Krank-Sein – Gesund-Sein – Was machen wir hier auf der Erde?

rpt

Oha – was für ein gigantisches (abendfüllendes) Thema…

Und was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Zur kurzen Einführung: Einige von euch wissen, dass ich vor kurzem diese Sommergrippe hatte und mit einem Rest an Räuspern und leichtem Reizhusten in den Urlaub gefahren bin. Zwei, drei Tage meinen Bruder Nähe Hamburg besucht, danach für eine Woche an die Nordsee. In jedem Fall kam ich nach einem wunderschönen Urlaub nach Hause zurück und hatte immer noch leichten Husten, der sich bald darauf wieder verschlimmerte, ohne dabei wirklich produktiv zu sein. Ich spürte, dass da noch irgendetwas zähes in meiner Lunge klebte und mich nicht wirklich, richtig frei und mühelos atmen lies und dennoch löste es sich nicht wirklich beim Husten. Selten fühlte ich Erleichterung wenn ich hustete. Manchmal bei einem wirklich herzhaften Niesen. Alle Unterstützungsmöglichkeiten, die mir einfielen, nutzte ich seit Wochen. Viele davon sind Routine: Vegetarische, oft vegane Ernährung, Ölziehen, mit Salz spühlen, Inhalieren wahlweise mit Thymian, Salz oder Kampfer, Nasenspühlung, Erkältungsbad, Yoga, Atemübungen, Curcuma, Ingwer, Salbei, Thymian, Ausruhen, Stille, nicht Sprechen,…

Okay, irgendwie schien es nicht zu genügen, auch wenn sich der Rest meines Körper durchaus gut fühlte, ging dieses Kitzeln und dieses NICHT freie Gefühl auf der Lunge einfach nicht weg.

Ich bin kein Typ, die immer für alles eine Ursache finden muss! Dennoch habe ich mich gefragt:

Was ist das Thema?

Wo fühle ich nicht genug Raum?

Und ich kam zu dem Schluss: Ich spreche meine Wahrheit aus. Ich nehme mir meinen Raum. Ich fühle mich frei.

Was sehe ich nicht?

Okay. Vielleicht ist es subtiler. Feiner? Irgendwas passt auf jeden Fall nicht, dass ich hier seit über vier Wochen nicht frei sprechen kann, sondern ständig einen Hustenreiz bekomme und mich dann ganz wund fühle. Keine einzige Yogastunde kann ich mehr mühelos unterrichten.

Also wieder eingelassen auf: Ich habe keinen blassen Schimmer. Ich weiß nichts. Es ist egal, was rauskommt. Es geht um nichts…

Ich gehe dahin, wo alle Wahrheit zu finden ist: Ich blicke nach innen.

Vorbei an allem, was ich verstehen kann. Vorbei an all dem, was ich über mich, über meinen Körper, über Gesundheit bereits zu wissen glaube.

Vorbei an all dem, was ich über mich zu wissen glaube, wo ich glaube, zu stehen, wo ich glaube verwundet zu sein, wo ich glaube ein Thema zu haben oder keins zu haben.

Ich sinke tiefer und tiefer und tiefer.

Es ist egal ob ich gesund bin oder krank.

Es ist egal, ob es sich so anfühlt oder so.

Ich fühle einfach.

Ich frage nichts.

Ich bemerke, wie meine Lunge sich entspannt. Ich bemerke, wie es warm wird und weich und wie mein Herz berührt ist. Mein inneres Herz. Ich bemerke wie Lunge und Herz miteinander in Verbindung stehen. Wie es da einen inneren Raum gibt. Einen Raum von Autentizität und Kraft. Unaussprechlich eigentlich. Natürlich. Nichts besonderes. Aber echt. Eine echte Erfahrung. Kein Konzept. Kein neues Wissen. Keine neue Idee. Kein „jetzt habe ichs“. Ich bin gar nicht da und doch bin ich mehr da denn je zuvor. Mehr als in all meinem Wissen. Das ist es. Da bin ich berührt. Von dort aus kann ich gehen. Von hier aus will ich gehen.

Mein Husten ist noch da. Ich habe das Gefühl er löst sich langsam. Gestern vielleicht noch mehr als heute. Aber das ist nicht der Punkt.

Der Punkt ist: Dass wir immer wieder und wieder „in Schlaf versinken“ mit unseren spirituellen Konzepten, mit unseren Ablenkungen, mit unseren Antworten, mit unseren Konstrukten über die Welt, über uns und den anderen.

Manchmal lenken wir uns ab mit der Blase der Verliebtheit (und vergessen wer wir wirklich sind).

Manchmal lenken wir uns ab mit unserer Drama-Blase („Oh mein Gott, was da alles abgeht, all die Verstrickungen, Verblendungen und Dramen, all der Schmerz und all die Probleme: UNLÖSBAR“).

Manchmal lenken wir uns ab mit der Idee, das wir wüssten wie es geht. In diesem Moment hat die begrenzte Person uns voll im Griff und wir verlieren die Offenheit für die Bewegtheit des Lebens: ALLES ist möglich, alles GLEICHZEITIG. Es gibt kein Ankommen, keine Methode, keinen Schlusssatz, keine Erleuchtung.

Und doch ist die Möglichkeit von „Erleuchtung“ HIER!

Sie ist hier in diesem Augenblick, des SEHENS dessen, was ist.

Es geht nicht darum, Wahrheit für alle Zeiten oder Wahrheit für alle Menschen zu finden. Es geht auch nicht darum, deine Wahrheit zu finden. Für wielange würde diese Wahrheit gelten? Nur für diesen einen Augenblick.

Das ist das einzige was IST. Das, was du jetzt siehst. Wirklich siehst.

Solange wir „nur“ im Verstand suchen, ist das, was wir sehen können, sehr begrenzt und wir nutzen nicht mal 1% unseres Vermögens. Und dann diskutieren wir über dieses eine Prozent…

…mit dem einen Prozent eines anderen Körper-Geist-Verstandes….

Vielleicht wissen wir das auch bereits und erzählen uns gegenseitig davon.

Was würde jedoch passieren, wenn wir gemeinsam (jede und jeder für sich selbst), immer wieder neu schauen! Wenn wir – gerade weil wir wissen, wie begrenzt wir wahrnehmen – alles, immer wieder neu untersuchen würden – und dabei wie Kinder OFFEN sprechen.

Ja, da gibt es Dinge, die machen uns Angst.

Ja, da sind Dinge, die sind schlimm. Sehr schlimm.

Wir müssen nicht alles auf einmal anschauen.

Aber wir können lernen, die Augen wieder und wieder zu öffnen. Weiter zu atmen, auch wenn es schokierend ist, was wir sehen.

Weiter zu fühlen und da zu bleiben. Hier. Dieses Körpergefühl. Weiter atmen.

Anstatt wieder und wieder abgelenkt zu werden vom dem, was wir gewohnt sind zu denken oder was quasi schon immer so war oder was (scheinbar) von außen über uns bestimmt oder (scheinbar) wohlwollend angeraten wird, bleiben wir OFFEN und NEUTRAL. Wir nutzen unsere EIGENE Kraft des SEHENS und FÜHLENS. Mehr nicht. Ohne eine Agenda zu haben. Einfach aus dem heraus, was wir sind:

PURE Lebendigkeit!

Kurse und Einzelarbeit mit mir gibt es Kirchheim/Teck! Außerdem kannst du mich auf Youtube finden!

Herzlichst <3 Deine Verena

www.verena-kamphausen.de



Was hast du ganz persönlich (im 1. Halbjahr – und durch Corona) gelernt?

Gestern habe ich in einem Facebook-Post darüber geschrieben, wie es mir erging als meine Tochter letzte Woche Halsweh bekam, ich einen C-Test machen sollte, was sich zuerst zu einer „Torture“ und schließlich zu einer Unmöglichkeit entwickelte und ich schrieb auch darüber, wie es mir selbst erging, als mich dann schließlich auch diese Sommergrippe erwischte und ich alles stehen und liegen lassen musste, weil ich total kraftlos mit Kopfschmerzen, Triefnase, Gliederschmerzen und einem Reizhusten da nieder lag – viel länger als geplant. Ich beschrieb, dass ich schon lange nicht mehr so urlaubsreif war wie aktuell, obwohl ich ja wirklich meine Berufung lebe und meine Arbeit LIEBE!

…und dennoch war es ein erneutes Loslassen.

Zu Beginn (als ich noch fit war):

Wollen wir jetzt wirklich diesen Test machen (3-4 Stunden Wartezeit im Auto, (für uns: ohne Auto) irgendwie in die Nachbarstadt kommen), damit alles möglichst schnell wieder so läuft wie geplant? Oder können wir die Auszeit nutzen und mein Tochter-Kind geht eben nicht wieder ins Turnen und nicht zum Sommerfest..? Aber ist das überhaupt meine oder doch mehr IHRE ganz eigene Entscheidung?

Wie schön, dass sie in so vielem schon ihre eigenen, weisen Entscheidungen treffen kann.

Nun zu mir: Es tat – wie immer – ein bisschen weh, volle Yoga Kurse abzusagen und Herzensprojekte liegen zu lassen, während unliebsamere To-Do´s wie Steuer und Haushaltsdinge, die ich vor dem Urlaub, in zwei Wochen, noch erledigt haben wollte, eher DRUCK erzeugten, wenn sie noch länger liegen bleiben sollten.

Ich hatte einen kurzen Austausch mit einer Yogalehrerin, der es ähnlich ging wie mir und die mich an den „Lockdown“ erinnerte und an die viele Zeit, die wir da hatten…

Wenn ich mich zurück erinnere, war mir in dieser Zeit NIE langweilig! Eigentlich hatte ich von Beginn an wirklich eine Menge zu tun. Ich war während der ersten Tage des Lockdowns, in den letzten Zügen meines VOR Corona angefangen Online-Kurses zum Thema: Wandlung und Auflösung alter, überlebter Strukturen und hab dann ziemlich schnell auch die anderen Stunden auf online umgestellt. Zusätzlich war ich ja plötzlich Home-School-Lehrerin und tatsächlich gab es auch innerlich einiges NEU anzuschauen und einzuordenen, angesichts der neuen Situation und der ganzen Informationsflut in Bezug auf Corona: Was von all den Infos ist für MICH von Bedeutung? Wo mache ich die Augen zu? Was will ich nicht hören? Warum will ich es nicht hören? Was macht mir Angst? Wo rege ich mich auf? Warum regt mich das auf?

Und dennoch auch ganz viel Stille!

Stille im Außen. Besinnung auf das absolut WESENTLICHE!

Was nährt mich wirklich? Was zählt, wenn alles unsicher ist?

Und JETZT?

Wieder im alten Trott weiter machen? Ein paar „spirituelle“ Erinnerungsworte? Freuen auf den Urlaub? Happy-Sein, dass ich in meiner ganz persönlichen Situation bisher keinen größeren Schaden davon getragen habe, sondern tatsächlich das Gefühl habe, noch mehr in meine eigene Kraft hineingewachsen zu sein?

Das Leben war und IST schon immer mein bester Lehrer gewesen. Wann immer ich das Gefühl hatte „jetzt hab ichs!“, belehrte es mich eines besseren. Und wann immer ich das Gefühl hatte „jetzt hab ich alles verloren“, hat es mir gezeigt, was ich alles gewonnen hatte.

Ja, das zauberhafte Spiel der Dualität, das uns mit seinen Polaritäten, das Leben erst spürbar werden lässt.

Hört das denn nie auf?

Ne, das hört nicht auf solange der Atem ein- und ausfließt.

Die Frage ist: Hast du Lust zu „lernen“ – oder nicht?

Wenn du am liebsten alles schon weißt, damit im besten Falle nur vorhersehbare Komplikationen eintreten können für die du schon gewappnet bist, dann hat das Leben einen abgestandenen Geschmack – ERSCHEINT dafür aber „relativ“ sicher.

Ich selbst entscheide mich – meist mit kurzer Abwehr und etwas Widerstand – immer wieder und wieder für das Tiefer und Tiefer und das „Ich-will-es-einfach-wissen: Was ist wirklich, wirklich WAHR für mich?“ Das macht das Leben gefährlich, aber auch sehr intensiv. Nicht unbedingt im Außen. Ich persönlich reiß jetzt keine „großen Sachen“, wandere aus oder hätte sonst irgendeine spannende Geschichte zu erzählen. Es ist viel mehr die Unberechenbarkeit DIESES EINEN AUGENBLICKS! Bin ich JETZT bereit ganz und gar zu erleben, was tatsächlich abgeht? Und da geht eine Menge ab. Da springen alle Muster an, da reagiert meine gesamte Körperin, da passiert ein Weglaufen-Wollen, ein Sehnen, ein nicht Verletzt-Werden-Wollen, Kreativität, unglaubliche Kraft oder Kraftlosigkeit und die Schöhnheit der Erschöpfung.

Was für ein Leben!

Was hast du ganz persönlich mitgenommen aus der Corona-Zeit?

Was berührt dich täglich?

Wo bist du zurück in den SCHEINBAR notwendigen Alltag? Was GIBT DIR dieser Alltag? Wo erfreut er dich? Wo schützt er dich? Wo berührt er dich? Wo hetzt er dich? Wo fragt er dich? Was fragt er?

Am Ende sind es immer DEINE eigenen Fragen, die dich leiten.

Keiner kann diese Fragen besser hören als zu selbst!

Es sei denn, du hast verlernt in diese Richtung zu lauschen. Es sei denn, du bist so, so, so verdammt gut darin, sie zu überhören, damit das, was du schon zu wissen glaubst, irgendwie bestätigt bleibt und nichts in Wanken geraten muss.

Aber HEY, es ist Wendezeit. Es wendet sich immer. Denn der Atem steht niemals still. Das Herz schlägt und schlägt, die Verdauung verdaut und das alles, obwohl du dich nicht daran erinnerst. Es passiert trotzdem, obwohl du NICHT daran denkst!

WOW!

HerzensLICHT

Verena

http://www.verena-kamphausen.de

Der wunde Punkt

Bis vor kurzem hätte ich nicht gedacht, wie sehr mich das WIRKLICH interessiert, dieser Moment, wenn ich in meinem wundesten Punkt berührt werde.

DA ist sie WIRKLICH:

Die Lebendigkeit!

In diesem Punkt.

Wenn ich ehrlich bin, bin ich eigentlich ein Leben lang weggelaufen vor dieser Intensität. Ich wollte es lieber sicher. Selbst wenn ich für Augenblicke „gefeiert“ wurde oder wirklich gesehen und für Momente sogar wahrhaft wertgeschätzt für das, was ich da gerade (zufällig, lebendig, überraschend auch für mich) verkörpere, dann konnte ich das eigentlich nicht bis auf den Grund nehmen oder gar aushalten.

Ich bin meistens irgendwo am Anfang stehen geblieben. An dem Punkt wo ich genau WEIß, was es ist.

So als würde man das Leben schon kennen…

Wenn du in diesem Augenblick aber überrascht wirst von dem Geruch, der intensiven Körpererfahrung, den Emotionen, der Energie, die sich durch deinen Körper bewegt…Wenn all das keinen Namen hat und sich in jedem Augenblick weiter bewegt…

Was für eine Wucht da spürbar wird!

Wir sind es gewohnt, das schnell „handhabbar“ zu machen.

Ich kenne das gut. Dann anworte ich innerlich direkt, um es irgendwie auszubalancieren. Mich runterzuholen. Bloss nicht abheben, jetzt.

Oder ich verliere mich in irgendeinem Bild von mir, anstatt es WIRKLICH zu fühlen und es lebendig, frei und wild zu lassen.

Das Gleiche gilt für die Momente von Kritik und nicht-Verstanden-Sein, nicht-Gesehen-Sein. Das gleiche Spiel: Es ausbalancieren. Mit Sätzen, die ich kenne, die ich gelernt habe, um mich zu fangen, mich zu beruhigen oder zu schützen.

Es geht nicht darum, dass all diese Strategien „falsch“ wären. Sie laufen automatisch ab, solange sie dem inneren System irgendwie dienen.

Und dennoch: Dieser Moment, wo du diesem intensiven Augenblick NACKT begegnest…

Wo (du) einfach IST.

Warum auch immer.

Einfach weil es pasiert.

WOW!

DA ist ALLES!

Freu mich auf authentische Begegnungen!

Online und offline

verena@yogalini.de

http://www.teck-yoga.de/Einzelarbeit.html


persönliches Fazit mit beginnendem Auftauchen aus dem „Ausnahmezustand“ Corona-Lockdown

…neues Finden und Ordnen in eine Zukunft, die das erste Mal WIRKLICH als „alles ist möglich“ und „so vieles gleichzeitig“ erlebt wird…

Ein erstes Fazit einer bewegten Zeit:

Seit 10 Tagen unterrichte ich wieder im Yogaloft Kirchheim: 5 Personen sind erlaubt. Wirtschaftlich ist das nicht, aber die Besonderheit des Sich-körperlich-Begegnens war noch nie so intensiv spürbar. Es ist ein Geschenk.

Die Online-Community läuft weiter. Es ist ein riesen Aufwand, da ich für jede LIVE-Stunde mein Schlafzimmer umräumen muss (obwohl es ja Wohnzimmer-YOGA-Community heißt) und dann auch ewig damit beschäftigt bin den Ton für die Aufzeichnung nochmal nachzubearbeiten, das Video zu rendern und schließlich hochzuladen.

Dennoch hat es auch einen sehr ehrlichen Aspekt, mit mir selbst vor der Kamera Yoga zu machen:

Was traue ich mich in diesem geschützen Raum von „Zuhause“ und der „Öffentlichkeit“ der Kamera zu sagen und zu zeigen?

Mein Interesse galt schon immer dem Boden der Wahrhaftigkeit. Ich forsche und forsche. Jeden Tag aufs Neue. Und jeden Tag bin ich überrascht von den neuen Dimensionen, die sich mir zeigen. Manchmal fliege ich und ich weiß nicht, ob ich das wirklich angenehm finde. Manchmal knalle ich hart auf, auf dem Boden der Echtheit und bin erstaunt, wie lebendig sich das anfühlt, selbst wenn es eigentlich schmerzt.

Die Kinder hatten jetzt zwei Wochen Pfingstferien und waren davor schon seit zwei Wochen wieder stundenweise in der Schule. Stundenweise hieß für meine Tochter von 10:30-12:15 Uhr. Nach den Pfingsferien wird sie eine Woche Unterricht haben und dann eine Woche Zuhause lernen, denn nun kommen die anderen Jahrgangstufen dazu…

Es gibt scheinbar super viele Lockerungen, während trotzdem irgendwie gar nichts ist, wie „davor“ und auch überhaupt nicht klar ist, wie es weiter gehen wird. Das war es noch nie, aber da war es ja nie so deutlich spürbar, wie jetzt. Früher haben wir einfach immer so getan, als wüssten wir in etwa was passiert und woraufhin es hinauslaufen wird. Und irgendwie versuchen wir jetzt auch noch so zu denken.

Mir fällt noch deutlicher auf, wie sehr es mich anstrengt, mit Menschen zusammen zu sein, die mich nicht wirklich interessieren. Ebenso spüre ich noch eindeutiger, wie es mich anstrengt, Dinge zu tun, die ich nicht wirklich, wirklich tun will.

Also passiert es NOCH weniger.

Das heißt, dass ich viel alleine bin und dass ich den Kontakt, der stattfindet, wenn ich ein körperlich, lebendiges Gegenüber habe, noch intensiver wahrnehme und viel mehr schätze. Es ist, als spüre ich doppelt so viel von dem WESENtlichen dieser Person in diesem Augenblick. Und genau das ist es, was ich immer schon wollte.

So war es doch immer schon oder? Dass wir übersehen, was wir IMMER haben und dass wir einen „Wechsel“ brauchen, um tiefer zu erkennen und das „EINE“ vom „ANDEREN“ zu unterscheiden.

Mir fällt so deutlich auf wie nie, was ich wirklich WERTvoll finde und was mich langweilt und oder nicht berührt.

Was für ein Luxus, da ich nicht ums Überleben kämpfen muss, obwohl ich für deutsche Verhältnisse wohl eher am Existenzminimum lebe.

Im Raum schweben die unterschiedlichesten Persepktiven:

– auf die aktuelle Pandemie-Situation

– auf den unterschiedlichen Umgang verschiedener Menschen und Länder damit

– und auch auf die möglichen Folgen.

Noch nie war die Unterschiedlichkeit und die Gleichheit (gleichzeitig) so global, so sichtbar!

Ich spüre wie all diese Perspektiven auf gewisse Weise ihre Berechtigung und ihren Sinn haben, auch wenn ich nicht alle teile.

Ich empfinde diese Vielfältigkeit und die Uneindeutigkeit dessen, was „gut“ ist und auch dessen, was möglicherweise passieren wird, als herausfordernd und nährend zugleich.

Ich erlebe die unterschiedlichen Ebenen und Facetten des Mensch-Seins mehr und mehr als tatsächlich GLEICHzeitig und gewissermaßen als GLEICHwertig, selbst wenn sie sich absolut widersprechen und auch in mir und für mich verschiedene Aspekte berühren.

(Fortsetzung folgt)

Den eigenen Platz einnehmen…

… ist ein sehr interessantes Thema.

Können wir denn überhaupt an einem Platz stehen, wie ein Baum?

Oder ändert sich (auch unser innerer) Ausdruck nicht oft spontan und wild mit den Geschehnissen im Außen oder den inneren Gedanken- und Bewusstseinsströmungen?

Ist unser „Platz“ – wenn wir so einen haben – vielleicht gerade das Gegenteil eines ein-deutigen Ausdrucks oder Erlebens und vielmehr die Unschuldigkeit, die Unberechenbarkeit und Berührbarkeit des lebendigen Momentes? Also seinem Wesen nach formlos, während er gleichzeitig die Möglichkeit aller Formen enthält und mit Sicherheit, – solange wir uns menschlich erleben, – irgendeine dieser möglichen Formen ausdrückt. (Welche dann wiederum vom Verstand (der ebenfalls eine Form (ein Ausdruck der freien Lebendigkeit) ist) verstanden, eingeordnet und bewertet wird)

Insbesondere angesichts der aktuellen Zeitqualität, in der sich vieles ja neu sortieren muss, passiert eine Positionierung oft vorschnell und leichtfertig gemäß den „alten“ Regeln: Wir glauben das (oder zweifeln das an), was in etwa mit dem konform geht, was uns am vertrautesten ist.

Natürlich! Gerade wenn sich Altbekanntes zu wandeln beginnt, wollen wir ja irgendwo etwas, das „bleibt“.

Bei alledem, was sich aktuell im Beginn einer Neu-Ordnung befindet, wünschen wir uns, um uns einigermaßen „sicher“ zu fühlen, eine Art „Bestätigung“ durch ein Gegenüber: Ein Mindestmaß an Akzeptanz und Gleichgesinnung. Ein Gesehen-Werden, das uns aushält, in dem, was wir SIND.

Es reicht dann, das diese Bestätigung „nur“ aus wenigen Freunden oder gar einer einzigen Person besteht. Ist dies – innerhalb einer so großflächigen Neuordnung, wie sie aktuell geschieht – nicht gegeben, fängt unser innerer Boden an zu wackeln, was sich dann unterschiedlich äußert:

Entweder, wir beginnen die Thematik durch die Irritation mit anderen Augen NEU zu betrachten oder aber wir haben das Gefühl, uns verteidigen zu müssen, was oftmals (selbst mit nachvollziehbaren Argumenten) zu einer gewissen Härte führt, die die Lebendigkeit der Essenz, zumindest in ihrer Erscheinung (also so, wie wir sie dann erleben,) „einfrieren“ lässt.

Die Lebendigkeit bleibt natürlich lebendig. Ihr fehlt nichts, selbst wenn wir uns gegenseitig umbringen. So wie das Wasser, Wasser bleibt, egal ob es in gasförmigen Molekühlen tanzt oder sich in Form von „Eis-Molekühlen“ super langsam bis kaum bewegt.

ABER: Es fühlt sich deutlich anders an, wenn wir um unsere Ansichten streiten oder wenn wir uns gegenseitig inspirieren – und SEIN lassen können.

Allerdings besteht auch ein enormer Unterschied darin, ob wir uns wirklich gegenseitig inspirieren oder ob wir uns einfach nur links liegen lassen, weil wir uns nirgends finden können und uns gegenseitig abwerten. Insbesondere dann, wenn hier nicht nur ein Meinungs- oder Bewusstseinsgefälle besteht, sondern auch noch ein bestehendes, strukturelles Machtgefälle.

Das gerade Beschriebe, sind natürliche Wirkungszusammenhänge, die man (oder Frau) nicht „mir-nichts-dir-nichts“ einfach so auflösen könnte.

(obgleich auch das angesichts der Wildheit und Spontanität von Lebendigkeit immer mal wieder möglich ist).

In der Regel wird es jedoch eher als herausfordernd erlebt, das eigene Festhalten an der eigenen Meinung und die darunter liegende (meist nicht vermutete) Angst zu erkunden, ebenso wie die Hilflosigkeit angesicht der absoluten Freiheit, die in der anderen Person liegt.

Wenn dann noch das Bewusstwerden der aktuellen Machtverhältnisse hinzukommt – und ich spreche hier noch gar nicht von Wirtschaftsinteressen oder dergleichen, sondern einfach von Strukturen, die sich im Laufe unserer Kulturgeschichte etabliert haben, also durchaus auch von Strukturen innerhalb von Familien oder sogar von Strukturen in deinem eigenen Inneren – dann wird es haarig. Denn genau diese Strukturen werden aktuell, angetriggert durch einen unsichtbaren Virus und angetriggert durch alles, was wegen dieses Viruses aktuell getan und nicht getan, gedacht und nicht gedacht, gefühlt und nicht gefühlt wird, in Schwingung gebracht.

Was schwingt hier?

Eine ganz natürliche Neuordnung, so wie sie in kleinen Zyklen jedes Jahr aufs Neue durch die Jahreszeiten geschieht oder innerhalb eines Menschenlebens, wenn wir in die sogenannten „Pubertät“ gehen oder schwanger werden, Mutter werden,… um nur einige Beispiele zu nennen. Auch da drückt sich etwas aus, nimmt Form an, durch uns, durch einen individuellen Körper, durch einen einzigartigen Umgang mit einem Prozess, den wir als Menschheit ja alle irgendwie erleben. Und dennoch ist es jedes einzige Mal NEU. Zutiefst wertvoll und bedeutsam und gleichzeitig so sehr in Bewegung, so vergänglich, dass es im Werden direkt wieder stirbt. Es ist Leere und Fülle zugleich.

Das Gleiche passiert JETZT.

Während wir uns ausdrücken, während wir uns zurücknehmen, während wir beobachten, während wir fühlen, während wir glauben, während wir sagen, was wir für richtig halten, während wir uns nicht trauen, unsere Meinung zu sagen oder während wir noch nicht sicher sind, welche Meinung wir haben. Es passiert, während wir unsere Meinung ändern. Es passiert während wir uns verrennen oder (scheinbar) bewusst für oder gegen etwas kämpfen. Es passiert, während wir weghören, während wir (scheinbar) bewusst entscheiden wohin wir gucken wollen, worüber wir diskutieren oder nicht diskutieren wollen,…

Als Menschheit und als individuelle „Seele“ reifen wir gerade (so wie wir es auch vor Corona in jedem Augenblick, in jeder Begegnung mit uns selbst, der Natur oder einem anderen Wesen oder Thema getan haben). Vielleicht ist es gerade (durch Corona) ein wenig offensichtlicher, so wie eine Geburt eine offentischtlicher Wandel ist oder der Wechsel des Arbeitsplatzes oder der Wohnsituation.

All dies erlebt JEDER (und jede) innerhalb eines Menschenlebens und dennoch erlebt es jede und jeder zeitlich an einem anderen Punkt und auf eine einzigartige Weise.

Wie kannst DU also ganz individuell, da wo du gerade stehst und dich bewegst, deinen Platz einnehmen und zwar nicht als FESTE FORM (denn Lebendigkeit ist ihrem Wesen nach bewegt), sondern IN deiner Berührbarkeit und Authentizität bewegt?

Das ist eine Frage, die man (und Frau) nicht ein für alle Mal beantworten kann. Sie beantwortet sich gewissermaßen nämlich in jedem Augenblick NEU.

Besonders freudvoll gestaltet sich dieses Verständnis des „Platz einnehmens“, wenn wir den physischen, den emotionalenund den energetischen Körper miteinbeziehen. Und das geht besonders gut, wenn wir ihn (alle Körper, die zum Mensch-SEIN gehören) bewegen und berühren.

Wie?

Durch eine einfache Umarmung, die wir auf allen Ebenen zulassen!

Durch einen stillen Blick in die Augen eines anderen – während wir wirklich DA sind, während wir schauen und geschaut werden!

Im Spüren des Windes und der Sonne auf der Haut…

Und natürlich während wir im Yoga nicht bloß äußere Haltungen von Muskeln und Knochen einnehmen, sondern uns auch innerlich berühren lassen.

Herzensgrüße

Verena

www.verena-kamphausen.de

Die aktuelle Zeit – Eine Samenlegung


Ich verstehe, die aktuelle Zeit als eine Art „Samenlegung“.

(So wie im Grunde jeder Moment eine „Samenlegung“ ist).

Wie erscheint dieser Augenblick, wenn du das GANZE Bild anschaust?

Wenn du diesen Augenblick aus der Adlerperspektive aus betrachtest, nicht aus deinem persönlichen Blick heraus, nicht aus DEINER Geschichte heraus. Sondern aus dem Blick, der weiß, dass alles in jedem einzelnen Augenblick der Wandlung unterliegt. Dass in diesem Augenblick immer etwas stirbt und etwas anderes bereits wieder erwächst.

Was glaubst du stirbt gerade?

Nicht nur in dir – sondern global.

Was beginnt sich ganz neu zu formen?

Noch kaum sichtbar, noch nicht klar, nicht eindeutig, alles noch frisch und offen in alle möglichen Richtungen…

Gerade jetzt können wir deutlich spüren, dass wir alle miteinander verbunden sind. Natürlich stecken wir alle in sehr, sehr individuellen Situationen und natürlich werden gerade jetzt Machtverhältnisse, verschiedene Interessen und auch die unterschiedlichen Auswirkungen für jeden und jede von uns sichtbar.

ABER es wird eben auch sichtbar, wie eine einzige Entscheidung eine immense Auswirkungen auf so viele und so vieles hat. Das meine ich jetzt nicht nur politisch, sondern durchaus auch privat. Ob wir uns von dieser Welle wegtragen lassen, unsere Augen verschließen, uns verrennen, in Hoffnung wiegen, aus der Haut fahren, herumwüten, diskutieren oder immer wieder versuchen NEU (frisch) zu schauen und lebendig zu spüren, wahrzunehmen, was ist, das eine vom anderen unterscheiden und dennoch wach bleiben, für das, was sich bewegt, in jedem Augenblick, anstatt uns immer wieder neue SCHEIN-Sicherheiten zu erschaffen, macht für uns und unser gesamtes Körper- und Nervensystem einen riesen Unterschied.

Es macht nicht nur einen riesigen Unterschied dafür, wie wir diesen Moment erleben (wie er für uns erscheint), sondern auch ob sich unser Nerven- oder Immunsystem im Dauerkampf, im Dauerschlaf oder aber in einer wachen, lebendigen „Balance“ befindet.

…und natürlich wirkt sich unser SEIN auch aus auf das Mini-Sytsem unserer Kleinfamilie oder auf eine Freundschaft, usw.

Alles, was jemals getan, gedacht und gefühlt wird, hat eine Wirkung. Meistens sehr direkt. Oft sehr zart und dennoch von immensem Wert. Manchmal sind Folgen auch erst später deutlich spürbar und sichtbar. Wir können da überall hinschauen: Lass es die Auswirkungen von einer Nahrungsmittel-INDUSTRIE sein, die das Wesen des NATÜRLICHEN zugunsten von Profit und „immer Höher und Weiter“ im Laufe der Zeit und einer langen Geschichte mit verschiedenen Zusammenhängen, Autoamtisierungen und politischen Entscheidungen irgendwann vergessen hat. Das ist nur ein Beispiel! Aber es ist dennoch unser aller Realität. Selbst dann, wenn gerade dieses Thema uns persönliche sehr bewusst ist.

Wir haben nicht alle die selben Themen und dennoch erleben wir viele Themen global gemeinsam. Jede und jeder von uns steht aktuell woanders. In unserem Alltag werden wir mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, Fragen und Anforderungen konfrontiert. Gleichzeitig haben wir alle unterschiedliche Talente. Damit wir alle gemeinsam, viele unterschiedliche Bereiche oder aber ein und denselben Bereich auf unterschiedliche Weise erleben, begreifen, formen und gestalten können. In jeder Minute. In jedem Atemzug, durch all die Tage und Jahre hindurch. Dabei gibt es keine Ende. Kein Ende „nach dieser Krise“ und auch keine „böses Erwachen“ in einem Zustand, der sich nicht auch weiter und weiter und weiter bewegen würde.

Das Leben ist Bewegung.

Bei dieser Samenlegung, die immer, immer, immer passiert. In jedem lebendgen Moment. Worum geht es DIR?

Was ist DEIN ganz persönlicher Auftrag? Wo ruft dich das Leben gerade? Ich meine nicht idiell, sondern ganz und gar erdig. Was beschäftigt dich in deinem realen Leben gerade? Ist es dein Job? Das, womit du deine Zeit verbringst? Deine Motivation? Dein (fehlendes) Feuer? Das Gefühl diesem oder jenem genügen zu müssen? Dies oder jenes aufrechterhalten zu müssen? Macht dir etwas Angst? Fühlst du dich hin- und hergerissen?

Was immer es ist… lass dich rufen vom Leben. Lass dich berühren. Von dem „Unerhörten“, vom „Unglaublichen“, von dem, was du niemals gedacht hättest, was du SO nicht erwartet hättest oder auch von dem, was schon so lange zart und kaum merklich ruft.

Lass dir Zeit.

Sei geduldig. Das, was deine Seele wirklich berührt, kannst du nicht verpassen. Es wird wieder und wieder rufen. Es wird in seinem eigenen Rhythmus wachsen, so wie das Gras in seinem eigenen rhythmus wächst. Manchmal scheint es uns zu langsam und manchmal zu plötzlich. Doch den Rhythmus kannst du nicht ändern. Es ist der Rhythmus des Lebens selbst.

Es geht also sicherlich nicht um die perfekte Lösung, nicht um die ganze Welt und nicht um die anderen. Es geht, einzig um diesen lebendigen Moment.

Hast du beim Lesen ein Gefühl bekommen für diese Energie, also für diese Qualität des „Höher, Schneller, Weiter“? (was nur ein Beispiel ist)

Hast du?

Darum geht es. Um DEIN Gespür.

Wir müssen hier nicht das Gleiche spüren. Für dich ist interessant, was für dich interessant ist.

Aktuell prallen Extreme so sichtbar und intensiv aufeinander wie lange nicht. Verschiedene Ansichten über das, was aktuell auf der gesamten Welt passiert, prallen maximal aufeinander. Und ich vermute, dass sich diese Kluft noch weiter intesivieren könnte, in den nächsten Monaten. Vielleicht mit einer kurzen Verschnaufspause…. Aber vielleicht irre ich mich auch.

Manchmal bilden wir uns zu voreilig eine Meinung oder wir werden einfach getriggert, wenn unser Gegenüber so ganz und gar nicht unsere An-SICHT teilen kann. Das nicht-Verstanden-werden des EIGENEN, lässt uns schnell in den Kampf geraten. Wir haben dann spontan das Bedürfnis, uns zu verteidigen, auch wenn wir das eigentlich gar nicht wollen oder für nötig halten.

Andererseits schreit diese Zeit ja gerade danach, SELBST zu denken! Nicht einfach das zu machen, was alle machen und was (scheinbar) immer schon gemacht wurde. Denn natürlich gibt es das nicht. Die Menschen haben sich immer schon geirrt und haben auch immer schon aus ihren Fehlern gelernt. Und natürlich hat das oft Jahre gedauert, Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende. Oft wurden sogenannte „Fehler“ vertuscht und verleugnet. Vielleicht weil die Scham zu groß war? Weil nicht genug Stabilität vorhanden war, dem Scheitern in die Augen zu schauen? Weil bestimmte Machtstrukturen gewirkt haben… Natürlich ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Und das war es auch noch nie. Und dennoch waren da immer auch diese zauberhaften Momente von Erleuchtung, von Verbundenheit, von Zufriedenheit, von Angekommen-Sein im Moment. Selbst im größten Sturm. Selbst im Krieg.

Es war immer, immer, immer schon BEIDES da.

Und immer schon haben sich verschiedene Qualitäten abgewechselt, miteinander gestritten, gekämpft, sich gegenseitig unterdrückt und sich zusammengetan, Koalitionen gebildet, Neues entdeckt, Frieden geschlossen. Tag und Nacht. Mann und Frau. Clans und Länder. Verschiedene Religionen.

Trennung oder Einheit?

Fluch oder Segen?

Wie gerne würden wir hier einen WIRKLICHEN Ausgleich finden. Ein echtes „auf Augenhöhe“, eine wahre Balance zwischen so vielen Ungleichgewichten und scheinbaren Ungerechtigkeiten.

Mich selbst beflügelt die Bewegung von Balance. Ich bin eine „Waage“. Und manchmal fühle ich mich auch ent-mutigt. Auch hier eine beständige Bewegung…

Sobald wir nicht nur für uns alleine sind, sondern uns in einer Gruppe, in einer Gesellschaft, bewegen und Kontakt haben, fühlen wir uns nur dann RICHTIG wohl, wenn wir die gängigen An-SICHT-en mittragen können, wenn sie uns nicht schaden und wenn wir, falls wir dennoch eine andere Meinung haben, einen freien und guten Platz in der „Masse“ haben. Dabei bleibt unser Blick und unser Gefühl in erster Linie bei uns selbst. Oft haben wir damit schon so viel zu tun, dass diejenigen, die aus dem Raster fallen und keine Stimme (oder nicht die Stimme, die wir für richtig halten) haben (TIERE? Natur? Die scheinbar „Dummen“), keine Beachtung finden oder von uns selbst als „falsch“ abgestempelt werden. Es sei denn, wir fühlen uns selbst zugehörig zu dieser „Gruppe“.

Meine Freiheit endet dort, wo ich die Freiheit eines anderen beschneide…

Leben wir das wirklich?

In unserem kleinen Alltag? Im ganz gewöhnlichen Miteinander Zuhause, im Freundeskreis oder im Büro…

Sind wir da eher diejeingen, die sich freiwillig zurücknehmen, uns nicht so wichtig (und wertvoll) empfinden, uns nicht trauen, unsere (nicht konforme) Meinung zu sagen

oder

sind wir eher diejenigen, die sich ihrer ganz sicher sind, sich selbst kaum in Frage stellen?

Welchen Raum gestehen wir uns und dem anderen ein? Subtil oder offensichtlich. Zu welchem Preis?

Was bleibt auf diese Weise unsichtbar?

Vielleicht ist jetzt gerade eine Zeit angebrochen, in der ein NEUES (es ist immer einmalig) Zurechtrücken stattfindet. Eine Zeit, in der sich ein neues Gleichgewicht bilden könnte!?

Nicht Morgen. Nicht in zwei Monaten. Eher wie eine Samenlegung. Ein erster Anfang. Ein erstes Rütteln, ein erstes Aufhörchen, ein erstes tiefer Hinschauen. Ein erstes (oder zweites, drittes,…) Sortieren. Sich eingestehen. Sich verabschieden. Andere Persepktiven in Betracht ziehen. Ein neues WERT-schätzen. Ein neues Berührt-Sein.

Niemals hat irgendetwas still gestanden. Kein Gleichgewicht und kein Ungleichgewicht kann für immer bestehen in dem, was wir LEBEN nennen. Denn Leben ist ein natürliches Erforschen, ausprobieren, Wirkung erfahren und in eine neue Richtung laufen, wenn die eine ausgereizt oder vollendet ist. Das passiert ganz ntaürlich auf allen Ebenen. Zellular, in der Natur, in der Wirtschaft, in der Politik, in persönlichen Beziehungen,…

Die Welt ist im Begriff ist sich zu verändern (so wie es sich immer schon ent-faltet hat).

Vielleicht dürfen wir in jedem zarten und in jedem offensichtlichen Konflikt lernen, SOWOHL unsere EIGENE MEINUNG zu finden, als auch die Freiheit der anderen gelten zu lassen, ihren Weg, ihre Sicht, ihr erforschen,…

Nicht nur scheinbar im sogenannten „Außen“, sondern zu-lassend IN uns. Die Differenzen er-TRAGEND, sehend, fühlend, ohne damit etwas machen zu müssen, ohne sich einigen zu müssen, ohne sich überzeugen zu müssen,…

Wie wäre es, wenn wir dies für uns ganz persönlich lebendig (fühlend, spürbar) erforschen würden?

Eine neues „Gleichzeitig“….

Gleichzeitig eine Ahnung haben und doch so offen sein, dass sich diese Ahnung weiter entwickel darf.

Für mein eigenes Empfinden einstehen und dem anderen zugestehen, seinen Blick zu haben.

Selbst dann, wenn das Gegenüber aktuell die Macht in der Hand hält? Oder mich verletzt?

Wo ist die Grenze?

Vielleicht ist diese Zeit gerade eine sehr gute Gelegenheit mehr darüber herauszufinden. INDEM wir hinschauen und hinspüren: Wie machen wir es mir unseren Kindern? Wie machen wir es mit unserem Partner? Wie agiert er oder sie uns gegenüber? Wie gehen wir SELBST mit uns um (innerlich)?

Was passiert wenn ich diese oder jene Meinung höre oder lese? Was passiert IN mir?

Wofür bin ich sensibel?

Was berührt mich?

Wo ist es meine Aufgabe etwas zu sagen und wo nicht?

Wo sage ich trotzdem etwas (oder trotzdem nichts). Vielleicht auf eine Weise, die mich später ärgert.

Was kann ich so spürbar lernen – einfach dadurch, dass ich lebendig bin?

Das ist das Wesen von Yoga.

Aus einem größeren Blickwinkel betrachtet, ist diese Zeit etwas anderes, als das Warten darauf, dass es wieder wie früher wird. Sie ist etwas anders, als das Warten auf die große Erlösung und auch etwas anderes als die große Bedrohung.

Dieses JETZT ist absolutes Potential. Absolute Lebendigkeit. Absolute Lebendigkeit, die sich in so so vielen Aspekten und Formen zeigt. Jeder einzelne Mensch ist gerade im Begriff, etwas sehr kostbares zu lernen und ganz, ganz sicher lernt jede Seele etwas absolut einzigartiges, denn jede steht an einem einzigartigen Punkt ihrer Entwicklung und ist auf einzigartige Weise verstrickt (oder verwoben) mit den Geschehnissen (Formen, Ausdrücken) dieser Zeit.

Von Herzen wünsche ich euch und mir, dass wir dieses JETZT nutzen. Keinesfalls sollten wir in Schockstarre, Verzweiflung und Krieg verfallen. Aber selbst das kann natürlich Teil des Lernens und Erforschens sein.

Wie immer.

Alles.

Wer mit mir gemeinsam forschen möchte, kann das unter anderem mit meinem Online-Paket „Auflösung und Wandlung alter, überlebter Strukturen“ tun. Eine Zusammenstellung von Videos, Arbeitsblättern, Audios und einem 30 min. Live-Gespräch zur Vertiefung oder Beantwortung von Fragen.

Mehr dazu findest du hier:

http://www.teck-yoga.de/Online%20Angebote.html

Weiterhin kannst du natürlich auch Teil der Wohnzimmer-Yoga-Community werden oder anders mit mir in Kontakt treten.

Freu mich auf dich!

Verena



SELBST-ermächtigung!

Gerade jetzt fällt mir auf, wie wir alle diese gemeinsame Situation wirklich absolut unterschiedlich erleben, einfach deshalb weil sich der Alltag für manche kaum und für andere extrem geändert hat und weil für jeden so ganz unterschiedliche Dinge sichtbar werden und zwar nicht deshalb, weil die einen so super „positiv“ oder „gestärkt“ sind und die anderen nicht, sondern ganz einfach deshalb, weil die einen in einer ganz anderen Situation stecken, als die anderen. Nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich.

Wie wir zum Beispiel mit „Isolation“ umgehen oder mit den Informationen der „Medien“ ist auch etwas Gelerntes oder zumindest etwas durch die Gewohnheit Geformtes. Gleiches gilt natürlich auch für jeden altäglichen noch so kleinen „Trigger“, der immer absolut persönlich ist.

Bei alle dem, was uns also persönlich auffällt, (als nährend oder aber als sogenannter „Trigger“) ist es immer genau DAS, was WIR FÜR UNS herausfinden sollten!

Es ist genau die Stelle, an der wir gerade aus unseren Kinderschuhen herauswachsen!

In der einfachen Art als: „Ah, das tut mir gut!“, „ah, das mag ich wirklich – hätte ich gar nicht so gedacht“, „da fühle ich mich unwohl“, „das verwirrt mich“, „das wühlt mich auf, da berührt mich etwas“, usw.

Jedes Mal, wenn wir das nämlich etwas (tiefer) sacken lassen, berühren wir uns selbst tiefer.

Jedes Mal, wenn wir das also etwas sacken lassen, reifen wir innerlich.

Als nächstes geht es darum, zu schauen, was wir nun damit machen können, mit dieser Information, dass mich da etwas berührt, mich nährt oder mir Kraft raubt.
Das, was wir daraufhin also wirklich tun – oder weglassen – können, ist meistens etwas sehr einfaches und sehr eindeutiges! Es zeigt sich quasi direkt in dem Moment, in dem du spürst, hier passiert gerade das und das (hier läuft gerade dieses oder jenes Muster, hier prallen gerade zwei unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander, hier platz gerade der Plan, den ich hatte, hier werde ich gerade gar nicht verstanden, usw.)

Wenn du in diesen Augenblicken mit deinem berührbaren Kern in Verbindung bleibst, dann ist DIREKT in diesem Moment ganz klar, was zu tun ist!

Nur wenn du deinem Verstand erlaubst, dich zuerst furchtbar darüber aufzuregen, dass es so ist, wie es ist, verlierst du dich z.B. im Widerstand und verlierst dann den Kontakt mit dem, was tatsächlich in deiner Macht liegt: Dieser Augenblick!!!

DAS ist der absolute Machtbereich den wir definitiv haben!!!

Oft nutzen wir diesen absoluten Machtbereich jedoch gar nicht voll aus, sondern verlieren ihn zu mindest zur Hälfte schon wieder, indem wir uns entweder vor unseren eigenen Erkenntnissen emotional schützen wollen oder sie verurteilen oder aber indem wir uns damit aufhalten, zunächst die anderen (die Politiker, die Gemeinschaft, den Partner, etc.) ins Boot zu holen und uns darüber ärgern, was die tun oder nicht tun, tun sollten oder nicht tun sollten, damit ich es leichter habe oder dieses und jenes nicht fühlen oder sagen oder tun muss.

In diesen Momenten scheint es zwar so, als würden wir in unserer Kraft sein, tatsächlich aber sind wir in unserer Angst und versuchen uns mit der uns zur Verfügung stehenden Strategie lediglich zu schützen.

Wovor?

Vor der Echtheit und Wildheit der Lebendigkeit!

Meistens wählen wir die scheinbare Sicherheit anstatt die absolute Berührbarkeit.

Indem du aber innerlich bei dir bleibst. Still. Und so ganz geerdet herausfindest, was für DICH spürbar wahr ist (und nicht unbedingt „sicher“),…

…indem du für dich eindeutig erkennst, was du wirklicht tun oder lassen kannst und willst, bist du direkt wieder in deiner Kraft – ohne sie zu missbrauchen!  

<3

Verena

Online-Angebote, Einzelarbeit, Retreats, Yoga,…

www.yogalini.de

Der „Nullpunkt“

Der „Nullpunkt“ ist der Moment, wo sich nichts bewegt.

Er ist absolute Stille.

Er ist Stille, ohne zu WISSEN, dass da Stille ist.

Er ist der Punkt, auf dem sich die beiden Kreise der „liegenden Acht“ treffen und kreuzen.

Es ist das „sowohl als auch“ oder „weder noch“.

Als menschliche Wesen bewegen wir uns bewusst immer in der Spannung zwischen zwei Polen: Tag und Nacht, Tun und Ruhen, männlich und weiblich,…

Diese Spannung zwischen den beiden Polen erzeugt das, was wir Lebendigkeit nennen. Es ist wie eine Art Reibung, die wiederum Bewusstsein (Form-Annehmen) erweitert.

In dieser natürlichen Bewegung vom Einen ins Andere, vom Tag in die Nacht, von der Entspannung in die Spannung, ins Angespannt-Sein, ins Verspannt-Sein, ins Kraftvoll-Sein, ins Karftlos-Sein,… …vom Einatmen ins Austamen, durchschreiten wir natürlicher Weise immer auch diesen „Nullpunkt“. Wir gehen durch dieses „enge Nadelöhr“ hinein in das jeweils Andere. Meist passiert das unbemerkt, denn unser Ich-Bewusstsein empfindet sich lediglich in dem, was es als „etwas“ beschreiben kann. Also wir sind entweder müde oder wach, entweder zufrieden oder unzufrieden, entweder wir arbeiten oder wir haben „frei“ usw. Der „Nullpunkt“ aber ist nichts von alle dem. Gleichzeitig ist er der Verbindungspunkt von allem, was ist. Was hier wegfällt, ist die Identifizierung, das Erkennen, als Etwas. Es ist der Seins-Moment, der nicht der Zeit unterliegt. Er ist außerhalb von Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Er ist nichts, was wir kennen könnten. Dennoch befindet sich dieser Moment, diese Qualität quasi „in“ uns. Denn wir sind als „mehrdimensionale“ Wesen vieles 😉

Als menschliches „Ich“ empfinden wir derartige Wechsel oft als anstregend. Manchmal können wir die Kurve nicht recht kriegen, wenn wir lange Zeit sehr fokussiert waren, auf einmal loszulassen. Wir sind innerlich dann eben noch so lange mit dem beschäftigt, was sich in uns bewegt, wie es eben dauert… Manchmal erleben wir dies als unangenehm, weil ein Teil von uns (eine Meinung, ein konditioniertes Wissen) meint, dass wir jetzt doch lieber entspannen sollten oder loslassen oder keine Gedanken haben oder diesen Augenblick genießen oder was auch immer.

Die Art, wie sich Leben bewegt und wie sich natürliche Wechsel und Wandlungsprozesse (die Pubertät, eine Schwangerschaft, persönliche Entwicklungen, Veränderungen in Beziehungen, der Wechsel der Jahreszeiten, der Wechsel in eine neue Lebensphase hinein, die Wechseljahre,…) gestalten und Form annehmen, ist nichts, was „WIR“ tatsächlich planen könnten. Vielmehr folgt es einem „inneren“ Rhythmus, der eben natürlich ist, während das, was wir mit unserem Verstand begreifen, etwas ist, was wir uns gewissermaßen ausdenken – selbst wenn es sehr logisch oder innovativ klingt.

Wenn wir in Augenblicken wirklich WAHRHAFTIGKEIT ausspechen, dann liegt das in der Regel nicht daran, dass wir so gut Bescheid wissen, sondern daran, dass wir (ohne zu wissen) dem Moment Ausdruck verleihen, OHNE die Sicherheitsvorkehrungen von „was denkt der andere“ usw. Es ist dann vielmehr ein Authentisch-Sein, das spürbar ausdrückt, dass es hier nicht um generelle Wahrheiten geht, sondern um Echtheit und Berührbarkeit. Und das ist immer IM WANDEL.

Tatsächlich können wir gewissermaßen lernen, mit der Unkontrollierbarkeit des Wandels mitzugehen und somit als „ICH“ („ich weiß“) immer wieder zu sterben. Denn je öfter wir sozusagen mitgehen (statt 300 Eiertänze drum herum zu machen), desto weniger erschreckend wird die Unkotrollierbarkeit. Es ist dann fast so, als könnten wir uns im Nicht-Wissen dieses Augenblickes unendlich sicher fühlen.

Wenn dich diese Thematik anspricht und du ein bisschen Lust auf lebendige Erfahrung und Forschungsarbeit hast, dann ist das „Karfreitags-Special“ vielleicht etwas für dich!?

Denn das, was uns die Geschichte von Jesus da bildhaft vor die Füße setzt ist im Grunde nichts anderes. Es ist das Sterben von Vorstellungen. Es ist ein Nicht-Gesehen und Nicht-Verstanden-Sein, ein allein und all-EIN Sein.

Es geht um Transformation, um die dunkelste Stunde und um wahrhaftes, physisches Sterben.

Am Karfreitag wird es eine Yogastunde rund um dieses Thema mit mir geben. Wenn du dabei sein möchtest, brauchst du eine Yogamatte, ein kleines Kissen, eine Decke und einen Schal oder einen Gürtel.

Nach dem Live-Event wird es (am nächsten Tag) eine Aufzeichnung davon geben und auch ein Impuls-Audio. Mit beidem kannst du noch einen Monat lang üben.

Hier findest du den Link zum Event:

https://elopage.com/s/Yogalini/Karfreitags-Sepecial

Das Event ist auch Teil der Community:

https://elopage.com/s/Yogalini/wohnzimmer-yoga-community

Freu mich auf eine spannende Reise <3

Verena

Yoga ALLEINE üben…


Liebe Yogis und Yoginis!

ONLINE-Yoga (oder Yoga ganz ohne Lehrer und ohne Online)

erscheint

im ersten Augenblick vielleicht als eine blassere Variante von Yoga.

Insbesondere dann, wenn du gewohnt bist, zusammen mit mir (oder einer anderen Lehrerin) und anderen Teilnehmern lebendig in dem geschützen Rahmen eines schönen Yogastudios oder Retreatcenters zu üben.

Tatsächlich ist es aber eher wie der Moment, wo wir von Zuhause ausziehen und unser eigenes Leben beginnen…

Tatsächlich ist diese nun ausschließlich mögliche Art

 alleine Yoga

zu praktizieren, eine Art „Schups“ auf den nächsten, natürlichen Schritt deines ganz gewöhnlichen Reifens!!!

Es ist eine (vom evolutionären Standpunkt aus betrachtet) perfekt geformte Form, um in deine SELBSTermächtigung hineinzuwachsen, anstatt unter der Glocke von „ich schaue nicht hin“, „ich mache, was alle machen“ oder „ich weiß genau was richtig und falsch ist“ FEST zu stecken.

Durch den globalen Rückzug werden viele Dinge sichtbar, die zuvor leichter übersehen werden konnten.
Neben globalen Themen, sind das für dich persönlich auch einfach Fragen nach:

Was ist wirklich WERTvoll für mich?

Was habe ich tatsächlich in meiner Hand?

Wie komme ich spürbar und erlebbar in meine Ruhe und Kraft?

Wenn du dies nämlich wirklich lebendig und für dich spürbar beantworten und nutzen möchtest, dann bist du (immer schon) auf dich alleine gestellt. Denn dies formt sich ja IN Dir!

Es geht jetzt nicht darum, dass es so aussieht, als hättest du alles unter Kontrolle oder als wärest du zufrieden, sondern mehr denn je darum, wie es sich für dich im Inneren darstellt und was du mit dem machst, was sich in deinem Innern zeigt.

„Mehr denn je“ heißt: Es kommt einfach mehr Licht rein.
So wie immer Sommer einfach mehr Licht und Wärme durchdringt.

Im Bezug auf deine Yogapraxis wirst du jetzt vielleicht deutlicher mit deinem „inneren Schweinehund“ konfrontiert oder mit deinem Ehrgeiz, mit deiner Ungeduld, mit deiner Unsicherheit, mit deinem Bedürfnis nach Entertainment oder dem Wunsch Verantwortung abzugeben oder der Angst Kontrolle zu verlieren,…

Was immer es auch sein mag, JETZT ist die Chance daran zu reifen!

Dabei geht es nicht darum, es „richtig“ zu machen!!!

Es geht NICHT um Bewertung: „Oh, ich kann mich gar nicht beruhigen“ oder „Ich kann mich gar nicht aufraffen“ oder „Ich mache immer alles zu schnell“ oder was auch immer.

Es geht um ein VÖLLIG neues Verständnis dieser ALTEN Bewertungsstrukturen, Sicherheiten und Muster!

Etwas klarer zu SEHEN ist etwas anderes, als es zu bewerten!

Etwas zu SEHEN, ist es zu fühlen, wie es IST.

Das hat auch überhaupt nichts mit dem verstandesmäßigen Einordnen zu tun. All das (Einordnen und Bewerten) sind die alten Programme der Angst.
Diese sind uns jedoch so sehr vertraut, dass wir sie gar nicht mehr als Angst wahrnehmen, sondern eher als natürlich oder sogar als „waches Bewusstsein“. Erst bei genauerem Hinsehen wird (vielleicht) deutlich, dass darunter die Angst liegt, „nur“ ein Teil eines riesigen Geflechtes der gesamten Lebendigkeit zu sein, hilflos zu sein, fehlerhaft zu sein,…

Wir haben nicht gelernt mit unserer „Fehlerhaftigkeit“ sanftmütig zu sein. Entweder verleugnen wir sie oder wir beurteilen und verurteilen uns dafür.

Jedes Urteil ist immer Trennung. Jede Angst ist immer Trennung.

Unserem Wesen nach sind wir jedoch mit allem verbunden. Und genau das ist es auch, was wir uns tief im Inneren wünschen: Verbundenheit.
Und zwar keine oberflächliche Verbundenheit, weil wir vielleicht das gleiche „Hobby“ haben, sondern tiefe Verbundenheit, in der wir so sein können wie wir sind.
Und in der wir den anderen/die andere so sein lassen könne, wie er/sie ist.

Das ist klares SEHEN!

Um „dahin“ zu kommen, bedarf es einer Art KONFRONTATION mit der Lebendigkeit in uns, statt den Fokus auf gewohnte Abläufe, Strukturen und Werte (in der Art: „Das ist doch klar, dass das so und so richtig ist“) zu haben.
Diese Konfrontation ist eine, die innerlich bei jedem intim, individuell und sehr persönlich ablaufen muss, WEIL sie wahrhaftig ist.
Kinder kennen Wachstumsschmerzen. Wir kennen emotionale Schmerzen. Es ist ein bisschen wie das „Aufplatzen“ einer zu klein gewordenen Haut. Es ist natürlich, dass wir etwas betrauern, was lange zu uns gehört hat. Aber sicher kennst du das auch, dass oft im Nachhinein sichtbar wird, wie etwas „insgesamt“ gut und förderlich war, WEIL du es genutzt hast! Obwohl es zu Beginn schwierig war.

Weißt du, was ich meine?

Es geht dabei nicht darum, alles „positiv“ zu sehen, sondern darum, es weise zu nutzen!


Was bist du wirklich?


Was bedeutet Lebendigkeit für dich?


Was willst du erleben?


Was berührt dich wirklich?

Falls es dich interessiert hier noch der Link zu meinen Online-Angeboten:

http://www.yogalini.de/Online%20Angebote.html

https://elopage.com/s/Yogalini/wandel-und-aufloesung-alter-ueberlebter-strukturen

Zuhause YOGA üben…

Wie geht es DIR?

Wie erlebst DU – persönlich, intim, in Dir – diese Zeit?

Sehr plötzlich, sehr viel freie Zeit oder sehr plötzlich sehr viel zu tun, anders zu organisieren und irgendwie kaum Raum für inneres Sortieren und Innenkehr?

Wie gehst du um mit den verschiedenen Meinungen, die quasi „im Raum“ schweben (oder aus den verschiedenen Medien und über andere Menschen an dich herangetragen werden)?

Welches innere Muster springt an, in Dir?

Sich „schützen“?

Es wissen wollen?

Wo suchst du nach Antworten?

Wo verarbeitest du die Informationen, die (ganz speziell) DICH erreichen?

Verarbeitest du hauptsächlich im Kopf? Mit der Logik?

Reagiert dein Körper?

Dein Emotionalkörper?

Dein Herz?

Erkennst du (wirklich), wenn es deine Herzensebene berührt?

Viele Fragen – JA!

Weißt du was der Schatz dieser aktuellen Zeit ist? Du kannst sehr genau beobachten, was dein ganz spezieller „Trigger“ ist.

Je nachdem, in welcher sehr individuellen Situation DU dich gerade bewegst, sie macht DIR (und es geht in diesem Falle wirklich alleine um dich) sehr deutlich, wo du „wund“ bist.

Ich glaube so sehr an dich, dass ich auch glaube, dass du, wenn du nicht mit der ersten Verstandesreaktion, sondern mit ein bisschen Ruhe dorthin schaust, auch genau weißt, was es braucht, damit diese „Wunde“ heilen kann!

Eine Sache, die dir auf JEDEN Fall dabei hilft, ist die Unterscheidung zwischen den alten Mustern und dem frischen Erleben dieses Augenblicks.

Dabei können „alte Muster“ auch als super „heilige Ideen“ daher kommen, als „Augen zu und durch“ oder als „durchschauende Weisheit“.

Alles, was du schon weißt, passiert nicht JETZT!

Alles, was du be-urteilst, ist nicht mehr lebendig.

Um das „Jetzt“ zu entdecken, musst du „lauschen“, „spüren“, „im Körper sein“, fühlen, riechen, atmen…

Das Jetzt ist bewegt!

Das ist DAS, was wir im Yoga machen!

Es scheint so, als stärken wir den Rücken und den Bauch, halten die Wirbelsäule und die Hüfte beweglich, entspannen den Kiefer, Atmen bewusst,…

Erinnerst du dich an das Gefühl deines gesamten Wesens nach der Endentspannung?

Dein Körper fühlt sich 3 cm größer an. Alles ist an seinem Platz. Jeder Schritt ist ein fester und leichter zugleich. Dein Kopf ist frei und dein Herz offen.

Das ist nicht passiert, weil du die Bauchmuskelübung lang genug gehalten hast. Es ist passiert, weil du innerlich anwesend warst, während du deinen Köper erforscht und mit ihm gearbeitet hast!

Du warst HIER!

IM Körpererleben!

Das Körpererleben ist wie eine Tür hinein in die Verbundenheit mit allem anderen:

Mit der Lebendigkeit als solche, mit der Gesamtheit des Lebens, mit der Stimmung um dich herum, mit deinen echten inneren Bedürfnissen und mit der Berührbarkeit der anderen!

All das passiert HIER!

Nicht, wenn du im Kopf stecken bleibst.

Der Kopf darf mitsprechen! Aber lass auch deinen Körper und deine Berührbarkeit sprechen. LAUT!

Die Chance, die sich nun auf tut ist folgende:

Es ist nun an DIR, deine eigene Selbstermächtigung zu nähren!

Wie immer (also wie vor Corona) kannst du dir verschiedene Inspirationen holen. Du kannst hier hin hören (innerlich oder äußerlich) oder dort hin – oder du kannst weghören.

(Frage dich: Weswegen hörst du genau dort hin, wohin du hörst? Was gibt es da für dich? Was wird hier genährt?)

JETZT ist es mehr denn je DEINE Verantwortung, dich zu entscheiden: Tust du dies oder das mit deiner (vielleicht weniger oder mehr erscheinenden) Zeit.

Schaust du hier nach oder dort.

Sagst du „ja“ oder „nein“.

Folgst du deinem inneren Drängen oder nicht?

Wie gehst du mit dem um, was sich dir jetzt zeigt?

Das ist im Grunde die selbe Frage, die sich dir stellt, wenn du in einer Asana bist:

Fühlst du deinen Körper, während du diese Haltung hältst? Oder wartetst du darauf, dass die Yogalehrerin dir sagt, was als nächstes kommt?

Erlaubst du dir deine körperliche Kraft zu entdecken und sie zu nutzen oder hältst du dich zurück?

Erwartest du mehr von dir, als dein Körper geben kann? Übergehst du dein Körpergefühl und agierst lediglich aus einer Idee heraus? Aus einem Ziel heraus?

Kannst du dich auf die Einfachhheit des Atemflusses einlassen? Wirklich einlassen? Oder denkst du ihn nur?

Oder ister dir zu langweilig?

Es geht hier NICHT um Bewertung! Ob du es „gut“ oder „richtig“ machst!!! Es geht hier im Besonderen darum, dass DEIN Zugang zu dir, dein Umgang mit dir, dein Erleben, auf einmal eine besondere Stellung bekommt. HIER ist deine Macht! HIER entscheidet sich nämlich, WIE der Moment FORM annimmt.

Das ist das Wesen von Yoga!

JETZT! ist die perfekte Zeit das zu vertiefen. In jeder Begegnung mit dir, der vollen Spühlmaschine, deinen Kindern, dem Sonnenschein oder deiner leeren Wohnung. Im Alleinsein, im Trubel von Familie und Arbeit. Im Nichts-zu-Tun-haben und Gedankenkreisen, in der Stille, im Loslassen, im unstrukturiert-Sein, im Frei-Sein, im Erleben von Zwängen, im Erleben von Angst,

…und natürlich wenn du Yoga-Asanas praktizierst!

Wenn du durch den Wald läufst.

Wenn dir die Sonne ins Gesicht scheint.

Oder wenn du beginnst Atemübungen zu machen!!!

Die meisten, die das lesen, wissen, dass es einige youtube videos von mir kostenlos anzuschauen gibt. Neu ist mein Online-Programm. Das kannst du nutzen, wenn dich meine Art zu unterrichten anspricht. Es gibt ein monatliches Abo (monatlich kündbar) oder (zusätzlich) das Paket: „Wandlung und Auflösung von alten, überlebten Strukturen“. Beide Möglichkeiten enthalten Yogastunden, aber auch Texte, Fragen und Audios. Beides kann dich insprieren deinen FOKUS zu halten. Und DANN geht es aber darum, deinen ureignen Weg damit zu finden. Dein „Licht“ im Innern. Und vorallem den Weg durch das Dickicht in dieses Licht. Immer wieder und wieder und wieder und wieder. NEU!

Und zwar ganz unabhängig davon, ob du morgen wieder ganz „normal“ (was ist eigentlich genau „normal“?) zur Arbeit gehst oder nicht. Völlig unabhängig davon, wieviel Geld du auf dem Konto hast oder nicht hast. Völlig unabhängig davon, ob du morgen krank im Bett liegst und dein Fokus HIER gebraucht wird oder ob du morgen ein völlig neues, nie geplantes Projekt startest und dein Fokus HIER gebraucht wird. Völlig egal, ob du dich frisch verliebst und dein Fokus HIER gebraucht wird (weil es dann NOCH tiefer und nährender ist) oder ob du dich gerade von deinem Partner trennst und dein Fokus HIER gebraucht wird, weil du jetzt Klarheit benötigst und Kraft und Liebe für den Prozess des Trauerns und Verarbeitens.

Diese innere Verwurzelung in deiner Wahrhaftigkeit (statt im Suchen, in der Verwirrung oder in der Verteidigung bestimmter Meinungen) nährt dich, EGAL was morgen passiert!!!

<3

Wenn du dich für meine Online-Angebote interessierst:

http://www.yogalini.de/Online%20Angebote.html