dieser Frage überhaupt auf den Grund gehen? Möchte ich da hinschauen?

Ich habe mich letztes Jahr ganz persönlich (für mich alleine) auf eine innere Reise während der Raunächte eingelassen. Diese Reise hat mich sehr berührt und ich kann heute sehen, wie subtil das damals Geschöpfte in diesem Jahr für mich Form angenommen hat.

In den letzten Wochen habe ich diesen roten Faden wieder aufgenommen, habe mich von meiner eigenen Reise inspirieren lassen und aus meiner Berührtheit und meinem Herzen etwas ganz wundervolles für euch kreiert:

Ein HOME-Retreat!

Angelehnt an die 12 Rauhnächte habe ich 12 Impulse geschöpft, die dir ermöglichen – mitten in deinem Alltag – ganz tief und innerlich mit dir zu sein.

Dabei ist es egal, ob du stark eingebunden bist in ein Familienleben oder ob du deine Zeit recht frei gestalten kannst. Denn du musst nicht notwendig 12 Abende/Nächte hintereinander reisen. Du kannst dir für jeden – oder für einige – Impulse auch länger Zeit nehmen. Alle Inhalte stehen zum Download bereit, so dass du sogar auch noch im nächsten Jahr damit arbeiten kannst.

In diesem Home-Retreat geht es nicht um Asanas (Körperarbeit im Yoga), sondern um innere Bewusstseinsprozesse.

Anders als bei vielen Raunachtsritualen leite ich es NICHT so an, dass du für jeden der kommenden Monate einen Wunsch schöpfst. Ich beginne mit einer längeren Loslass- und Reinigungsphase. 4 Impulse lange. Erst danach geht es in das innere Schöpfen und wieder ent-decken unserer Phantasie.

Neben Impuls-Texten gibt es für jede Nacht (für jeden Aspekt) eine Meditation und/oder eine Aufgabe, sowie zusätzliche Impulse für deinen Alltag.

12 Raunächte stehen traditionell für die 12 Monate und die 12 Aspekte, die uns Menschen formen (wir kennen sie z.B. als 12 die Sternzeichen-Qualitäten).

12 Monate lange braucht die Erde, bis sie eine Umdrehung um die Sonne geschafft hat.

Die Sonne steht für das SELBST. Die Erde ist das forwährende Form-annehmen der Menschlichkeit in der Scheinbarkeit der Zeit.

Wir können auch 12 Qualitäten (Chakren) ausmachen, die unser Sein formen. 7 dieser Qualitäten verorten wir „im“ physischen Körper und damit in der physischen Form.

Auch diese Aspekte werden in meiner Raunachtsbegleitung berührt und damit – individuell verschieden erlebbar – ins Bewusstsein geholt.

Falles es dich interessiert, du weitere Fragen zu diesem Home-Retreat hast oder unsicher bist, ob es etwas für dich ist, dann melde dich gerne bei mir unter: verena@yogalini.de

Mehr Infos sowie die Anmeldung findest du hier: https://elopage.com/s/Yogalini/raunaechte-begleitung-in-zeiten-des-uebergangs

Wo auch immer du SELBST gerade stehst und dich bewegst, was auch immer gerade in dir und durch dich Form annehmen möchte – egal in welchem Tempo und Rhythmus, ich freue mich, dass wir uns für diesen einen Moment – in dem du das hier liest – gefunden haben 🙂

…und sende von Herzen liebe Grüße in dein Wohnzimmer und deine inneren Räume hinein!

Ich würde mich freuen, wenn wir uns im kommenden Jahr wieder irgendwo LIVE sehen. Falls nicht in Kirchheim/Teck im YogaLoft dann vielleicht in einem meiner Retreats (eine Woche im Sommer, in Kärnten, im Soami-Retreat-Resort oder 4 Tage Stille-Retreat im Herbst, im Sonnentor im Allgäu).

Mehr Infos findest du auf meiner Website: http://www.teck-yoga.de/index.html

Verena <3


SELBST-ermächtigung!

Gerade jetzt fällt mir auf, wie wir alle diese gemeinsame Situation wirklich absolut unterschiedlich erleben, einfach deshalb weil sich der Alltag für manche kaum und für andere extrem geändert hat und weil für jeden so ganz unterschiedliche Dinge sichtbar werden und zwar nicht deshalb, weil die einen so super „positiv“ oder „gestärkt“ sind und die anderen nicht, sondern ganz einfach deshalb, weil die einen in einer ganz anderen Situation stecken, als die anderen. Nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich.

Wie wir zum Beispiel mit „Isolation“ umgehen oder mit den Informationen der „Medien“ ist auch etwas Gelerntes oder zumindest etwas durch die Gewohnheit Geformtes. Gleiches gilt natürlich auch für jeden altäglichen noch so kleinen „Trigger“, der immer absolut persönlich ist.

Bei alle dem, was uns also persönlich auffällt, (als nährend oder aber als sogenannter „Trigger“) ist es immer genau DAS, was WIR FÜR UNS herausfinden sollten!

Es ist genau die Stelle, an der wir gerade aus unseren Kinderschuhen herauswachsen!

In der einfachen Art als: „Ah, das tut mir gut!“, „ah, das mag ich wirklich – hätte ich gar nicht so gedacht“, „da fühle ich mich unwohl“, „das verwirrt mich“, „das wühlt mich auf, da berührt mich etwas“, usw.

Jedes Mal, wenn wir das nämlich etwas (tiefer) sacken lassen, berühren wir uns selbst tiefer.

Jedes Mal, wenn wir das also etwas sacken lassen, reifen wir innerlich.

Als nächstes geht es darum, zu schauen, was wir nun damit machen können, mit dieser Information, dass mich da etwas berührt, mich nährt oder mir Kraft raubt.
Das, was wir daraufhin also wirklich tun – oder weglassen – können, ist meistens etwas sehr einfaches und sehr eindeutiges! Es zeigt sich quasi direkt in dem Moment, in dem du spürst, hier passiert gerade das und das (hier läuft gerade dieses oder jenes Muster, hier prallen gerade zwei unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander, hier platz gerade der Plan, den ich hatte, hier werde ich gerade gar nicht verstanden, usw.)

Wenn du in diesen Augenblicken mit deinem berührbaren Kern in Verbindung bleibst, dann ist DIREKT in diesem Moment ganz klar, was zu tun ist!

Nur wenn du deinem Verstand erlaubst, dich zuerst furchtbar darüber aufzuregen, dass es so ist, wie es ist, verlierst du dich z.B. im Widerstand und verlierst dann den Kontakt mit dem, was tatsächlich in deiner Macht liegt: Dieser Augenblick!!!

DAS ist der absolute Machtbereich den wir definitiv haben!!!

Oft nutzen wir diesen absoluten Machtbereich jedoch gar nicht voll aus, sondern verlieren ihn zu mindest zur Hälfte schon wieder, indem wir uns entweder vor unseren eigenen Erkenntnissen emotional schützen wollen oder sie verurteilen oder aber indem wir uns damit aufhalten, zunächst die anderen (die Politiker, die Gemeinschaft, den Partner, etc.) ins Boot zu holen und uns darüber ärgern, was die tun oder nicht tun, tun sollten oder nicht tun sollten, damit ich es leichter habe oder dieses und jenes nicht fühlen oder sagen oder tun muss.

In diesen Momenten scheint es zwar so, als würden wir in unserer Kraft sein, tatsächlich aber sind wir in unserer Angst und versuchen uns mit der uns zur Verfügung stehenden Strategie lediglich zu schützen.

Wovor?

Vor der Echtheit und Wildheit der Lebendigkeit!

Meistens wählen wir die scheinbare Sicherheit anstatt die absolute Berührbarkeit.

Indem du aber innerlich bei dir bleibst. Still. Und so ganz geerdet herausfindest, was für DICH spürbar wahr ist (und nicht unbedingt „sicher“),…

…indem du für dich eindeutig erkennst, was du wirklicht tun oder lassen kannst und willst, bist du direkt wieder in deiner Kraft – ohne sie zu missbrauchen!  

<3

Verena

Online-Angebote, Einzelarbeit, Retreats, Yoga,…

www.yogalini.de

Was bleibt absolut „heil“, wenn…

…unser „Ich-Gedanke“ (unsere Egostruktur) sich tief verletzt fühlt,

angegriffen,

unsicher,

missverstanden,

überfordert,

gestresst,

wutentbrand,

hilflos,

… ?

Das, was in all diesen Situationen, in all diesen lebendigen Formen, völlig heil und rein bleibt, ist nicht nur eine Idee oder ein Konzept, an dem wir uns festhalten können. Es ist etwas, dass wir alle in uns selbst lebendig ent-decken können.

Vermutlich kennt ihr es bereits!

Es war schon da, als ihr ein kleiner Säugling wart. Damals hatte ihr noch keinen Abschluss, keinen Beruf, nichts geleistet, keinen Besitz, um den ihr hättet kämpfen oder streiten können. Ihr hattet noch nicht einmal Worte oder irgendein gedankliches Verstehen. Ihr wart einfach da. Unschuldig. Dieser Körper war da und bestimmte „Eigenheiten“ und Leben entfaltete sich…

In jenen Momenten war dieses „Heilsein“ (dein „Strahlen“) bereits absolut vollkommen  –  denn es ist nichts, was du erst erreichen oder TUN musst. Du musst es nicht mal erkennen! Es ist einfach deine natürliche Natur 🙂

In unserem Alltag, in dem es SCHEINBAR oft darum geht, etwas „gut“ hinzubekommen, gut zu organisieren oder zu verstehen, wird diese „heile“ Qualität oft übersehen.

Das ist kein Problem. Es ist einfach so, weil unser Fokus woanders liegt.

Wenn wir möchten (also wenn wir uns davon angezogen fühlen), können wir unseren Fokus jedoch auch immer mal wieder auf diese Qualität legen.

Tun wir das lediglich gedanklich, haben wir meist das Gefühl, uns fehle etwas. Da ist dann oft so ein (subtiles) Unbefriedigtsein. So als könnten wir da nicht wirklich ankommen. Es scheint immer so, als wäre die Idee der Vollkommenheit zu groß. Gedanklich und theoretisch und auch wenn wir versuchen, UNS zu vergleichen, mit unserer Vorstellung von „reinem Bewusstsein“, bekommen wir das nie wirklich zusammen…

Das, was wir SIND, ist eine Qualität des SEINS, nicht (in erster Linie) des Wissens.

Wenn wir jedoch ganz spielerisch, erforschend unsere eigene Weise ent-decken, wie wir dies lebendig geschehen lassen: Uns dieser Qualität in uns zuzuwenden –  dann passiert meistens etwas wunderschönes:

Das gesamte Nervensystem fängt an zu entspannen!

…wir beginnen uns lebendig zu fühlen. Und verspüren LUST, genau das zu machen, was uns Freude macht.

…wir kommen in Kontakt mit unserer „Seele“.

…Die Bereiche in uns, die bis eben noch ängstlich, verschlossen waren, beginnen sich zu „öffnen“

…und die eine oder andere (Egostruktur-) Wunde (die Idee, dass wir nicht gut genug sein könnten, nicht schnell genug lernen, nicht stark genug sind oder nicht zart genug), beginnt in ihrem eigenen Tempo langsam zu heilen.

Es gibt Orte, Situationen, Worte, Bücher oder Menschen, die uns hier und da erinnern, unseren Blick auf dieses „innere Licht“ fallen zu lassen. Ich für meinen Teil liebe es, diese Orte aufzusuchen, diesen Worten zu lauschen oder mir Zeit und Raum zu nehmen, diese innere Qualität zu genießen!

Yoga ist (für mich) einer dieser „Räume“.

Am Samstag, den 29.09. (Retreat-Samstag in Kirchheim/Teck) werden wir uns gemeinsam auf die Spur nach dieser „heilen Qualität“ in uns machen. Ich möchte euch dazu die Geschichte vom Krieger Arjuna erzählen, der sich unglücklicherweise mitten auf dem Schlachtfeld gegen seine eigene Verwandschaft stellen soll. In diesem Konflikt (Soll ich kämpfen? Soll ich nicht kämpfen? Soll ich wirklich meine Brüder töten? Wofür soll ich kämpfen? Ist Kämpfen etwas schlechtes? Was soll ich tun? Was ist richtig? Gibt es ein „richtig“? Kann ich auch „nichts“ tun? Wer tut hier überhaupt irgendetwas?) wendet er sich an Gott (Krishna) und es ergibt sich ein Zwiegespräch.

Natürlich werden wir nicht die gesamte Bhagavad-Gita lesen, sondern nur einen kleinen Ausschnitt, der euch inspirieren soll. Ich werde diese Zeilen direkt auf unseren Alltag beziehen. Es wird Zeit für Fragen und Austausch geben und natürlich Zeit für stille Meditation und Asanas.

Nach den letzten (vorbereitenden) Retreat-Samstagen, wird es nun zum Jahresende hin intensiver werden, denn der Herbst läd ganz natürlich zur Innenkehr ein:  Was berührt mich wirklich?

Das, was ich mit „Intensivität“ meine, ist jedoch durchaus für alle Körper geeignet und eher eine „innere“ Qualität.  Es gibt genug Flexibilität für alle Bedürfnisse.

Ich würde mich sehr freuen, wenn noch einige von euch dazustoßen und sich – wenn möglich – bis zum 15.09. fest anmelden.

Von Herzen

Verena

Februar/März ist Detox-Zeit

Traditionell beginnt nach der Narrenzeit die Fastenzeit.

…und tatsächlich ist es auch oft genau diese Zeit, in der uns der Winter zu lang wird, die Erkältungen nicht abklingen wollen und die Kräfte irgendwie verbraucht erscheinen.

Den ganzen Winter lang haben wir uns in unsere Häuser zurückgezogen, hatten vielleicht Zeit zu lesen oder im Haus das eine oder andere „abzuarbeiten“. Vielleicht sind wir auch krank geworden, haben Zeit im Bett verbracht und mussten notgedrungen mal richtig runter fahren,…

Bevor die Kraft des Frühlings und des neuen Aufbruchs durchschießt, haben wir meistens ganz natürlich das Bedürfnis, alten Balast abzuwerfen. Gleichzeitig bewegen wir uns ungern aus unserer Konfortzone heraus. Wir wollen zwar frisch und kraftvoll sein, aber ungern verzichten oder gar „leiden“.

Manchmal fühlen wir uns wie auf einer (Erfolgs-)Welle getragen. Alles ist leicht und endlich scheinen vergangenen Mühen Früchte zu tragen. Das ist wundervoll. Doch realistisch erleben wir immer wieder auch Phasen, wo wir nochmal „hinabsteigen“ müssen, auf der Erde landen und das manchmal im Sturzflug mitten in den Dreck hinein. Und dann liegen wir da, wissen nicht wie uns geschieht und wünschen uns nichts sehnlicher, als endlich wieder aufstehen zu dürfen.

Dieser innere und äußere Rhythmus unterliegt in der Regel nicht wirklich unserer Kontrolle. Denn es ist der Rhythmus des Alterns, es ist unser Biorhythmus und der Rhythmus unserer Seele, die oft ganz andere „Pläne“ hat als unser Verstand. Und so kann so eine Reinigung schon mal mitten im Sommer stattfinden oder gar mehrere Jahre andauern…

Leichter fließt es sich, wenn wir gelernt haben, unseren „Rhythmus“ zu erspüren und ihm Raum zu geben. Denn er ist kein Feind, sondern eine innere Notwendigkeit.

Eine Sonnenblume ist dazu bestimmt, eine Sonnenblume zu sein, sie kann sich noch so sehr anstrengen, sie wird niemals eine Rose werden und auch keine Eiche oder ein Vergiß-mein-nicht.

Das Wachsen der Sonnenblume wird bestimmt von dem Boden, aus dem sie wächst. Ebenso von der Lichtintensität, die sie erreicht und der Menge des Regens. Ob sie direkte Nachbarn hat, angebunden wird oder auf freier Fläche wächst, all das hat einen Einfluss auf ihr Wachstum. Und dennoch ist ihr Potential eben das, einer Sonnenblume – und genau so sollte es auch sein.

Auch wir haben so ein einzigartiges Samenkorn in uns. Auch unser Same hat ein einmaliges, unverwechselbares Potential! Und dies kommt zum Ausdruck in JEDEM! unserer Gefühle, in jedem unserer Gedanken und in all unseren Wegen, die wir täglich beschreiten. Dazu gehört jede Verzweiflung, jede Hingabe, jeder Kampf und jede Welle, die uns trägt. Es liegt in allem Loslassen und in allem Ent-decken gleichermaßen.

Was würde nun passieren, wenn wir eine Woche lang Wörter-Fasten würden? Wenn wir uns eine Woche lang weigern würden, all diese Worte (und damit verbundenen Ideen) im Kopf, im Mund und im Ohr so wahnsinnig ernst zu nehmen. Was würde sich verändern?

Auf was würden wir stoßen?

Okay – vielleicht keine ganze Woche. Nehmen wir diesen einen Tag. Was würde sich verändern?

Oder einfach nur DIESEN einen Moment? Jetzt!

Wenn wir JETZT an nichts glauben würden. Nicht daran, dass wir uns in dieser oder jener Phase befinden, dass wir gerade dieses oder jenes zu lernen oder zu erledigen haben… …wenn wir einfach leben würden, OHNE Idee davon.

…dann?

 

(…)

Vielleicht stehen wir gerade aber auch wo ganz anders. Vielleicht ist unser Thema eher das „Essen“.  Möglicherweiese sind wir gerade (vielleicht gezwungenermaßen weil wir gerade einen Magen-Darm-Infekt hinter uns haben) motiviert mal wirklich nur das zu essen, was uns NÄHRT!

Was passiert, wenn wir den Blick auf das richten, was uns tatsächlich NÄHRT?

 

…vielleicht bemerken wir in einem dieser Momente, die Qualität, in der wir immer schon genährt (und vollkommen) SIND!

…wir alle sind hier längst auf unserer ganz eigenen Reise unterwegs, auf der wir loslassen, zurücktreten, still werden… …und auf der wir uns zeigen, laut JA! oder NEIN! sagen, uns berühren lassen und uns verschenken (ohne uns jemals wirklich von uns weg zu bewegen).

Wer ein bisschen gemeinsam mit mir spielen will und sich austauschen mag, fühlt sich vielleicht angezogen am 17.03.18 teilzunhemen am Retreat-Tag zum Thema: Reinigen – Loslassen – nähren- genährt-SEIN

…von 9:00-ca. 17:00 Uhr im Yoga Loft Kirchheim/Teck

Du bist herzlich willkommen 🙂