{"id":1239,"date":"2024-03-20T16:18:58","date_gmt":"2024-03-20T15:18:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.yogalini.de\/blog\/?p=1239"},"modified":"2024-09-25T18:35:38","modified_gmt":"2024-09-25T16:35:38","slug":"warum-freies-bewegen-schuetteln-und-tanzen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.yogalini.de\/blog\/2024\/03\/20\/warum-freies-bewegen-schuetteln-und-tanzen\/","title":{"rendered":"Warum freies Bewegen, Sch\u00fctteln und Tanzen?"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.yogalini.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/friendship-2366955_1280.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"660\" height=\"407\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.yogalini.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/friendship-2366955_1280.jpg?resize=660%2C407\" alt=\"\" class=\"wp-image-1240\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.yogalini.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/friendship-2366955_1280.jpg?resize=1024%2C632 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.yogalini.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/friendship-2366955_1280.jpg?resize=300%2C185 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.yogalini.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/friendship-2366955_1280.jpg?resize=768%2C474 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.yogalini.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/friendship-2366955_1280.jpg?resize=825%2C510 825w, https:\/\/i0.wp.com\/www.yogalini.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/friendship-2366955_1280.jpg?w=1280 1280w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Vor zwei Tagen habe ich neunzig Minuten lang nur die Bewegungen gemacht, die spontan aus meinem K\u00f6rper geflossen sind. Die Musik hat mich eingeladen, manchmal auch stark herausgefordert, weil sie zun\u00e4chst nicht meiner Stimmung entsprach und weil ich sie nicht als &#8222;sch\u00f6n&#8220; empfunden habe. Die meiste Zeit aber haben mich meine eigenen Bewegungen \u00fcberrascht. Es war kein \u00fcbliches Tanzen. Es war mehr ein Sich-Befreien, Sich-Zulassen, ein Abgeben an die Intelligenz des K\u00f6rpers, trotz der Gedanken und Gef\u00fchle, die auch da waren. Ich hatte eine verspannte Schulter- Nackenmuskulatur und die wollte und wollte bewegt werden. Ich war mich \u00fcberhaupt nicht sicher, ob es dadurch nicht viel schlimmer werden w\u00fcrde, aber ich lies meinen K\u00f6rper einfach machen, was er machte und er sch\u00fcttelte sich wild. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich stampfte mit den F\u00fc\u00dfen, wog meine H\u00fcfte, ohne mich zur\u00fcckzunehmen. Ich schl\u00fcpfte unwillk\u00fcrlich in verschiedene Qualit\u00e4ten. Mal war ich eine spanische Flamenco T\u00e4nzerin, dann ein roboterartiger Soldat, dann ein freies, galopierendes Pferd und eine tanzende Fee.<\/p>\n\n\n\n<p>All das war ich f\u00fcr einen Augenblick.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche eine F\u00fclle. <\/p>\n\n\n\n<p>Was ich gemacht habe? Ich habe dort, wo ich Yoga unterrichte, eine &#8222;Wave&#8220; angeboten und mit den Menschen, die sonst in meine Yogastunden kommen, getanzt. Bzw. haben wir uns frei bewegt. Manche haben sich &#8222;nur&#8220; zart gewogen, aber einige haben dabei ihre gewohnten K\u00f6rpermuster verlassen. Von au\u00dfen ist nicht sichtbar, was passiert. Es geht nicht darum, sich besonders &#8222;sch\u00f6n&#8220; oder &#8222;extravagant&#8220; zu bewegen. Es ist wie beim Yoga. Es geht darum, wie du HIER auftauchst, mit deinem K\u00f6rper. Denn dein K\u00f6rper ist deine Eingangst\u00fcr, um wirksam zu sein. Ohne deinen K\u00f6rper, ohne dein lebendiges Tun, kann dir niemand antworten und kann dich niemand sehen. Und das, was wir uns am meisten w\u00fcnschen ist, dass wir uns zeigen k\u00f6nnen wie wir sind und dass wir einander wirklich und echt begegnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Wunsch scheint in unserer Realit\u00e4t fast ein utopischer Wunsch zu sein, denn es gibt oft nur sehr wenige R\u00e4ume, in denen wir solch eine Erfahrung machen. Wenn wir Gl\u00fcck haben, haben wir intime Beziehungen in denen das geht. Aber selbst in intimen Beziehungen haben wir uns manchmal in scheinbar sichere Muster begeben und wundern uns dann, warum der andere uns nicht mehr sieht. <\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich ist es <strong>jederzeit<\/strong> m\u00f6glich, wieder GANZ und lebendig hier aufzutauchen. Und zwar ohne, dass du etwas bestimmtes ver\u00e4ndern musst. Und doch wirst du etwas ver\u00e4ndern, aber sehr wahrscheinlich nicht so wie du es dir (aufgrund der eigenen K\u00fcnstlichkeit) vorstellst. Denn dein wirkliches HIER Auftauchen, hat in erster Linie damit zu tun, wem oder was du (innerlich) antwortest. <\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6rst du g\u00e4nzlich auf die k\u00fcnstlichen Angebote oder h\u00f6rst du eine andere, lebendige Qualit\u00e4t in dir? Eine Qualit\u00e4t, die auf gewisse Weise nichts wei\u00df, denn sie macht sich kein Bild. Weder von dir, noch von deinem Gegen\u00fcber. Aber diese Qualit\u00e4t pulsiert. Sie ist wach, sie ist verbunden. Mit allem, was in dir und in deinem Gegen\u00fcber lebendig flie\u00dft. <\/p>\n\n\n\n<p>Um mehr du selbst zu sein, musst du deine eigenen k\u00fcnstlichen Bilder von dir &#8222;\u00fcberschreiben&#8220; und die T\u00fcr aufmachen f\u00fcr das, was lebendig und spontan aus deiner urspr\u00fcnglichen Verbundenheit heraus Form annehmen will.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine M\u00f6glichkeit feste Muster zu \u00fcberschreiben, ist das Bewegen deines K\u00f6rpers. Das muss keine Wave sein. Es kann Yoga sein, Tai-Chi, schwimmen und sich hineinwerfen in die Wellen des Meeres,&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Hast du schon einmal beobachtet, dass Tiere sich am Tag mehrmals kurz sch\u00fctteln? Sie machen das ganz nat\u00fcrlich. Sie sch\u00fctteln sich frei. Sch\u00fctteln verhindert das Festsetzen k\u00fcnstlicher Muster im physischen K\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Wave arbeiten wir mit Musik. Wir bewegen uns durch 5 verschiedene Rhythmen bzw. Qualit\u00e4ten hindurch, die wie eine Welle aufgebaut sind. Die Qualit\u00e4ten sind: 1. Das Weibliche, 2. Das M\u00e4nnliche, 3. Das Chaotische, Transformative, 4. Das spielerisch Freundvolle und 5. Die Stille.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir lassen uns von der Qualit\u00e4t der Musik ber\u00fchren und davon, was diese Qualit\u00e4t jeweils spontan in uns ausl\u00f6st. Und zwar nicht in erster Linie gedanklich und bewusst, selbst wenn das auch seinen Platz hat. Wir \u00fcbergeben uns jedoch mehr und mehr an die K\u00f6rperintelligenz. Diese entscheidet letztlich was &#8222;getanzt&#8220; wird. Dabei muss keine Bewegung nach irgendetwas ausehen. Es geht vielmehr darum, was durch die Bewegung frei gesetzt wird. Denn egal wie leicht oder schwer dir dieser Tanz letztlich f\u00e4llt, am Ende f\u00fchlst du dich immer leicher, wacher, erf\u00fcllter, lebendiger, voller und satter. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich war nassgeschwitzt am Montag. Und gl\u00fccklich. Voller Kraft und Energie habe ich dann die zweite Yogastunde unterrichtet und war am Abend noch lange Zeit produktiv. Am n\u00e4chsten Morgen bin ich um sechs Uhr aufgestanden und habe mich voller Freude und Tatendrang an den Tag verschenkt. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir uns das k\u00fcnstliche Feld wie eine Landschaft voller vorgefertigter Linien, Schienen und Muster vorstellen, dann ist es offensichtlich, dass es in so einer Landschaft leicht ist, vorherzusehen, wo sich jemand aufh\u00e4lt, wie jemand reagiert und welche Entscheidungen er oder sie treffen wird. Denn alles passiert angesichts angebotener Schablonen.<\/p>\n\n\n\n<p>In so einer Welt glauben wir, alles einordnen zu k\u00f6nnen. Wir glauben erkennen zu k\u00f6nnen, wer die &#8222;Guten&#8220; und wer die &#8222;B\u00f6sen&#8220; sind. Dass wir uns w\u00e4hrend dieser k\u00fcnstlichen Unterscheidung im k\u00fcnstlichen Feld aufhalten und die nat\u00fcrliche Verbundenheit zum Teil untergraben, bemerken wir vielleicht gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das freie Bewegen, das Raustreten aus Bewegungsmustern, das spielerische Verk\u00f6rpern von unterschiedlichen Qualit\u00e4ten, von denen dich keine einzige definiert, kann dich unterst\u00fctzen, das lebendige Feld zu n\u00e4hren. Aber es ist nicht zwingend. Denn das lebendige Feld folgt keiner k\u00fcnstlichen Logik. Du kannst also eine Wave tanzen und egal wie wild du dich bewegst, du bleibst in deinem eigenen Bild stecken. Oder: Du kannst eine Wave tanzen (und zwar egal wie das von au\u00dfen aussieht) und du ber\u00fchrst wirklich den lebendigen Raum in dir. <\/p>\n\n\n\n<p>Von hier aus sieht alles ein wenig anders aus. Das hei\u00dft nicht, dass wir nun nicht deutlich erkennen k\u00f6nnten, was bei uns oder wo auch immer falsch l\u00e4uft. Im Gegenteil! Erst jetzt k\u00f6nnen wir wieder wirklich &#8211; aus uns selbst heraus &#8211; erkennen, was stimmig ist und was nicht. Ohne die Kontrolle der Angst. Ohne jede k\u00fcnstliche &#8211; innere oder \u00e4u\u00dfere &#8211; Kontrolle, sondern aus unserem PUR-Sein und unserer urspr\u00fcnglichen Verbundenheit heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr von mir findest du u.a. auf Youtube: <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe class=\"youtube-player\" width=\"660\" height=\"372\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/MEEEZtrfVtY?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;start=5&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem in meinem Buch: <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/buchshop.bod.de\/mein-leben-in-yogahaltungen-verena-kamphausen-9783754339619\" title=\"\">https:\/\/buchshop.bod.de\/mein-leben-in-yogahaltungen-verena-kamphausen-9783754339619<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Melde dich gerne bei mir: verena@yogalini.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor zwei Tagen habe ich neunzig Minuten lang nur die Bewegungen gemacht, die spontan aus meinem K\u00f6rper geflossen sind. 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