Zwischen Winter und Frühling – Narrenzeit

Schon wieder eine „Zwischen-Zeit“…

Hört das denn nie auf?

Die Frage: „Hört das denn nie auf“ bedeutet eigentlich, dass DAS HIER nicht als voll genug empfunden wird. Dass gewartet wird auf irgendetwas, das besser, vollständiger, sicherer oder spannender, erfüllender sein KÖNNTE.

Die Wahrheit ist, dass Lebendigkeit Bewegung IST

und es natürlich nie aufhört 🙂

Jedes Wort wie „Zwischenzeit“ ist letztlich die Qualität des Verstandes, dieser Bewegung Be-DEUTUNG zuzuschreiben und Sinn zu erzeugen.

Sinn ist etwas ANDERES als sinnliches erleben!

Hast du das schon einmal erforscht?

Den Körper fühlen, den Atem, die Schwere in der Brust, die Weite im Geist, die Füße auf dem Boden, den Wind im Gesicht,… Das ist etwas völlig anderes als die Beschreibung in welcher Situation du dich gerade scheinbar befindest – oder?

Wenn du die Berührung der Hand in deiner Hand oder auf deinem Rücken wirklich spürst

oder

ob du darüber nachdenkst wie das gemeint sein könnte, ob die Berührung nicht etwas sachter oder fester sein könnte – das ist etwas völlig anderes, oder?

Stattdessen könntest du auch einfach weiter mitgehen im Fühlen: Wie fühlt sich das jetzt an, wenn die Hand deinen Körper wieder verlässt?

Wenn du direkt mit dem Verbunden bleibst, was in dir wahrhaftig klingt, dann entsteht ganz automatisch ein authentischer Ausdruck deines inneren Schwingens.

Da mögen Gedanken sein, Zweifel und Beschreibungen, aber eben auch ein direktes Fühlen und daraus entstehende direkte Kommunikation in und durch deinen Körper.

Durch deine Augen, durch deinen Gesichts-Ausdruck, durch deine Haltung,…

Da ist eine andere Präsenz, wenn du deinen Körper belebst und nicht nur alte Gedanken und Glaubensmuster darüber wie Beziehung zu sein hat, wie „Erziehung“ zu sein hat, wie das Leben zu sein hat,…

Im Grunde ist jeder Atemzug eine „Zwischenzeit“, ein Zeitenwechsel, ein neues Zeitalter,…

Ein neuer Moment.

Ein neues Fühlen.

Ein neues Tun.

Ein neuer Gedanke.

Die Zeit zwischen den Jahreszeiten zeigt das besonders deutlich:

Da WIRD gerade etwas geboren.

Der Frühling IST im Entstehen.

Neue Formen und neue Impulse sind dabei sich zu gestalten.

Neuer Mut, neue Kraft beginnt sich sehr, sehr zart und fein zu melden. Für Momente vielleicht bereits mit voller Wucht, klar und eindeutig. Und dann zieht es sich wieder zurück. Wird nochmal geprüft. Bekommt tiefere Wurzeln.

Die alten Wunden leuchten zum x-ten Mal auf. Werden wieder von einer anderen Perspektive aus betrachtet und gefühlt.

JETZT ist immer eine Perspektive.

…Eine Perspektive der Unendlichkeit an unzähligen Perspektiven.

Alles sammelt sich hier, um direkt weiterzufließen.

Fassunglos.

Und absolut voll IN sich SELBST.

Und selbst die alten Traditionen dienen als Erinnerung (Er-INNER-ung).

Was ist Weihnachten, was ist Lichtmess (Imbolc), was ist Fasching (Karneval, Fasnet) seinem Wesen nach?

Ein Erinnern.

Eine Einladung.

Im Februar ist die Zeit, die alten Geister loszulassen, um im März den neuen Jahreskreis beginnen zu können. Es ist eine Zeit des Übergangs und auch eine Zeit, in der wir spielerisch – jede auf ihre Weise – mit unseren Masken, mit unserer Hässlichkeit, mit dem, was wir uns sonst verbieten, mit dem, wovor wir uns fürchten, mit dem, wonach wir uns sehnen,…

spielerisch zu tanzen.

Vielleicht feiern wir tatsächlich irgendeine Form vom „Fasching“…

Vielleicht beginnen wir mit dem Frühlingsputz…

Möglicherweise räuchern wir die Wohnung aus…

Vielleicht lassen wir uns ein auf die Fastenzeit…

Was immer du tust:

Erlaube dir unendliche Zeit zu haben.

Erlaube dir noch langsamer zu sein.

Erlaube dir, deinen Plan fallen zu lassen.

Erlaube dir, keinen Plan zu haben.

Erlaube dir, diese spürbare Berührbarkeit

…und lass dich von den Wellen des Atems, des Lebens sanft wiegen. IN diesem Schmerz, in dieser Lebendigkeit, in dieser Fülle, in dieser Tiefe, in dieser Freude,…

<3

Verena

PS: Ab dem 22. März gibt es meinen ersten Online-Kurs zum Thema „Wandlung alter Strukturen“

Ich begleite dich mit verschiedenen Texten, Videos, Yoga Einheiten, Meditationen und Impulsen in deinem Alltag Zuhause 🙂


Januar – Back into real life

Die „Feiertage“ sind vorbei…

Und bald die Ferien…

Unter anderem durch den Advent, als Vorbereitungszeit, werden die 3 Weihnachtsfeiertage mit dem anschließenden krönenden Abschluss des Jahreswechsel, mit so vielen freien Tagen, in dieser dunklen Winterzeit, mit den vielen Lichtern und Kerzen, dem Feuerwerk und Ritualfeuern zu etwas sehr „besonderem“:

Besonders intensiv, manchmal besonders stressig und herausfordernd, manchmal besonders schön, feierlich, berührend, entspannend,…

Was immer in DEINEM Leben auch passiert ist, spätestens ab dem 06. Januar fängt das „normale“ Leben wieder an.

Das ist manchmal ein ganz schöner „Crash“…

Vielleicht weil du die Zeit zwischen den Jahren wirklich genossen und für dich genutzt hast – einmal „draußen“ zu sein aus verschiedenen Alltagsstrukturen.

Vielleicht waren diese Tage jedoch auch unangenehm intensiv, weil irgendetwas sichtbar geworden ist, was ansonsten durch die Alltagsroutine verdeckt und ungesehen bleibt.

Gerade im Januar wird deutlich, dass ein ganzes Jahr vor uns liegt. Ein Jahr, um kreativ zu werden, um zu leben und zu gestalten. Möglicherweise spüren wir jedoch gerade durch den „Übergang“ von den Feiertagen in den Alltag so einen unangenehmen „Druck“…

Angst vor dem „Neuen“?

Vorfreude?

Vielleicht fühlen wir uns auch plötzlich überhaupt nicht ausgeruht oder gar bereit und kraftvoll für all das was kommt.

Trotz all der neuen Ideen ist es gerade bei diesem Wechsel (im Januar) in das alltägliche Leben morgens immer noch so lange dunkel und abends genauso. Insbesondere an den grauen Tagen…

Manchmal ist der Wechsel aus dieser heiteren Feierlichkeit und der AUS-Zeit besonders intensiv.

Na und?

Lass ihn intensiv sein.

Fühl dich müde oder kraftlos oder was auch immer.

Wie ist das?

Wie ist das, wenn du das, was da ist, einfach mal da SEIN lässt?

Ich meine damit nicht eine neue Aufgabe, die heißt: Du SOLLTEST annehmen was ist – oder so ähnlich. Ich meine es noch viel einfacher, viel weniger groß, viel weniger bedeutend und viel subtiler, sanfter, zarter, liebevoller.

Bei mir ist es so, wenn ich das WIRKLICH zulasse, – ohne irgendeinen Anspruch, – dann entsteht da sofort ein ganz klares Gefühl für das, was jetzt gerade wirklich dran ist. Egal ob das dann ein Mittagsschlaf ist oder eine entspannte Aufräum-Aktion oder sogar ein kreatives Vorbereiten eines Workshops, ohne dass ich zuvor die „grundlegenden“ Dinge wie Haushalt erledigt habe. Das, was sich dann zeigt, hat GERADE das größtmöglichste Potential und wird genau so lange gemacht, bis sich etwas anderes zeigt.

Weißt du, was ich meine?

Ich spreche von einem ganz erdigen Umsetzen dessen, was für mich gerade möglich und vor allem stimmig ist – ohne GEGEN das zu gehen, was sich zeigt!

Ich muss zugeben, dass dies natürlich um so leichter ist, je weniger dein aktueller Alltag von äußeren Strukturen geprägt ist. Denn diese halten dich zwangsläufig in fremdbestimmten Rhythmen. Dennoch: Irgendwann hast DU SELBST, diese Strukturen für dich gewählt. Du hast dich für diesen Job entschieden, für dieses Haus oder diesen Garten, diesen Mann oder diese Kinder,…

Du hast dich quasi in diese Situation gebracht und nun übernimm Verantwortung für diese Situation!

Anerkenne deine Entscheidungen, selbst wenn sie Jahre zurückliegen und entscheide JETZT neu.

Was passt jetzt?

Was willst du JETZT mit dem machen, was JETZT Form annimmt?

Jetzt, für diesen Moment. Durchdenke nicht die gesamte nächste Woche oder gar das gesamte kommende Jahr.

Natürlich gibt es auch Strukturen, die scheinbar nicht von dir selbst bestimmt wurden: Die Nachbarn, die nach dir eingezogen sind zum Beispiel oder irgendwelche Gesetze oder kulturelle Strukturen.

Und dennoch: Dein Umgang mit all diesem hat natürlich damit zu tun, was du führ wahr oder wertvoll oder notwendig hältst.

Klar kannst du dein eigenes Denken (und vorallem dein unbewusstes Denken) nicht mir-nichts-dir-nichts ändern. Aber das ist auch gar nicht das Ziel, von daher ist es egal!

Dieses eigene, innere Funktionieren jedoch ein bisschen tiefer und zarter zu erfühlen, macht nicht nur wahnsinnig Spaß (einfach deshalb, weil dich diese Hinwendung zu dem, was durch dich Form annimmt, ganz natürlich nährt), sondern es macht sehr einfach und unspektakulär, in einem für dich perfekt passenden Maße deutlich, wo du gerade „wächst“:

Also was gerade von dir abfällt (wie trockenes Laub oder eine zu klein gewordene Haut) und was gerade anfängt, in dir Wurzeln zu schlagen oder zu keimen.

Oft meinen wir, wir müssten irgendwo ankommen.

Und oft haben wir das Gefühl, dass wir noch meilenweit entfernt sind von diesem imagierten Ziel.

In Wahrheit aber ist das Leben beständiges Wachsen, das nie aufhört. Niemals. Es ist Evolution. Es ist beständiges Sterben (Herbst, Winter, Ausatmen, die Asche des Feuers, die Energie von Kali und Shiva).

Kannst du fühlen, wie in dieser Winterstarre bereits ein zarter Keim liegt?

Kannst du fühlen, wie alles, wirklich alles, in genau dem richtigen Maße schmilzt, ruht, wartet und aufkeimt. Immer.

Wenn du JETZT glücklich bist. Sei glücklich.

Sei glücklich, ohne irgendetwas darüber zu wissen.

Wenn du jetzt verwirrt bist, sei verwirrt.

Sitze da, schließe die Augen und genieße es.

Oder tanze wild durch die Wohnung, schneide Grimassen und spiele verrückt. Deine Kinder werden sich freuen!

Ich wünsche euch allen einen zauberhaften Übergang in ein WUNDERvolles Jahr 2020!

Nimm es nicht zu ernst und nutze so JEDEN einzelnen Moment, als den kostbarsten deines Lebens. Schieb ihn nicht weg, weil du meinst, nicht ausgeruht genug zu sein, nicht kraftvoll genug, klar genug oder liebevoll genug. Du bist genug. Dieser Moment ist genug!

Von Herzen

<3

Über das Wünschen… und Neujahrs-Feuer

In der Zeit um den Jahreswechsel hat das „Wünschen“ ja oft eine gewisse Hochkonjunktur:
Was möchte ich im neuen Jahr umsetzten? Was zieht mich an? Was hat sich überlebt?…


Das, was uns dabei als erstes einfällt ist, – wenn wir uns die Zeit nehmen, ein bisschen tiefer hinzuschauen, – manchmal jedoch gar nicht das, was wir uns wirklich, wirklich, wirklich wünschen. Es ist zumindest nicht unbedingt das, was bei genauerem Hinsehen sichtbar wird.

Wenn du dir in den Rauhnächten Zeit genommen hast, in dich hineinzulauschen, ist dir vielleicht aufgefallen, dass sich manchmal das, was wir wirklich, wirklich, wirklich wollen, unter einer anderen Idee oder einem anderen Wunsch versteckt.

Manchmal war der erste, oberflächliche Wunsch mehr eine Idee über das, was das konditioniertes Denken für wünschenswert hält – was also die Eltern, die Freunde, die Tradition oder irgendeine scheinbar neue, (spirituelle) Idee für wünschensWert hält.

Auf dem Weg in die eigene Tiefe wird oft einiges sichtbar, was beim ersten Hinschauen verborgen bleibt.

Zum Beispiel warum dieser oder jener Wunsch (diese oder jene Vision) noch nicht manifestiert ist:

Manchmal liegt nämlich irgendein Glaubenssatz sozusagen „obendrauf“. Dieser Glaubenssatz wirkt manchmal wie eine gegensätzliche Kraft gegen die Vision.

Dass wir etwas nicht verdienen, dass wir noch nicht gut genug sind,… könnte zum Beispiel so ein Glaubenssatz sein.

Manchmal liegt auch eine Wunde oder eine Angst auf dem ursprünglichen Wunsch. Irgendetwas schmerzt noch so sehr, dass da einfach noch kein Boden ist, auf dem etwas Neues wachsen könnte. Das heißt, so ganz wünschen wir uns das Neue nämlich noch gar nicht. Wir sagen es vielleicht oder denken es, wenn wir aber genau hinsehen, sehen wir, dass zuerst noch was anderes dran ist.

Es gibt eine ganz natürliche Reihenfolge. Es kommt nicht zuerst der Winter, dann der Apfel und dann die Blüte.

Natürlich kommt zuerst die Blüte und dann der Apfel. Und das Reifen des Apfels geschieht im Einklang mit allem anderen (der Witterung, den Insekten, dem Boden, der Umgebung,…) in einem ureigenen Rhythmus.

Diese Reihenfolge scheint logisch, aber sie ist vielmehr als das. Sie ist natürlich. Sie muss überhaupt nicht logisch sein. Sie muss nicht verstanden werden. Es reicht, wenn gesehen wird, was JETZT gerade WAHR ist.

Bevor also die Wunde nicht geheilt ist, kann die neue Vision sich nicht erfüllen, denn Wunscherfüllung oder Visions-Realisation ist etwas absolut natürliches. Es passiert ganz natürlich. Sobald eine echte Vision in dir auftaucht, tauchen gleichzeitig mit ihr immer auch alle Kapazitäten des Form-Werdens auf. Es sei denn, es ist keine „echte Vision“, die aus DIR herauskommt (wie ein Same), sondern nur eine fixe Idee (die einer konditionierten Vorstellung entstammt) – oder aber es liegen (wie eben beschrieben) noch andere Themen sozusagen „auf“ dem Wunsch.

Im Grunde ist dieses „Nachforschen“, dieses „Hinschauen“ und „Hinfühlen“ das, was einem Aufwachprozess gleichkommt. Wir beginnen mehr und mehr und mehr zu sehen.

Im Hinschauen erkennen wir zum Beispiel, das hier und da noch dieses oder jenes fehlt oder gemacht werden muss, damit das, was angestrebt wird, Form annehmen kann. Wir erkennen das IN UNS. Ganz klar, sanft, neutral, anerkennend.

Es ist also keine Theorie, sondern wir an-erkennen, was wir sind und was gerade im Wandel ist.

Da steckt keine Bewertung drin. Da ist einfach ein Sehen. Und alleine das ist sehr berührend.

Reifen passiert immer, immer, immer von alleine. Das ist die ganz natürliche Evolution, die überall zu jeder Zeit natürlich passiert – Form annimmt. Wie „tief“ dieses Reifen passiert, hängt jedoch von unserer Bereitschaft ab, tief zu schauen. Diese (Bereitschaft) wiederum, ist nunmal so präsent, wie sie ist. Entweder sie ist da oder nicht. Das kann niemand machen. Da ist niemand, der das entscheidet. Da ist also niemand „gut“, weil Bereitschaft da ist und da ist auch niemand „schlecht“ weil Bereitschaft nicht da ist. Bereitschaft taucht auf oder nicht. So wie alles andere auch.

Zurück zu den Wünschen:

Was fehlt wirklich?

Nimm dir einen Augenblick Zeit, bevor du auf diese Frage antwortest.

Erkennst du die verschiedenen „Ebenen“, auf die BewusstSEINS-Licht scheinen kann?

Die unbewusste Alltagsroutine, die bewusste Geschichte des Ich (bin so und so), die Wunde, der heile Raum,…

Alle sind gleichermaßen, ein jeweils unterschiedliches Form-Annehmen von Lebendigkeit – also dessen, was Lebendigkeit IST.


Am Freitag, 03.01. werden wir im Yogaloft Kirchheim ein traditionelles Feuerritual (Homa) machen.

Feuer =

  • Die Kraft des Verarbeitens, Verdauens, nicht nur der physischen Nahrung und geistiger Eindrücke
  • unsere lodernde Kraft kreativ zu werden und zu maifestieren
  • Licht
  • Wärme
  • zerstörerische Kraft

…im Feuer stehen.

Wir werden mit dem Thema des Wünschens arbeiten, mit Mantren und natürlich werden wir die Qualität des Feuers nutzen.

Ein heiliges Ritual. Eine vedische Feuerzeremonie. Eine Homa.

Ein Ritual ist eine Handlung mit einer bewussten Inention – im Gegensatz zu den konditionierten Mustern, die automatisch und halbbewusst (eher unbewusst) ablaufen.

Wir werden die Homa – obwohl ein altes, traditionelles, vedisches Ritual – sehr einfach gestalten. Denn am Ende zählt doch nur die Einfachheit und das Herz!

Ich freue mich auf euch!!!

Verena


Eine besondere Zeit – die „Unzeit“ zwischen dem 21.12. und dem 06.01.

Dieses Jahr ist es der 22.12. – der kürzeste, d.h. der „dunkelste“ Tag des Jahres.

Der Nullpunkt.

Der Moment, nach dem vollständigen Ausatmen, bevor der neue Einatem anfängt.

Der Moment, wo die Sonne still steht, bevor sie sich wieder auf den Weg zurück in den Norden macht.

Ab heute beginnt der astronomische Winter.

Das Tor zu den Rauhnächten öffnet sich.

Die „Unzeit“ – das Alte ist vollbracht und das Neue noch nicht sichtbar.

Jeder und jede von uns hat ihre eigenen Rituale, ihre eigenen Themen, Termine, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten. Aber in diesen kommenden Tagen – egal an welchem genau – unterstützen uns sogar die „äußeren Strukturen“ darin, aus dem gewohnten Trott auszutreten und NEU zu schauen:

Der gewohnte Arbeitsalltag wird unterbrochen, es sind „Feiertage“, es ist eine „außer-gewöhnliche“ Zeit, der Trubel von Kaufen und Besorgen müssen und können steht spätestens ab dem 24.12. mittags still – und bleibt es bist zum 27.12. Dann folgt die Zeit zwischen den Jahren. Das Weihnachtsfest liegt hinter uns und vor uns ein paar Tage, in denen von außen nichts gefordert wird – zumindest nichts alltägliches.

Die Kälte und die Dunkelheit treibt uns – auch nach ausgedehnten Spaziergängen – wieder in unser Zuhause zurück. Sie läd uns ein, die Qualität des Tuns (die Sonnenkraft) zurückzunehmen und die andere Seite, die stille, intuitive, spürende, lauschende, träumende, sanfte, zarte, berührbare, mystische, verrückte, tiefe, dunkle, ehrliche,… einzuladen und zu ehren.

Alles Neue wird aus der Dunkelheit des Nicht-Wissens geboren.

Es gibt wunderschöne Rauhnachtsrituale…

Dabei sind es gar nicht unbedingt die Rituale selbst, als vielmehr die Kraft und Qualität des Zaubers, der spürbar wird, wenn wir auf diese ganz besondere Art und Weise mit uns in Kontakt sind – nämlich von Innen heraus. Wenn sich der Blick verändert und wir nicht mehr auf die Dinge schauen, sondern durch sie hindurch. Wenn die Form egal wird und die Lebendigkeit in allem anfängt spürbar zu vibrieren. Wenn wir innerlich berührt sind von der Einfachheit und Vollkommenheit des Lebens selbst.

Sehr gerne möchte ich dich einladen, diese Tage für dich bewusst schön zu gestalten.

Was kannst du angesichts DIESER Situation (egal welcher) hier tun?

Wie wäre es, wenn du für einen Augenblick (egal wer sonst noch gerade anwesend ist), mehr im fühlenden Atmen bleibst, als in irgendeiner Idee über diese Situation oder wie du sie heilsamer oder friedlicher oder effizienter nutzen könntest?

Wie wäre es, wenn du für einen Augenblick, nicht mal im fühlenden Atem bleibst, sondern eigentlich auch ihn direkt wieder loslässt?

Du kannst ihn als Tor nutzen, um durch dieses „Alltags-Ich-bin-Ich-hätte-gerne-Ich-will-nicht-Bewusstsein“ sozusagen „durchzusinken“ in das, was gleichzeitig auch da ist.

Das, was keinen Namen hat.

Auf dem weglosen Weg dahin, wo du immer schon bist, begegnet uns die ganze Fülle, nach der wir immer schon gesucht haben und wir fangen an mit dem zu spielen, was uns wirklich, wirklich, wirklich Freude bereitet! Endlich!

Egal, was die anderen sagen.

Egal, ob es in irgendein spirituelles oder weiß der Geier was für ein Konzept hineinpasst oder nicht.

Egal, was der „innere Kritiker“ dazu sagt oder die „weise, innere Stimme“.

Wir tun es einfach.

Wir leben einfach.

Müde, wach, berührt, kraftvoll, zart, erstaunt,…

Auch ich werde mich in den kommenden Tag zurückziehen. Den Tag genießen, ohne einen Plan zu haben, mit den Kinder spielen, auf dem Sofa sitzen und einfach aus dem Fenster schauen und schauen und schauen. Einfach so.

Ich werde mir Zeit nehmen, mich einzuölen und meinen Körper zu nähren. Und natürlich werde ich auch Yoga machen.

Insbesondere aber werde ich mir viel Zeit nehmen, bevor ich aufstehe und bevor ich einschlafe, in mich hineinzuhorchen. Noch im Bett liegend. Diesen Übergang genießend. Das mache ich eigentlich während des gesamten Jahres, aber in dieser Zeit mache ich das NOCH mehr:

Während der sich langsam bewegenden Gedanken und Bilder, gleichzeitig tiefer zu „schmecken“.

Das ist so ein Genuss.

Und du brauchst niemanden dazu.

Und es ist völlig gleich, WAS auftaucht.

Das „Schmecken“ an sich….

Und: Ich habe tatsächlich vor mit meiner ganze Familie (nicht nur mit meinen Kindern, sondern auch mit meiner Mutter und meinem Bruder und meinem Patenkind,…) ein ganz besonderes Silvester-Feuer-Ritual zu machen.

Sie wissen noch nichts davon… 😉

Einen zauberhaften Übergang wünsche ich euch!

Und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen und Hören, online oder auf der Matte hier in Kirchheim <3

Von Herzen

Verena

Offenes Herz – offener Geist

Sobald wir unseren Körper in irgendeine Position bringen (und wir können niemals KEINE Haltung haben), drücken wir nicht nur etwas aus, nimmt nicht nur etwas Form an, sondern wir spielen mit dem Form-Annehmen, denn wir werden kreativ, wir kreieren etwas, wir öffnen uns für eine bestimmte Qualität des Festhaltens oder Loslassens, des Öffnens oder Schließens,…

Sobald das Herz beginnt sich zu öffnen (und ich spreche hier nicht von „Romantik“), verändert sich etwas:
Die Dynamik zwischen den beiden Polen (Dualität) verändert sich. Sie hören auf miteinander zu konkurrieren und es beginnt so etwas wie „Gleichzeitigkeit“.

Was auch passiert: Dass du auf einmal in der Lage bist, ein wirkliches Verständnis für Sichtweisen zu entwickeln, die deinen eigenen komplett widersprechen.

Die Qualität des Herzens kann nicht mit dem Verstand begriffen werden. Sie wird im Gegenteil (lebendig) ent-deckt. Sie ist bereits IN dir vorhanden. Den „Kontakt damit findest du IN Dir!

Diese „Reise“ zu diesem „Kontakt“ ist einmalig.

Individuell.

Und sie findet durch dich statt.

Mit dir. Auf genau die Weise, wie du BIST!

Ein paar mehr Worte zu dem Thema „offenes Herz – offener Geist“ und eine passende Yoga-Haltung dazu findest du in folgendem Video:

Jede Körperhaltung ist wie ein Tor in diesen Moment hinein…

Das, was jetzt körperlich Form annimmt, ist tatsächlich jetzt spürbar.

Das ist eine völlig andere Qualität oder Ebene, als sich ÜBER etwas Gedanken zu machen…

In unserem Körper spüren wir ganz direkt, wie sicher wir uns gerade fühlen, wie angespannt dieser Moment hier aktuell ist, wie zart, wir grob,… …auch wenn unser Verstand es vielleicht gerne anders hätte oder versucht mit scheinbar „hilfreichen“ Argumenten irgendetwas zu reißen 😉

Wenn wir nun noch ein bisschen „tiefer“ sinken, quasi „in“ das, was wir körperlich wahrnehmen, hinein, dann berühren wir eine sehr intime Ebene in uns, die uns ganz natürlich nährt.

Gerne möchte ich dich auf eine Reise dahin mitnehmen.

Ich habe letztes Jahr eine Art „Adventskalender“ gemacht, in dem wir gemeinsam 12 Haltungen erforschen. Also jede Tür, eine einzige Haltung. Jeweils ca. 15 Min. pro Tag.

Vielleicht hast du Lust jetzt in den „dunklen Tagen“ vor der Wintersonnenwende oder in den Raunächten, in den freien Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr oder mit Beginn des neues Jahres damit zu arbeiten?

Ich setzte dir den Link mit der kompletten Playlist aller 13 Videos (inklusive dem Einführungsvideo) hier runter.

Achtung: Das erste Video (die Einführung) ist wunderschön 🙂

Ab Minute 05:38 hört nämlich das Gequatsche auf und es beginnt die Erforschung der ersten Qualität, die ersten Haltung:

Das einfache Sein

<3

Komfortzonen und natürliches Reifen

Gestern wurde ich mal wieder von einem meiner Lehrer inspiriert und möchte hier meine eigenen Gedanken dazu gerne mit euch teilen:

Es geht um unser natürliches Bedürfnis im Gleichgewicht zu ruhen und darum, dass uns das Leben ebenso natürlich aus eben diesem Gleichgewicht immer wieder „heraus haut“.

Warum?

Das, was wir aktuell als unseren persönlichen „Wohlfühlraum“ bezeichnen, ist der Raum, in dem wir uns relativ gut auskennen. Selbst wenn er nicht immer dem „Himmel auf Erden“ entspricht und vielleicht sogar verschiedenste Kompromisse beinhaltet, so ist dieser Raum immerhin bekannt und deswegen allem vorzuziehen, das nicht eindeutig und erkennbar „besser“ ist, als dieser bekannte Raum. Das ist ein natürliches menschliches Bestreben.

Mein Ex-Mann hat neulich zu mir gesagt: „Verena, faul sein ist natürlich. Es ist ein natürliches Prinzip. Guck dir irgendein Tier an, jedes einzelne macht exakt das, was es benötigt. Kein einziges Tier rennt wie besessen durch die Gegend und kriegt schier einen Herzinfakt, nur um irgendwelchen, verrückten Konstrukten zu folgen.“

Er hat Recht.

Und dennoch machen wir (Menschen-Tiere) auch das und zwar genau dann, wenn dieses rastlose, klar definierte Abrackern das ist, was wir für uns ganz persönlich als „Komfortzone“ verstehen.

Jede Komfortzone sieht anders aus, ist sehr individuell.

Sie ist der Raum, der uns das Gefühl gibt, HIER haben wir die Kontrolle, denn die Regeln und Grenzen scheinen eindeutig zu sein.

Diese Eindeutigkeit ist im Grunde aber nichts anderes, als die ewige Wiederholung des Gleichen in einer etwas anderen Variante.

Das ist nun überhaupt nicht schlimm oder schlecht oder sonst irgendwas. Es ist einfach das, was natürlich passiert!!!

Das, was natürlich passiert ist so, als würden wir die selbe Sache von einem etwas anderen Blickwinkel anschauen. Dabei sind die Schritte zart. Wir drehen ein klein wenig den Kopf oder tapsen ein wenig nach rechts oder links und sehen dann ein weiteres Mosaikstück dessen, was wir vor uns haben.

Evolution ist nun das natürlich Bestreben sich zu entwickeln, weitere Möglichkeiten auszutesten, den Raum auszudehen, die aktuelle Grenze zu sprengen.

Deswegen ist alles in Bewegung. Selbst wenn wir uns bemühen, den Kopf nur ein bisschen zu heben und keinen Schritt weiter zu gehen, weil gerade alles so perfekt ist, bewegt sich das Leben dennoch weiter.

Manchmal ist das minimale Heben des Kopfes unser ständiges Rennen, das nur so aussieht, als würden wir uns von der Stelle bewegen. Im Grunde leben wir Tag ein, Tag aus, das selbe Muster von „so ist es richtig, das weiß ich genau“.

Wenn wir die aktuelle Grenze sprengen, dann übertreten wir immer die Grenze dessen, was wir bisher für wahr gehalten haben, denn wir betreten einen unbekannten Raum.

Alles, was wir kennen, ist das Gestern (bzw. das, was uns zu diesem Zeitpunkt möglich war, zu erkennen).

In Wirklichkeit beinhaltet dieser (immer neue) Augenblick tatsächlich die Möglichkeit völlig neu zu schauen!!!

Dann jedoch müssten wir zumindest für Augenblicke die Idee loslassen, dass wir bereits wüssten.

Die Idee vom Wissen gibt uns Sicherheit. Sie erzählt uns, dass sie uns schützt: Vor weiteren Verletzungen, Fehltritten und dergleichen.

Hier gilt es nun ganz genau zu unterscheiden: Welche Stimme spricht gerade in uns?

Ist es die Stimme der Angst, die uns in der bekannten Komfortzone Sicherheit verspricht?

Oder ist es die Stimme, die unser authentisches Gefühl in Bezug auf diese bestimmte Sache ausdrückt?

Sind wir überhaupt in der Lage, diese beiden Stimmen voneinander zu unterscheiden?

Das sind wir eigentlich nur dann, wenn wir schon ein bisschen Übung darin haben im „genau Hinsehen“ und dann, wenn wir dieses ganze „Thema“ (Selbsterforschung) überhaupt irgendwie interessant finden. Ansonsten laufen wir unentwegt in unseren Automatismen – einfach weil es das Einfachste und Effizienteste ist.

Aber selbst dann, wenn wir uns ungern bewegen – vielleicht schon ein bisschen, aber bitte nur so viel, wie ich das Gefühl habe, mein „Ich“ behält in alldem den Überblick -, fließt die Lebendigkeit natürlich weiter.

Es gibt definitiv, absolut nichts innerhalb dieser Lebendigkeit, was auch nur einen einzigen Augenblick still bleibt. Nicht mal so massive Dinge wie Berge, Tische oder Stühle. Die Dinge nutzen sich ab, sie werden dreckig, hier oder dort wackelt ein Stein, wächst eine Blume oder wird eine Blume geplückt.

Jede Beziehung, die wir eingehen, verändert sich mit jedem Wort, das wir sprechen oder nicht sprechen. Plötzlich fühlt es sich hier miteinander anders an – warum? Weil die Person, die hier involviert ist, nicht mehr die selbe ist, die sie gestern noch war, denn mittlerweile hast du dieses oder jenes Buch gelesen, diesen oder jenen Gedanken gehabt, in diese oder jene Augen geschaut,…

Wir können all das nicht festhalten. Dazu ist es überhaupt nicht gemacht. So wie das Wasser dazu da ist zu fließen und das Feuer dazu da zu brennen, so bewegt sich alles – jede einzelne Zelle in uns vibriert! In jedem Moment!

Egal, ob du krank auf dem Sofa liegst, ob du mit dieser Situation niemals gerechnet hast, ob du dir wahnsinnige Vorwürfe machst oder dich befreit fühlst, hungrig bist oder sonst irgendetwas.

Wenn wir uns daran erinnern, könnte es sein, dass wir Lust bekommen, mit dieser Situation zu wachsen, anstatt an ihr zu leiden (oder sie kontrollieren zu müssen).

In jedem Leiden steckt immer der (versteckte) Glaube, dass es etwas geben könnte, das besser wäre, als das, was ist.

Tatsache aber ist, dass JETZT DAS HIER IST.

Tatsache ist, dass das Leben einfach weiter geflossen ist, um dir noch mehr Farben zu zeigen. Eigentlich um nun diese andere Farbnuance zu SEIN!

Aber dein kleines „Ich“ glaubt es besser zu wissen, möchte die alte Haut nicht abstreifen, klebt an der Erinnerung, fühlt sich damit sicher, alles ist wunderbar eingeordnet in dieses oder jenes Konzept von Leben. Hier scheint es planbar und damit das Glück.

Wir suchen Glück in der Regel innerhalb unserer Komfortzone.

Das ist bekanntes Glück.

Wir geben diesem Glück Namen: „sicherer Arbeitsplatz“, „unterstützende Umgebung“, „Harmonische Beziehung“, „bedingungslose Liebe“, „Erleuchtung“, …

…ohne eine echte Ahung davon zu haben, was jeder dieser Bergiffe wirklich ist.

…ohne eine echte Ahnung davon zu haben, dass jeder dieser Begriffe, mit einem Inhalt gefüllt ist, der nicht fest ist, der sich nämlich wandelt mit jedem Atemzug und mit jedem natürlichen Überschreiten unserer aktuellen Bewusstseinsgrenze.

Das, was Leben IST, befindet sich immer außerhalb dessen, was wir mit unseren Meinungen und unserem Wissen versuchen zu begreifen und zu halten.

Denn Leben tanzt..

Glück im Bereich der Komfortzone kann kein Dauerhaftes sein, denn das Leben kickt uns irgendwann wieder raus, aus diesem aktuell bekannten Bereich. Irgendetwas ändert sich immer: Unser Körper, unser Gegenüber, die Umstände, unser Bewusstsein,…

Glück ist ein SEINS-Zustand.

Er ist unsere Natur.

Glück liegt nicht in den Dingen, die sich verändern und die wir so gerne so organisieren würden, dass sie sich zum „Guten“ (Glücklichen) entwickeln.

Glück liegt in dem, was Veränderung IST.

Glück liegt in der „Mitte“ von jedem Atemzug, in der Mitte von jeder schmerzlichen Erkenntnis, in der Mitte von jeder neuen Erfahrung, für die wir noch keinen Namen gefunden haben, die wir noch nicht eingeordent haben in „sinnvoll“, „hilfreich“, „falsch“ oder was auch immer.

Du BIST Glück!

Verspürst du nicht direkt Lust, mit diesem natürlichen Fluss direkt mitzufließen? Da einzutauchen in diese Bewegung, in dieses Unbekannte hinein?

Tiefer zu schauen, mehr zu fühlen, als das, was du bereits kennst? Selbst wenn das aktuell vielleicht bedeutet, sich diesem Schmerz oder dieser Unsicherheit auszusetzen?

Was fühlt sich lebendiger an?

Wofür schlägt dein Herz?

<3

Verena


lebendig sein… (Familien-Yoga)

Lebendig sein…

Lebendig sein heißt nicht, immer voller Power und super motiviert zu sein, immer zu überzusprudeln vor Energie, Freude und Feuer!

Lebendig sein heißt auch, in einem Moment von Nicht-Wissen und mangelnder Berührtheit DA zu bleiben und in Lebendigkeit zu vibrieren – einfach weil DAS gerade so Form annimmt.

Wenn wir ehrlich mit uns sind, halten wir beides mitunter nicht so gut aus und deswegen ist es auch nicht immer so leicht, diese wahnsinnig lebendigen Kinder zu begleiten und immer zu um sich zu haben.

Andererseits können wir von ihnen und voneinander auch eine ganze Menge lernen und zwar:

Wie können wir miteinander in Kontakt bleiben auch wenn es an allen Ecken und Kanten brodelt und vibriert!?

Wie können wir miteinander in Kontakt bleiben, OHNE auf die alten Muster zurückzugreifen und stattdessen NEU zu schauen!?

In meinen Familien-Workshops arbeite ich genau damit:

– einander spüren
– einander berühren
– miteinander körperlich werden
– spielen und experimentieren
– sich auspowern, verrückte Bewegungen machen und still werden

Am Sonntag, den 10.11. von 17:00-19:00 Uhr ist es wieder soweit im YogaLoft Kirchheim

Mehr Infos auf meiner Website

www.yogalini.de

Wie komme ich mit dem in Kontakt, was hinter den Konditionierungen liegt?

Wie komme ich in Kontakt mit dem, was unter all den Konditionierungen liegt?

Oft wissen wir bereits eine Menge. Wir kennen unsere Geschichte und unsere „wunden Punkte“. Wir haben eine Ahnung davon, dass wir uns manchmal selbst im Weg stehen, dennoch ändert sich unsere gelebte Problematik im Alltag einfach nicht wesentlich.

Warum ist das so?

Weil wir als menschliche Wesen MEHR sind, als nur unser Verstand. Der möchte natürlich mit und tatsächlich kann Verstehen uns ja nicht nur motivieren, sondern auch sehr erhellend sein!

Allerdings hilft all das Wissen oft nicht, um unsere automatischen (konditionierten) körperlichen Reaktionen und vor allem unser Nervensystem zu erreichen. Hier reagieren wir immer noch so oder so ähnlich, wie es irgendwann mal sehr hilfreich für uns war – selbst wenn wir aktuell gerne NEU auf etwas schauen würden.

Die hier abgespeicherten Informationen sind außerdem oft nicht logisch, denn sie entstammen meist sehr, sehr frühen Wahrnehmungen und haben manchmal auch mit kollektiven Themen zu tun, die du in deiner Geschichte gar nicht recht finden kannst.

Wir können diese Muster tatsächlich „Trauma“ nennen, auch wenn diese aus dem Erwachsenen Bewusstsein heraus nicht immer so gravierend erscheinen. Gerade dann, wenn wir uns an etwas gewöhnt haben, erscheint es im Lichte der „Normalität“ durchaus annehmbar. Der Punkt ist aber, dass uns derartige Muster unter Umständen sehr wohl davon abhalten, wirklich frei und lebendig agieren, erforschen und vorallem unschuldig und neugierig weiter lernen und das Leben feiern zu können.

Um auch diese Bereiche zu erreichen, müssen wir sehr viel feiner schauen und die Ebene des Verstandes hinter uns lassen. Wir begeben uns wirklich auf die „inneren“ Ebenen, die für jede und jeden von uns jedoch sehr vertraut sind.

Am letzten Freitag hatte ich solch eine wunderschöne Einzelarbeit…

Nach einem kurzen Gespräch sind wir für Augenblicke in die Stille des Körperfühlens gegangen: Mit geschlossenen Augen und meiner Anleitung wendest du dich neben der Ebene des Verstandes zusätzlich auch in deine Körperin hinein.

Bald ändert sich der Fokus.

Wenn wir hier nun eine (essentielle) Frage stellen, bekommen wir völlig andere Informationen, als wenn wir mit offenen Augen auf der intellektuellen Ebene bleiben.

Während du nun innerlich gehalten durch den Raum, der durch unseren Kontakt entsteht, einfach weiter atmest passiert eine ganze Menge.

Du bist fühlend mit deinem eigenen System in Kontakt, während es gleichzeitig spürend „gesehen“ wird. Von dir und von mir. Worte sind hier kaum von Nöten, denn es geht vielmehr um das bewusste Erleben mit diesem, was da jetzt auftaucht, einfach SEIN zu können.

Mit diesen Information arbeite ich dann gerne noch ein bisschen weiter. Dazu legst du deinen Körper ab. Er wird jetzt passiv durch Elemente der Tai Yoga Massage bewegt und viel gehalten.

Hier entsteht tiefes Vertrauen in das eigene Fühlen.

Gleichzeitig organisieren sich mühelos und natürlich genau die Bereiche neu, die bereit dafür sind. Ein sanfter Impuls unterstützt also das gesamte Wesen Mensch ganzheitlich neu zu schwingen.

Mehr Infos über meine Arbeit findest du auf meiner Website

www.yogalini.de

PS: Neben der persönlichen Arbeit in Kirchheim/Teck gibt es auch die Möglichkeit einer online-Arbeit über skype. Hier kann ich zwar deinen Körper nicht berühren, jedoch sehr wohl dein Bewusstsein.

Von Herzen <3
Verena

EINE Wurzel – statt zwei getrennter Füße?

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wir zu unseren Füßen kaum einen Bezug haben?

Kannst du deine Zehen einzelnd bewegen?

Warum nicht?

Weil es vermutlich sehr wenige Verknüpfungen von deinem Gehrin hinein bis in deine Füße gibt, bzw. weil diese Verbindungen fast nie genutzt werden und deswegen wie eingeschlafen sind.

Eigentlich ist es uns sehr wohl möglich, jede Zelle unseres Körpers bewusst zu bewohnen.

Und wenn das tatsächlich so ist, dass wir jede Zelle unserers Körpers mit Bewusstsein aktiviert haben dann fühlen wir uns nicht nur SEHR lebendig, sondern auch GANZ!

Wir erleben uns (und die Welt) dann nicht nur als Kopf-Konstrukt, sondern sehr sinnlich, sehr körperlich und hoch energetisch,…

GANZHEITLICH!

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass selbst wenn wir bereits eine Weile Yoga üben, wir dennoch die einzelnen Körperteile wie getrennt betrachten?

Da hinten irgendwo ist der Fuß (von einzelnen Zehen wird eher weniger gesprochen), dann ist vielleicht noch das Becken interessant und der Beckenboden, die Wirbelsäule,…

Aber all das steht miteinander in Verbindung!!!

Wenn du irgendwo nur minimal etwas veränderst, verändert sich das gesamte, erlebte Bild.

Damit zu EXPERIMENTIEREN ist Yoga!

Yoga ist demnach nicht, die perfekte Pose einzunehmen. Natürlich nicht. Denn wir nutzen den Körper lediglich als Tür…

Im körperlichen Erleben verstehen wir lebendig, dass wir als Menschen zu jedem Zeitpunkt, mit der gesamten Erde, mit jeder anderen Seele, mit den Elementen und allem, was je getan oder nicht getan wurde, in tiefer Verbindung stehen und dass alles mit allem gemeinsam schwingt.

Gestern hatte ich diesen wunder,- wunder,- wunderschönen Yogaworkshop zum Thema Wurzelarbeit. Wir haben viel mit dem gearbeitet, was ich gerade beschrieben habe und wir haben ein sehr kraftvolles Ahnen- und Ahninnen Ritual gemacht.

Dennoch war dieser Workshop (so wie vermutlich alles im Leben) nicht das letztendliche Erkennen, sondern EINE Gelegenheit ein bisschen tiefer zu spüren. Und weil das so ist, möchte ich diese Arbeit gerne vertiefen. In den kommenden Yogastunden, aber auch in einem zweiten Teil der Wurzelarbeit, der vermutlich im Januar des kommendes Jahres stattfinden wird. Nähere Infos findest du zeitnah auf meiner Website: www.yogalini.de

Ein Thema wird dann sein:

Was passiert, wenn wir statt der zwei Füße, beide als EINE Wurzel wahrnehmen können?

So oft teilen wir ein: Linke und rechte Körperhälfte, Ein- und Ausatmen, männlich und weiblich, aktiv und passiv,…

Aber das Eine kann niemals ohne das Andere sein. Sobald ich über Aktivität spreche, schwingt quasi stimmlos das Gegenteil, die Passivität mit, denn erst durch die Spannung der Gegensätze begreifen wir überhaupt die einzelnen Qualitäten als das, was sie sind.

Was passiert also, wenn wir beides zusammenbringen?

Körperlich können wir das ganz wunderbar erforschen!

Und ich kann dir aus eigenen Erfahrung sagen, es ist enorm!!!

Hast du Lust dazu?

Dann ist der kommende Workshop in Kirchheim unter Teck vielleicht etwas für dich!?

Du bist herzlich dazu eingeladen!

<3

Verena