Diese Reise wird anders…

So wie es immer schon anders war.

Jedoch haben wir die Gewohnheit zuerst nach dem zu suchen, was irgendwie „bekannt“ und „einordbar“ erscheint und schwups sind wir auch schon mitten drin in unseren eigenen, altbekannten Macht-, Ohnmachts- und Wertestrukturen.

Und dennoch wird diese Reise anders.

So wie es immer schon anders war.

Nach Runde 365 sehen wir zumindest ein bisschen weiter als nach Runde 364 – oder 280 oder welcher auch immer.

Ich persönlich hatte 2019 schon ein krasses Jahr (von welchem 2018 eigentlich der Auftakt war). Letztes Jahr um diese Zeit habe ich mir dann wirklich eine Zeit des Rückzugs gegönnt und zum ersten Mal mit den sogenannten Rauhnächte (oder Rau- oder auch Rauchnächten) gearbeitet. Ich hatte einige Inspirationen, hab mich aber insbesondere leiten lassen von meiner eigenen Berührbarkeit. Ich hab mich aufgemacht in meine Dunkelheit. Was schmerzt noch und darf so lange brauchen wie es will, bis es heil wird?

Was ruft in mir? Wo zieht es mich hin (und darf so lange brauchen, wie es braucht, bis es Form annimmt)?

Ich habe viel in der Dunkelheit gesessen. Ich habe viel geschlafen. Ich habe viel geträumt. Ich habe Yoga gemacht und bin wieder dagesessen. Ich habe mir ein persönliches Rauhnachtsbuch gestaltet während dieser Prozesse. Dieses Buch hat mich das gesamte Jahr 2020 über begleitet und ich habe mehr und mehr verstanden. Mich verstanden. Meine Wünsche verstanden, meine Fragen, meine Sehnsucht und meine wunden Punkte. So werde ich auch euch anleiten (in meiner Rauhnachts-Begleitung) so ein Buch zu gestalten.

Und ich werde euch mit ganz tiefen Meditationen und Texten inspirieren und berühren.

Die Reise ist natürlich nicht zuende.

Wie könnte sie?

Ich bin HIER!

Alles ist immer in Bewegung.

Dieses Jahr habe ich mit dem Lockdown im November (ich konnte ja seit November bereits nicht mehr live unterrichten) begonnen, eine Begleitung zu den Rauhnächten FÜR EUCH zu kreieren. Angefangen hatte alles mit einem Text, der mich auf einem meiner unzähligen Spaziergänge, plötzlich wieder mitten in meine eigenen Prozesse katapultiert hatte…

So begann das Thema der ersten Rauhnacht. Aktuell bin ich bei der 10. Rauhnacht angekommen.

In meiner Rauhnachtsbegleitung geht es nicht in erster Linie darum, 12 Wünsche für die kommenden 12 Monate zu weben. Ich beginne mit einem gründlichen Loslassprozess. Ganze 4 Impulse lang, geht es immer wieder darum, VOR-Stellungen zu öffnen.

Was passiert, wenn alte VORstellungen aufgehen und sich wandeln?

Erst NACH dieser Vorbereitung geht es in die Phase des kreativen Schöpfens – was uns für die nächsten 7 Nächte erhalten bleibt.

Ich gehe langsam.

Ich lasse auch die Idee irgendwelcher besonderen Zeiten los.

Es ist völlig egal, ob du in der Nacht vom 21. auf den 22.12. oder am 25.01. bereit bist, zu sehen, was für dich sichtbar wird. Alles hat einen eigenen Rhythmus – und gleichzeitig sind wir natürlich auch eingebunden in Rhythmen.

Die Energie des Winters schwingt spürbar anders, als die des Frühlings oder Sommers (zum Beispiel). Es ist immer beides. Dein ureigenes Form-Annehmen und die Frequenz, die in uns allen gleichermaßen lebendig ist. Deine eigene Situation und das Zusammenspiel des größeren Spiels.

Meine Rauhnachtsbegleitung ist so angelegt, dass du sie zeitlich unabhängig und in deinem ureigenen Tempo individuell nutzen kannst. Auch bis in den Februar hinein. Da die meisten Inhalte zum download bereit stehen, auch im kommenden Jahr wieder.

Für jede Nacht gibt es einen Impuls. Also 12 Aspekte. Du findest immer einen Text (1-5 Seiten) und eine Meditation und/oder eine Aufgabe, plus zusätzliche Impulse für dich. Auch leichte einfache Körperarbeit (Yoga) wird in drei Aspekten dabei sein. Es wird um die Chakren gehen, um das Form-Annehmen und unser urspüngliches Sein.

Wenn es dich interessiert schau gerne hier: https://elopage.com/s/Yogalini/raunaechte-begleitung-in-zeiten-des-uebergangs

Falls du Fragen hast, melde dich gerne per Mail bei mir.

verena@yogalini.de

Herzensgrüße, Verena

Prämenstruell – Die Kraft des (Herbst-)Wandels

Die Qualität, die wir im Mond-Zyklus einer Frau als „prämenstruell“ bezeichnen, ist die selbe Qualität, die wir (auch Männer) im Herbst spüren. Es ist die Qualität des Wandels und die Vorbereitung auf den Rückzug (hinein in die Stille des Winters oder hinein in die Kraft der Blutungszeit)

Die Blutungszeit (die Winterzeit) ist ihrem Potential nach (auch wenn wir das nicht immer so empfinden) die Zeit, in der wir bereit sind, ALLES zu sehen, was gesehen werden möchte und alles zu fühlen, was gefühlt werden möchte.

Zuvor passiert oft ein Sich-Winden. Ein Zögern. Ein Hadern. Chaos. Unsicherheit. Verwirrung. Wut. Starke Emotionen,…

Denn aus irgendeinem gelernten Grund scheint die ursprüngliche Qualität des Winters „Angst“ zu erzeugen…

Die Energie oder Qualität dieser Phase (Herbst, Wandel, Prämenstruell) ist das Verlassen der alten (oft konditionierten) Pfade, das Hinterfragen der Strukturen des Künstlichen und des Kontrollierten hinein ins Nicht-Wissen. Hinein in eine gänzlich andere Qualität…

Diese Qualität des Wandels vom Höhenflug des Sommers hinein in die Veränderung, hinein in Tiefe, Innerlichkeit und Dunkelheit, ist natürlich keine rein weibliche, aber sie wird durch das Weibliche auf besondere Weise verkörpert.

Das ist zyklisches Leben.

Dieser Wechsel.

Beide Qualitäten zu durchleben.

In der westlich geprägten Kultur hat die Natur ihre Wertschätzung weitestgehend verloren. Stattdessen ist die Kontrolle der Natur (scheinbar) ein Zeichen von Fortschrittlichkeit. Das gilt für unsere „innere Natur“ ebenso wie für die Erde und alles was durch sie lebendig ist. Es zeigt sich u.a. in unseren Argumenten, wenn wir darüber sprechen, warum wir scheinbar nicht anders mit unseren sogenannten NUTZ-Tieren, den Wäldern, Pflanzen, Meeren oder uns SELBST umgehen KÖNNEN. Und es zeigt sich auch in der Argumentation, warum wir uns als Frau (scheinbar) keinen Raum dafür nehmen können, (mindestens) einmal im Monat WIRKLICH eine Zeit des Rückzugs zu leben.

Es SCHEINT also tatsächlich so, als wären all diese Gründe REAL und unveränderlich, bzw. als wären diese Gründe gravierender und be-deutender, als der Verlust des Zyklischen SELBST.

Letztlich wurde ja auch „nur“ ein Teil des Zyklischen herausgenommen: Nämlich der, den wir aktuell als „schlecht“, „wertlos“, „profitarm“, „unangenehm“ oder gar „böse“ empfinden.

Es gibt also einen gigantischen Bereich des Mensch-Seins, der abgelehnt, tabuisiert und kontrolliert wird (oder so stark abstrahiert, dass er kaum noch LEBEN in sich trägt, so dass er uns nicht wirklich berühren könnte).

Wir (Frauen wie Männer) sind in unseren Körpern und Geistern mittlerweile derart durchdrungen von dieser Art der Be-Deutung, dass es aktuell natürlicher (normaler) erSCHEINT, in jeglicher Hinsicht („ein bisschen“) Kontrolle auszuüben, um zu funktionieren, anstatt zu SEIN.

Dieses Verhalten hat für uns meistens sogar einen „positiven“ Geschmack.

Auch hier wird also die TEILUNG (in scheinbar „negativ“ und scheinbar „positiv“) deutlich:

Kontrolle scheint in der Regel auf etwas „positives“ abzuzielen, während die ungezämte Natur bedrohlich erscheint.

Anstatt in unserer URSPRÜNGLICHEN Kraft (BewusstSEIN an sich) präsent zu sein, nehmen wir uns als ge-trennt wahr:

Abgeschnitten von uns selbst, abgeschnitten von unserem Gegenüber, das uns scheinbar nicht richtig versteht und abgeschnitten von dem, was ALLES ist.

BewusstSEIN als solches teilt jedoch nicht wirklich ein. Es sieht, fühlt und spürt erst einmal ALLES. Es hat weder Angst vor der Grausamkeit und Desillusionierung, noch vor der unglaublichen Schönheit und Kraft dieses aktuellen Augenblicks. Bewusstsein selbst muss nicht direkt alles im Kopf verarbeiten, denn Bewusstsein ist von Anfang an da. Jedes neugeborene Wesen ist voller Bewusstseinskraft und dennoch kennt es kein einziges Wort und kein einziges Konzept über irgendein scheinbar richtiges oder falsches Verhalten.

Wir schon.

Und aufgrund dieser trennenden Unterscheidung nehmen wir uns als suchend wahr.

Wir suchen Frieden oder innere Ausgeglichenheit. Wir suchen und streben nach mehr Gesundheit und Kraft. Manchmal suchen wir „Erleuchtung“ oder unsere Berufung oder den oder die, die in der Lage ist, uns zu sehen, wie wir sind oder den oder die, die in der Lage ist uns zu lieben, weil wir uns vielleicht selbst gar nicht recht spüren können.

Wir suchen so sehr das, was scheinbar gerade fehlt, dass an diesem Augenblick fast immer irgendetwas auszusetzen ist. Zumindest im Begreifen dieses Augenblicks.

Sind wir überhaupt anwesend?

Spürst du deinen Körper in diesem Augenblick?

Oder denkst du nur?

Was, wenn dieser scheinbar fehlende Teil, den wir immer und immer wieder suchen und dem wir diesen oder jenen Namen geben, am Ende der Bereich ist, den wir (in uns SELBST) verleugnen – oder vergessen haben?

Zurück zum Zyklischen, zum Weiblichen:

Kaum eine Frau lebt ihren natürlichen Zyklus. In der Regel ist er gesteuert durch künstliche Hormone oder existiert auf Grund ihrer überhaupt gar nicht mehr.

Das ist unsere „Normalität“.

Dabei geht es NICHT um SCHULD. Weder kollektiv, noch persönlich.

Auch nicht um „richtig“ oder „falsch“, sondern einfach um eine Beschreibung dessen, was IST.

Remember: Bewusstsein ist in der Lage, ALLES zu sehen. Anstatt eines Urteils oder einer Ein-Teilung ist es die Kraft der Berührbarkeit, die Bewusstsein fließen lässt.

Also: Warum?

Warum kein „natürlicher Zyklus“?

Um IMMER funktionieren zu können? Um künstlich immer auf der Welle zu stehen? Immer verfügbar zu sein? Um immer arbeiten zu können? Um immer Sex haben zu können, wann immer ich (oder das Gegenüber) das gerade wünscht?

Und funktioniert es?

Können wir das Leben derart kontrollieren?

Kein Platz für Schwäche? Für Rückzug? Für ein „Nein“? Für Innenkehr? Für das „Dunkle“? Für das „Hässliche“ oder die „Wut“ und die „Fragen“? Für Chaos? Für Wandlung? Für Nachspüren, Nichts-Tun, Nicht-Wissen?

Was haben wir mit diesen Qualitäten gemacht?

Haben diese sich wirklich einfach aufgelöst? Existieren sie nicht mehr? Ist da niemand mal krank, will nicht, fühlt sich nicht gut, zweifelt an sich…?

Wo wabern all diese Aspekte herum, wenn wir nicht offen darüber sprechen?

Wo und wann begegnen wir ihnen?

Und wie gehen wir dann mit ihnen um, wenn es so scheint, als wäre all das „falsch“?

Die Phase der Prämenstrualität ist die selbe Phase wie die des Herbstes. Es ist eine Phase des Wandels.

Des Verarbeitens.

Des Erntens.

Und des Loslassens.

Es ist auch eine Phase des STERBENS.
Es ist das Sterben des Glaubens, dass alles wie „immer“ bleiben kann.

Es ist das Sterben der Persönlichkeit, die aus nichts anderem besteht als aus gelernten, konditionieren Verarbeitungs- udn Bedeutungsmustern. Selbst diese Persönlichkeit ist ihrem Wesen nach veränderlich. Und sie ist NICHTS im Vergleich zu der pulsierenden Lebendigkeit die du deinem Ursprung nach BIST.

Du bist reines BewusstSEIN!


Der Wandel des Herbstes (des Prämenstruellen) hat das Potential in deine ursprüngliche Kraft zu münden. In das hinein, was ohne deine Persönlichkeit oder mit deiner Persönlichkeit gleichsam LEBENDIG IST!

Es hat das Potential dich in deine eigene GRENZENLOSIGKEIT hinein zu führen…

Wenn du bereit bist dich WANDELN zu lassen!

<3

In meiner Wohnzimmer-Yoga-Community habe ich einen weiteren Text und auch zwei Yogastunden zu diesem Thema gemacht. Wenn du für einen Monat tiefer in dieses Thema eintauchen magst, ist das vielleicht eine tolle Gelegenheit?

Das Abo für die Community erlischt von selbst, wenn du nicht weiter zahlst. Schau doch mal hier, falls du mehr über die Inhalte erfahren möchtest:

https://elopage.com/s/Yogalini/wohnzimmer-yoga-community

Außerdem gibt es am Sonntag, den 22. November 2020 einen nährenden Frauen-Tag bei dem wir uns in unsere „innere Höhle“ zurückziehen und uns einlassen auf ein neues ZUSAMMENSEIN, das uns gegenseitig nährt, während jede doch ganz und gar sie SELBST sein kann und soll.

Das ganze findet statt mit der lieben Anne aus und im Refugym. Denn wie bereits erwähnt geht es um ein neues MITeinander!

Wir werden zusammen singen und tanzen und still werden. Yoga machen und köstlich, leicht und vegan speisen (aus dem „Eigenhändig“ in Kirchheim)

Nähere Infos findest du bald auf meiner Website:

www.verena-kamphausen.de

Oder schreib mir bei Fragen und/oder Anmeldewunsch eine Mail: verena@yogalini.de


Der „Nullpunkt“

Der „Nullpunkt“ ist der Moment, wo sich nichts bewegt.

Er ist absolute Stille.

Er ist Stille, ohne zu WISSEN, dass da Stille ist.

Er ist der Punkt, auf dem sich die beiden Kreise der „liegenden Acht“ treffen und kreuzen.

Es ist das „sowohl als auch“ oder „weder noch“.

Als menschliche Wesen bewegen wir uns bewusst immer in der Spannung zwischen zwei Polen: Tag und Nacht, Tun und Ruhen, männlich und weiblich,…

Diese Spannung zwischen den beiden Polen erzeugt das, was wir Lebendigkeit nennen. Es ist wie eine Art Reibung, die wiederum Bewusstsein (Form-Annehmen) erweitert.

In dieser natürlichen Bewegung vom Einen ins Andere, vom Tag in die Nacht, von der Entspannung in die Spannung, ins Angespannt-Sein, ins Verspannt-Sein, ins Kraftvoll-Sein, ins Karftlos-Sein,… …vom Einatmen ins Austamen, durchschreiten wir natürlicher Weise immer auch diesen „Nullpunkt“. Wir gehen durch dieses „enge Nadelöhr“ hinein in das jeweils Andere. Meist passiert das unbemerkt, denn unser Ich-Bewusstsein empfindet sich lediglich in dem, was es als „etwas“ beschreiben kann. Also wir sind entweder müde oder wach, entweder zufrieden oder unzufrieden, entweder wir arbeiten oder wir haben „frei“ usw. Der „Nullpunkt“ aber ist nichts von alle dem. Gleichzeitig ist er der Verbindungspunkt von allem, was ist. Was hier wegfällt, ist die Identifizierung, das Erkennen, als Etwas. Es ist der Seins-Moment, der nicht der Zeit unterliegt. Er ist außerhalb von Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Er ist nichts, was wir kennen könnten. Dennoch befindet sich dieser Moment, diese Qualität quasi „in“ uns. Denn wir sind als „mehrdimensionale“ Wesen vieles 😉

Als menschliches „Ich“ empfinden wir derartige Wechsel oft als anstregend. Manchmal können wir die Kurve nicht recht kriegen, wenn wir lange Zeit sehr fokussiert waren, auf einmal loszulassen. Wir sind innerlich dann eben noch so lange mit dem beschäftigt, was sich in uns bewegt, wie es eben dauert… Manchmal erleben wir dies als unangenehm, weil ein Teil von uns (eine Meinung, ein konditioniertes Wissen) meint, dass wir jetzt doch lieber entspannen sollten oder loslassen oder keine Gedanken haben oder diesen Augenblick genießen oder was auch immer.

Die Art, wie sich Leben bewegt und wie sich natürliche Wechsel und Wandlungsprozesse (die Pubertät, eine Schwangerschaft, persönliche Entwicklungen, Veränderungen in Beziehungen, der Wechsel der Jahreszeiten, der Wechsel in eine neue Lebensphase hinein, die Wechseljahre,…) gestalten und Form annehmen, ist nichts, was „WIR“ tatsächlich planen könnten. Vielmehr folgt es einem „inneren“ Rhythmus, der eben natürlich ist, während das, was wir mit unserem Verstand begreifen, etwas ist, was wir uns gewissermaßen ausdenken – selbst wenn es sehr logisch oder innovativ klingt.

Wenn wir in Augenblicken wirklich WAHRHAFTIGKEIT ausspechen, dann liegt das in der Regel nicht daran, dass wir so gut Bescheid wissen, sondern daran, dass wir (ohne zu wissen) dem Moment Ausdruck verleihen, OHNE die Sicherheitsvorkehrungen von „was denkt der andere“ usw. Es ist dann vielmehr ein Authentisch-Sein, das spürbar ausdrückt, dass es hier nicht um generelle Wahrheiten geht, sondern um Echtheit und Berührbarkeit. Und das ist immer IM WANDEL.

Tatsächlich können wir gewissermaßen lernen, mit der Unkontrollierbarkeit des Wandels mitzugehen und somit als „ICH“ („ich weiß“) immer wieder zu sterben. Denn je öfter wir sozusagen mitgehen (statt 300 Eiertänze drum herum zu machen), desto weniger erschreckend wird die Unkotrollierbarkeit. Es ist dann fast so, als könnten wir uns im Nicht-Wissen dieses Augenblickes unendlich sicher fühlen.

Wenn dich diese Thematik anspricht und du ein bisschen Lust auf lebendige Erfahrung und Forschungsarbeit hast, dann ist das „Karfreitags-Special“ vielleicht etwas für dich!?

Denn das, was uns die Geschichte von Jesus da bildhaft vor die Füße setzt ist im Grunde nichts anderes. Es ist das Sterben von Vorstellungen. Es ist ein Nicht-Gesehen und Nicht-Verstanden-Sein, ein allein und all-EIN Sein.

Es geht um Transformation, um die dunkelste Stunde und um wahrhaftes, physisches Sterben.

Am Karfreitag wird es eine Yogastunde rund um dieses Thema mit mir geben. Wenn du dabei sein möchtest, brauchst du eine Yogamatte, ein kleines Kissen, eine Decke und einen Schal oder einen Gürtel.

Nach dem Live-Event wird es (am nächsten Tag) eine Aufzeichnung davon geben und auch ein Impuls-Audio. Mit beidem kannst du noch einen Monat lang üben.

Hier findest du den Link zum Event:

https://elopage.com/s/Yogalini/Karfreitags-Sepecial

Das Event ist auch Teil der Community:

https://elopage.com/s/Yogalini/wohnzimmer-yoga-community

Freu mich auf eine spannende Reise <3

Verena

Zuhause YOGA üben…

Wie geht es DIR?

Wie erlebst DU – persönlich, intim, in Dir – diese Zeit?

Sehr plötzlich, sehr viel freie Zeit oder sehr plötzlich sehr viel zu tun, anders zu organisieren und irgendwie kaum Raum für inneres Sortieren und Innenkehr?

Wie gehst du um mit den verschiedenen Meinungen, die quasi „im Raum“ schweben (oder aus den verschiedenen Medien und über andere Menschen an dich herangetragen werden)?

Welches innere Muster springt an, in Dir?

Sich „schützen“?

Es wissen wollen?

Wo suchst du nach Antworten?

Wo verarbeitest du die Informationen, die (ganz speziell) DICH erreichen?

Verarbeitest du hauptsächlich im Kopf? Mit der Logik?

Reagiert dein Körper?

Dein Emotionalkörper?

Dein Herz?

Erkennst du (wirklich), wenn es deine Herzensebene berührt?

Viele Fragen – JA!

Weißt du was der Schatz dieser aktuellen Zeit ist? Du kannst sehr genau beobachten, was dein ganz spezieller „Trigger“ ist.

Je nachdem, in welcher sehr individuellen Situation DU dich gerade bewegst, sie macht DIR (und es geht in diesem Falle wirklich alleine um dich) sehr deutlich, wo du „wund“ bist.

Ich glaube so sehr an dich, dass ich auch glaube, dass du, wenn du nicht mit der ersten Verstandesreaktion, sondern mit ein bisschen Ruhe dorthin schaust, auch genau weißt, was es braucht, damit diese „Wunde“ heilen kann!

Eine Sache, die dir auf JEDEN Fall dabei hilft, ist die Unterscheidung zwischen den alten Mustern und dem frischen Erleben dieses Augenblicks.

Dabei können „alte Muster“ auch als super „heilige Ideen“ daher kommen, als „Augen zu und durch“ oder als „durchschauende Weisheit“.

Alles, was du schon weißt, passiert nicht JETZT!

Alles, was du be-urteilst, ist nicht mehr lebendig.

Um das „Jetzt“ zu entdecken, musst du „lauschen“, „spüren“, „im Körper sein“, fühlen, riechen, atmen…

Das Jetzt ist bewegt!

Das ist DAS, was wir im Yoga machen!

Es scheint so, als stärken wir den Rücken und den Bauch, halten die Wirbelsäule und die Hüfte beweglich, entspannen den Kiefer, Atmen bewusst,…

Erinnerst du dich an das Gefühl deines gesamten Wesens nach der Endentspannung?

Dein Körper fühlt sich 3 cm größer an. Alles ist an seinem Platz. Jeder Schritt ist ein fester und leichter zugleich. Dein Kopf ist frei und dein Herz offen.

Das ist nicht passiert, weil du die Bauchmuskelübung lang genug gehalten hast. Es ist passiert, weil du innerlich anwesend warst, während du deinen Köper erforscht und mit ihm gearbeitet hast!

Du warst HIER!

IM Körpererleben!

Das Körpererleben ist wie eine Tür hinein in die Verbundenheit mit allem anderen:

Mit der Lebendigkeit als solche, mit der Gesamtheit des Lebens, mit der Stimmung um dich herum, mit deinen echten inneren Bedürfnissen und mit der Berührbarkeit der anderen!

All das passiert HIER!

Nicht, wenn du im Kopf stecken bleibst.

Der Kopf darf mitsprechen! Aber lass auch deinen Körper und deine Berührbarkeit sprechen. LAUT!

Die Chance, die sich nun auf tut ist folgende:

Es ist nun an DIR, deine eigene Selbstermächtigung zu nähren!

Wie immer (also wie vor Corona) kannst du dir verschiedene Inspirationen holen. Du kannst hier hin hören (innerlich oder äußerlich) oder dort hin – oder du kannst weghören.

(Frage dich: Weswegen hörst du genau dort hin, wohin du hörst? Was gibt es da für dich? Was wird hier genährt?)

JETZT ist es mehr denn je DEINE Verantwortung, dich zu entscheiden: Tust du dies oder das mit deiner (vielleicht weniger oder mehr erscheinenden) Zeit.

Schaust du hier nach oder dort.

Sagst du „ja“ oder „nein“.

Folgst du deinem inneren Drängen oder nicht?

Wie gehst du mit dem um, was sich dir jetzt zeigt?

Das ist im Grunde die selbe Frage, die sich dir stellt, wenn du in einer Asana bist:

Fühlst du deinen Körper, während du diese Haltung hältst? Oder wartetst du darauf, dass die Yogalehrerin dir sagt, was als nächstes kommt?

Erlaubst du dir deine körperliche Kraft zu entdecken und sie zu nutzen oder hältst du dich zurück?

Erwartest du mehr von dir, als dein Körper geben kann? Übergehst du dein Körpergefühl und agierst lediglich aus einer Idee heraus? Aus einem Ziel heraus?

Kannst du dich auf die Einfachhheit des Atemflusses einlassen? Wirklich einlassen? Oder denkst du ihn nur?

Oder ister dir zu langweilig?

Es geht hier NICHT um Bewertung! Ob du es „gut“ oder „richtig“ machst!!! Es geht hier im Besonderen darum, dass DEIN Zugang zu dir, dein Umgang mit dir, dein Erleben, auf einmal eine besondere Stellung bekommt. HIER ist deine Macht! HIER entscheidet sich nämlich, WIE der Moment FORM annimmt.

Das ist das Wesen von Yoga!

JETZT! ist die perfekte Zeit das zu vertiefen. In jeder Begegnung mit dir, der vollen Spühlmaschine, deinen Kindern, dem Sonnenschein oder deiner leeren Wohnung. Im Alleinsein, im Trubel von Familie und Arbeit. Im Nichts-zu-Tun-haben und Gedankenkreisen, in der Stille, im Loslassen, im unstrukturiert-Sein, im Frei-Sein, im Erleben von Zwängen, im Erleben von Angst,

…und natürlich wenn du Yoga-Asanas praktizierst!

Wenn du durch den Wald läufst.

Wenn dir die Sonne ins Gesicht scheint.

Oder wenn du beginnst Atemübungen zu machen!!!

Die meisten, die das lesen, wissen, dass es einige youtube videos von mir kostenlos anzuschauen gibt. Neu ist mein Online-Programm. Das kannst du nutzen, wenn dich meine Art zu unterrichten anspricht. Es gibt ein monatliches Abo (monatlich kündbar) oder (zusätzlich) das Paket: „Wandlung und Auflösung von alten, überlebten Strukturen“. Beide Möglichkeiten enthalten Yogastunden, aber auch Texte, Fragen und Audios. Beides kann dich insprieren deinen FOKUS zu halten. Und DANN geht es aber darum, deinen ureignen Weg damit zu finden. Dein „Licht“ im Innern. Und vorallem den Weg durch das Dickicht in dieses Licht. Immer wieder und wieder und wieder und wieder. NEU!

Und zwar ganz unabhängig davon, ob du morgen wieder ganz „normal“ (was ist eigentlich genau „normal“?) zur Arbeit gehst oder nicht. Völlig unabhängig davon, wieviel Geld du auf dem Konto hast oder nicht hast. Völlig unabhängig davon, ob du morgen krank im Bett liegst und dein Fokus HIER gebraucht wird oder ob du morgen ein völlig neues, nie geplantes Projekt startest und dein Fokus HIER gebraucht wird. Völlig egal, ob du dich frisch verliebst und dein Fokus HIER gebraucht wird (weil es dann NOCH tiefer und nährender ist) oder ob du dich gerade von deinem Partner trennst und dein Fokus HIER gebraucht wird, weil du jetzt Klarheit benötigst und Kraft und Liebe für den Prozess des Trauerns und Verarbeitens.

Diese innere Verwurzelung in deiner Wahrhaftigkeit (statt im Suchen, in der Verwirrung oder in der Verteidigung bestimmter Meinungen) nährt dich, EGAL was morgen passiert!!!

<3

Wenn du dich für meine Online-Angebote interessierst:

http://www.yogalini.de/Online%20Angebote.html



Zwischen Winter und Frühling – Narrenzeit

Schon wieder eine „Zwischen-Zeit“…

Hört das denn nie auf?

Die Frage: „Hört das denn nie auf“ bedeutet eigentlich, dass DAS HIER nicht als voll genug empfunden wird. Dass gewartet wird auf irgendetwas, das besser, vollständiger, sicherer oder spannender, erfüllender sein KÖNNTE.

Die Wahrheit ist, dass Lebendigkeit Bewegung IST

und es natürlich nie aufhört 🙂

Jedes Wort wie „Zwischenzeit“ ist letztlich die Qualität des Verstandes, dieser Bewegung Be-DEUTUNG zuzuschreiben und Sinn zu erzeugen.

Sinn ist etwas ANDERES als sinnliches erleben!

Hast du das schon einmal erforscht?

Den Körper fühlen, den Atem, die Schwere in der Brust, die Weite im Geist, die Füße auf dem Boden, den Wind im Gesicht,… Das ist etwas völlig anderes als die Beschreibung in welcher Situation du dich gerade scheinbar befindest – oder?

Wenn du die Berührung der Hand in deiner Hand oder auf deinem Rücken wirklich spürst

oder

ob du darüber nachdenkst wie das gemeint sein könnte, ob die Berührung nicht etwas sachter oder fester sein könnte – das ist etwas völlig anderes, oder?

Stattdessen könntest du auch einfach weiter mitgehen im Fühlen: Wie fühlt sich das jetzt an, wenn die Hand deinen Körper wieder verlässt?

Wenn du direkt mit dem Verbunden bleibst, was in dir wahrhaftig klingt, dann entsteht ganz automatisch ein authentischer Ausdruck deines inneren Schwingens.

Da mögen Gedanken sein, Zweifel und Beschreibungen, aber eben auch ein direktes Fühlen und daraus entstehende direkte Kommunikation in und durch deinen Körper.

Durch deine Augen, durch deinen Gesichts-Ausdruck, durch deine Haltung,…

Da ist eine andere Präsenz, wenn du deinen Körper belebst und nicht nur alte Gedanken und Glaubensmuster darüber wie Beziehung zu sein hat, wie „Erziehung“ zu sein hat, wie das Leben zu sein hat,…

Im Grunde ist jeder Atemzug eine „Zwischenzeit“, ein Zeitenwechsel, ein neues Zeitalter,…

Ein neuer Moment.

Ein neues Fühlen.

Ein neues Tun.

Ein neuer Gedanke.

Die Zeit zwischen den Jahreszeiten zeigt das besonders deutlich:

Da WIRD gerade etwas geboren.

Der Frühling IST im Entstehen.

Neue Formen und neue Impulse sind dabei sich zu gestalten.

Neuer Mut, neue Kraft beginnt sich sehr, sehr zart und fein zu melden. Für Momente vielleicht bereits mit voller Wucht, klar und eindeutig. Und dann zieht es sich wieder zurück. Wird nochmal geprüft. Bekommt tiefere Wurzeln.

Die alten Wunden leuchten zum x-ten Mal auf. Werden wieder von einer anderen Perspektive aus betrachtet und gefühlt.

JETZT ist immer eine Perspektive.

…Eine Perspektive der Unendlichkeit an unzähligen Perspektiven.

Alles sammelt sich hier, um direkt weiterzufließen.

Fassunglos.

Und absolut voll IN sich SELBST.

Und selbst die alten Traditionen dienen als Erinnerung (Er-INNER-ung).

Was ist Weihnachten, was ist Lichtmess (Imbolc), was ist Fasching (Karneval, Fasnet) seinem Wesen nach?

Ein Erinnern.

Eine Einladung.

Im Februar ist die Zeit, die alten Geister loszulassen, um im März den neuen Jahreskreis beginnen zu können. Es ist eine Zeit des Übergangs und auch eine Zeit, in der wir spielerisch – jede auf ihre Weise – mit unseren Masken, mit unserer Hässlichkeit, mit dem, was wir uns sonst verbieten, mit dem, wovor wir uns fürchten, mit dem, wonach wir uns sehnen,…

spielerisch zu tanzen.

Vielleicht feiern wir tatsächlich irgendeine Form vom „Fasching“…

Vielleicht beginnen wir mit dem Frühlingsputz…

Möglicherweise räuchern wir die Wohnung aus…

Vielleicht lassen wir uns ein auf die Fastenzeit…

Was immer du tust:

Erlaube dir unendliche Zeit zu haben.

Erlaube dir noch langsamer zu sein.

Erlaube dir, deinen Plan fallen zu lassen.

Erlaube dir, keinen Plan zu haben.

Erlaube dir, diese spürbare Berührbarkeit

…und lass dich von den Wellen des Atems, des Lebens sanft wiegen. IN diesem Schmerz, in dieser Lebendigkeit, in dieser Fülle, in dieser Tiefe, in dieser Freude,…

<3

Verena

PS: Ab dem 22. März gibt es meinen ersten Online-Kurs zum Thema „Wandlung alter Strukturen“

Ich begleite dich mit verschiedenen Texten, Videos, Yoga Einheiten, Meditationen und Impulsen in deinem Alltag Zuhause 🙂


Was passiert, wenn wir den Kopf ablegen?

Jede Asana (jede Körperhaltung), die wir einnehmen, entspricht einer bestimmten Qualität. Das passiert ganz automatisch, ohne dass wir irgendetwas dafür tun müssten, denn unser Körper ist ganz natürlich Ausdruck von Lebendigkeit. Wir spüren das zum Beispiel wenn aufgeregt sind und ein mulmiges Gefühl im Bauch haben oder wenn unsere Augen müde sind und wir nicht mehr konzentriert nach außen schauen wollen…

Das heißt: Unser Körper zeigt uns gewissermaßen, was „innerlich“ gerade so abgeht. Er zeigt uns wieviel Kraft gerade zur Verfügung steht, er zeigt uns unsere wunden oder weichen Stellen…

Das heißt aber auch, dass – wenn wir anfangen unseren Körper zu bewegen – auch unsere inneren Strukturen mitbewegt werden. Wir stärken also beispielsweise unsere Basis (unseren Beckenboden) und damit berühren wir u.a. auch das Thema unseres Urvertrauens. Oder wir dehnen und öffnen vorsichtig (körperliche) Bereiche, die vielleicht seit langer Zeit hart und zusammengezogen waren und damit rühren wir ganz automatisch auch unsere eigene Berührbarkeit an.

Unser Körper ist Ausdruck unserer Schutz-, Flucht-, und Kampfreflexe – und all diese werden angesprochen, sobald wir mit einem körperlichen „Schmerz“ konfrontiert werden (damit arbeiten wir zum Beispiel in den passiven Yin-Haltungen ganz bewusst).

Was passiert nun, wenn wir unseren Kopf ablegen?

In den letzten Jahrzehnten hat sich das menschliche Denken zu einem immer schärferen Werkzeug herausgebildet. Und das ist wunderbar! Wir haben gelernt, uns unseres eigenen Verstandes mehr und mehr zu bedienen. Wobei man jedoch ehrlicherweise sagen muss, dass wir sehr, sehr oft eher die Gedanken (und Traditionen (auch spirituelle Traditionen)) von anderen denken, anstatt wirklich unseren eigenen Verstand zu benutzen. Ein Grund dafür ist sicherlich der, dass wir uns wenig Raum und Zeit nehmen, genauer Hinzuschauen! Oftmals scheinen wir so sehr beschäftigt, dass es notwendig ist, in Automatismen zu verfallen, anstatt Energie aufzuwenden, wirklich neu zu schauen – und dann vielleicht eben auch mal zuzugeben, dass man falsch lag oder es mittlerweile anders sieht oder dass man noch gar nicht so genau weiß, was man eigentlich darüber denkt!

Da ich menschliches Sein als ein sehr „komplexes Gebilde“ verstehe, sehe ich das Denken als einen wertvollen Teil dieses Seins – aber eben nicht als den einzigen.

Wenn ein Bereich lange Zeit intensive Aufmerksamkeit bekommt und dadurch wächst und sich ausbildet, kommt es vor, dass andere Bereiche zu kurz kommen und irgendwann ein enormes Ungleichgewicht entsteht. In der Regel gleicht das Leben das irgendwann ganz automatisch aus. Denn unser menschliches Leben formt sich gerade durch die Spannung (mindestens) zweier Pole.

Die Ganzheit wird erst sichtbar und erfahrbar durch das Gegenteil. Wir lernen über die Liebe u.a. dadurch, dass wir erfahren, wie sich die Abwesenheit von Liebe anfühlt…

Zum menschlichen Sein gehört neben dem notwendigen gedanklichen Erfassen von Lebendigkeit auch das körperliche Erleben von Kraft, Kraftlosigkeit, Anspannung, Entspannung, Weichheit, Verletzlichkeit, Sinnlichkeit, Genuss, Schmerz,…

…ebenso wie das emotionale Erleben von Lebendigkeit. Und auch „feinere“ Ebenen von Energie sind durchaus individuell und real erlebbar.

Wenn wir unseren Fokus lange Zeit im Kopf haben, kommt es vor, dass wir uns dort verhaspeln. Dann brauchen wir ein bisschen Aus-Zeit um wieder neu und weit denken zu können. Dabei kann uns u.a. der Körper und Körperarbeit dienlich sein.

Manchmal ist es hilfreich, ganz neue gedankliche Inspirationen einzuholen, um einen neuen Blick zu bekommen.

Manchmal ist es heilsam, die komplette Geschichte mal für einen Moment loszulassen und gar nichts wissen zu müssen und stattdessen mit der Erleichterung des nicht-Wissen-müssens zu sein (die u.U. vielleicht auch zunächst erst einmal als furchterregend erlebt wird – denn oftmals identifizieren wir uns wirklich komplett mit unseren Gedanken über uns und eine bestimmte Situation. Deswegen haben wir auch oft das Gefühl, genau diese Sichtweise verteidigen zu müssen).

Was passiert aber, wenn wir unsere Sicht komplett anerkennen und gleichzeitig offen dafür sind, dass diese Sicht nicht alles ist?

Sondern nur eine Sichtweise.

Was passiert?

Wenn wir uns einen Moment Zeit nehmen, mal ganz authentisch und selbstständig nachzuforschen, werden wir herausfinden, dass Gedanken zunächst ungefragt erscheinen. Auch wenn sich Gedanken also quasi durch uns ausdrücken, so erscheinen sie doch zunächst ungefragt (in uns). Wir sind also nicht diese (tollen oder schrecklichen) Gedanken. Wir könnten auch ganz anders darüber denken…

Tun wir aber nicht.

Egal warum, wir gerade genau dieses hier für bedeutsam halten, – HIER entfaltet sich gerade diese Form.

Und wir sind Ausdruck dieser Form und gleichzeitig Beobachter dieses Ausdrucks.

Im Anschluss an das Auftauchen eines Gedankens, legt sich das Bewusstsein mehr oder weniger darauf (d.h. der Gedanke wird uns mehr oder weniger bewusst oder eben nicht bewusst) und zusätzlich wird dieser Gedanken mehr oder weniger für wahr gehalten – oder für weiter erforschungsbedürftig erachtet. Gleichzeitig mit dem Gedanken (bzw. kurz darauf) zeigt sich dann auch ein entsprechendes Gefühl zu jenem Gedanken. Dieses veranlasst uns direkt zu einer Reaktion, der – je nach innerer Struktur – blind gefolgt wird oder die mit mehr oder weniger Spielraum erforscht wird.

Wenn wir unseren Kopf jetzt ablegen, passiert etwas in unserem Körper- und Nervensystem. Denn wir legen den Teil ab, mit dem wir uns zumeist indentifizieren. Ohne, dass wir irgendetwas dafür tun müssten, entspannt etwas in unserem System. Und das kannst du ganz einfach selbst überprüfen:

Leg deinen Kopf einmal vor dir auf den Boden ab.

Was passiert?

Was passiert, wenn du gar nicht „nach draußen in die Welt“ schauen kannst und damit auch nicht so wie sonst in das ganze Spiel von „ich“ und „du“ eintreten kannst. Du siehst – selbst wenn du die Augen jetzt öffnest – nicht weit, sondern gerade auf den Boden, auf den Platz, an dem du stehst (bzw. gerade sitzt/liegst).

Du bist weniger mit dem konfrontiert wie irgendetwas aussieht, was die anderen machen, wie es bei den anderen aussieht,…

Du bist mehr bei dir.

Stell dir jetzt vor, jemand würde dich ansprechen und mit dir über irgendeine Sache diskutieren wollen. Was würdest du tun? Du würdest deinen Kopf heben und deinen Standpunkt deutlich machen wollen, indem du dem anderen auf Augenhöhe gegenüber trittst (inklusive all deiner anderen energetischen, psychischen und körperlichen Muster von Vertrauen, Schutz, Angst und Kontrolle).

Hier kannst du einen Eindruck davon bekommen, wie die Körperhaltungen (immer schon) wirken – in die eine und in die andere Richtung.

Wenn du mehr darüber herausfinden magst, dann komme doch mal in eine meiner Yogastunden (in Kirchheim/Teck) oder besuche micht auf youtube:

Yin-Yoga:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=rY1O4kpdpNQ

 

Yoga für die Schultern/Rücken:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=LSGox63HTgs

 

Gespräch über „Raus aus dem Kopf – Rein in den Moment“:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=TkKhbRsrCCg

 

Ich freu mich auf dich!

Von Herzen, Verena

Mein Yoga BLOG

Ich heiße Verena und ich liebe Yoga!

Was ich noch liebe, ist das frische Erforschen der Lebendigkeit dieses Augenblicks…  und damit meine ich nicht das Erkennen einer WAS-heit in dem Sinne: „Ah, so ist das also!“, sondern vielmehr eine Art „Eintauchen“ in die Bewegung dieses Augenblicks mit all seinen unbekannten Wellen…

Aber ich weiß natürlich: Im Austausch, im Reden, Schreiben und Lesen von Worten scheint es so, als würden wir genau wissen, wovon wir sprechen.

Dennoch: Neben all den Worten, die wir täglich denken und benutzen, vertieft sich ganz natürlich auch noch ein anderes Begreifen dieser unfassbaren Lebendigkeit. Und dies passiert unter anderem dadurch, dass wir neben unserem Verstand auch noch einen Körper bewohnen, der Lebendigkeit wortwörtlich verkörpert. In unserem Körper erspüren wir – wenn wir uns darauf einlassen – zum Beispiel die gerade vorhandenen Kraft. Wir spüren aber ebenso einen körperlichen Ausdruck von Unsicherheit, Aufregung, Hitze, Wut, Energie, Freude, Starrheit, Angst, Weichheit, Offenheit, Berührbarkeit, usw.

In unserem Körper sind verschiedenste Emotionen und auch Verhaltensmuster gespeichert, in Form von muskulären Reaktionen oder tauben, unbewussten, nicht spürbaren Stellen, aber auch in Form von harten Stellen, kraftvollen Bereichen oder zum Beispiel der mehr oder weniger vorhandenen Möglichkeit loszuassen. Das heißt, sobald wir mit unserem Körper „arbeiten“, berühren wir auch immer diese Muster. Das ist ein Teil meiner Arbeit: Ich unterstütze Menschen darin, sich selbst zu begegnen – über den Körper. Denn er ist zusammen mit dem Atem wie ein Brücke vom Materiellen zum Geistigen und Seelischen.

Mein ganzes Leben habe ich im Grunde damit verbracht dieses unfassbare Leben lebendig zu erforschen. Was passiert, wenn ich das mache… Wie fühlt sich dies hier an… Was bedeutet das da…

Dabei war mir das „Forschen“ durchaus nicht in jedem Augenblick völlig bewusst. Oft genug war ich selbst verzweifelt, unsicher und auch tief verletzt. Und dennoch gab es immer eine gewisse Süße der Lebendigkeit selbst. Dieser „Kontakt“ mit dem, was ich jetzt einfach mal als meinen „Wesenskern“ betitele, hat mich immer angezogen, genährt und mit tiefer Erfüllung gesegnet.

Das war so, als ich das erste Mal mit dreizehn unglücklich verliebt war und all diesen wahnsinngen, inneren Gefühlen völlig ausgeliefert war. Es war so, als ich mich und meine Position in der Klassengemeinschaft in den Jahren der Pubertät immer wieder neu finden musste. Es war so, als meine Oma verstarb und ich so gerne wissen wollte, wo und was sie jetzt ist. Es war so, als ich mich dazu entschloss mein Studium zugunsten einer eigenen Yogaschule erstmal aufs Eis zu legen, obwohl meine Familie, die mich finanziell bei meinem Vorhaben unterstütze, dagegen war und ich all die Angst spüren konnte. Das war auch so, als ich zum ersten Mal Mama wurde und die Liebe zu diesem kleinen Wesen, all meine Vorstellungen immer wieder neu auf den Kopf stellte. Es war auch so, als sich die Beziehung zu meinem damaligen Mann veränderte und als wir unsere gemeinsame Yogaschule verkauften und auch unser Eigenheim. Es war so, als ich mich alleinerziehend, mit zwei Kindern, finanziell auf das absolut nötigste begrenzt, wiederfand und mich ganz auf das – zu jener Zeit – „Grundsätzlichste“ konzentrierte: Mein Mama-Sein und meine „inneren Wunden“ und „Prozesse“. Es war auch so, als ich schließlich wieder anfing zu unterrichten. Es war so, als mein Vater ganz plötzlich verstarb und sich dadurch unsere ganze Beziehung in einem völlig anderen Licht offenbarte – und mit ihr auch alle anderen Beziehungen um mich herum…

Es gib keinen Augenblick, der es nicht Wert wäre, gelebt, geschmeckt, gedacht, gefühlt und erspürt zu werden.

Auf diesem BLOG berichte ich von meinen Erforschungen, rege zum eigenen Erforschen an und gebe Impulse aus meinem Yogaunterricht.

Ich freue mich über alle, die sich dadurch inspiriert fühlen!

Von Herzen

Verena