November, Dezember: Wandlungs-Zeit

Wir befinden uns auf der Zielgeraden Richtung Winter-Sonnenwende. Das heißt, wir steuern auf die längste Nacht des Jahres zu.

Es ist die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember.

Diese Nacht ist (jedes Jahr) wie ein Todpunkt und ein Auferstehungspunkt zugleich.

Es ist wie die Stille zwischen Ein- und Austamen.

Bis dahin heißt es: Dich auf den Weg zu machen, in deine Innerlichkeit 

Es geht um Rückzug.

Die gesamte Natur macht es uns vor.

Die Bäume ziehen sich in die Tiefe ihrer Wurzeln zurück.

Gerade jetzt, wo es draußen wirklich turbulent wird. Wo es sich zuzuspitzen scheint und es (scheinbar) genug Anlass geben könnte, in Panik zu verfallen und irgend einen Schuldigen zu suchen, ist es wichtig, sich NICHT von den Informationen „da draußen“ verrückt machen zu lassen.

Ebenso nicht von den eigenen Gedanken. Zumindest nicht von den Gedanken, die ihren Ursprung eigentlich auch im Außen haben.

Stattdessen, solltest du dir lieber Räume erschaffen und bewahren, in denen du – so wie du bist – einfach SEIN kannst. Ohne (innere) Diskussion.

Räume, in denen du im Fühlen und im lebendigen Fließen bleiben kannst, anstatt dich auf sogenannte „Fakten“ zu beziehen.

Das, was du bist, ist zutiefst bewegt. Es glaubt weder der einen, noch der anderen Theorie.

Das, was du bist, ist zutiefst verbunden mit allem, was ist.

Es ist absolut unnötig diese Verbundenheit durch Argumente zu untermauern oder nach Gleichgesinnten zu suchen. Du bist bereits mit dem Gegenüber verbunden – egal wo der andere gerade steht.

Du bist bereits sicher im vibrierenden Puls der Lebendigkeit.

Du musst dir keine Sorgen machen.

Gehe einfach mit DEINEM eigenen Fluss weiter.

In deinem eigenen Rhythmus.

Dort, wo du dich innerlich berührt und genährt fühlst.

Du weißt bereits, wo es sich gut anfühlt. Folge einfach dieser inneren Anziehung. Folge deinem inneren Fluss und wisse, dass du weder zu langsam noch zu schnell sein kannst.
Alles, was du bisher getan hast (deine Vergangenheit) ist weder „richtig“ noch „falsch“ gewesen. Sie war einfach das, was zu dem Zeitpunkt möglich und ersichtlich war

…und jetzt bist du HIER!


Von HIER aus gehst du weiter.

Ohne Urteil über dich oder dein Gegenüber.

Fließe einfach weiterhin mit dem, was IN DIR lebendig ist.

Du wirst ganz natürlich Menschen begegnen, denen du in Zuneigung begegnen kannst.

Passend zu der aktuellen Zeitqualität habe ich in der Online-Community die Rubrik „Impulse für den Alltag“ neu organisiert. 

Du findest in der Rubrik „Impulse für deinen Alltag“ nun ein neues Asana-Yoga-Video zum Thema WANDLUNG. Sowie ein gesprochenes Inspirations-Video zum gleichen Thema.

Es geht um den Moment, bevor wir bereit sind, uns einzulassen.

Es geht also um den „herausforderndsten“ Augenblick in der Wandlungsphase: Der Moment, in dem wir gerne ausweichen.

Ich habe dieses Thema auf den Zyklus der Frau übertragen. Weil uns der weibliche Zyklus zutiefst mit unserer NATUR verbindet. Dennoch ist dieses Video ebenso für Männer nährend. Und auch dann, wenn du als Frau bereits in der Menopause bist oder Schwanger. Denn es geht um ganz GRUNDSÄTZLICHE Prinzipien und nicht wirklich um die Periode.

Es geht um ganz natürliche Wandlungsprozesse.

Jetzt gerade geht es nicht darum, irgendetwas zu tun. Wandlung passiert natürlich. So wie Atmung natürlich passiert.

Es geht also darum, deine Kraft in deinem INNERN zu finden. Dort wo du still bist. Dort, wo du bereits bist, was du BIST.

Ab Anfang oder Mitte Dezember werde ich auch die Rauhnachstmeditationen in die Online-Community stellen.

Hier geht es zur Online-Community: https://elopage.com/s/Yogalini/wohnzimmer-yoga-community

Weiterhin kannst du auch LIVE Yoga-Stunden mit mir in Kirchheim/Teck besuchen. Ebenfalls möglich sind Yoga-Einzelstunden und Begleitung in Bewusstseinsprozessen.

http://www.teck-yoga.de/

Viel Freude beim TIEF(see)Tauchen in dich SELBST hinein!

Von Herzen
Verena

Einander zu berühren ist etwas anderes, als die selbe Meinung zu haben…

Im Alltag überwiegt meist das Beschäftigt-Sein im Außen. Die Dinge überschlagen sich und vieles läuft in Automatismen ab.

Wenn wir dann zur Ruhe kommen und vielleicht auch mal alleine mit uns selbst sind, hören wir unsere Gedanken zum ersten Mal bewusst.

Aber oft bleiben wir dann auch hier: In unseren Gedanken.

Wir fragen uns nicht, sind das wirklich MEINE Gedanken?

Ist das wirklich wahr, dass ich so oder so denke?

Wir glauben unseren Gedanken meist unhinterfragt, obgleich viele dieser Gedanken tatsächlich konditionierte Programme sind, die manchmal sogar gegen uns selbst arbeiten.

Wenn wir dann aber mit einem Gegenüber in Kontakt kommen, dreht sich etwas.

Das Gegenüber wirkt nicht nur wie ein Spiegel, es läd uns auch ein, einander auf eine andere Weise, als nur durch Worte, zu begegnen:

Nämlich körperlich!

Wir fühlen einander.

Wir können uns gegenseitig in der Gegenwärtigkeit dieses Augenblickes berühren.

Nicht nur indem sich unsere Körper berühren, wir können die Präsenz des anderen spüren – auch wenn wir uns körperlich nicht berühren.

Wir spüren die Stimmung des Gegenübers. Denn alle Menschen schwingen auf der gleichen lebendigen Frequenz. Das ist unsere Urfrequenz. Hier sind wir schon, noch bevor wir das erste Wort sprechen können. Das ist auch der Grund, warum Eltern ihre Kinder wortlos verstehen – zumindest wenn sie sich nach den ersten Wochen aufeinander eingeschwungen haben – und wenn sie nicht vollkommen im Denken stecken bleiben.

Genau DANACH fragt das Leben:

Was bist du ursprünglich?

Wenn wir diese „Frequenz“ wieder entdecken, dann bekommen wir ganz neue Antworten auf unsere Fragen. Keine Wort-Gedanken-Antworten. Aber etwas, dass uns sehr, sehr nah ist und dass wir eindeutig und direkt verstehen.

Es ist die Qualität des Mit-Fühlens und der Freude. Wir wissen dann einfach was zu tun ist. Und wir haben auch genug Kraft, um genau das zu tun, was eben nur wir selbst tun können. Niemand kann das für uns tun, was eben nur wir selbst tun können. Ganz einfach, weil du DU bist.

Wenn wir also in Beziehung miteinander treten, haben wir immer diese beiden Möglichkeiten. Entweder wir bleiben im Verstand und checken einfach nur ab, ob wir dieselbe Meinung haben. Möglicherweise diskutieren wir auch und versuchen uns dadurch irgendwo zu finden – dann bleiben wir jedoch weiterhin auf der Ebene des Denkens.

Oder:

Wir beginnen uns SELBST – und damit immer auch das Gegenüber – zu FÜHLEN!

Wir spüren in die Atmosphäre hinein. In unseren Körper. In unseren Atem.

Wir schauen in die Augen des Gegenüber – und wir werden uns bewusst, dass es auch unsere Augen sind.

Wir spüren den Atem des Gegenübers und erlauben uns SELBST – und dem Gegenüber- einfach zu SEIN.

So wie wir gerade sind.

Mit genau diesem Gefühl jetzt.

Mit genau diesem Erleben, jetzt.

Dieses Körpergefühl, jetzt.

Vielleicht halten wir die Hand des anderen: Wir halten diese andere Hand und wir werden gehalten.

Vielleicht umarmen wir uns auch: Wir umarmen das Gegenüber und wir werden umarmt.

Wir fühlen unseren Atem – und den Atem des anderen.

Dafür braucht es keine Worte und es ist doch so, so viel näher, als jedes Wort es jemals sein könnte.

Und plötzlich sind wir ganz HIER.

Genau DIESES Erleben jetzt.

Das ist ursprünglich Menschlich.

Diese Art der Begegnung.

Damit haben wir ganz natürlich auch in der Yoga-Woche im Soami gespielt und geforscht. Ich komme gerade zurück und bin noch immer ganz gerührt. Was für eine nährende Woche. Hier ein paar Eindrücke:

Nächstes Jahr wieder:

Silvia und ich zusammen im Soami in Kärnten am Millstätter See. Eine Woche YOGA Retreat. Vom 24.-31.07.

Vielleicht magst du mit dabei sein?

Melde dich gerne unter: verena@yogalini.de

Oder schau auf meine Website: http://www.teck-yoga.de/1%20Yoga%20Stille%20Retreat.html

Hier findest du ein paar Infos über das Soami: https://www.soami.at/de

Mit sich SELBST streng oder weich SEIN – das ist hier die Frage

„Am Montag warst du aber richtig streng“ war das Feedback einer Teilnehmerin, die ich gestern Mittag in der Stadt getroffen hatte.

Ich musste lachen, denn ich wusste genau was sie meinte. Irgendetwas hatte mich in der Yogastunde am Montag Abend „geritten“ und mein Fokus war voll und ganz darauf ausgerichtet, eine Atmosphäre zu schaffen, die alle Anwesenden anhielt WACH zu sein.

Kennst du das Gefühl, immer so ein bisschen im Trott des Bekannten zu schlafen?

Oft ist das Bedürfnis nach Entspannung gar nicht das natürliche Schwenken in das Gegenteil von Aktivität, sondern die natürliche Reaktion auf einen Alltag in dem wir halb-lebig Automatismen tun, von denen wir das Gefühl haben, ihnen hilflos ausgeliefert zu sein.

Was ist es wirklich, wirklich, wirklich, was uns das Gefühl von „Hilflosigkeit“ vermittelt?

Woran halten wir fest, wenn wir meinen, wir seien nicht frei genug JETZT diesen Moment hier lebendiger zu gestalten?

Zurück zum Thema „Strenge“:

Oft bin ich in meinen Stunden sehr zart und weich. Denn ich fühle regelrecht wie es einen Gegenpol braucht zur der Struktur, die von Außen organisiert wird und sich in unserem Inneren wiederspiegelt in der Idee, wir müssten es irgendwie „anders“ machen, besser, klarer, fokussierter, entspannter, lockerer, mutiger,…

Das Problem: Anstatt es WIRKLICH anders zu machen (in einem neuen Augenblick), verschwenden wir alle Energie, die uns JETZT zur Verfügung steht, damit, uns selbst zu verurteilen.

Und manchmal auch noch ein zweites Mal: Wir verurteilen uns auch noch dafür, dass wir uns schon wieder verurteilt haben.

Wo sollten wir wirklich streng mit uns sein?

Oft setzen wir mit unserer Weichheit und unserer Strenge genau an den verkehrten Enden an. Wir sind da streng, wo es Sanftheit bedarf und da nachgiebig, wo wie Klarheit und eine gewisse Strenge brauchen.

Oft hacken wir da, wo wir (oder jemand anderes) vermeintlich einen Fehler gemacht hat, ordentlich auf uns, dem anderen oder der gesamten Situation herum, anstatt ehrlich anzuerkennen, dass das, was passiert ist, aus vielen verschiedenen, vielschichtigen Gründen passiert ist:

  • Ich und mein Gegenüber hatten zu genau diesem Zeitpunkt genau die Energie zur Verfügung, die zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stand
  • Ich und mein Gegenüber hatten zu genau diesem Zeitpunkt genau die Persepktive, die wir in diesem Augenblick hatten
  • Ich und mein Gegenüber hatten in diesem Moment genau den Handlungsspielraum, den wir damals wirklich hatten – und nicht den, den wir uns heute ausmalen können

Wir können uns im Nachhinein zwar ausmalen, wie es gewesen wäre, wenn wir damals dieses oder jenes nicht im Kopf gehabt hätten und stattdessen den Blick mehr auf was weiß ich was gelenkt hätten…

Aber die Wahrheit ist: Wir haben so gehandelt, weil zu diesem Zeitpunkt genau dieses Muster, genau diese Unsicherheit oder was auch immer aktiv war und wir haben in diesem Moment das gegeben, was wir geben konnten.

Alles andere ist Illusion!

Sei hier streng! Denk nicht weiter und weiter und weiter und erzähl es deiner Freundin und reg dich nochmal darüber auf und noch einmal und vertiefe jene destruktive Sicht mehr und mehr.

Sei streng!

Werde still.

Sei ehrlich.

Es war wie es war. Und es ist jetzt vorbei.

Und das gilt direkt – Sekunden nach – jeder Auseinandersetzung mit dir selbst und mit all denen, denen du nahe stehst.

Fühle das Gefühl, was jetzt auftaucht.

Fühle den Schmerz oder was immer es ist und erlaube dem Kopf nicht die Geschichte irgendeine Geschichte darüber zu erzählen. Der Kopf wird niemals in der Lage sein, wirklich alle Zusammenhänge zu durchschauen, denn letztlich bleibt er bei der Logik stehen, während menschliches Sein so so viel mehr ist als das.

Sei streng!

Atme!

Sei mutig genug, dir selbst in diesem Sturm zu begegnen!

Denn all dein Rennen im Kopf ist am Ende nichts anderes als der Versuch, dieses wilde Leben zu kontrollieren und dich wieder auf Spur zu bringen.

Was aber ist diese „Spur“ wirklich?

Sie ist der alte Pfad. Sie ist die Autobahn der alten Glaubenssätze.

Diese „Normalität“ ist bei jedem und jeder von uns individuell verschieden. Die eine kritisiert sich ständig, die andere glaubt immer, dass sie nicht gesehen wird, die nächste versucht mit allen Mitteln das schöne Bild von sich aufrecht zu erhalten… …und am Ende haben wir alle mehr oder weniger diese oder jene Tendenz.

Wenn wir lebendig sein wollen, müssen wir diese alten Autobahnen (=Automatismen) verlassen.

Dazu müssen wir wach sein! Und ehrlich!

Lebendig zu sein bedeutet, dass wir nicht wissen!

Wir wissen nicht, was das hier gerade bedeutet, aber wir sind wild und mutig genug es voll zu leben, es ganz zu fühlen, körperlich, emotional und energetisch.

Nicht lebendig zu sein heißt, dass wir nur halb anwesend sind. Wir sind im „Überlebensmodus“, versuchen nicht unter zu gehen, versuchen den Anforderungen (unseren, eigenen Anforderungen, die irgendwann vor langer Zeit mal an uns gestellt wurden und nun zu unseren eigenen geworden sind) zu genügen. Wir haben total vergessen, die Fragen des Lebens SELSBT zu beantworten.

Als Kinder, als wir noch in unserer Kraft standen, da wussten wir um die Lebendigkeit. Wir wussten, dass die Antworten der Erwachsenen natürlich veraltet sind und für uns nur noch bedingt gelten. Wir ehrten das Wissen der „Alten“ auf so selbstverständliche Weise, dass es keiner Rituale bedurfte. Es war ja ganz natürlich unsere Basis, auf der nun unser Leben aufbaute und auf der sich ganz natürlich, durch unsere lebendigen Erfahrungen, alles bereits Gewusste (durch unser Sein) weiterentwickelte…

Je älter wir wurden, desto mehr begannen wir an dieser inneren Klarheit zu zweifeln. Bis diese Stimme kaum mehr zu hören war…

Den Preis den wir zahlen, wenn wir wilde Lebendigkeit versuchen in starre Gerüste zu packen, ist das Stocken der Lebensenergie. Dies fühlt sich frustriert an, müde, genervt, unlebendig.

Wenn wir diese Energie jedoch wieder in Fließen bringen, können wir auch im „Alter“ noch frisch sein, ganz einfach, weil dieser Moment hier frisch ist!!!

Wir können JETZT eine lebendige Erfahrung machen! Ganz unabhängig von dem, was eben passiert ist!!!

Um die Lebendigkeit in dir wieder ins Fließen zu bringen, fange an dich (deinen Körper) zu bewegen. Am besten unkontrolliert. Verlasse alle Formen des bekannten und tanze wild! Schneide Grimassen! Zapple rum!

Um ein autentisches Körpererleben von Wachheit zu bekommen, kann dich natürlich auch Yoga unterstützen. Du lernst dich innerlich aufzurichten und in deine eigene Aufrichtigkeit hineinzuwachsen. Und du lernst wirklich abzugeben, loszulassen, dich hinzugeben – nicht nur theoretisch im Kopf.

Anstatt dich oder andere zu verurteilen, beginne anzuerkennen was IST!

Anerkennen ist wertfrei!

Es ist einfach der Versuch klar zu schauen.

Im klaren Schauen, darf alles sein!!!

(P.S.: Auch das, was wir nicht so gerne sehen wollten)

Wenn wir damit entspannen, passiert Weichheit.

Hier ist Weichheit sehr heilsam.

Wenn wir nun aber einen Augenblick haben, in dem die Bewusstheit so Hälfte-Hälfte ist, zwischen dem altbekannten Muster und der Möglichkeit WACH zu bleiben,…

DANN sollten wir streng mit uns sein!

Es bedarf Wachheit und einer klaren Ausrichtung, um JETZT nicht in das alte Muster hineinzufallen, dass ich mir selbst nur dann genügen kann, wenn ich zuerst all den scheinbaren Anforderungen genüge.

Was heißt „wach bleiben“?

Wach bleiben ist keine Starre, es ist kein Programm auf das ich zurückgreifen kann. Es ist vielmehr die Bereitschaft, in diesem Augenblick mit diesen stürmischen Wellen hier „still“ zu sein und klar zu unterscheiden, welche Welle ich wirklich, wirklich reiten will!

Ist das hier gerade „meins“ oder folge ich nur der Tradition?

Was macht mich glücklich?

Wofür schlägt mein Herz?

Dieser neue Kontakt mit mir darf wachsen!!! Er muss nicht schon ausgereift sein. Wie sollte er auch?

Wir stehen evolutionär betrachtet (als Menschheit) gerade an einem Wendepunkt in dem theoretisch alle Lebenskonzepte geduldet sind und ständig neue erfunden werden.

Theoretisch ist es kein Problem „schwul“ zu sein, keine Kinder zu bekommen, sich scheiden zu lassen, keine Konfession zu haben oder was auch immer. Überall – d.h. in jeder verkörperten Seele – wird lebendig „erforscht“ wie sich Beziehung gestalten kann, wie Erziehung aussehen kann, wie Arbeit aussehen kann,… …wenn sie WAHRhaftig ist. Wir alle sind mitten drin in diesem „Forschungsprojekt“ und lernen in jedem Augenblick unserer scheinbare Fehler.

Während jedoch gleichzeitig all die alten, konditionierten Glaubenssätze und Traumen in unserem gesamten Nervensystem, Körpergedächtnis und Unterbewusstsein voll aktiv laufen.

Das ist eine ziemlich explosive Mischung.

Hier dürfen wir also definitiv weich mit uns sein

…und müssen defintitiv streng sein, wenn wir wirklich etwas neues, lebendiges erleben wollen!

Die Frage ist nun: Wann passt was?

Am Ende findest du in deiner eigenen Innenschau, in deinem gelebten Alltag, selbst die Augenblicke, in denen Sanftheit gut tut und in denen Sanftheit nur dazu dient weiter zu schlafen!

Wenn du ganz, ganz ehrlich mit dir bist, dann kannst du es glasklar sehen!

Vergiß die Geschichte dazu!

Bleibe still!

Das ist der Fokus <3

Von Herzen,

Verena

P.S.: Wer Lust auf eine Einzelarbeit mit mir hat findet mich (Verena Kamphausen) persönlich in Kirchheim unter Teck und ansonsten per Telefon oder Skype.



2 Tage schweigen…


Was glaubst du, was passiert, wenn du zwei Tage lang komplett aus deiner Alltagsroutine aussteigst – und nicht einmal die Gewohnheit des Sprechens mitnimmst?

Wenn du also deine Wut, deinen Unmut, deine Genervtheit, wie auch deine Freude, dein Berührt-Sein, deine kreative Energie nicht direkt nach außen „schleuderst“ (indem du sie in Worten mitteilst), sondern sich alles IN DIR zeigen darf?

Wenn du gleichzeitig auch nichts dergleichen von Außen zugespielt bekommst: Keine Telefon klingelt. Keiner erzählt dir so nebenbei seine Geschichte oder erwartet deinen Standpunkt zu hören, möchte dein Mitgefühl, dein Verständnis oder einen Lösungsvorschlag.

Kein Vergleichen und Abwägen der Meinungen, Ideen und Geschichten anderer.

…vielleicht fällt dir erst jetzt auf wie oft wir uns im Alltag durch Worte auf eine Ebene begeben, auf die wir vielleicht gar nicht wollen (wenn wir uns kaum merkbar beschweren (be-SCHWER-en) zum Beispiel…)

Keine Nachrichten, keine Termine zu organisieren, nichts muss zu irgendeinem Zeitpunkt fertig sein, du musst nicht mal das Essen einkaufen und vorbereiten, was du zu dir nimmst.

Was meinst du, was sichtbar wird, in diesem gigantischen Raum, der dir dann zur Verfügung steht?

Warst du dir schon einmal so nah?

Ganz ohne Ablenkung?

Auch in den Yoga-Stunden wird ja in der Regel nicht gesprochen und auch dort hast du jeweils die Gelegenheit, dich anders wahrzunehmen, als im Alltag. Du spürst vielleicht ganz deutlich, welche Gedanken dich eigentlich gerade beschäftigen (und sie beeinflussen dich nicht nur unbewusst nebenbei).

Du spürst deine Neigungungen. Deine eigene Kraft oder deine momentane Kraftlosigkeit…

Im besten Fall kannst du sowohl das eine als auch das andere einfach da SEIN lassen.

Du erkennst dich!

Und gleichzeitig kannst du lieben, was du erkennst!

Vielleicht beginnst du, deine Tiefe genauso zu lieben, wie deine Oberfläche. Deine Härte, ebenso wie deine Weichheit, deine Stärke ebenso wie deine Kraftlosigkeit und Schwäche.

Möglicherweise kannst du die größeren Zusammenhänge dahinter erkennen und alleine weil du siehst, was du siehst, passiert ein immer feineres Anerkennen…

…was tatsächlich als „LIEBE“ bezeichnet werden könnte.

Wenn du diese Worte nicht nur mit deinem Verstand verstehen möchtest, sondern der Erfahrung Raum geben magst, dann hast du vielleicht Lust gemeinsam mit mir in das Yoga-Stille-Retreat nach Stirsbach zu fahren?

Mehr Infos darüber findest du hier:

http://www.teck-yoga.de/yoga_STILLE_RETREAT.html

Ich wünsche dir einen Tag mit Momenten, in denen du DICH hören kannst!

Von Herzen

Verena

Was passiert, wenn wir den Kopf ablegen?

Jede Asana (jede Körperhaltung), die wir einnehmen, entspricht einer bestimmten Qualität. Das passiert ganz automatisch, ohne dass wir irgendetwas dafür tun müssten, denn unser Körper ist ganz natürlich Ausdruck von Lebendigkeit. Wir spüren das zum Beispiel wenn aufgeregt sind und ein mulmiges Gefühl im Bauch haben oder wenn unsere Augen müde sind und wir nicht mehr konzentriert nach außen schauen wollen…

Das heißt: Unser Körper zeigt uns gewissermaßen, was „innerlich“ gerade so abgeht. Er zeigt uns wieviel Kraft gerade zur Verfügung steht, er zeigt uns unsere wunden oder weichen Stellen…

Das heißt aber auch, dass – wenn wir anfangen unseren Körper zu bewegen – auch unsere inneren Strukturen mitbewegt werden. Wir stärken also beispielsweise unsere Basis (unseren Beckenboden) und damit berühren wir u.a. auch das Thema unseres Urvertrauens. Oder wir dehnen und öffnen vorsichtig (körperliche) Bereiche, die vielleicht seit langer Zeit hart und zusammengezogen waren und damit rühren wir ganz automatisch auch unsere eigene Berührbarkeit an.

Unser Körper ist Ausdruck unserer Schutz-, Flucht-, und Kampfreflexe – und all diese werden angesprochen, sobald wir mit einem körperlichen „Schmerz“ konfrontiert werden (damit arbeiten wir zum Beispiel in den passiven Yin-Haltungen ganz bewusst).

Was passiert nun, wenn wir unseren Kopf ablegen?

In den letzten Jahrzehnten hat sich das menschliche Denken zu einem immer schärferen Werkzeug herausgebildet. Und das ist wunderbar! Wir haben gelernt, uns unseres eigenen Verstandes mehr und mehr zu bedienen. Wobei man jedoch ehrlicherweise sagen muss, dass wir sehr, sehr oft eher die Gedanken (und Traditionen (auch spirituelle Traditionen)) von anderen denken, anstatt wirklich unseren eigenen Verstand zu benutzen. Ein Grund dafür ist sicherlich der, dass wir uns wenig Raum und Zeit nehmen, genauer Hinzuschauen! Oftmals scheinen wir so sehr beschäftigt, dass es notwendig ist, in Automatismen zu verfallen, anstatt Energie aufzuwenden, wirklich neu zu schauen – und dann vielleicht eben auch mal zuzugeben, dass man falsch lag oder es mittlerweile anders sieht oder dass man noch gar nicht so genau weiß, was man eigentlich darüber denkt!

Da ich menschliches Sein als ein sehr „komplexes Gebilde“ verstehe, sehe ich das Denken als einen wertvollen Teil dieses Seins – aber eben nicht als den einzigen.

Wenn ein Bereich lange Zeit intensive Aufmerksamkeit bekommt und dadurch wächst und sich ausbildet, kommt es vor, dass andere Bereiche zu kurz kommen und irgendwann ein enormes Ungleichgewicht entsteht. In der Regel gleicht das Leben das irgendwann ganz automatisch aus. Denn unser menschliches Leben formt sich gerade durch die Spannung (mindestens) zweier Pole.

Die Ganzheit wird erst sichtbar und erfahrbar durch das Gegenteil. Wir lernen über die Liebe u.a. dadurch, dass wir erfahren, wie sich die Abwesenheit von Liebe anfühlt…

Zum menschlichen Sein gehört neben dem notwendigen gedanklichen Erfassen von Lebendigkeit auch das körperliche Erleben von Kraft, Kraftlosigkeit, Anspannung, Entspannung, Weichheit, Verletzlichkeit, Sinnlichkeit, Genuss, Schmerz,…

…ebenso wie das emotionale Erleben von Lebendigkeit. Und auch „feinere“ Ebenen von Energie sind durchaus individuell und real erlebbar.

Wenn wir unseren Fokus lange Zeit im Kopf haben, kommt es vor, dass wir uns dort verhaspeln. Dann brauchen wir ein bisschen Aus-Zeit um wieder neu und weit denken zu können. Dabei kann uns u.a. der Körper und Körperarbeit dienlich sein.

Manchmal ist es hilfreich, ganz neue gedankliche Inspirationen einzuholen, um einen neuen Blick zu bekommen.

Manchmal ist es heilsam, die komplette Geschichte mal für einen Moment loszulassen und gar nichts wissen zu müssen und stattdessen mit der Erleichterung des nicht-Wissen-müssens zu sein (die u.U. vielleicht auch zunächst erst einmal als furchterregend erlebt wird – denn oftmals identifizieren wir uns wirklich komplett mit unseren Gedanken über uns und eine bestimmte Situation. Deswegen haben wir auch oft das Gefühl, genau diese Sichtweise verteidigen zu müssen).

Was passiert aber, wenn wir unsere Sicht komplett anerkennen und gleichzeitig offen dafür sind, dass diese Sicht nicht alles ist?

Sondern nur eine Sichtweise.

Was passiert?

Wenn wir uns einen Moment Zeit nehmen, mal ganz authentisch und selbstständig nachzuforschen, werden wir herausfinden, dass Gedanken zunächst ungefragt erscheinen. Auch wenn sich Gedanken also quasi durch uns ausdrücken, so erscheinen sie doch zunächst ungefragt (in uns). Wir sind also nicht diese (tollen oder schrecklichen) Gedanken. Wir könnten auch ganz anders darüber denken…

Tun wir aber nicht.

Egal warum, wir gerade genau dieses hier für bedeutsam halten, – HIER entfaltet sich gerade diese Form.

Und wir sind Ausdruck dieser Form und gleichzeitig Beobachter dieses Ausdrucks.

Im Anschluss an das Auftauchen eines Gedankens, legt sich das Bewusstsein mehr oder weniger darauf (d.h. der Gedanke wird uns mehr oder weniger bewusst oder eben nicht bewusst) und zusätzlich wird dieser Gedanken mehr oder weniger für wahr gehalten – oder für weiter erforschungsbedürftig erachtet. Gleichzeitig mit dem Gedanken (bzw. kurz darauf) zeigt sich dann auch ein entsprechendes Gefühl zu jenem Gedanken. Dieses veranlasst uns direkt zu einer Reaktion, der – je nach innerer Struktur – blind gefolgt wird oder die mit mehr oder weniger Spielraum erforscht wird.

Wenn wir unseren Kopf jetzt ablegen, passiert etwas in unserem Körper- und Nervensystem. Denn wir legen den Teil ab, mit dem wir uns zumeist indentifizieren. Ohne, dass wir irgendetwas dafür tun müssten, entspannt etwas in unserem System. Und das kannst du ganz einfach selbst überprüfen:

Leg deinen Kopf einmal vor dir auf den Boden ab.

Was passiert?

Was passiert, wenn du gar nicht „nach draußen in die Welt“ schauen kannst und damit auch nicht so wie sonst in das ganze Spiel von „ich“ und „du“ eintreten kannst. Du siehst – selbst wenn du die Augen jetzt öffnest – nicht weit, sondern gerade auf den Boden, auf den Platz, an dem du stehst (bzw. gerade sitzt/liegst).

Du bist weniger mit dem konfrontiert wie irgendetwas aussieht, was die anderen machen, wie es bei den anderen aussieht,…

Du bist mehr bei dir.

Stell dir jetzt vor, jemand würde dich ansprechen und mit dir über irgendeine Sache diskutieren wollen. Was würdest du tun? Du würdest deinen Kopf heben und deinen Standpunkt deutlich machen wollen, indem du dem anderen auf Augenhöhe gegenüber trittst (inklusive all deiner anderen energetischen, psychischen und körperlichen Muster von Vertrauen, Schutz, Angst und Kontrolle).

Hier kannst du einen Eindruck davon bekommen, wie die Körperhaltungen (immer schon) wirken – in die eine und in die andere Richtung.

Wenn du mehr darüber herausfinden magst, dann komme doch mal in eine meiner Yogastunden (in Kirchheim/Teck) oder besuche micht auf youtube:

Yin-Yoga:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=rY1O4kpdpNQ

 

Yoga für die Schultern/Rücken:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=LSGox63HTgs

 

Gespräch über „Raus aus dem Kopf – Rein in den Moment“:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=TkKhbRsrCCg

 

Ich freu mich auf dich!

Von Herzen, Verena

Was bleibt absolut „heil“, wenn…

…unser „Ich-Gedanke“ (unsere Egostruktur) sich tief verletzt fühlt,

angegriffen,

unsicher,

missverstanden,

überfordert,

gestresst,

wutentbrand,

hilflos,

… ?

Das, was in all diesen Situationen, in all diesen lebendigen Formen, völlig heil und rein bleibt, ist nicht nur eine Idee oder ein Konzept, an dem wir uns festhalten können. Es ist etwas, dass wir alle in uns selbst lebendig ent-decken können.

Vermutlich kennt ihr es bereits!

Es war schon da, als ihr ein kleiner Säugling wart. Damals hatte ihr noch keinen Abschluss, keinen Beruf, nichts geleistet, keinen Besitz, um den ihr hättet kämpfen oder streiten können. Ihr hattet noch nicht einmal Worte oder irgendein gedankliches Verstehen. Ihr wart einfach da. Unschuldig. Dieser Körper war da und bestimmte „Eigenheiten“ und Leben entfaltete sich…

In jenen Momenten war dieses „Heilsein“ (dein „Strahlen“) bereits absolut vollkommen  –  denn es ist nichts, was du erst erreichen oder TUN musst. Du musst es nicht mal erkennen! Es ist einfach deine natürliche Natur 🙂

In unserem Alltag, in dem es SCHEINBAR oft darum geht, etwas „gut“ hinzubekommen, gut zu organisieren oder zu verstehen, wird diese „heile“ Qualität oft übersehen.

Das ist kein Problem. Es ist einfach so, weil unser Fokus woanders liegt.

Wenn wir möchten (also wenn wir uns davon angezogen fühlen), können wir unseren Fokus jedoch auch immer mal wieder auf diese Qualität legen.

Tun wir das lediglich gedanklich, haben wir meist das Gefühl, uns fehle etwas. Da ist dann oft so ein (subtiles) Unbefriedigtsein. So als könnten wir da nicht wirklich ankommen. Es scheint immer so, als wäre die Idee der Vollkommenheit zu groß. Gedanklich und theoretisch und auch wenn wir versuchen, UNS zu vergleichen, mit unserer Vorstellung von „reinem Bewusstsein“, bekommen wir das nie wirklich zusammen…

Das, was wir SIND, ist eine Qualität des SEINS, nicht (in erster Linie) des Wissens.

Wenn wir jedoch ganz spielerisch, erforschend unsere eigene Weise ent-decken, wie wir dies lebendig geschehen lassen: Uns dieser Qualität in uns zuzuwenden –  dann passiert meistens etwas wunderschönes:

Das gesamte Nervensystem fängt an zu entspannen!

…wir beginnen uns lebendig zu fühlen. Und verspüren LUST, genau das zu machen, was uns Freude macht.

…wir kommen in Kontakt mit unserer „Seele“.

…Die Bereiche in uns, die bis eben noch ängstlich, verschlossen waren, beginnen sich zu „öffnen“

…und die eine oder andere (Egostruktur-) Wunde (die Idee, dass wir nicht gut genug sein könnten, nicht schnell genug lernen, nicht stark genug sind oder nicht zart genug), beginnt in ihrem eigenen Tempo langsam zu heilen.

Es gibt Orte, Situationen, Worte, Bücher oder Menschen, die uns hier und da erinnern, unseren Blick auf dieses „innere Licht“ fallen zu lassen. Ich für meinen Teil liebe es, diese Orte aufzusuchen, diesen Worten zu lauschen oder mir Zeit und Raum zu nehmen, diese innere Qualität zu genießen!

Yoga ist (für mich) einer dieser „Räume“.

Am Samstag, den 29.09. (Retreat-Samstag in Kirchheim/Teck) werden wir uns gemeinsam auf die Spur nach dieser „heilen Qualität“ in uns machen. Ich möchte euch dazu die Geschichte vom Krieger Arjuna erzählen, der sich unglücklicherweise mitten auf dem Schlachtfeld gegen seine eigene Verwandschaft stellen soll. In diesem Konflikt (Soll ich kämpfen? Soll ich nicht kämpfen? Soll ich wirklich meine Brüder töten? Wofür soll ich kämpfen? Ist Kämpfen etwas schlechtes? Was soll ich tun? Was ist richtig? Gibt es ein „richtig“? Kann ich auch „nichts“ tun? Wer tut hier überhaupt irgendetwas?) wendet er sich an Gott (Krishna) und es ergibt sich ein Zwiegespräch.

Natürlich werden wir nicht die gesamte Bhagavad-Gita lesen, sondern nur einen kleinen Ausschnitt, der euch inspirieren soll. Ich werde diese Zeilen direkt auf unseren Alltag beziehen. Es wird Zeit für Fragen und Austausch geben und natürlich Zeit für stille Meditation und Asanas.

Nach den letzten (vorbereitenden) Retreat-Samstagen, wird es nun zum Jahresende hin intensiver werden, denn der Herbst läd ganz natürlich zur Innenkehr ein:  Was berührt mich wirklich?

Das, was ich mit „Intensivität“ meine, ist jedoch durchaus für alle Körper geeignet und eher eine „innere“ Qualität.  Es gibt genug Flexibilität für alle Bedürfnisse.

Ich würde mich sehr freuen, wenn noch einige von euch dazustoßen und sich – wenn möglich – bis zum 15.09. fest anmelden.

Von Herzen

Verena

Ich mute dir dein Schicksal zu

…dieser Satz weckte mich vor kurzem auf, als ich gerade mal wieder das Gefühl hatte, meine Tochter vor unangenehmen Gefühlen bewahren zu müssen.

Dabei war mein Grund eigentlich genau derselbe, denn auch ich mag in manchen Situationen, in denen ich meine, dass gerade alles total „schief“ läuft,  den Schmerz, der darin aufsteigt, nicht fühlen.

Mit diesem Satz aber wurde mir schlagartig klar, dass sie hier auf dieser Welt ist, um Erfahrungen zu machen – und zwar alle, die ihr begegnen. Und dass ich ihr keine dieser Erfahrungen abnehmen kann.

Ich kann sie begleiten. Ich kann einfach da sein und ihr damit signalisieren, dass es „OKAY“ ist. Dass auch das zum Leben gehört und dass ihr SEIN dadurch in keinster Weise gemindert wird – selbst wenn es sich für Momente ganz furchtbar anfühlt.

Das kann ich allerdings nur dann machen, wenn auch ich keine Angst vor dieser oder jener Erkenntnis, dieser oder jener unerwarteten oder schmerzhaften Erfahrung habe. Also muss auch ich mir mein eigenes Schicksal zumuten. Ich kann mir zumuten und zugestehen, meinen ureigenen, einzigartigen Weg zu gehen und all die damit verbundenen ent-Täuschungen zu ertragen, zu fühlen und vielleicht sogar zu genießen. All die unerwarteten, großartigen, kleinen, feinen, angsteinflössenden, traurigen, kraftvollen, stürmischen,…  Momente.

Wie fühlt sich das an?

In dem Moment, in dem ich mir mein Schicksal zumute, weiß ich um meine Kraft und um die ewige Unberührtheit des SEINS in allem Lebendigen.

Von hier aus ist es nicht leicht – aber möglich – sich auf das Leben TOTAL einzulassen. Und wenn ich das tue, kann ich es auch dem anderen zugestehen. Und damit stärke ich letztlich auch den anderen – selbst wenn es augenscheinlich vielleicht zunächst nicht so aussieht.

Sobald wir an die Kraft des anderen glauben, können wir ihm seine eigenen Erfahrungen, seine eigenen Entscheidungen und damit auch seine eigenen Talente zugestehen. Wir gestehen ihm zu, dem Leben voll und ganz zu begegnen.

Das ist besonders dann herausfordernd, wenn es sich um die eigenen Kinder handelt, denn diese sind oder waren ja durchaus eine lange Zeit in vielen Bereichen wirklich abhängig von uns.

Aber egal wie alt wir sind und egal wo wir stehen – wir sind immer alle miteinander verbunden und voneinaner abhängig:  Wir essen, was irgendjemand (viele verschiedene, an verschiedenen Orten) angebaut hat, was irgendjemand her transprotiert hat und jemand anderes verkauft hat. Was wir lesen, hat jemand anderes gedacht und dann aufgeschrieben. Wir sitzen auf Stühlen, die viele Menschen in verschiedenen Arbeitsschritten hergestellt, verkauft und transportiert haben. Damit überhaupt irgendetwas transportiert werden kann, sind zum Beispiel Autos nötig, die wiederum von jemandem erfunden, gebaut, verkauft und gekauft wurden…

Wir lernen gerade dadurch, dass wir uns aneinander reiben. Wir fordern uns gegenseitig heraus, mit dem was wir sagen und tun und lernen dabei ganz automatisch und natürlich, was es heißt zu lieben und was es heißt nicht zu lieben. Wir lernen ganz automatisch (so automatisch wie ein Apfel von alleine reift, während er gleichzeitig abhängig ist von der Sonne und dem Regen, den Wurzeln des Baumes,…) was es bedeutet in der Liebe zu sein und was es bedeutet nicht in der Liebe zu sein.

Dieses Lernen ist nicht etwas, das wir „nebenbei“ tun und das nach ein, zwei Bücher lesen oder eins, zwei Erfahrungen sammeln, bereits erledigt wäre. Unser gesamtes Leben dreht sich um nichts anderes. Und wir tauchen immer „tiefer“ und „tiefer“ hinein in dieses unbeschreibliche „Geheimnis“, das uns keiner abnehmen kann, denn kein anderer kann unser Leben leben.

 

 

 

Was nährt uns?

Was nährt uns?

Was macht mich wirklich satt?

Womit fühle ich mich träge, handlungsunfähig oder nicht kraftvoll genug?

Was davon ist nur Idee und was fühle ich IN DIESEM Moment wirklich?

Oft sind wir voller Ideen: Was uns gut tun könnte, wie wir es eigentlich machen sollten, was wir besser machen könnten oder was für ein Ziel wir haben.

Zum Beispiel: bewusster zu sein, klarer, entspannter, kraftvoller, schöner, stärker, beweglicher,…

Meistens ist uns dabei gar nicht bewusst, dass all das nur eine Idee ist. Und dass, während wir diese Ideen hegen, das Leben wie an uns vorbeirauscht. Also gewissermaßen läuft es sogar durch uns hindurch (auch) während wir an diese Konzepte glauben oder uns an ihnen messen. Denn natürlich sind all diese Momente gleichwertiger Ausdruck der „einen“ Lebendigkeit, die beständig irgendeine Form annimmt und der all diese Formen gleich wertvoll und absolut vollkommen sind, denn sie sind voller Leben.

Was aber wäre, wenn ich mein eigener Experte wäre? Wenn ich mir wirklich zutraue, mich zu erspüren, mich auszuhalten, mir Raum zu geben, meinen Schmerz zu fühlen, meine Grenze, meine Wut und natürlich meine Freude?

Was wäre, wenn ich mir mehr vertrauen würde als allen Ärzten, allen Lehrern, Weisen, Freunden und Geliebten dieser Welt?

Was wäre, wenn ich dieser lebendigen Quelle in mir, die niemals fordernd oder wertend zu mir spricht, sondern immer in der Qualität von zarter, liebevoller Neutralität – eher wie eine Möglichkeit, wie Raum, Weite,…

…wenn ich mich dieser Qualität ein klein wenige öfter zuwenden würde? Auf meine ganz eigene Weise. Indem ich ab und zu einfach ins Weite starre und diesem Augenblick mehr Raum gebe – fühlend mehr wahrnehme und genieße. Oder indem ich mir zugestehe, Dinge zu fühlen oder auszusprechen, die mir Angst machen.

Was wäre, wenn ich öfter einfach „bei“ mir wäre, während ich mich unwohl, ungeliebt oder unausgeglichen fühle?

Was wäre, wenn ich weniger von mir erwaten würde, dafür aber ein bisschen großzügiger zulasse, lausche, empfinde und experimentiere?

Was mich nährt, ist genau diese Quelle. Das einfache SEIN mit mir – und zwar insbesondere DANN, wenn ich am liebsten weglaufen würde, die Augen zu machen würde oder die Situation kontrollieren können möchte, so dass sie weniger bedrohlich oder weniger unangenehm sein könnte.

In den anderen Momenten arbeite ich einfach, antworte ich einfach, schreibe ich einfach, räume ich einfach auf oder was sonst eben so gerade anfällt. Und wenn nichts anfällt? Warum nicht einfach „dasitzen“ und genießen?

Mich selbst und diese ganze Fülle von Lebendigkeit in mir und um mich herum 🙂

…probiere es doch mal aus.

Ja, jetzt!

Nur für einen Moment schließe die Augen oder schaue ins Weite, durch die Dinge hindurch. Atme. Fühle dich. Lass es weit werden. Egal was auftaucht. Egal wie tief es sein mag. Egal wie unspektakulär. Egal ob da Gedanken sind oder nicht. Ohne Ziel. Ohne Antwort. Ohne Konzept. Alles ist „gut“ genug. Pure Lebendigkeit. In jedem Moment. Egal wie still. Egal wie laut. Es fehlt nichts!

Von Herzen

Verena

Was will das Leben – und was wollen „wir“?

Manchmal kann man ganz deutlich spüren, dass es da einen Unterschied zu geben scheint, zwischen dem, was ich meine zu brauchen oder zu wollen und dem, was das Leben in diesem Moment gerade gestalten möchte.

Manchmal scheint es so, als würde einem das Leben einen Strich durch die Rechnung machen, weil man selbst oder die Kinder unerwartet krank werden, weil wie aus dem Nichts auf einmal irgend ein Brief ins Haus flattert oder eine Nachricht eintrifft, die uns vor Herausforderungen stellt, die bis eben noch undenkbar und nicht mal ansatzweise auf unserem Schirm waren. Oder wir befinden uns in einer Art Zwick-Mühle zwischen zwei Richtungen, die wir einschlagen könnten. Wir sind hin- und hergerissen zwischen eigenen Bedürfnissen und denen eines anderen,…

Oft sind es aber gar nicht diese „äußeren“ zwei Seiten, sondern das bewusste Denken, Streben und Erkennen auf der einen Seite und auf der anderen, die natürliche Bewegung des Lebens, die einfach passiert. Und zwar völlig egal, ob wir damit gerade einverstanden sind oder innerlich rebellieren und alles fürchterlich gemein oder gar lebensbedrohlich schrecklich finden.

Als ich heute morgen aufwachte und der Tag noch im Dunkeln lag, war da wie so oft ein langsames hinübergleiten aus der Energie des Schlafes ins Tagesbewusstsein. Alle möglichen Gedanken und Gefühle schossen auf mich ein und ich konnte sehen, wie ich mit diesen mehr oder weniger mitgehen konnte.

Manchmal lassen wir uns völlig hineinziehen in die eine oder andere Geschichte und manchmal betrachten wir sie eher mit Abstand. Und manchmal ist es uns sogar möglich, wo ganz anders „hinzugehen“:

Eigentlich ist dieses ANDERE jedoch das genaue Gegenteil von „Gehen“, denn ich spreche von der Qualität, die lebendig pulsiert, aber nicht unbedingt Form annehmen muss in irgend einem Gedanken oder einer Emotion. Also noch „bevor“ die Qualität, die wir „Ich“ nennen, sich irgendwo verorten muss, Stellung beziehen muss, Strategien entwickeln muss, um zu bestehen 😉

Ich spreche von dem SEIN selbst, was natürlich auch IN all den Geschichten aktiv ist. Bloß dass wir – wenn wir in der Geschichte, dem Problem, der Frage, etc. – verstrickt sind, eben Dualität erleben. Hier erleben wir Trennung: Gut und Schlecht, Richtig und Falsch, Gesund und Krank, Ja oder Nein,…

„Unten drunter“ aber ist pulsierende Lebendigkeit, die diese Gegensätze nicht kennt und daher immer ganz und vollkommen ist. Hier wird nichts benötigt. Keine Antwort, keine Strategie, kein Ankommen irgendwo.

Und trotzdem passiert das normale Leben. Wir stehen auf, fühlen uns vielleicht matt und erschlagen oder hellwach. Wir gehen auf die Toilette, machen Frühstück, tun, was zu tun ist. Wir hören zu oder nicht, antworten oder sind still. Wir nehmen dieses oder jenes wahr. Leben passiert. Und „lernen“ passiert.

Und dabei können wir uns eben mehr oder weniger im Erleben von Trennung befinden 😉

 

Also ganz ehrlich: Ich liebe auch Gedanken!

Und ich finde sie immer wieder wunderbar interessant, manchmal sogar echt erstaunlich. Und ab und zu eröffnen sie mir tatsächlich einen ganz neuen Blick auf etwas und das erfüllt mich oft auch mit tiefer Dankbarkeit oder einfach mit Freude. Gedanken sind weder gut noch schlecht. Und dennoch gibt es diese Qualität, die uns ganz furchtbar eng macht und uns manchmal mitreist wie ein wilder Strudel… …und wenn uns die Qualität der „Weite“ nicht so vertraut ist und sie daher als „Option“ gar nicht auf den Tisch kommt, müssen wir so lange mit dem Strudel mitgehen, bis er sich von alleine ausgespielt hat.

Wenn wir die Qualität der „Weite“, „Stille“ ein bisschen kennen, dann kommt diese uns oft vor, wie ein Sprung ins Unbekannte. Ich meine, wir lassen all diese altbekannten, sicheren und auch liebgewonnen (wenn auch schmerzhaften) Gedanken und Konzepte los und springen in diese GANZ ANDERE Qualität. Eine Qualität in der sich das „Ich“ nicht halten kann. Hier hat es nichts, was es erzählen könnte. Keine Gründe, keine Wünsche, keine Rechtfertigungen, keine Ziele. Und dennoch bewegt sich das Leben. Es bewegt sich natürlich…

Wenn wir mit dieser Natürlichkeit in Kontakt kommen wollen, müssen wir weich werden. Es erfordert den Mut, verwundbar zu sein und hilflos. Interessanterweise entpuppt sich jene Hilflosigkeit dann als sehr, sehr sanftmütig. Sie fängt uns auf, wenn wir erkennen, dass es keinen Boden gibt, auf dem wir aufgefangen werden könnten <3

 

Liebe schadet der Liebe nicht – oder der Umgang mit „Arsch-Engeln“

Den Ausdruck „Arschengel“ hab ich zum ersten Mal im letzten Sommer während eines Familien-Urlaubs von einer Freundin gehört. Er stammt wohl vom Robert Betz und bezeichnet genau die Menschen, die unsere „Knöpfe“ drücken. Menschen, die uns besonders herausfordern, nerven, verletzten, belügen, betrügen,… was auch immer. Menschen, die etwas in uns auslösen und zwar unsere verletzliche Seite. Und genau darin liegt ihr Fluch – aber auch ihr Segen. Denn durch ihr SEIN, bringen sie uns mit etwas in Kontakt: Mit unserer eigenen Lebendigkeit.

Oft sind sie wie eine Art Schlüssel. Sie öffnen eine Tür, die es uns ermöglicht uns selbst näher zu kommen.

Oder aber:  Zuerst einmal (scheinbar) gegen den anderen (und gleichzeitig aber immer auch GEGEN uns selbst) zu kämpfen.

Soweit ich mich erinnere, schlägt Robert Betz vor, genau nachzuschauen: Welche Wunde berührt dieser Mensch (diese Situation) in mir? Und dann (statt mit dem anderen Menschen ins Gericht zu gehen), sich genau dieser Wunde zu widmen.

Wie können „Wunden“ heilen?

Sie heilen nicht, indem wir erkennen, wie sehr jemand anders vermeintlich daran beteiligt war, dass es diese Wunder überhaupt gibt. Also nicht indem wir den „Schuldigen“ suchen. Auch nicht, indem wir uns selbst die „Schuld“ für etwas geben, das wir getan oder eben nicht getan haben.

Oft ist ein erster „Schritt“ durchaus ein klares Erkennen verschiedener Zusammenhänge und (schmerzhaften) Realitäten. Aber um „Frieden“ zu schließen und neue Kraft, folgt immer ein „warmes“, „wohlwollendes“, „anerkennendes“ JA! dass durchaus „tiefer“ und „feiner“ ist als logische Gedankenformen.

Ein JA! dass nichts will, muss oder sollte. Ein JA! dass nichts bereut, dass nicht alles verstehen muss und dass auch keine Meinung fordert.

Es ist vielmehr eine JA! des unendlichen Raumes, der Weite und der Tiefe. Ein JA! zum Leben selbst.

In einer der „Weihnachtsferien-Yogastunden“ (in Kirchheim/Teck) habe ich über den Umgang mit Feinden gesprochen. Also eigentlich habe ich vorgelesen aus einem Buch, in dem es u.a. um den Umgang mit diesen schwierigen Situationen/Menschen geht, die wir als „feindlich“ empfinden.

Warum empfinden wir manches als feindlich?

Weil es das, was wir als ICH begreifen, anzugreifen scheint: Meine Meinung, meine Bedürfnisse, meine Wünsche, meine Geheimnisse, meine Wunden.

Das alles wollen wir schützen, denn wir meinen, dass dies nötig ist, denn manchmal fehlt es uns an Vertrauen.

Die Zeilen, die ich gelesen habe, schlagen einen anderen Umgang mit diesen Situationen vor und diesen möchte ich gerne mit euch teilen:

Wenn du selbst entdecken möchtest (also lebendig ent-decken – nicht nur theoretisch begreifen), dass du selbst LIEBE BIST (und Liebe kein äußeres Gut, dass du tun/machen könntest), dann gibt es ein ganz einfaches Experiment: Liebe deine Feinde!

„Angesichts deiner Feinde kannst du dir sicher sein, dass alle Liebe, derer du fähig bist, nicht durch äußere Faktoren ausgelöst wird. Du liebst deinen Gegener nicht wegen seiner Freundlichkeit, seiner zugewandten Art oder weil du dir davon einen Gewinn versprichst. Angesichts deiner Feinde erkennst du, dass du Liebe bist – und auch die Quelle deiner Liebe. Das ist der wesentliche Grund, weshalb ich dich auffordere deine Feinde zu lieben. Nicht damit du schwach oder passiv dich ausnutzen lässt, nicht um deinem Gegener den Vorteil zu überlassen, sondern um zu begreifen, dass du Liebe bist. Mit dieser Erkenntnis übernimmst du das Kommando.

Keine äußeren Dinge können dich lehren, wer du wirklich bist. Doch so lange du glaubst, dass sie das könnten, wirst du immer die äußere Welt um Erlaubnis für deine Existenz bitten. Diese Zwangsvorstellung ist dein wahrer Feind.“

Liebe ist die Essenz deines wahren Seins. Sie ist nichts, was du tust oder lässt, gibst oder nicht gibst, empfängst oder nicht empfängst. Sie ist keine Ware oder Substanz, die gewonnen werden kann. Liebe unterliegt nicht den Gesetzen von Fülle und Mangel. Sie ist das, was du BIST.

Aus diesem Grund ist Liebe bedingungslos.

Sie ist bedingungslos, weil sie dein Ursprung ist, dein SEIN, nicht etwas, das bedingunglos getan wird! Jedes Tun ist gewissermaßen bedingt, denn die Existenz hat Bedingungen und Beziehungen daher auch. Wenn Liebe tatsächlich nur aus Tun bestünde, könnte wir dem nicht entgehen.

Die Liebe steht oben. Sie versetzt den Geist in Schwingung und „gebietet“ den Urteilchen. Daraus ist die gesamte Schöpfung entstanden.

Der Geist schwingt entsprechend „unserer“ Liebe. Wie ein See voller Fische: Jeder Fisch versetzt das Wasser auf unterschiedliche Weise in Schwingung. Genauso versetzt deine Liebe den Geist auf einzigartige Weise in Schwingung. Keine Liebe fühlt sich genauso an wie die deiner Mutter. Die Liebe jedes Menschen fühlt sich einzigartig an. So reagiert der Geist und würdigt jedermanns einzigartigen Ausdruck. In jedem Augenblick.

Die „Urteilchen“ sind die „Bausteine“ der komplexen Existenz. Es gibt viele dieser  Teilchen zwischen dir und deinem Gegenüber. Wer setzt sie in Schwingung? Und in welche?

Wenn du mitten in einem Sturm stehst – und dabei ist es egal, ob der Sturm ein Gefühlssturm, eine Streitsituation oder eine Naturgewalt ist – wenn du mitten in einem Sturm stehst, und du glaubst, dich schützen und verteidigen zu müssen, vor diesem gewaltigen „Gegner“, könntest du die Schönheit des Sturms entdecken. Erkenne die Kräfte, die ihn ausmachen. Liebe ihn bis in seinen tiefsten Kern hinein. Finde das, was ihn bedingt, bis du eins mit ihm bist. Je nachdem wie sicher du dir bist, können verschiedenen Dinge geschehen. Der Sturm könnte sich einfach in Luft auflösen oder in einen sanften Regen verwandeln. Vielleicht würde er auch einfach den Kurs ändern. Zumindest würde er dir nicht schaden, denn Liebe schadet der Liebe nicht!

(Wenn du aber vergessen hast, dass du Liebe bist und für einen Moment fälschlicherweise glaubst, du seist geringeres als das, was wird dann passieren? Du wirst das Bedürfnis haben, dich zu schützen. Du wirst dich verteidigen und so handeln, als wäre das wirklich nötig. Und genau das wirst du erfahren: Denn die Liebe ist unendlich und lässt dich JEDE Erfahrung machen. Also auch die von Krieg, Macht und Kontrolle.)

Was fühlt sich besser an? Was wählst du?