Komfortzonen und natürliches Reifen

Gestern wurde ich mal wieder von einem meiner Lehrer inspiriert und möchte hier meine eigenen Gedanken dazu gerne mit euch teilen:

Es geht um unser natürliches Bedürfnis im Gleichgewicht zu ruhen und darum, dass uns das Leben ebenso natürlich aus eben diesem Gleichgewicht immer wieder „heraus haut“.

Warum?

Das, was wir aktuell als unseren persönlichen „Wohlfühlraum“ bezeichnen, ist der Raum, in dem wir uns relativ gut auskennen. Selbst wenn er nicht immer dem „Himmel auf Erden“ entspricht und vielleicht sogar verschiedenste Kompromisse beinhaltet, so ist dieser Raum immerhin bekannt und deswegen allem vorzuziehen, das nicht eindeutig und erkennbar „besser“ ist, als dieser bekannte Raum. Das ist ein natürliches menschliches Bestreben.

Mein Ex-Mann hat neulich zu mir gesagt: „Verena, faul sein ist natürlich. Es ist ein natürliches Prinzip. Guck dir irgendein Tier an, jedes einzelne macht exakt das, was es benötigt. Kein einziges Tier rennt wie besessen durch die Gegend und kriegt schier einen Herzinfakt, nur um irgendwelchen, verrückten Konstrukten zu folgen.“

Er hat Recht.

Und dennoch machen wir (Menschen-Tiere) auch das und zwar genau dann, wenn dieses rastlose, klar definierte Abrackern das ist, was wir für uns ganz persönlich als „Komfortzone“ verstehen.

Jede Komfortzone sieht anders aus, ist sehr individuell.

Sie ist der Raum, der uns das Gefühl gibt, HIER haben wir die Kontrolle, denn die Regeln und Grenzen scheinen eindeutig zu sein.

Diese Eindeutigkeit ist im Grunde aber nichts anderes, als die ewige Wiederholung des Gleichen in einer etwas anderen Variante.

Das ist nun überhaupt nicht schlimm oder schlecht oder sonst irgendwas. Es ist einfach das, was natürlich passiert!!!

Das, was natürlich passiert ist so, als würden wir die selbe Sache von einem etwas anderen Blickwinkel anschauen. Dabei sind die Schritte zart. Wir drehen ein klein wenig den Kopf oder tapsen ein wenig nach rechts oder links und sehen dann ein weiteres Mosaikstück dessen, was wir vor uns haben.

Evolution ist nun das natürlich Bestreben sich zu entwickeln, weitere Möglichkeiten auszutesten, den Raum auszudehen, die aktuelle Grenze zu sprengen.

Deswegen ist alles in Bewegung. Selbst wenn wir uns bemühen, den Kopf nur ein bisschen zu heben und keinen Schritt weiter zu gehen, weil gerade alles so perfekt ist, bewegt sich das Leben dennoch weiter.

Manchmal ist das minimale Heben des Kopfes unser ständiges Rennen, das nur so aussieht, als würden wir uns von der Stelle bewegen. Im Grunde leben wir Tag ein, Tag aus, das selbe Muster von „so ist es richtig, das weiß ich genau“.

Wenn wir die aktuelle Grenze sprengen, dann übertreten wir immer die Grenze dessen, was wir bisher für wahr gehalten haben, denn wir betreten einen unbekannten Raum.

Alles, was wir kennen, ist das Gestern (bzw. das, was uns zu diesem Zeitpunkt möglich war, zu erkennen).

In Wirklichkeit beinhaltet dieser (immer neue) Augenblick tatsächlich die Möglichkeit völlig neu zu schauen!!!

Dann jedoch müssten wir zumindest für Augenblicke die Idee loslassen, dass wir bereits wüssten.

Die Idee vom Wissen gibt uns Sicherheit. Sie erzählt uns, dass sie uns schützt: Vor weiteren Verletzungen, Fehltritten und dergleichen.

Hier gilt es nun ganz genau zu unterscheiden: Welche Stimme spricht gerade in uns?

Ist es die Stimme der Angst, die uns in der bekannten Kompfortzone Sicherheit verspricht?

Oder ist es die Stimme, die unser authentisches Gefühl in Bezug auf diese bestimmte Sache ausdrückt?

Sind wir überhaupt in der Lage, diese beiden Stimmen voneinander zu unterscheiden?

Das sind wir eigentlich nur dann, wenn wir schon ein bisschen Übung darin haben im „genau Hinsehen“ und dann, wenn wir dieses ganze „Thema“ (Selbsterforschung) überhaupt irgendwie interessant finden. Ansonsten laufen wir unentwegt in unseren Automatismen – einfach weil es das Einfachste und Effizienteste ist.

Aber selbst dann, wenn wir uns ungern bewegen – vielleicht schon ein bisschen, aber bitte nur so viel, wie ich das Gefühl habe, mein „Ich“ behält in alldem den Überblick -, fließt die Lebendigkeit natürlich weiter.

Es gibt definitiv, absolut nichts innerhalb dieser Lebendigkeit, was auch nur einen einzigen Augenblick still bleibt. Nicht mal so massive Dinge wie Berge, Tische oder Stühle. Die Dinge nutzen sich ab, sie werden dreckig, hier oder dort wackelt ein Stein, wächst eine Blume oder wird eine Blume geplückt.

Jede Beziehung, die wir eingehen, verändert sich mit jedem Wort, das wir sprechen oder nicht sprechen. Plötzlich fühlt es sich hier miteinander anders an – warum? Weil die Person, die hier involviert ist, nicht mehr die selbe ist, die sie gestern noch war, denn mittlerweile hast du dieses oder jenes Buch gelesen, diesen oder jenen Gedanken gehabt, in diese oder jene Augen geschaut,…

Wir können all das nicht festhalten. Dazu ist es überhaupt nicht gemacht. So wie das Wasser dazu da ist zu fließen und das Feuer dazu da zu brennen, so bewegt sich alles – jede einzelne Zelle in uns vibriert! In jedem Moment!

Egal, ob du krank auf dem Sofa liegst, ob du mit dieser Situation niemals gerechnet hast, ob du dir wahnsinnige Vorwürfe machst oder dich befreit fühlst, hungrig bist oder sonst irgendetwas.

Wenn wir uns daran erinnern, könnte es sein, dass wir Lust bekommen, mit dieser Situation zu wachsen, anstatt an ihr zu leiden (oder sie kontrollieren zu müssen).

In jedem Leiden steckt immer der (versteckte) Glaube, dass es etwas geben könnte, das besser wäre, als das, was ist.

Tatsache aber ist, dass JETZT DAS HIER IST.

Tatsache ist, dass das Leben einfach weiter geflossen ist, um dir noch mehr Farben zu zeigen. Eigentlich um nun diese andere Farbnuance zu SEIN!

Aber dein kleines „Ich“ glaubt es besser zu wissen, möchte die alte Haut nicht abstreifen, klebt an der Erinnerung, fühlt sich damit sicher, alles ist wunderbar eingeordnet in dieses oder jenes Konzept von Leben. Hier scheint es planbar und damit das Glück.

Wir suchen Glück in der Regel innerhalb unserer Komfortzone.

Das ist bekanntes Glück.

Wir geben diesem Glück Namen: „sicherer Arbeitsplatz“, „unterstützender Umgebung“, „Harmonische Beziehung“, „bedingungslose Liebe“, „Erleuchtung“, …

…ohne eine echte Ahung davon zu haben, was jeder dieser Bergiffe wirklich ist.

…ohne eine echte Ahnung davon zu haben, dass jeder dieser Begriffe, mit einem Inhalt gefüllt ist, der nicht fest ist, der sich nämlich wandelt mit jedem Atemzug und mit jedem natürlichen Überschreiten unserer aktuellen Bewusstseinsgrenze.

Das, was Leben IST, befindet sich immer außerhalb dessen, was wir mit unseren Meinungen und unserem Wissen versuchen zu begreifen und zu halten.

Denn Leben tanzt..

Glück im Bereich der Komfortzone kann kein Dauerhaftes sein, denn das Leben kickt uns irgendwann wieder raus, aus diesem aktuell bekannten Bereich. Irgendetwas ändert sich immer: Unser Körper, unser Gegenüber, die Umstände, unser Bewusstsein,…

Glück ist ein SEINS-Zustand.

Er ist unsere Natur.

Glück liegt nicht in den Dingen, die sich verändern und die wir so gerne so organisieren würden, dass sie sich zum „Guten“ (Glücklichen) entwickeln.

Glück liegt in dem, was Veränderung IST.

Glück liegt in der „Mitte“ von jedem Atemzug, in der Mitte von jeder schmerzlichen Erkenntnis, in der Mitte von jeder neuen Erfahrung, für die wir noch keinen Namen gefunden haben, die wir noch nicht eingeordent haben in „sinnvoll“, „hilfreich“, „falsch“ oder was auch immer.

Du BIST Glück!

Verspürst du nicht direkt Lust, mit diesem natürlichen Fluss direkt mitzufließen? Da einzutauchen in diese Bewegung, in dieses Unbekannte hinein?

Tiefer zu schauen, mehr zu fühlen, als das, was du bereits kennst? Selbst wenn das aktuell vielleicht bedeutet, sich diesem Schmerz oder dieser Unsicherheit auszusetzen?

Was fühlt sich lebendiger an?

Wofür schlägt dein Herz?

<3

Verena


Das Geheimnis der Rishikesh-Reihe

Heute erfährtst du etwas über meine ganz persönliche Erfahrung mit dieser Reihe. Es hat mit der Dimension zu tun, die trotz aller Unterschiedlichkeit von Erfahrung immer gleich bleibt. Aber dazu später mehr.

Die Rishikesh-Reihe ist das „Basis-Gerüst“ mit dem in der Sivananda-Tradition Asanas praktiziert werden.

Die Sivananda Tradition ist eine ganzheitliche Yogatradition. Das heißt, das die Asanas (der Hatha Yoga Teil) tatsächlich nur ein Teil von dem darstellt, was YOGA seinem Wesen nach ist. Selbst wenn in den angebotenen Hatha Yoga Stunden, es augenscheinlich so wirken kann, als ginge es hier lediglich um den Körper, so wird im Vergleich zu manch anderer Tradition (oder zumindest nach einiger Zeit) bald klar, hier geht es eigentlich um dein Bewusst-SEIN.

Wenn die Rishikes-Reihe ein Basis-Gerüst darstellt, dann heißt das, dass in den Anfänger-Stunden auch viele andere, vorbereitende Übungen gelehrt werden, die auf diese Grund-Haltungen vorbereiten und dass es in Stunden für geübte Schüler mehr und mehr um die energetischen Ebene der Haltungen, das Pranayama und die Meditation geht.

Yoga-Stunden nach der Sivananda Tradition laufen nicht immer komplett gleich ab, aber haben im besten Falle eine bestimmte Atmosphäre, eine bestimmte Qualität, die spürbar ist.

Das jedoch hängt natürlich immer auch vom Lehrer oder der Lehrerin ab und davon was er oder sie selbst in sich lebendig erfahren hat. Etwas weiterzugeben, weil man es theoretisch begriffen hat oder etwas weiterzugeben, weil es das eigene „Herz“ berührt, ist natürlich immer ein großer Unterschied. Andererseits sind wir als Menschen so so viele, mit so so unterschiedlichen Bedürfnissen und (inneren) Orten, an denen wir stehen, da braucht es sicher eine Vielzahl an unterschiedlichen Lehrern. Nicht nur, damit jeder Schüler und jede Schülerin, jeder Körper und jede Körperin den Platz finden, von dem aus sie weitergehen möchte, sondern auch damit jeder Lehrer und jede Lehererin das weitergeben kann, was speziell er oder sie zu geben hat.

Nun zum traditionellen Aufbau der Stunde:

Nach einer bewussten Zeit des Ankommens (des Bewusstseins im Körper und damit HIER in diesem Moment) und dem „Aufwärmen“ (im Sonnengruß), ist die erste richtige Haltung der Rishikesh-Reihe: Der Kopfstand.

Und direkt HIER fängt es auch schon an, dass die Tradition fragwürdig wird…

Einer Geschichte nach IST der Kopfstand nämlich gar nicht die erste Haltung der Rishkesh-Reihe, sondern eigentlich die LETZTE! Weil sie aber etwas herausfordernd ist und einige Schüler im damaligen Ashram gerne zum Ende der Stunde hin, auf die Toilette verschwunden sind, um diese Herausforderung zu umgehen, wurde diese wunderschöne Asana kurzerhand an den Anfang der Reihe gesetzt 😉

Wie auch immer es tatsächlich waHr, es zeigt wunderbar die Lebendigkeit und Bewegtheit des Lebens!!!

Egal welcher Tradition wir folgen, also egal welche Wurzeln wir haben, die uns energetisch, aber auch mit Wissen und Erfahrung so so wunderbar nähren (sei dies nun die Liebe und die Talente unserer Eltern, die Herausforderungen, an denen wir im Laufe unseres Lebens wachsen durften oder die wahnsinnig interessanten Errungenschaften, Erforschungen und Gedanken unserer Vor- Vorfahren), wir DÜRFEN mit diesen Geschenken WEITER gehen!!!

JETZT sind wir an der Reihe und jetzt ist es an uns mit diesem Wissen und diesen Gaben in der jetzigen Zeit, in diesem aktuellen lebendigen Moment, belebt umzugehen!

Was braucht es jetzt?

Was ist JETZT umsetzbar?

Was ist jetzt authentisch?

Wie dem auch sei….

Der Kopfstand wird in real gelebten Sivananda-Yoga-Klassen geübt oder weggelassen, an den Anfang oder an das Ende der Yogastunde gesetzt, sehr technisch, korrekt und gut vorbereitet geübt oder energetisch begleitet. Das hängt von der jeweiligen Klasse ab.

Wenn du nun in irgendeiner dieser Klassen bist, sind da vielleicht 6 oder 10 oder 20 oder 50 andere Teilnehmer mit dir. Für jede einzelne wird diese eine Moment des Kopfstandes besonders sein. Und zwar ganz egal ob sie ihn mitmacht oder einfach auslässt.

Warum?

Weil du in jedem Fall eine Erfahrung machst, die dir im Rahmen der Yogastunde vermutlich sehr bewusst wird.

Du wirst mit deinen Ansprüchen konfrontiert, mit deinen Grenzen, mit deinem Ehrgeiz und mit deiner heutigen (immer aktuellen) körperlichen Verfassung (die sicherlich anders ist als gestern, letzte Woche oder morgen). DU wirst konfrontiert mit dem Maß, dich einzulassen, auf das, was IST, was dir JETZT zur Verfügung steht.

Und genau das IST Yoga.

Weil es dich mit dir in Kontakt bringt. Es bringt dich in Kontakt mit dem, was du deinem Wesen nach bist und mit dem, was durch dein Wesen Form annimmt: All die Vorstellungen, all dein Wissen, all die Prägungen,…

Von daher ist es fast egal, welche Yoga-Asana du wie ausübst…

Und dennoch wirkt tatsächlich jede noch so kleine Kleinigkeit auf dein gesamtes System. Wenn du in dieser Asana plötzlich den Beckenboden mit aktivierst oder nicht, wenn du minimal die Mundwinkel hochziehst und deinen Blick entspannst,…

…das verändert ALLES!

Probiere es aus 🙂

Zurück zum Kopfstand:
Der Kopfstand aktiviert energetisch die „Verbindungstelle“ zwischen menschlichem Bewusstsein und dem „göttlichen Funken“ in uns, denn er spricht das Sahasrara Chakra an. Das Sahasrara Chakra ist das „Tor“ zu der Dimension, in der all die scheinbaren Trennungen, die wir als menschliche Wesen erleben, all die Einteilungen in „ich“ und „du“, „richtig“ und „falsch“, „voll“ und „leer“, „Mann“ und „Frau“,… …in ihrer Scheinbarkeit offensichtlich werden.

Eigentlich beginnt dieses „Sehen“ bereits im Herzraum (Anahata-Chakra) und ist eine ganz natürliche Entwicklung menschlicher Evolution. Eine Evolution des Bewusstseins, die in ihrem eigenen Rhythmus auf natürliche Weise irgendwann Form annimmt.

In einigen Traditionen wird diese natürliche Entwicklung und menschliche Evolution beschrieben als „Kundalini-Erwachen“. Dieses Wort (Kundalini-Energie) und die damit verbundenen Erklärungen sind jedoch nur eineWeise, diese natürliche Entwicklung zu beschreiben und zu erklären. Letztlich gibt es unendlich viele Ausdrucksmöglichkeiten. Und natürlich einige, die überhaupt keiner yogischen Begriffe bedürfen. In diesem Sinne sind natürlich auch keine Asanas (Yogahaltungen) von Nöten, um hier irgendwie vorwärts zu kommen. So wie in einem Garten die verschiedensten Sträucher, Bäume, Gräser, Blumen und „Nutzpflanzen“ wachsen, ist auch Yoga lediglich eine Form von unendlich vielen Ausdrucksmöglichkeiten des Lebens selbst.

Wenn du dich jedoch aus irgendeinem Grund von Yoga und der Arbeit mit dem Körper angezogen fühlst, dann ist jede einzelne Yogahaltung wie eine Tür.

Der Kopfstand ist nun die Tür, die dich mit deinem „höheren Selbst“ verbindet. Also mit dem, was „Oberhalb“ der Kleinlichkeit des menschlichen Geistes existiert. Mit all dem, was hinausgeht über die Ideen von „richtig“ und „falsch“. Mit all dem, was jenseits von diesem oder jenem so wunderbar und detailliert dargelegten (emanzipierten, menschlichen, politischen, wirtschaftlichen, religiösen, spirituellen,…) Konzept IST. Insofern ist es sogar ein Hinausgehen über jede Form von Erfahrung, die du als „Ich“ machen kannst.

Während deine Wurzel (das Muladhara Chakra) dich verbindet mit der „Tiefe“ von Menschlichkeit. Diese hebt sich deutlich ab von der Qualität des Tieres oder der Pflanzenwelt. Gleichzeitig verbindet dich dieses Chakra (diese Qualität) mit der gesamten Qualität von Erde.

Die Erde hat eine gewisse Schwingung und „Energiequalität“ – die sich natürlich auch entwickelt. Du bist über das Wurzelchakra mit der Energie der Erde verbunden. Die Energie der Erde ist u.a. die Qualität des Form-Annehmens.

Das Wurzelchakra ist am unteren Ende der Wirbelsäule. Wenn wir aufgerichtet sind, fließt Energie durch uns hindurch. Die Energie der Erde und die Energie des „Himmels“. Deswegen ist das Thema der Aufrichtung nicht unbedeutend.

Gerade im Yoga geht es immer auch um deine Aufrichtung. Um deine innere Aufrichtigkeit und damit Authentizität.

Wer bist du deinem Wesen nach?

Was will aus dir herausfließen und Form annehmen?

Die Rishikesh-Reihe legt mit ihren Haltungen den Fokus auf die Bewegung des Formlosen in der Form.

Jede einzelne Körper-Haltung entspricht einer inneren Haltung. Dabei ist die Reihenfolge deswegen nicht völlig egal, weil ja beispielsweise auch zuerst der Same kommt, dann der Keimling und dann die Pflanze und wachsen und öffnen eben nicht kunterbund durcheinander geschieht – während es gleichzeitig höchst individuell Form annimmt.

Es ist einerseits völlig egal ob wir nun wirklich mit dem Kopfstand anfangen oder ihn an das Ende setzten oder gar nicht machen. Es ist insofern nicht egal, weil wir schauen sollten WO wir stehen.

Bevor ich in einen Kopfstand gehe, ist es interessant, ob mein Körper (und mein Geist) darauf vorbereitet sind:

Habe ich genug Kraft? Habe ich genug Stabilität druch Beckenboden, Bauch- und Armmuskulatur? Was ist mit meinem Augen- und Blutdruck und wie viel Angst ist vorhanden? Vertraue ich dem Lehrer, der Lehrerin?

Manchmal dürfen wir aber auch spielen wie Kinder und einfach unsere Erfahrungen machen 😉

Am Ende gibt es unendlich viele Möglichkeiten mit der Rishikesh-Reihe zu spielen und dennoch ihren Wert zu ehren und als Geschenk weiterzugeben.

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren <3

Von Herzen

Verena

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