Einander zu berühren ist etwas anderes, als die selbe Meinung zu haben…

Im Alltag überwiegt meist das Beschäftigt-Sein im Außen. Die Dinge überschlagen sich und vieles läuft in Automatismen ab.

Wenn wir dann zur Ruhe kommen und vielleicht auch mal alleine mit uns selbst sind, hören wir unsere Gedanken zum ersten Mal bewusst.

Aber oft bleiben wir dann auch hier: In unseren Gedanken.

Wir fragen uns nicht, sind das wirklich MEINE Gedanken?

Ist das wirklich wahr, dass ich so oder so denke?

Wir glauben unseren Gedanken meist unhinterfragt, obgleich viele dieser Gedanken tatsächlich konditionierte Programme sind, die manchmal sogar gegen uns selbst arbeiten.

Wenn wir dann aber mit einem Gegenüber in Kontakt kommen, dreht sich etwas.

Das Gegenüber wirkt nicht nur wie ein Spiegel, es läd uns auch ein, einander auf eine andere Weise, als nur durch Worte, zu begegnen:

Nämlich körperlich!

Wir fühlen einander.

Wir können uns gegenseitig in der Gegenwärtigkeit dieses Augenblickes berühren.

Nicht nur indem sich unsere Körper berühren, wir können die Präsenz des anderen spüren – auch wenn wir uns körperlich nicht berühren.

Wir spüren die Stimmung des Gegenübers. Denn alle Menschen schwingen auf der gleichen lebendigen Frequenz. Das ist unsere Urfrequenz. Hier sind wir schon, noch bevor wir das erste Wort sprechen können. Das ist auch der Grund, warum Eltern ihre Kinder wortlos verstehen – zumindest wenn sie sich nach den ersten Wochen aufeinander eingeschwungen haben – und wenn sie nicht vollkommen im Denken stecken bleiben.

Genau DANACH fragt das Leben:

Was bist du ursprünglich?

Wenn wir diese „Frequenz“ wieder entdecken, dann bekommen wir ganz neue Antworten auf unsere Fragen. Keine Wort-Gedanken-Antworten. Aber etwas, dass uns sehr, sehr nah ist und dass wir eindeutig und direkt verstehen.

Es ist die Qualität des Mit-Fühlens und der Freude. Wir wissen dann einfach was zu tun ist. Und wir haben auch genug Kraft, um genau das zu tun, was eben nur wir selbst tun können. Niemand kann das für uns tun, was eben nur wir selbst tun können. Ganz einfach, weil du DU bist.

Wenn wir also in Beziehung miteinander treten, haben wir immer diese beiden Möglichkeiten. Entweder wir bleiben im Verstand und checken einfach nur ab, ob wir dieselbe Meinung haben. Möglicherweise diskutieren wir auch und versuchen uns dadurch irgendwo zu finden – dann bleiben wir jedoch weiterhin auf der Ebene des Denkens.

Oder:

Wir beginnen uns SELBST – und damit immer auch das Gegenüber – zu FÜHLEN!

Wir spüren in die Atmosphäre hinein. In unseren Körper. In unseren Atem.

Wir schauen in die Augen des Gegenüber – und wir werden uns bewusst, dass es auch unsere Augen sind.

Wir spüren den Atem des Gegenübers und erlauben uns SELBST – und dem Gegenüber- einfach zu SEIN.

So wie wir gerade sind.

Mit genau diesem Gefühl jetzt.

Mit genau diesem Erleben, jetzt.

Dieses Körpergefühl, jetzt.

Vielleicht halten wir die Hand des anderen: Wir halten diese andere Hand und wir werden gehalten.

Vielleicht umarmen wir uns auch: Wir umarmen das Gegenüber und wir werden umarmt.

Wir fühlen unseren Atem – und den Atem des anderen.

Dafür braucht es keine Worte und es ist doch so, so viel näher, als jedes Wort es jemals sein könnte.

Und plötzlich sind wir ganz HIER.

Genau DIESES Erleben jetzt.

Das ist ursprünglich Menschlich.

Diese Art der Begegnung.

Damit haben wir ganz natürlich auch in der Yoga-Woche im Soami gespielt und geforscht. Ich komme gerade zurück und bin noch immer ganz gerührt. Was für eine nährende Woche. Hier ein paar Eindrücke:

Nächstes Jahr wieder:

Silvia und ich zusammen im Soami in Kärnten am Millstätter See. Eine Woche YOGA Retreat. Vom 24.-31.07.

Vielleicht magst du mit dabei sein?

Melde dich gerne unter: verena@yogalini.de

Oder schau auf meine Website: http://www.teck-yoga.de/1%20Yoga%20Stille%20Retreat.html

Hier findest du ein paar Infos über das Soami: https://www.soami.at/de

Schritt für Schritt… Wohin führt DEIN Weg?

Schritt für Schritt für Schritt… Selbst, wenn wir gerade nicht physisch gehen, sondern vielleicht auf einem Schreibtischstuhl sitzen, im Auto umherfahren oder die Küche aufräumen, so ist es doch unmöglich, dass wir uns nicht auf unserem Weg befinden.

Ganz genau betrachtet ist es jedoch eigentlich so herum: Das Leben fließt DURCH uns hindurch. Es nimmt durch uns FORM an – in jedem Gedanken, in jedem Gefühl, in jedem Gespräch, in jeder Berührung, in jeder Bewegung…

Das heißt: Selbst wenn ein „Teil“ von uns (ein Teil unserer konditionierten und gewachsenen Persönlichkeit) sich fragt, ob wir uns wohl gerade auf einem Irrweg befinden, ist auch dieser Moment ein Teil dieses Form-Annehmens und findet nicht außerhalb statt.

Alles ist sozusagen IM Leben DRIN.

Und dennoch gibt es ein Gefühl von mehr oder weniger Lebendigkeit. Und genau dieses Gefühl ist – zumindest in meiner eigenen Lebenserforschung – mein Kompass.

In welchen Augenblicken fühle ich mich lebendig?

Lebendigkeit ist (für mich) der Augenblick, in dem mein ganzes Wesen anwesend und berührt ist.

Wann ist es mir möglich, mich berühren zu lassen?

Wo und wann traue ich mich ganz anwesend zu sein?

Darauf richte ich mich aus.

Dieses „Ausrichten“ ist nicht etwas, was ich aus dem Verstand heraus tue. Es ist auch nicht etwas, dass sich in erster Linie am Außen orientiert, also ob ich jetzt dieses oder jenes tue. Natürlich ist es auch eine klare Entscheidung dafür, was ich jetzt gerade tue (oder nicht tue), das jedoch entspringt einer inneren Kommunikation mit mir selbst. Einem inneren Hinspüren und Einlassen auf die Qualität von „Berührbar-Sein“ IN den Dingen. Es ist ein Folgen der FREUDE.

Was würde dir Freude machen?

Wie kannst du sogar IN DIESEM Augenblick Freude kreieren?

Was kannst du (innerlich) tun, damit DAS hier so freudvoll wie möglich werden kann?

Wenn wir solche Fragen lediglich aus dem Verstand und aus dem gelernten Wissen her hören, dann streifen sie gerade so unsere Oberfläche und es wird zu einem neuen „Projekt“. In etwa so: „Ah, das hört sich gut an. Das mache ich jetzt. Ich sollte mich öfter fragen, ob mir das auch wirklich Freude bereitet… Aber wenn ich so darüber nachdenke, ist das doch unrealistisch. Viele Dinge, die mir keine Freude machen, kann ich selbst (oder alleine) gar nicht ändern…je länger ich darüber nachdenke, desto gefangener fühle ich mich ja in mir selbst…hm…“

Wenn wir so oder so ähnlich denken – und dort stehenbleiben – kreieren wir entweder neuen Frust oder eine neue Mamutaufgabe, an der wir immer wieder scheitern werden.

Es geht keinesfalls darum, irgendetwas „richtig“ zu machen oder nicht mehr traurig oder gar wütend zu sein. Wenn du wirklich traurig bist oder wirklich erschöpft, dann bist du sehr, sehr nah dran an deiner fühlbaren Lebendigkeit in dir. Und genau von DORT aus, kreierst du dir SCHRITT für SCHRITT für SCHRITT deine ganz und gar eigenen Möglichkeiten – und zwar in deinem Tempo.

Und weil es ganz und gar DEINS ist, ist es echt.

Es entspringt, wie eine Quelle, aus dir heraus und findet ganz organisch einen Weg, in deinem Leben, mit allen anderen Formen, eine lebendige Gestalt anzunehmen.

Es geht also nicht um die Freude der anderen und auch nicht um das, was wir gelernt haben, was uns glücklich machen könnte oder sollte. Auch nicht um das, was dich früher (gestern) angezogen hat. Es geht um das, was JETZT in dieser Gegenwärtigkeit auftaucht und was jetzt möglich ist.

Ich möchte gerne etwas zum Wort „möglich“ schreiben:

Der Verstand, also das gelernte Wissen, die Strukturen in uns, die wirken wie Linien, wie Geländer, Haltegriffe, aber auch wie Schranken und Grenzen. Innerhalb dieser Linien scheinen bestimmte Dinge als unmöglich oder unrealistisch, als zu krass oder zu intensiv.

Die lebendige Urquelle in dir, die unaufhörlich frisch sprudelt (auch dann, wenn du krank oder erschöpft bist), kennt diese Begrenzungen des Verstandes nicht. Sie fließt nicht linear und nicht in Form von Logik. Sie kennt keine alten Geschichten und auch keine Bescheidenheit, keine Normen. Sie ist großzügig. Sie ist weit. Sie pulsiert. Sie ist wie eine sprudelnde Quelle, bewegt und weit. Sie verbindet unterschiedliches miteinander, eine Art „Feldenergie“. Sie berührt also das GANZE Feld: Deinen Körper, deine Gedanken, die Gefühle, das energetische Erleben, aber auch das Feld um dich herum, also dein Gegenüber und den gesamten Raum. Denn es ist die Ebene, auf der wir alle miteinander schwingen. Hier berühren wir uns. So viel mehr, als wenn wir einer Meinung sind.

Es sind einfach zwei unterschiedliche Qualitäten. So wie Feuer und Wasser unterschiedlich sind. Jedoch gehören sowohl Feuer als auch Wasser der lebendigen Urqualität an, denn sie haben eben NICHT diese „linear erscheinende Form“.

Schau doch mal nach, mit welcher der beiden Qualitäten du gerade versuchst, diesen Text hier zu lesen/zu begreifen. Versuchst du das Gelesene einzuordnen in bereits vorhandene Wissensstrukturen in dir?

Oder magst du vielleicht einen Augenblick lang die Augen schließen und mal in dich hinein spüren, ob du die Qualität in dir findest, die lebendig vibriert. Dein Wesenskern. Das, was dich letztlich mit dem Leben selbst verbindet.

Kannst du so nachforschen oder fühlen, dass du noch nicht weißt, was du findest, sondern wirklich offen bleibst, um heraus zu finden, wie es sich JETZT für dich fühlbar zeigt?

Magst du das mal machen? JETZT?

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Ich erforsche diese Lebendigkeit schon mein ganzes Leben lang. Ich kann mich an keine Frage erinnern, die mich von Anfang an mehr beschäftigt hat, als die, was dieses Leben hier IST. Was ICH bin.

Und ich wollte nicht stehen bleiben, bei irgendeinem Konzept, sei es auch noch so alt und schön. Ich wollte es wirklich, wirklich spüren. Aus meiner eigenen Autorität heraus. Es „bezeugen“. Immer wieder neu schauen, was wahr ist. Möglicherweise ist es heute anders? Möglicherweise entdecke ich etwas Neues?

Von daher gibt es kein wirkliches Ende. Und auch keinen Anfang.

Und FREUDE ist tatsächlich ein sehr guter Indikator dafür, wie sehr du mit der Lebendigkeit verbunden bist. Denn Lebendigkeit IST pure FREUDE.

Nicht die Freude, die sich die Persönlichkeit vorstellt.

Wenn du wirklich anwesend bist im Erleben, ist alles ein wenig anders, als wenn wir bloß denken, dass wir beispielsweise „glücklich“ sind.

Freude hat zu tun mit einer gewissen Einfachheit. Mit Leichtigkeit. Es hat zu tun mit Raumhaftigkeit und Weite. Offenheit. Bewegtheit. Berührtheit.

Auch in der Konfrontation mit Aspkten, die genau die gegenteilige Qualität haben, nämlich: Enge, Strenge, Druck, Angst, Hektik,…

Wenn sich die Qualität der Logik, der Linearität, also diese Kästchen und Muster in uns, immer mehr und mehr verdichten und wir das gigantische, grenzenlose Netzwerk aus den Augen verlieren, dann nehmen diese Muster „kranke“ Strukturen an: Angst, das Gefühl des Abgetrennt-Seins, die Idee alleine zu sein, nicht gut genug zu sein, das Gefühl, sich schützen zu müssen, aber auch das Gefühl von Schutzlosigkeit und eine Art, die sich gegen das Leben richtet. All diese Formen sind eigentlich eine Art verirrte Lebendigkeit.

Jedoch sind diese Formen in unserer Realität zur Zeit „normal“. Und es ist gut, das zu sehen. Solange und sobald wir sie nämlich sehen und fühlen, bleiben all diese Formen offen, bzw. werden sie geöffnet und damit kommen sie (wieder) in Bewegung und wieder ins Fließen.

Lebendigkeit ist Bewegtheit und Verbundenheit.

Wenn also Formen wie „Angst“ oder „Erschöpfung“ gesehen und gefühlt werden, bleiben sie bewegt und auf diese Weise kann beispielsweise durch die Angst hindurch gegangen werden. So kann sichtbar werden, was sie eigentlich verbirgt. Nämlich:

DEINE Großartigkeit!

Deine LEBENDIGKEIT!

Deine Kreativität.

Es gibt niemanden, der das für dich tun kann. Niemand kann für dich durch deine Angst hindurch gehen.

Nur du selbst.

In der Begegnung mit unseren Dämonen, unseren Krankheiten oder einer zu sehr verdichteten Struktur, braucht es in der Nanosekunde der Gegenwärtigkeit ALLES. In diesem Augenblick können wir nicht halbherzig sein. Wir können also nicht ein bisschen schwanger sein. Entweder wir sind es oder wir sind es nicht.

Gehst du jetzt durch das Feuer? Spürst du es? Oder denkst du nur darüber nach?

Das ist die Frage!

Und zwar in jedem einzelnen Augenblick.

Ich biete seit einiger Zeit „Begleitung in Bewusstseinsprozessen“ an. Ich mache das während ich Yoga unterrichte, aber noch intensiver und persönlicher in individuellen Einzelterminen. Hier geht es darum, dass ich DA bin, während du forscht. Du bist also nicht alleine in deiner Meditation, sondern wir sprechen und fühlen und lauschen gemeinsam. Mit DEINEM Thema. Mit deinen Fragen.

Wir eröffnen gemeinsam das Feld, in dem wir uns bewegen und lernen miteinander, uns selbst und das Gegenüber IN DIESEM FELD wahrzunehmen.

Das ist eine spannende Geschichte. Es ist letztlich das Forschungsfeld WER DU BIST.

Für dich DICH spürbar.

Aus deiner eigenen Autorität heraus.

Nicht angelehnt an eine Theorie oder Religion.

Dein Zugang zur Quelle von allem, was aus dir heraus sprudelt.

Dein eigenes Erforschen.

Ich biete diese Forschungsarbeit auf verschiedenen Wegen an. Zur Zeit online per Zoom, per Telefon und auch face to face in einem Raum (Nähe Kirchheim/Teck) oder während eines Spaziergangs in der Natur – oder mitten im Wald auf einer Decke.

Wenn es in dir ruft, dann melde dich gerne bei mir. Sicher finden wir eine gemeisame Form in der wir uns begegnen können. Weitere Infos findest du außerdem hier: http://www.teck-yoga.de/3%20Gespr%C3%A4che%20in%20Bewegung.html

Außerdem habe ich eine Geh-Meditation auf youtube für dich hochgeladen. Du findest sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=Hs5I6Hp0h4Ehttps://www.youtube.com/watch?v=Hs5I6Hp0h4E

Zwischen „falsch“ und „richtig“

Die meisten von uns taumeln innerlich seit Jahren zwischen dem vermeintlich „richtigen“ und dem vermeintlich „falschen“ hin und her. Dabei ist es eigentlich egal, worum es geht. Die „richtige“ Art die Kinder zu erziehen (oder nicht zu er-ziehen), die „richtige“ Art eine Beziehung zu führen, Sex zu haben oder die „richtige“ Ernährung…

Der „richtige“ Umgang mit dem inneren Kritiker, der inneren Verurteilerin, dem inneren Faulplez oder der inneren Schwermut…

Im Außen zeigt sich dieses Spiel in diesen Tagen besonders deutlich. Wir glauben zu wissen, wer die „Bösen“ sind oder die „Schuldigen“, die „Verwirrten“ oder die „Verschlafenen“. Manchmal haben wir auch mit unseren eigenen Ängsten, der eigenen Trägheit oder unseren eigenen Beschuldigungen zu kämpfen.

Wie kommen wir nun aber raus aus diesem Kampf – innerlich, gesellschaftlich und politisch?

Tatsächlich wäre meine Antwort darauf: Wir kommen nur raus, wenn wir das scheinbar Dunkle, Morastige, Eklige, das Stinkende, das Hässliche, Schmerzliche, Egozentrische, Wütende, Wundende, Abgelehnte und das Herrschende IN UNS SELBST anerkennen.

Wir müssen es weder gut finden, noch müssen wir es auflösen und „ins Licht führen“, uns Bedanken oder sonst irgendetwas. Es geht viel mehr um WENIGER TUN.

Es ist ein einfaches, zartes Annähern. Es ist kein Durchdenken nötig. Wir müssen nicht all die persönlichen Geschichten der Vergangenheit, der Ahnenlinie und der Menschheitsgeschichte erinnern. Und dennoch sind wir ein Teil von all dem. Wir sind ein Teil der Angst, ein Teil der Verleugnung, ein Teil der Kontrolle und ein Teil derer, die berührbar sind, fähig zu neuen Ideen, fähig zu klaren Aussagen und auch fähig unsere eigenen Fehler einzugestehen. Fähig zu MIT-Gefühl, fähig zur Freude und Visionen. Fähig zu Liebe.

Das Leben an sich ist pure Lebendigkeit. Das heißt, dass das Leben selbst immer im Evolutionsprozess steckt. Egal WELCHE Form gerade durch wen Form annimmt.

Wir könnten also einfach weiteratmen. Einfach weiter fühlen. Einfach weiter kreieren und einfach weiter leben.

In meinem neuesten Video (in der Wohnzimmer-Yoga-Community) arbeite ich mit dem einfachen Anerkennen unserer eigenen Dornen, Wächter, Richter und Schutzschilder. Es gibt eine Pranayama-Einheit dazu und zwei kürzere Yin-Sequenzen unter dem Menüpunkt: Quickies. Ich werde sie gleich bearbeiten und spätestens am Wochenende werden sie dann online für dich bereit stehen.

Über diesen Link kommst du direkt in die Online-Community:

https://elopage.com/s/Yogalini/wohnzimmer-yoga-community

Ich freue mich auf dich!

…online oder in einem meiner Retreats oder irgendwann wieder live in einer Yogastunde oder Einzelarbeit in Kirchheim Teck.

Verpuppungsphasen und Schmetterlingsflügel

Hallo ihr Lieben Zuhause 😉

Jedes Jahr im Winter haben wir die Chance zu einer „Innenkehrphase“. Andererseits gibt es natürlich auch persönliche Rhythmen, die es uns manchmal nicht erlauben, still zu werden, wie auch Phasen, in denen wir uns sogar über zwei, drei Jahre ein bisschen „verpuppen“, um danach in veränderter Form ein verändertes Leben zu leben.

Ich hatte ja schon im letzten Newsletter und Blog-Artikel (Willkommen 2021) darüber geschrieben, dass ich 2020 als erste Verpuppungsphase wahrgenommen habe.

Wenn wir ehrlich sind, ist Veränderung das LEBENDIGSTE was es gibt. Es ist ein untrübliches Zeichen von Lebendigkeit.

Und das ist es doch, wonach es uns dürstet – oder?

Uns wirklich lebendig zu fühlen. Uns im Innern lebendig und berührt zu fühlen. Alleine oder aber im Kontakt mit jemand anderem.

Größere Veränderungen vollziehen sich in unserem Erleben in der Regel durch Zeit. Es erscheint wie eine zeitliche Ent-wicklung aus dieser Form in eine andere hinein…

Dabei ist es egal, ob es sich um strukturelle Veränderungen der Gesellschaft oder aber um Persönliches handelt: Die Entscheidung, Umsetzung und Verarbeitung einer Trennung (beruflich, räumlich oder privat) oder irgendein Neuanfang – am Ende geht ja beides auch nur Hand in Hand.

Jeder NEU-Anfang ist immer auch ein Abschied von irgendetwas altem – seien dies nun Eßgewohnheiten oder eine bestimmte Gewohnheit zu Denken oder zu Fühlen. Denn auch das sind Strukturen, die uns einerseits prägen aber andererseits nicht das sind, was wir SIND! Deshalb kann es sich wandeln.

Wandeln tut sich immer nur die Form, in der sich Lebendigkeit ausdrückt.

Zurück zur aktuellen Zeitqualität:

Meinem Empfinden nach bekommen wir gerade kollektiv (nochmal) eine Chance, einiges in unserem Leben mit ANDEREN Augen anzuschauen. Dabei geht es weniger um eine persönliche Stellungnahme und Meinung bezüglich irgendwelcher Maßnahmen oder Entscheidungen, als vielmehr um dein ganz und gar persönliches, INNERES Leben.

Bist du am richtigen Platz?

Weswegen bist du hier? Was wolltest du hier erleben?

Anstatt bei der Beantwortung auf die VORstellungen und Bilder (von dir selbst) zu schauen, könntest du auch mit deinem Gefühl gehen:

Wie fühlt es sich an?

Welcher Teil in dir ruft wonach?

Worin fühlst du dich glücklich, berührt und genährt?

Mein Tipp: Gehe mit der Freude!

Wo ist es leicht? Was fühlt sich freudvoll an? Was hat am meisten Energie? Lass dich davon leiten und es wird dich dahin führen, wo es für dich freudvoll ist – für DICH (nicht unbedingt für die VORstellung über dich).

Ein Warten darauf, dass alles wieder wie „vorher“ wird oder auf gar keinen Fall wie vorher wird oder auf gar keinen Fall so oder so wird, ist nicht wirklich eine Option.

Es geht vielmehr um kleine, aber wahrhaftige Entscheidungen im EIGENEN Leben.

Ich persönlich gehe davon aus, dass die Yogaschulen noch (mindestens) bis Ende März geschlossen bleiben. Es lohnt sich vermutlich noch, in die Online-Community einzusteigen, falls es dich ruft. Dort werde ich in der kommenden Zeit versuchen, eher kleinere Einheiten (45 -50 min.) einzustellen. Außerdem findest du dort weiterhin alle Meditationen der Rauhnächte, sowie die dazugehörigen Texte. Ich lasse alles IN DER COMMUNITY noch eine ganze Weile online. Vielleicht ist es gerade JETZT die richtige Zeit, sich auf diese innere Reise zu begeben (https://elopage.com/s/Yogalini/wohnzimmer-yoga-community

Und auf alle diejenigen, die keine Lust auf Online-Yoga haben, freue ich mich, wenn wir uns wieder im Loft in Kirchheim sehen können!

http://www.teck-yoga.de/

Herzensgrüße und bis bald!

Verena

lebendig sein… (Familien-Yoga)

Lebendig sein…

Lebendig sein heißt nicht, immer voller Power und super motiviert zu sein, immer zu überzusprudeln vor Energie, Freude und Feuer!

Lebendig sein heißt auch, in einem Moment von Nicht-Wissen und mangelnder Berührtheit DA zu bleiben und in Lebendigkeit zu vibrieren – einfach weil DAS gerade so Form annimmt.

Wenn wir ehrlich mit uns sind, halten wir beides mitunter nicht so gut aus und deswegen ist es auch nicht immer so leicht, diese wahnsinnig lebendigen Kinder zu begleiten und immer zu um sich zu haben.

Andererseits können wir von ihnen und voneinander auch eine ganze Menge lernen und zwar:

Wie können wir miteinander in Kontakt bleiben auch wenn es an allen Ecken und Kanten brodelt und vibriert!?

Wie können wir miteinander in Kontakt bleiben, OHNE auf die alten Muster zurückzugreifen und stattdessen NEU zu schauen!?

In meinen Familien-Workshops arbeite ich genau damit:

– einander spüren
– einander berühren
– miteinander körperlich werden
– spielen und experimentieren
– sich auspowern, verrückte Bewegungen machen und still werden

Am Sonntag, den 10.11. von 17:00-19:00 Uhr ist es wieder soweit im YogaLoft Kirchheim

Mehr Infos auf meiner Website

www.yogalini.de

Pädagogik, Elternschaft und „Nicht-Dualität“


Aus gegebenem Anlass (ich habe meine Diplom-Arbeit (Pädagogik) über Nicht-Dualität online gestellt), möchte ich ein bisschen was dazu schreiben:

1. Was könnte das bedeuten: Nicht-Dualität?

Das Wahrnehmen von Welt gestaltet sich in Form von Dualität: „Hier“ ist scheinbar jemand, der „dort“ etwas bestimmtes wahrnimmt – das können auch „innerliche“ Prozesse sein, wie Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen.

Nicht-Dualität weist nun auf eine „Qualität“ hin, die gewissermaßen jenseits oder aber auch gleichzeitig, während dieser dualen Wahrnehmung existiert.
Das Wort „Nicht-Dualität“ weist darauf hin, dass Trennung, die in jeder Wahrnehmung (und scheinbar stabiler in jedem Wort, noch stabiler in jeder Idee und Theorie) Gestalt annimmt, gewissermaßen eine SCHEINBARE ist: Für diesen Augenblick SCHEINT etwas so oder so zu sein. Wir scheinen dies oder das zu sein,…
Bei genauem Hinsehen wird jedoch deutlich, dass nichts jemals seine Form behält.

Auch der Wahrnehmende (also die Idee von „Ich“) taucht gewissermaßen aus dem Nichts auf. Schwupps und schon wird dies oder jenes gedacht (…und mehr oder weniger ernst genommen. Natürlich! Denn DAS HIER ist für den Moment alles, was IST).

Die Qualität von NICHT-DUALITÄT kann in diesem Sinne keine „Etwas“ sein. Sie ist nichts, was „Jemand“ erfahren würde. Auch nichts, was „Jemand“ irgendwie entwickeln müsste… Sie ist vielmehr das, was bereits IST – auch wenn es nicht als solche erscheint 😉

Hört sich kompliziert an? Als neues THEORIE-Gebäude ist es das mit Sicherheit auch!!! Aber auch jeder Geübte Advaita-Leser hat letztendlich nicht wirklich etwas vom Verstehen eines Konzeptes.

Tröstlich? Ja UND NEIN 🙂 Denn ich kann sehen, dass ein Verstehen (welches auch immer ;- ) durchaus hier und da hilfreich sein kann. Es kann letztlich aber ALLE MÖGLICHEN Gefühle auslösen. Also wie immer: Alles kann, nichts muss.
Und weiter: Auch die Erkenntnis, dass Verstehen nicht notwendig ist, kann Erleichterung oder Angst erzeugen.

2. Was bedeutet das für die Pädagogik? Oder im ganz gewöhnlichen Alltag einer Mama oder eines Papas?

Gewissermaßen bedeutet es gar nichts 😉 Denn was immer wir sehen, denken, wahrnehmen, taucht letztlich ungefragt auf. Es hat natürlich eine Geschichte. Wir sind irgendwie geworden und aus diesem Geworden-SEIN schauen wir. Und entfalten uns und die Welt weiter und weiter…
Andererseits kann es einen großen Unterschied machen, wenn wir uns auf irgendeine Weise der „Bewegtheit“ und gleichzeitigen „Leerheit“ der Wahrnehmungen, Bilder, Situationen und Handlungen „bewusst“ werden. Was dann passiert, ist eine andere Form von Authentizität. Nicht dass wir urplötzlich aufhören würden, in unseren irgendwie gearteteten Mustern zu sehen und zu handeln. Aber auf eine gewisse Weise werden sie weniger „stabil“. Sie werden leichter. Fast durchscheinend (manchmal).

In dieser Qualität, in der Nicht-Wissen(-Können) Platz hat, verlieren Kategorien und Gegensätze wie „richtig“ und „falsch“ ihre SCHEINBARE Stabilität. Auch hier wird eine Art „Gleichzeitigkeit“ offensichtlich… Ich weiß nicht in wie weit Worte hier tatsächlich transportieren können, wovon ich rede. Denn es geht um nichts magisches. Es bleibt das ganz gewöhnliche Leben mit all seinen verschiedenen Facetten und Formen.

Und dennoch:
Wenn diese scheinbare Grenze zwischen „dir“ und „mir“, „richtig“ und „falsch“ auf gewisse Weise anfängt sich zu verflüchtigen, können wir uns viel leichter begegnen, denn wir müssen nicht mehr so für unsere Ideen kämpfen. Sie werden als IDEEN offensichtlich.
Auf der anderen Seite, fällt es gleichzietig viel leichter, sich selbst zu zeigen, wie man gerade ist. Das krampfhafte Aufbauen dieser Maske, die uns Anerkennung, Sicherheit und vielleicht Liebe versprechen soll, wird weniger notwendig. Denn die Angst, die uns dazu bringt, das scheinbar tun zu müssen, verliert nach und nach ihre Macht. Wir erkennen: Das, wovor wir uns fürchten, passiert gar nicht. Selbst in dieser scheinbar abstrusen Situation, die wir immer verhindern wollten, passiert gar nichts. Es scheint vielleicht absurd zu sein oder schmerzhaft oder unglaublich oder pervers, aber im Grunde? Wir sind berührt und doch unversehrt.

Das ist jetzt NICHT exakt das, was in meiner Diplom-Arbeit steht 😉 Denn es ist eine Theorie-Arbeit und keine Wiedergabe meiner eigenen Erfahrung. In der Arbeit stelle ich Zusammenhänge her, die Nicht-Dualität (und Verbindungen zu Yoga) VIELLEICHT offensichtlicher werden lassen. Es gibt einige nette Zitate und einige Stellen, die das HERZ berüren. Und natürlich gibt es auch Teile, die für den ein oder anderen ganz furchtbar langweilig oder höchst kompliziert erscheinen 😉

Und was macht das schon?

Nichts!

Da ist diese unendlich, unglaubliche Lebendigkeit, für die wir weder ein Wort, noch eine Theorie finden müssten (oder könnten).

Und EINE From dieser wahnsinnigen Unbegrenztheit ist natürlich auch, dass manche (wunderbaren) Verstände (aus Angst oder Freude) immer mal wieder hier und da ganz beschäftigt damit sind, zu verstehen.

Verstehen ist wunderbar! Jedoch bleibt jedes Verständnis letztlich EIN Augenblick. Eine Momentaufnahme…

Und schwupps ist da eine neue…

Und DAS ist es!

Jeder dieser Augenblicke… unendlich VOLL!

In sich komplett!

(und das schreibt eine Schnupfen-Nase mit Gliederschmerzen,… …die ab und an sehr gerne denkt,… …und es manchmal als „zu viel“ empfindet,… …und es manchmal genießt,… …die, ab und zu von der Stille berührt wird und darin verschwindet,… …die, täglich irgendwie mit ihren Kindern umgeht und keine Ahnung hat, ob das gut oder richtig so ist… …die manchmal ganz beflügelt ist und manchmal betrübt oder müde…)