Als Menschen haben wir verschiedene Frequenzen zur Verfügung …

Alles, was wir sagen, sprechen wir in einer bestimmten Energie/Frequenz.

Und auch das, was wir wahrnehmen, nehmen wir entsprechend der Qualität wahr, von wo aus wir eben gerade „hören“:
Das mag die Frequenz der Angst sein, die oft dann am präsentesten (aber eben auch am wenigsten sichtbar ist), wenn wir uns am sichersten fühlen. Denn warum fühlen wir uns gerade so sicher? Weil wir glauben, in diesem Moment alles unter Kontrolle zu haben. Wir scheinen genau zu wissen, was in diesem Moment passiert und ebenso wissen wir, wie wir uns hier zu verhalten haben, damit wir „sicher“ und „erfolgreich“ aus dieser Situation heraus kommen: Verstanden und Anerkannt.

So spricht oft die Frequenz des Verstandes mit seinen konditionierten Mustern und unbewussten Strukturen. Nicht, dass diese Frequenz irgendwie minderwertig wäre. Sie ist wunderbar. Sie ist eben eine Frequenz, die zum Mensch-Sein dazu gehört. Sie ermöglicht uns unglaublich viel, nämlich das systemische Begreifen innerhalb von Raum und Zeit.

Aber es ist nicht die einzige Qualität menschlichen Seins. Und: natürlich können wir unseren Verstand auch nutzen, mit weniger aktiver Angst-Energie.

In der Regel aber ist uns die Angst-Energie nicht einmal wirklich bewusst. Wir lernen sie erst dadurch mehr und mehr kennen, wenn wir Momente mit weniger Angst erleben. Momente, in denen wir auf einmal in der Lage sind, klar zu sehen und dabei nicht zu bewerten. Statt dessen tut sich ein weiter Raum auf, in dem alles gesehen ist und gleichzeitig vollkommen akzeptiert und angenommen. Es ist ein anderes Gefühl von „Liebe“, als wir es normalerweise vermuten…

Das ist die Frequenz des Herzraumes, die aufgrund ihrer unfassbaren Sanftheit und Weite gar nichts einordenen muss…

Es ist in etwa, wie das ändern der Frequenz am Radio!

Um uns auf die verschiedenen Frequenzen mehr oder weniger bewusst einstimmen zu können, müssen wir sie zuerst mehr und mehr kennenlernen!

Wenn wir Mantren hören (oder singen), dann rückt unser konditionierter Verstand allein schon wegen der anderen Sprache, die ja nicht unsere Alltagssprache ist, ein bisschen in den Hintergrund.

Und das Melodische spricht ebenfalls einen ganz bestimmten Teil unsers Seins an: Es ist die Qualität des „Fließen lassens“, der Hingabe, der fließenden Bewegung, statt der Statik des „so und so ist es“.

Die „Energie“ der Mantren ist immer lichtvoll. Sie beziehen sich niemals auf die alltäglichen Kleinlichkeiten des Mensch-Seins, diese oder jene Situation, sondern immer auf das, was jenseits dieser Kleinlichkeiten auch noch präsent ist.

Beim Hören und Singen von Kirtan, nähren wir also diese Qualität, die immer auch schon in uns schwingt, die wir aber im Gewusel des Alltags so leicht übersehen und überhören.

Am 17.05. (Freitag) ist es wieder soweit:
Es gibt eine weitere Yogastunde mit live Musik (Mirko Mitschele) und mir, mit anschließendem gemeinsamen Singen
im Yogaloft Kirchheim 18:00- ca. 21:00 Uhr

Verbindliche Anmeldung bis zum 15.04. 35,-€ danach 40,-€

Ich freue mich auf einen wunderbaren Abend mit euch

Das Geheimnis der Rishikesh-Reihe

Heute erfährtst du etwas über meine ganz persönliche Erfahrung mit dieser Reihe. Es hat mit der Dimension zu tun, die trotz aller Unterschiedlichkeit von Erfahrung immer gleich bleibt. Aber dazu später mehr.

Die Rishikesh-Reihe ist das „Basis-Gerüst“ mit dem in der Sivananda-Tradition Asanas praktiziert werden.

Nach dem Ankommen (des Bewusstseins im Körper und damit HIER in diesem Moment) und dem „Aufwärmen“, ist die erste richtige Haltung der Rishikesh-Reihe: Der Kopfstand.

Für alle, die den Kopfstand körperlich nicht ausführen können, schreibe ich später etwas zu Alternativen.

Der Kopfstand aktiviert die „Verbindungstelle“ zwischen menschlichem Bewusstsein und dem „göttlichen Funken“ in uns, denn er spricht das Sahasrara Chakra an. Das Sahasrara Chakra ist das „Tor“ zu der Dimension, in der all die scheinbaren Trennungen, die wir als menschliche Wesen erleben, all die Einteilungen in „ich“ und „du“, „richtig“ und „falsch“, „voll“ und „leer“, „Mann“ und „Frau“,… …in ihrer Scheinbarkeit offensichtlich werden.

Eigentlich beginnt dieses „Sehen“ bereits im Herzraum (Anahata-Chakra) und ist eine ganz natürliche Entwicklung menschlicher Evolution. Eine Evolution des Bewusstseins, die natürlich in all unseren Handlungen Form annimmt.

Diese Entwicklung nimmt u.a. Form an durch das Erwachen der sogenannten „Kundalini-Kraft“. Dieses Wort und die damit verbundenen Erklärungen sind jedoch nur EINE bestimmte Weise, diese natürliche Entwicklung zu beschreiben und zu erklären. Letztlich gibt es unendlich viele Ausdrucksmöglichkeiten. Und natürlich einige, die überhaupt keiner yogischen Begriffe bedürfen. In diesem Sinne sind natürlich auch keine Asanas (Yogahaltungen) von Nöten, um hier irgendwie vorwärts zu kommen. So wie in einem Garten die verschiedensten Sträucher, Bäume, Gräser, Blumen und „Nutzpflanzen“ wachsen, ist auch Yoga lediglich eine Form von unendlich vielen Ausdrucksmöglichkeiten des Lebens selbst.

Wenn du dich jedoch aus irgendeinem Grund von Yoga und der Arbeit mit dem Körper angezogen fühlst, dann ist jede einzelne Yogahaltung wie eine Tür.

Der Kopfstand ist nun die Tür, die dich mit deinem „höheren Selbst“ verbindet. Also mit dem, was „Oberhalb“ der Kleinlichkeit des menschlichen Geistes existiert. Mit all dem, was hinausgeht über die Ideen von „richtig“ und „falsch“. Mit all dem, was jenseits von diesem oder jenem so wunderbar und detailliert dargelegten (emanzipierten, menschlichen, politischen, wirtschaftlichen, religiösen, spirituellen,…) Konzept IST. Insofern ist es sogar ein Hinausgehen über jede Form von Erfahrung, die du als „Ich“ machen kannst.

Es ist die Tür, die menschliches und „göttliches“ miteinander verbindet.

Während deine Wurzel (das Muladhara Chakra) dich verbindet mit der „Tiefe“ von Menschlichkeit. Diese hebt sich deutlich ab von der Qualität des Tieres oder der Pflanzenwelt. Gleichzeitig verbindet dich dieses Chakra (diese Qualität) mit der gesamten Qualität von Erde. Die Erde hat eine gewisse Schwingung und „Energiequalität“ – die sich natürlich auch entwickelt. Du bist über das Wurzelchakra mit der Energie der Erde verbunden. Die Energie der Erde ist u.a. die Qualität des Form-Annehmens.

Das Wurzelchakra ist am unteren Ende der Wirbelsäule. Wenn wir aufgerichtet sind, fließt Energie durch uns hindurch. Die Energie der Erde UND die Energie des „Himmels“. Deswegen ist das Thema der Aufrichtung nicht unbedeutend.

Das Wurzelchakra wird insbesondere durch den Muskel- (und Energie-) Verschluss der Beckenbodenmuskulatur aktiviert. Letztlich aber geht es natürlich nicht um irgendeine Muskel- oder Körperbewegung, sondern um diese besondere Qualität von Bewusstsein, die jedoch zugänglich wird, durch den Körper (die Form).

Die Rishikesh-Reihe legt also den Fokus auf die Ebene, die die Form belebt – nicht auf die Form selbst. Deswegen fangen wir mit dem Kopfstand an.

Im Alltag sind wir so vielen Eindrücken und Einflüssen ausgeliefert: Persönliche Sichtweisen, Recht-haben-wollen, die Idee, sich verteidigen oder schützen zu müssen,… all das ist ebenso an der Tagesordnung, wie das blinde Ausgeliefert-Sein an diese Haltegriffe und psychischen Muster.

Aus diesem Grund beginnt die Rishikesh-Reihe als erstes mit der Öffnung der Dimension, in der alles bereits voll ist: Reines, lebendiges Potential!

Die Dimension, die „über“ der Menschlichkeit Form annimmt, ist ebenfalls bewegt und hat durchaus unterschiedliche Formen. Jedoch gibt es Getrenntheit nicht auf die selbe Weise wie wir es menschlich erfahren. Demenstsprechend gibt es auch kein „gegen“ und keinen Grund das „Eigene“ darzustellen und vom anderen abzuheben. Es gibt keine Form von „Krieg“.

Menschliches Sein jedoch bewegt sich in der Dualität. Wir lernen den Unterschied zwischen „Krieg“ und „nicht Krieg“, also haben wir beides. Und deshalb sind wir verbunden mit dem „Himmel“ und der Erde.

Das Kronenchakra wird nun nicht alleine im Kopfstand aktiviert, sondern beispielsweise auch in der Meditation, bzw. ganz natürlich, wenn die „Zeit“ reif dafür ist. So gesehen ist keine einzige Asana nötig. Oftmals ist der Weg über den Körper jedoch ein hilfreicher, angenehmer oder irgendwie anziehender, um sich überhaupt bewusst wahrzunehmen und ein Gefühl für die unterschiedlichen Qualitäten von Bewusstsein zu entdecken.

Weiterhin kann die Energie des Kopfstandes sogar aktiviert werden, indem wir uns vorstellen, wie es sich (körperlich) anfühlt, in den Kopfstand hineinzugehen und in ihm zu SEIN. Wir arbeiten dann tatsächlich mit unserem Energiekörper, der dem physischen Körper wie einem Abbild gleicht.

Nach dem Kopfstand, folgt der Schulterstand, der die Kehle aktiviert. Die Kehle steht für den RAUM, so dass Form-Annehmen überhaupt möglich wird. Mit der Kehle entstehen also alle Richtungen. Diese beinhalten alle möglichen Formen. In diesem Sinne ist alles erlaubt! Alles dient der lebendigen Erforschung von Menschlichkeit!!! Egal wie angenehm oder unangenehm es auch erscheinen mag.

Sarvangasana (Schulterstand) heißt übersetzt: Die Stellung aller Teile! Die Stellung hilft dir ganz natürlich, all deine Teile anzuerkennen.

Der Pflug verstärkt diese Energie. Du ziehst dich wie eine Schnecke in dein Innerstes zurück.

Das Annehmen aller Teil ist der Ausdruck von reiner Liebe. Liebe urteilt nicht. Sie sieht völlig klar. Jede Form.

Das ist die Qualität, die im Herzraum Form annimmt. Die Asana, die diesen Bereich körperlich und energetisch anspricht, ist der Fisch – Matsyendrasana.

Es folgt die Vorbeuge, die (nach dem öffnen des Herzens) alle menschlichen Aspekte (alle Chakren) miteinander verbindet und bis zur Wurzel arbeitet. Die Vorbeuge ist wie eine Art „Kreis“ (Atemkreislauf).

Die Vorbeuge ist außerdem Ausdruck der Hingabe angesichts dieser unbeschreiblichen Ganzheit.

Nach der Vorbeuge kommt die Kobra, die bereits in der Dualität arbeitet. Einerseits verstärkt sie die Wurzel (Beckenboden-Mulabhanda), andererseits öffnet sie Herz und Geist.

Die Heuschrecke legt den Fokus auf die Wurzel. Jetzt sind wir auf der Erde angekommen.

Der Bogen verbindet – nachdem wir auf der Erde angekommen sind – erneut alle Chakren miteinander.

Im Drehsitz fließt die Energie schließlich von der Erde aus wieder nach oben. Gleichzeitg werden hier beide (körperlichen) Seiten (beide Pole – Dualität) miteinander verbunden…

Energetisch kann die Reihe hier aufhören.

Es gibt eine lustige Geschichte, die besagt, dass der Kopfstand ursprünglich am Ende der Übungsreihe – bzw. nach dem Drehsitz (Ardha Matsyendrasana ) – stand. Da aber einige Schüler, dieser doch etwas „herausfordernden Stellung“ entgehen wollten und den Unterricht gerne etwas früher verließen, wurde sie kurzerhand an den Anfang der Reihe gesetzt ;- )

Ich schreibe dies extra dazu, weil ich nicht glaube, dass es irgendeinen Sinn macht, auf irgendeine Erklärung zu bestehen!!! Letztlich geht es um NICHTS! In jedem Fall geht es nicht darum, dass du in einer bestimmten Reihenfolge übst, die Haltungen „richtig“ machst oder irgendeine bestimmte Erfahrung machst! Alle Erfahrungen dienen dir gleichermaßen. Auch die, dass egal welche tolle Erklärung du hörst, du trotzdem nur mit deinem Körper (und damit mit deinen Möglichkeiten und Grenzen) arbeiten kannst. Möglicherweise machst du also sehr lange einfach irgendwelche Basis-Haltungen, um Stabilität zu erlangen. Und möglicherweise kommen deine „tiefsten“ Erkenntnisse auch ganz unbahängig von irgendwelchen Yogahaltungen in deinem Alltag mit (oder ohne) Mann und Kind…

Verstehst du was ich meine?

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren <3

Von Herzen

Verena

Wer mehr von mir hören oder lesen magst findest du mich in Kirchheim Teck und auf youtube

Was passiert, wenn wir den Kopf ablegen?

Jede Asana (jede Körperhaltung), die wir einnehmen, entspricht einer bestimmten Qualität. Das passiert ganz automatisch, ohne dass wir irgendetwas dafür tun müssten, denn unser Körper ist ganz natürlich Ausdruck von Lebendigkeit. Wir spüren das zum Beispiel wenn aufgeregt sind und ein mulmiges Gefühl im Bauch haben oder wenn unsere Augen müde sind und wir nicht mehr konzentriert nach außen schauen wollen…

Das heißt: Unser Körper zeigt uns gewissermaßen, was „innerlich“ gerade so abgeht. Er zeigt uns wieviel Kraft gerade zur Verfügung steht, er zeigt uns unsere wunden oder weichen Stellen…

Das heißt aber auch, dass – wenn wir anfangen unseren Körper zu bewegen – auch unsere inneren Strukturen mitbewegt werden. Wir stärken also beispielsweise unsere Basis (unseren Beckenboden) und damit berühren wir u.a. auch das Thema unseres Urvertrauens. Oder wir dehnen und öffnen vorsichtig (körperliche) Bereiche, die vielleicht seit langer Zeit hart und zusammengezogen waren und damit rühren wir ganz automatisch auch unsere eigene Berührbarkeit an.

Unser Körper ist Ausdruck unserer Schutz-, Flucht-, und Kampfreflexe – und all diese werden angesprochen, sobald wir mit einem körperlichen „Schmerz“ konfrontiert werden (damit arbeiten wir zum Beispiel in den passiven Yin-Haltungen ganz bewusst).

Was passiert nun, wenn wir unseren Kopf ablegen?

In den letzten Jahrzehnten hat sich das menschliche Denken zu einem immer schärferen Werkzeug herausgebildet. Und das ist wunderbar! Wir haben gelernt, uns unseres eigenen Verstandes mehr und mehr zu bedienen. Wobei man jedoch ehrlicherweise sagen muss, dass wir sehr, sehr oft eher die Gedanken (und Traditionen (auch spirituelle Traditionen)) von anderen denken, anstatt wirklich unseren eigenen Verstand zu benutzen. Ein Grund dafür ist sicherlich der, dass wir uns wenig Raum und Zeit nehmen, genauer Hinzuschauen! Oftmals scheinen wir so sehr beschäftigt, dass es notwendig ist, in Automatismen zu verfallen, anstatt Energie aufzuwenden, wirklich neu zu schauen – und dann vielleicht eben auch mal zuzugeben, dass man falsch lag oder es mittlerweile anders sieht oder dass man noch gar nicht so genau weiß, was man eigentlich darüber denkt!

Da ich menschliches Sein als ein sehr „komplexes Gebilde“ verstehe, sehe ich das Denken als einen wertvollen Teil dieses Seins – aber eben nicht als den einzigen.

Wenn ein Bereich lange Zeit intensive Aufmerksamkeit bekommt und dadurch wächst und sich ausbildet, kommt es vor, dass andere Bereiche zu kurz kommen und irgendwann ein enormes Ungleichgewicht entsteht. In der Regel gleicht das Leben das irgendwann ganz automatisch aus. Denn unser menschliches Leben formt sich gerade durch die Spannung (mindestens) zweier Pole.

Die Ganzheit wird erst sichtbar und erfahrbar durch das Gegenteil. Wir lernen über die Liebe u.a. dadurch, dass wir erfahren, wie sich die Abwesenheit von Liebe anfühlt…

Zum menschlichen Sein gehört neben dem notwendigen gedanklichen Erfassen von Lebendigkeit auch das körperliche Erleben von Kraft, Kraftlosigkeit, Anspannung, Entspannung, Weichheit, Verletzlichkeit, Sinnlichkeit, Genuss, Schmerz,…

…ebenso wie das emotionale Erleben von Lebendigkeit. Und auch „feinere“ Ebenen von Energie sind durchaus individuell und real erlebbar.

Wenn wir unseren Fokus lange Zeit im Kopf haben, kommt es vor, dass wir uns dort verhaspeln. Dann brauchen wir ein bisschen Aus-Zeit um wieder neu und weit denken zu können. Dabei kann uns u.a. der Körper und Körperarbeit dienlich sein.

Manchmal ist es hilfreich, ganz neue gedankliche Inspirationen einzuholen, um einen neuen Blick zu bekommen.

Manchmal ist es heilsam, die komplette Geschichte mal für einen Moment loszulassen und gar nichts wissen zu müssen und stattdessen mit der Erleichterung des nicht-Wissen-müssens zu sein (die u.U. vielleicht auch zunächst erst einmal als furchterregend erlebt wird – denn oftmals identifizieren wir uns wirklich komplett mit unseren Gedanken über uns und eine bestimmte Situation. Deswegen haben wir auch oft das Gefühl, genau diese Sichtweise verteidigen zu müssen).

Was passiert aber, wenn wir unsere Sicht komplett anerkennen und gleichzeitig offen dafür sind, dass diese Sicht nicht alles ist?

Sondern nur eine Sichtweise.

Was passiert?

Wenn wir uns einen Moment Zeit nehmen, mal ganz authentisch und selbstständig nachzuforschen, werden wir herausfinden, dass Gedanken zunächst ungefragt erscheinen. Auch wenn sich Gedanken also quasi durch uns ausdrücken, so erscheinen sie doch zunächst ungefragt (in uns). Wir sind also nicht diese (tollen oder schrecklichen) Gedanken. Wir könnten auch ganz anders darüber denken…

Tun wir aber nicht.

Egal warum, wir gerade genau dieses hier für bedeutsam halten, – HIER entfaltet sich gerade diese Form.

Und wir sind Ausdruck dieser Form und gleichzeitig Beobachter dieses Ausdrucks.

Im Anschluss an das Auftauchen eines Gedankens, legt sich das Bewusstsein mehr oder weniger darauf (d.h. der Gedanke wird uns mehr oder weniger bewusst oder eben nicht bewusst) und zusätzlich wird dieser Gedanken mehr oder weniger für wahr gehalten – oder für weiter erforschungsbedürftig erachtet. Gleichzeitig mit dem Gedanken (bzw. kurz darauf) zeigt sich dann auch ein entsprechendes Gefühl zu jenem Gedanken. Dieses veranlasst uns direkt zu einer Reaktion, der – je nach innerer Struktur – blind gefolgt wird oder die mit mehr oder weniger Spielraum erforscht wird.

Wenn wir unseren Kopf jetzt ablegen, passiert etwas in unserem Körper- und Nervensystem. Denn wir legen den Teil ab, mit dem wir uns zumeist indentifizieren. Ohne, dass wir irgendetwas dafür tun müssten, entspannt etwas in unserem System. Und das kannst du ganz einfach selbst überprüfen:

Leg deinen Kopf einmal vor dir auf den Boden ab.

Was passiert?

Was passiert, wenn du gar nicht „nach draußen in die Welt“ schauen kannst und damit auch nicht so wie sonst in das ganze Spiel von „ich“ und „du“ eintreten kannst. Du siehst – selbst wenn du die Augen jetzt öffnest – nicht weit, sondern gerade auf den Boden, auf den Platz, an dem du stehst (bzw. gerade sitzt/liegst).

Du bist weniger mit dem konfrontiert wie irgendetwas aussieht, was die anderen machen, wie es bei den anderen aussieht,…

Du bist mehr bei dir.

Stell dir jetzt vor, jemand würde dich ansprechen und mit dir über irgendeine Sache diskutieren wollen. Was würdest du tun? Du würdest deinen Kopf heben und deinen Standpunkt deutlich machen wollen, indem du dem anderen auf Augenhöhe gegenüber trittst (inklusive all deiner anderen energetischen, psychischen und körperlichen Muster von Vertrauen, Schutz, Angst und Kontrolle).

Hier kannst du einen Eindruck davon bekommen, wie die Körperhaltungen (immer schon) wirken – in die eine und in die andere Richtung.

Wenn du mehr darüber herausfinden magst, dann komme doch mal in eine meiner Yogastunden (in Kirchheim/Teck) oder besuche micht auf youtube:

Yin-Yoga:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=rY1O4kpdpNQ

 

Yoga für die Schultern/Rücken:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=LSGox63HTgs

 

Gespräch über „Raus aus dem Kopf – Rein in den Moment“:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=TkKhbRsrCCg

 

Ich freu mich auf dich!

Von Herzen, Verena

Wem oder Was wir Aufmerksamkeit geben…

… verstärken wir.

Auf diese Weise können aus Gedankenfetzen (zumindest SCHEINBAR ;- ) riesen große Probleme werden.

Aber:

Wir können – beispielsweise – auch unseren Körper dabei unterstützen, im Gleichgewicht zu bleiben, bzw. wieder ein Gleichgewicht zu finden, indem wir ihm einfach ein bisschen Aufmerksamkeit schenken.

Da ist vielleicht ein Schmerz irgendwo im Rücken, der sich seit langer Zeit und durch verschiedenste Ursachen gebildet, und dann irgendwie verhärtet hat. Oder da ist eine leichte Anspannung im Bereich der Schultern. Jemand hat etwas gesagt, was uns verunsichert hat. Oder wir fühlen uns unwohl in dieser Situation hier. Das ist körperlich spürbar.

Jetzt können wir in den Verstand „flüchten“. Wir können uns ärgern, dass wir es nicht „besser“ hingekriegt haben. Oder wir bemühen uns, mögliche Ursachen zu finden, loglisch zu erklären und daraufhin Strategien zu entwickeln, die uns künftig vor „unangenehmen“ oder „schmerzhaften“ Situationen schützen sollen.

Natürlich lernen wir!

Dennoch haben wir alle auch die Erfahrung gemacht, dass wir uns vor dem LEBEN nicht schützen können (und es auch nicht müssen).

Im Kern SIND wir PURE Lebendigkeit. Und diese zeigt sich nun mal in allerlei Formen. In angenehmen wie in unangenehmen.

Wenn wir uns hin und wieder ein bisschen Zeit und Raum nehmen, dieses Spiel der Formen einfach lebendig zu leben. Und anstatt es zu ernst zu nehmen, einfach voll und ganz zu spüren und vielleicht sogar „still“ damit zu werden, dann löst sich unser angespanntes Verhältnis zu diesen Formen langsam mehr und mehr auf.

Eine angespannte Schulter (oder eine emotionale Traurigkeit) ganz „zart“ zu erFÜHLEN, ist etwas völlig anders, als gegen diesen Schmerz zu kämpfen.

Im ersten Fall, entsteht Raum. Dieser Raum ist wie ein zartes „Ja“ sagen. Das, was da ist, darf sein.

Im zweiten Fall, wird es eng. Wir geben unserer negativen Beurteilung Aufmerksamkeit und dadurch Kraft und Energie. Der Schmerz geht dadurch nicht weg. Aber das „Dagegen-Sein“ kreiert mehr und mehr Anspannung und dadurch mehr und mehr körperliche Verhärtung.

Wenn wir das Gefühl haben, dass wir gesehen werden. Also in unserer Unbeschreiblichkeit, mit all unseren Macken, Ecken, Kanten und bezaubernden Liebeswürdigkeiten, dann ist das wie so eine „Energiedusche“. Dabei braucht gar niemand irgendetwas zu sagen. Es geht schlicht und einfach darum, dass wir das Empfinden haben, da ist RAUM, in dem wir SEIN dürfen, wie wir eben sind.

In diesem Raum ist unendlicher „Platz“.

Platz für Nicht-Wissen, Platz für Neugier, Platz für Vergebung.

Selbstvergebung – und Vergebung für den anderen. Wir sind menschlich. Und wir dürfen menschlich sein.

Hier ist Platz für unsere vielschichtige Geschichte, die wir niemals komplett erzählen könnten. Da ist also Platz für unsere Wurzeln, ohne dass wir diese vollkommen kennen könnten. Hier ist Platz für unser Geworden-Sein.

Platz für unsere Ängste, unsere Träume, unsere (verborgenen) Talente.

Platz für jeden einzelnen Gedanken, jede noch so kleine Gefühlsregung, alle angenehmen und unangenehmen Erfahrungen,…

Manchmal können wir es zulassen, uns auf diese Weise selbst zu begegnen.

Irgendetwas entspannt sich

…und es fühlt sich ganz WUNDERbar an.

 

Einander Begegnen

Alb_Flieger

Ich glaube, dass ist schon ewig „mein Thema“ 😉

Manchmal scheint man sich viel näher zu sein, wenn man sich nicht gerade gegenüber steht.
Kennst du das?
Du bist gerade total entspannt und in Frieden. Wenn du an den anderen denkst, dann ist da so eine Freude. Vielleicht sogar eine ganz zarte, kaum zu fassende Innigkeit und Verbindung.
Oder du bist auf einmal total im Glück… und du würdest das so gerne teilen…

Aber dann, wenn da tatsächlich eine zweite Person anwesend ist, mit ihrer Energie und ihren Geschichten,… dann passiert oftmals etwas ganz anderes: Man redet über irgendetwas!

Oft erzählt man sich dann erst einmal was heute schon alles passiert ist.
Und selbst wenn über die Schönheit von dem, was man gerade sieht, spricht, schrappt man irgendwie haarscharf am eigentlichen Erleben vorbei!
Und damit an der ganzen Fülle.

Was bleibt, ist irgendwie ein subtiles „Suchen“. Ein Suchen nach dieser Innigkeit und Er-FÜLLe-ung.

Aber anstatt HIER (in der Absolutheit dieses Augenblicks) zu SEIN und anstatt einander auch HIER zu begegnen, sind Begegnungen meistens etwas, das im Verstand stattfindet.

Ich hab nichts gegen den Verstand.

Wirklich nicht. Ich schätze ihn sogar. Und ich liebe das Spielen mit Worten, deswegen schreibe ich wohl auch so gerne.

Worte

– und auch Gedanken

sind wunderbar.

Sie können so wunderbar sein, wie der Duft in der Luft, wenn es an einem warmen Sommertag zu regnen anfängt.

Sie können auch scharf sein, klar, desillusionierend. Sie können aber auch ablenken, verwirren, einen beschäftigt halten… Sie können verschiedene Formen annehmen. So wie alles andere eben auch.

Die Gedanken sind also nicht das Problem. Eigentlich ist gar nichts ein Problem. Dennoch gibt es einen Unterschied der…   sagen wir „Energie“. Manchmal schaffen wir es, uns mit Worten zu berühren. Aber manchmal scheinen die Worte eher zu trennen und gar nicht recht das zu sagen, was man eigentlich sagen wollte.

Das ist heute mein Thema.

Und ich bin traurig darüber, dass ich mit meinen Worten nur den einen Teil von mir gezeigt habe – und nicht die anderen Seiten, die ich auch fühle, die ich auch bin.

Das, was ich gesagt habe, war echt. Und dennoch ist da so viel mehr…

Und wenn ich jetzt damit hadere, dann bleibe ich genau da stecken. Ich dreh mich im Kreis.

Ich könnte aber auch still werden…

…und lauschen.

Wenn ich es gerade kann 😉

Wenn ich mich daran erinnere und die „Stille“ mich kriegt.

Dann werde ich zart und  fange an zu fühlen.

Dann fühle ich den Schmerz der in mir wohnt.

Und es ist okay.

Da ist eine Zartheit, die diesen Schmerz auf gewisse Weise liebkost. Ich komme mir nah. Sehr nah. Und aus dieser Nähe heraus, begegne ich auch der Welt mit derselben Zartheit. Jetzt habe ich das Gefühl, dass wir uns begegnen. Ehrlich. Wach. Offen. Echt.

 

 

Mein Yoga BLOG

Ich heiße Verena und ich liebe Yoga!

Was ich noch liebe, ist das frische Erforschen der Lebendigkeit dieses Augenblicks…  und damit meine ich nicht das Erkennen einer WAS-heit in dem Sinne: „Ah, so ist das also!“, sondern vielmehr eine Art „Eintauchen“ in die Bewegung dieses Augenblicks mit all seinen unbekannten Wellen…

Aber ich weiß natürlich: Im Austausch, im Reden, Schreiben und Lesen von Worten scheint es so, als würden wir genau wissen, wovon wir sprechen.

Dennoch: Neben all den Worten, die wir täglich denken und benutzen, vertieft sich ganz natürlich auch noch ein anderes Begreifen dieser unfassbaren Lebendigkeit. Und dies passiert unter anderem dadurch, dass wir neben unserem Verstand auch noch einen Körper bewohnen, der Lebendigkeit wortwörtlich verkörpert. In unserem Körper erspüren wir – wenn wir uns darauf einlassen – zum Beispiel die gerade vorhandenen Kraft. Wir spüren aber ebenso einen körperlichen Ausdruck von Unsicherheit, Aufregung, Hitze, Wut, Energie, Freude, Starrheit, Angst, Weichheit, Offenheit, Berührbarkeit, usw.

In unserem Körper sind verschiedenste Emotionen und auch Verhaltensmuster gespeichert, in Form von muskulären Reaktionen oder tauben, unbewussten, nicht spürbaren Stellen, aber auch in Form von harten Stellen, kraftvollen Bereichen oder zum Beispiel der mehr oder weniger vorhandenen Möglichkeit loszuassen. Das heißt, sobald wir mit unserem Körper „arbeiten“, berühren wir auch immer diese Muster. Das ist ein Teil meiner Arbeit: Ich unterstütze Menschen darin, sich selbst zu begegnen – über den Körper. Denn er ist zusammen mit dem Atem wie ein Brücke vom Materiellen zum Geistigen und Seelischen.

Mein ganzes Leben habe ich im Grunde damit verbracht dieses unfassbare Leben lebendig zu erforschen. Was passiert, wenn ich das mache… Wie fühlt sich dies hier an… Was bedeutet das da…

Dabei war mir das „Forschen“ durchaus nicht in jedem Augenblick völlig bewusst. Oft genug war ich selbst verzweifelt, unsicher und auch tief verletzt. Und dennoch gab es immer eine gewisse Süße der Lebendigkeit selbst. Dieser „Kontakt“ mit dem, was ich jetzt einfach mal als meinen „Wesenskern“ betitele, hat mich immer angezogen, genährt und mit tiefer Erfüllung gesegnet.

Das war so, als ich das erste Mal mit dreizehn unglücklich verliebt war und all diesen wahnsinngen, inneren Gefühlen völlig ausgeliefert war. Es war so, als ich mich und meine Position in der Klassengemeinschaft in den Jahren der Pubertät immer wieder neu finden musste. Es war so, als meine Oma verstarb und ich so gerne wissen wollte, wo und was sie jetzt ist. Es war so, als ich mich dazu entschloss mein Studium zugunsten einer eigenen Yogaschule erstmal aufs Eis zu legen, obwohl meine Familie, die mich finanziell bei meinem Vorhaben unterstütze, dagegen war und ich all die Angst spüren konnte. Das war auch so, als ich zum ersten Mal Mama wurde und die Liebe zu diesem kleinen Wesen, all meine Vorstellungen immer wieder neu auf den Kopf stellte. Es war auch so, als sich die Beziehung zu meinem damaligen Mann veränderte und als wir unsere gemeinsame Yogaschule verkauften und auch unser Eigenheim. Es war so, als ich mich alleinerziehend, mit zwei Kindern, finanziell auf das absolut nötigste begrenzt, wiederfand und mich ganz auf das – zu jener Zeit – „Grundsätzlichste“ konzentrierte: Mein Mama-Sein und meine „inneren Wunden“ und „Prozesse“. Es war auch so, als ich schließlich wieder anfing zu unterrichten. Es war so, als mein Vater ganz plötzlich verstarb und sich dadurch unsere ganze Beziehung in einem völlig anderen Licht offenbarte – und mit ihr auch alle anderen Beziehungen um mich herum…

Es gib keinen Augenblick, der es nicht Wert wäre, gelebt, geschmeckt, gedacht, gefühlt und erspürt zu werden.

Auf diesem BLOG berichte ich von meinen Erforschungen, rege zum eigenen Erforschen an und gebe Impulse aus meinem Yogaunterricht.

Ich freue mich über alle, die sich dadurch inspiriert fühlen!

Von Herzen

Verena