SELBST-ermächtigung!

Gerade jetzt fällt mir auf, wie wir alle diese gemeinsame Situation wirklich absolut unterschiedlich erleben, einfach deshalb weil sich der Alltag für manche kaum und für andere extrem geändert hat und weil für jeden so ganz unterschiedliche Dinge sichtbar werden und zwar nicht deshalb, weil die einen so super „positiv“ oder „gestärkt“ sind und die anderen nicht, sondern ganz einfach deshalb, weil die einen in einer ganz anderen Situation stecken, als die anderen. Nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich.

Wie wir zum Beispiel mit „Isolation“ umgehen oder mit den Informationen der „Medien“ ist auch etwas Gelerntes oder zumindest etwas durch die Gewohnheit Geformtes. Gleiches gilt natürlich auch für jeden altäglichen noch so kleinen „Trigger“, der immer absolut persönlich ist.

Bei alle dem, was uns also persönlich auffällt, (als nährend oder aber als sogenannter „Trigger“) ist es immer genau DAS, was WIR FÜR UNS herausfinden sollten!

Es ist genau die Stelle, an der wir gerade aus unseren Kinderschuhen herauswachsen!

In der einfachen Art als: „Ah, das tut mir gut!“, „ah, das mag ich wirklich – hätte ich gar nicht so gedacht“, „da fühle ich mich unwohl“, „das verwirrt mich“, „das wühlt mich auf, da berührt mich etwas“, usw.

Jedes Mal, wenn wir das nämlich etwas (tiefer) sacken lassen, berühren wir uns selbst tiefer.

Jedes Mal, wenn wir das also etwas sacken lassen, reifen wir innerlich.

Als nächstes geht es darum, zu schauen, was wir nun damit machen können, mit dieser Information, dass mich da etwas berührt, mich nährt oder mir Kraft raubt.
Das, was wir daraufhin also wirklich tun – oder weglassen – können, ist meistens etwas sehr einfaches und sehr eindeutiges! Es zeigt sich quasi direkt in dem Moment, in dem du spürst, hier passiert gerade das und das (hier läuft gerade dieses oder jenes Muster, hier prallen gerade zwei unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander, hier platz gerade der Plan, den ich hatte, hier werde ich gerade gar nicht verstanden, usw.)

Wenn du in diesen Augenblicken mit deinem berührbaren Kern in Verbindung bleibst, dann ist DIREKT in diesem Moment ganz klar, was zu tun ist!

Nur wenn du deinem Verstand erlaubst, dich zuerst furchtbar darüber aufzuregen, dass es so ist, wie es ist, verlierst du dich z.B. im Widerstand und verlierst dann den Kontakt mit dem, was tatsächlich in deiner Macht liegt: Dieser Augenblick!!!

DAS ist der absolute Machtbereich den wir definitiv haben!!!

Oft nutzen wir diesen absoluten Machtbereich jedoch gar nicht voll aus, sondern verlieren ihn zu mindest zur Hälfte schon wieder, indem wir uns entweder vor unseren eigenen Erkenntnissen emotional schützen wollen oder sie verurteilen oder aber indem wir uns damit aufhalten, zunächst die anderen (die Politiker, die Gemeinschaft, den Partner, etc.) ins Boot zu holen und uns darüber ärgern, was die tun oder nicht tun, tun sollten oder nicht tun sollten, damit ich es leichter habe oder dieses und jenes nicht fühlen oder sagen oder tun muss.

In diesen Momenten scheint es zwar so, als würden wir in unserer Kraft sein, tatsächlich aber sind wir in unserer Angst und versuchen uns mit der uns zur Verfügung stehenden Strategie lediglich zu schützen.

Wovor?

Vor der Echtheit und Wildheit der Lebendigkeit!

Meistens wählen wir die scheinbare Sicherheit anstatt die absolute Berührbarkeit.

Indem du aber innerlich bei dir bleibst. Still. Und so ganz geerdet herausfindest, was für DICH spürbar wahr ist (und nicht unbedingt „sicher“),…

…indem du für dich eindeutig erkennst, was du wirklicht tun oder lassen kannst und willst, bist du direkt wieder in deiner Kraft – ohne sie zu missbrauchen!  

<3

Verena

Online-Angebote, Einzelarbeit, Retreats, Yoga,…

www.yogalini.de

Über das Wünschen… und Neujahrs-Feuer

In der Zeit um den Jahreswechsel hat das „Wünschen“ ja oft eine gewisse Hochkonjunktur:
Was möchte ich im neuen Jahr umsetzten? Was zieht mich an? Was hat sich überlebt?…


Das, was uns dabei als erstes einfällt ist, – wenn wir uns die Zeit nehmen, ein bisschen tiefer hinzuschauen, – manchmal jedoch gar nicht das, was wir uns wirklich, wirklich, wirklich wünschen. Es ist zumindest nicht unbedingt das, was bei genauerem Hinsehen sichtbar wird.

Wenn du dir in den Rauhnächten Zeit genommen hast, in dich hineinzulauschen, ist dir vielleicht aufgefallen, dass sich manchmal das, was wir wirklich, wirklich, wirklich wollen, unter einer anderen Idee oder einem anderen Wunsch versteckt.

Manchmal war der erste, oberflächliche Wunsch mehr eine Idee über das, was das konditioniertes Denken für wünschenswert hält – was also die Eltern, die Freunde, die Tradition oder irgendeine scheinbar neue, (spirituelle) Idee für wünschensWert hält.

Auf dem Weg in die eigene Tiefe wird oft einiges sichtbar, was beim ersten Hinschauen verborgen bleibt.

Zum Beispiel warum dieser oder jener Wunsch (diese oder jene Vision) noch nicht manifestiert ist:

Manchmal liegt nämlich irgendein Glaubenssatz sozusagen „obendrauf“. Dieser Glaubenssatz wirkt manchmal wie eine gegensätzliche Kraft gegen die Vision.

Dass wir etwas nicht verdienen, dass wir noch nicht gut genug sind,… könnte zum Beispiel so ein Glaubenssatz sein.

Manchmal liegt auch eine Wunde oder eine Angst auf dem ursprünglichen Wunsch. Irgendetwas schmerzt noch so sehr, dass da einfach noch kein Boden ist, auf dem etwas Neues wachsen könnte. Das heißt, so ganz wünschen wir uns das Neue nämlich noch gar nicht. Wir sagen es vielleicht oder denken es, wenn wir aber genau hinsehen, sehen wir, dass zuerst noch was anderes dran ist.

Es gibt eine ganz natürliche Reihenfolge. Es kommt nicht zuerst der Winter, dann der Apfel und dann die Blüte.

Natürlich kommt zuerst die Blüte und dann der Apfel. Und das Reifen des Apfels geschieht im Einklang mit allem anderen (der Witterung, den Insekten, dem Boden, der Umgebung,…) in einem ureigenen Rhythmus.

Diese Reihenfolge scheint logisch, aber sie ist vielmehr als das. Sie ist natürlich. Sie muss überhaupt nicht logisch sein. Sie muss nicht verstanden werden. Es reicht, wenn gesehen wird, was JETZT gerade WAHR ist.

Bevor also die Wunde nicht geheilt ist, kann die neue Vision sich nicht erfüllen, denn Wunscherfüllung oder Visions-Realisation ist etwas absolut natürliches. Es passiert ganz natürlich. Sobald eine echte Vision in dir auftaucht, tauchen gleichzeitig mit ihr immer auch alle Kapazitäten des Form-Werdens auf. Es sei denn, es ist keine „echte Vision“, die aus DIR herauskommt (wie ein Same), sondern nur eine fixe Idee (die einer konditionierten Vorstellung entstammt) – oder aber es liegen (wie eben beschrieben) noch andere Themen sozusagen „auf“ dem Wunsch.

Im Grunde ist dieses „Nachforschen“, dieses „Hinschauen“ und „Hinfühlen“ das, was einem Aufwachprozess gleichkommt. Wir beginnen mehr und mehr und mehr zu sehen.

Im Hinschauen erkennen wir zum Beispiel, das hier und da noch dieses oder jenes fehlt oder gemacht werden muss, damit das, was angestrebt wird, Form annehmen kann. Wir erkennen das IN UNS. Ganz klar, sanft, neutral, anerkennend.

Es ist also keine Theorie, sondern wir an-erkennen, was wir sind und was gerade im Wandel ist.

Da steckt keine Bewertung drin. Da ist einfach ein Sehen. Und alleine das ist sehr berührend.

Reifen passiert immer, immer, immer von alleine. Das ist die ganz natürliche Evolution, die überall zu jeder Zeit natürlich passiert – Form annimmt. Wie „tief“ dieses Reifen passiert, hängt jedoch von unserer Bereitschaft ab, tief zu schauen. Diese (Bereitschaft) wiederum, ist nunmal so präsent, wie sie ist. Entweder sie ist da oder nicht. Das kann niemand machen. Da ist niemand, der das entscheidet. Da ist also niemand „gut“, weil Bereitschaft da ist und da ist auch niemand „schlecht“ weil Bereitschaft nicht da ist. Bereitschaft taucht auf oder nicht. So wie alles andere auch.

Zurück zu den Wünschen:

Was fehlt wirklich?

Nimm dir einen Augenblick Zeit, bevor du auf diese Frage antwortest.

Erkennst du die verschiedenen „Ebenen“, auf die BewusstSEINS-Licht scheinen kann?

Die unbewusste Alltagsroutine, die bewusste Geschichte des Ich (bin so und so), die Wunde, der heile Raum,…

Alle sind gleichermaßen, ein jeweils unterschiedliches Form-Annehmen von Lebendigkeit – also dessen, was Lebendigkeit IST.


Am Freitag, 03.01. werden wir im Yogaloft Kirchheim ein traditionelles Feuerritual (Homa) machen.

Feuer =

  • Die Kraft des Verarbeitens, Verdauens, nicht nur der physischen Nahrung und geistiger Eindrücke
  • unsere lodernde Kraft kreativ zu werden und zu maifestieren
  • Licht
  • Wärme
  • zerstörerische Kraft

…im Feuer stehen.

Wir werden mit dem Thema des Wünschens arbeiten, mit Mantren und natürlich werden wir die Qualität des Feuers nutzen.

Ein heiliges Ritual. Eine vedische Feuerzeremonie. Eine Homa.

Ein Ritual ist eine Handlung mit einer bewussten Inention – im Gegensatz zu den konditionierten Mustern, die automatisch und halbbewusst (eher unbewusst) ablaufen.

Wir werden die Homa – obwohl ein altes, traditionelles, vedisches Ritual – sehr einfach gestalten. Denn am Ende zählt doch nur die Einfachheit und das Herz!

Ich freue mich auf euch!!!

Verena


Eine besondere Zeit – die „Unzeit“ zwischen dem 21.12. und dem 06.01.

Dieses Jahr ist es der 22.12. – der kürzeste, d.h. der „dunkelste“ Tag des Jahres.

Der Nullpunkt.

Der Moment, nach dem vollständigen Ausatmen, bevor der neue Einatem anfängt.

Der Moment, wo die Sonne still steht, bevor sie sich wieder auf den Weg zurück in den Norden macht.

Ab heute beginnt der astronomische Winter.

Das Tor zu den Rauhnächten öffnet sich.

Die „Unzeit“ – das Alte ist vollbracht und das Neue noch nicht sichtbar.

Jeder und jede von uns hat ihre eigenen Rituale, ihre eigenen Themen, Termine, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten. Aber in diesen kommenden Tagen – egal an welchem genau – unterstützen uns sogar die „äußeren Strukturen“ darin, aus dem gewohnten Trott auszutreten und NEU zu schauen:

Der gewohnte Arbeitsalltag wird unterbrochen, es sind „Feiertage“, es ist eine „außer-gewöhnliche“ Zeit, der Trubel von Kaufen und Besorgen müssen und können steht spätestens ab dem 24.12. mittags still – und bleibt es bist zum 27.12. Dann folgt die Zeit zwischen den Jahren. Das Weihnachtsfest liegt hinter uns und vor uns ein paar Tage, in denen von außen nichts gefordert wird – zumindest nichts alltägliches.

Die Kälte und die Dunkelheit treibt uns – auch nach ausgedehnten Spaziergängen – wieder in unser Zuhause zurück. Sie läd uns ein, die Qualität des Tuns (die Sonnenkraft) zurückzunehmen und die andere Seite, die stille, intuitive, spürende, lauschende, träumende, sanfte, zarte, berührbare, mystische, verrückte, tiefe, dunkle, ehrliche,… einzuladen und zu ehren.

Alles Neue wird aus der Dunkelheit des Nicht-Wissens geboren.

Es gibt wunderschöne Rauhnachtsrituale…

Dabei sind es gar nicht unbedingt die Rituale selbst, als vielmehr die Kraft und Qualität des Zaubers, der spürbar wird, wenn wir auf diese ganz besondere Art und Weise mit uns in Kontakt sind – nämlich von Innen heraus. Wenn sich der Blick verändert und wir nicht mehr auf die Dinge schauen, sondern durch sie hindurch. Wenn die Form egal wird und die Lebendigkeit in allem anfängt spürbar zu vibrieren. Wenn wir innerlich berührt sind von der Einfachheit und Vollkommenheit des Lebens selbst.

Sehr gerne möchte ich dich einladen, diese Tage für dich bewusst schön zu gestalten.

Was kannst du angesichts DIESER Situation (egal welcher) hier tun?

Wie wäre es, wenn du für einen Augenblick (egal wer sonst noch gerade anwesend ist), mehr im fühlenden Atmen bleibst, als in irgendeiner Idee über diese Situation oder wie du sie heilsamer oder friedlicher oder effizienter nutzen könntest?

Wie wäre es, wenn du für einen Augenblick, nicht mal im fühlenden Atem bleibst, sondern eigentlich auch ihn direkt wieder loslässt?

Du kannst ihn als Tor nutzen, um durch dieses „Alltags-Ich-bin-Ich-hätte-gerne-Ich-will-nicht-Bewusstsein“ sozusagen „durchzusinken“ in das, was gleichzeitig auch da ist.

Das, was keinen Namen hat.

Auf dem weglosen Weg dahin, wo du immer schon bist, begegnet uns die ganze Fülle, nach der wir immer schon gesucht haben und wir fangen an mit dem zu spielen, was uns wirklich, wirklich, wirklich Freude bereitet! Endlich!

Egal, was die anderen sagen.

Egal, ob es in irgendein spirituelles oder weiß der Geier was für ein Konzept hineinpasst oder nicht.

Egal, was der „innere Kritiker“ dazu sagt oder die „weise, innere Stimme“.

Wir tun es einfach.

Wir leben einfach.

Müde, wach, berührt, kraftvoll, zart, erstaunt,…

Auch ich werde mich in den kommenden Tag zurückziehen. Den Tag genießen, ohne einen Plan zu haben, mit den Kinder spielen, auf dem Sofa sitzen und einfach aus dem Fenster schauen und schauen und schauen. Einfach so.

Ich werde mir Zeit nehmen, mich einzuölen und meinen Körper zu nähren. Und natürlich werde ich auch Yoga machen.

Insbesondere aber werde ich mir viel Zeit nehmen, bevor ich aufstehe und bevor ich einschlafe, in mich hineinzuhorchen. Noch im Bett liegend. Diesen Übergang genießend. Das mache ich eigentlich während des gesamten Jahres, aber in dieser Zeit mache ich das NOCH mehr:

Während der sich langsam bewegenden Gedanken und Bilder, gleichzeitig tiefer zu „schmecken“.

Das ist so ein Genuss.

Und du brauchst niemanden dazu.

Und es ist völlig gleich, WAS auftaucht.

Das „Schmecken“ an sich….

Und: Ich habe tatsächlich vor mit meiner ganze Familie (nicht nur mit meinen Kindern, sondern auch mit meiner Mutter und meinem Bruder und meinem Patenkind,…) ein ganz besonderes Silvester-Feuer-Ritual zu machen.

Sie wissen noch nichts davon… 😉

Einen zauberhaften Übergang wünsche ich euch!

Und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen und Hören, online oder auf der Matte hier in Kirchheim <3

Von Herzen

Verena