Krank-Sein – Gesund-Sein – Was machen wir hier auf der Erde?

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Oha – was für ein gigantisches (abendfüllendes) Thema…

Und was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Zur kurzen Einführung: Einige von euch wissen, dass ich vor kurzem diese Sommergrippe hatte und mit einem Rest an Räuspern und leichtem Reizhusten in den Urlaub gefahren bin. Zwei, drei Tage meinen Bruder Nähe Hamburg besucht, danach für eine Woche an die Nordsee. In jedem Fall kam ich nach einem wunderschönen Urlaub nach Hause zurück und hatte immer noch leichten Husten, der sich bald darauf wieder verschlimmerte, ohne dabei wirklich produktiv zu sein. Ich spürte, dass da noch irgendetwas zähes in meiner Lunge klebte und mich nicht wirklich, richtig frei und mühelos atmen lies und dennoch löste es sich nicht wirklich beim Husten. Selten fühlte ich Erleichterung wenn ich hustete. Manchmal bei einem wirklich herzhaften Niesen. Alle Unterstützungsmöglichkeiten, die mir einfielen, nutzte ich seit Wochen. Viele davon sind Routine: Vegetarische, oft vegane Ernährung, Ölziehen, mit Salz spühlen, Inhalieren wahlweise mit Thymian, Salz oder Kampfer, Nasenspühlung, Erkältungsbad, Yoga, Atemübungen, Curcuma, Ingwer, Salbei, Thymian, Ausruhen, Stille, nicht Sprechen,…

Okay, irgendwie schien es nicht zu genügen, auch wenn sich der Rest meines Körper durchaus gut fühlte, ging dieses Kitzeln und dieses NICHT freie Gefühl auf der Lunge einfach nicht weg.

Ich bin kein Typ, die immer für alles eine Ursache finden muss! Dennoch habe ich mich gefragt:

Was ist das Thema?

Wo fühle ich nicht genug Raum?

Und ich kam zu dem Schluss: Ich spreche meine Wahrheit aus. Ich nehme mir meinen Raum. Ich fühle mich frei.

Was sehe ich nicht?

Okay. Vielleicht ist es subtiler. Feiner? Irgendwas passt auf jeden Fall nicht, dass ich hier seit über vier Wochen nicht frei sprechen kann, sondern ständig einen Hustenreiz bekomme und mich dann ganz wund fühle. Keine einzige Yogastunde kann ich mehr mühelos unterrichten.

Also wieder eingelassen auf: Ich habe keinen blassen Schimmer. Ich weiß nichts. Es ist egal, was rauskommt. Es geht um nichts…

Ich gehe dahin, wo alle Wahrheit zu finden ist: Ich blicke nach innen.

Vorbei an allem, was ich verstehen kann. Vorbei an all dem, was ich über mich, über meinen Körper, über Gesundheit bereits zu wissen glaube.

Vorbei an all dem, was ich über mich zu wissen glaube, wo ich glaube, zu stehen, wo ich glaube verwundet zu sein, wo ich glaube ein Thema zu haben oder keins zu haben.

Ich sinke tiefer und tiefer und tiefer.

Es ist egal ob ich gesund bin oder krank.

Es ist egal, ob es sich so anfühlt oder so.

Ich fühle einfach.

Ich frage nichts.

Ich bemerke, wie meine Lunge sich entspannt. Ich bemerke, wie es warm wird und weich und wie mein Herz berührt ist. Mein inneres Herz. Ich bemerke wie Lunge und Herz miteinander in Verbindung stehen. Wie es da einen inneren Raum gibt. Einen Raum von Autentizität und Kraft. Unaussprechlich eigentlich. Natürlich. Nichts besonderes. Aber echt. Eine echte Erfahrung. Kein Konzept. Kein neues Wissen. Keine neue Idee. Kein „jetzt habe ichs“. Ich bin gar nicht da und doch bin ich mehr da denn je zuvor. Mehr als in all meinem Wissen. Das ist es. Da bin ich berührt. Von dort aus kann ich gehen. Von hier aus will ich gehen.

Mein Husten ist noch da. Ich habe das Gefühl er löst sich langsam. Gestern vielleicht noch mehr als heute. Aber das ist nicht der Punkt.

Der Punkt ist: Dass wir immer wieder und wieder „in Schlaf versinken“ mit unseren spirituellen Konzepten, mit unseren Ablenkungen, mit unseren Antworten, mit unseren Konstrukten über die Welt, über uns und den anderen.

Manchmal lenken wir uns ab mit der Blase der Verliebtheit (und vergessen wer wir wirklich sind).

Manchmal lenken wir uns ab mit unserer Drama-Blase („Oh mein Gott, was da alles abgeht, all die Verstrickungen, Verblendungen und Dramen, all der Schmerz und all die Probleme: UNLÖSBAR“).

Manchmal lenken wir uns ab mit der Idee, das wir wüssten wie es geht. In diesem Moment hat die begrenzte Person uns voll im Griff und wir verlieren die Offenheit für die Bewegtheit des Lebens: ALLES ist möglich, alles GLEICHZEITIG. Es gibt kein Ankommen, keine Methode, keinen Schlusssatz, keine Erleuchtung.

Und doch ist die Möglichkeit von „Erleuchtung“ HIER!

Sie ist hier in diesem Augenblick, des SEHENS dessen, was ist.

Es geht nicht darum, Wahrheit für alle Zeiten oder Wahrheit für alle Menschen zu finden. Es geht auch nicht darum, deine Wahrheit zu finden. Für wielange würde diese Wahrheit gelten? Nur für diesen einen Augenblick.

Das ist das einzige was IST. Das, was du jetzt siehst. Wirklich siehst.

Solange wir „nur“ im Verstand suchen, ist das, was wir sehen können, sehr begrenzt und wir nutzen nicht mal 1% unseres Vermögens. Und dann diskutieren wir über dieses eine Prozent…

…mit dem einen Prozent eines anderen Körper-Geist-Verstandes….

Vielleicht wissen wir das auch bereits und erzählen uns gegenseitig davon.

Was würde jedoch passieren, wenn wir gemeinsam (jede und jeder für sich selbst), immer wieder neu schauen! Wenn wir – gerade weil wir wissen, wie begrenzt wir wahrnehmen – alles, immer wieder neu untersuchen würden – und dabei wie Kinder OFFEN sprechen.

Ja, da gibt es Dinge, die machen uns Angst.

Ja, da sind Dinge, die sind schlimm. Sehr schlimm.

Wir müssen nicht alles auf einmal anschauen.

Aber wir können lernen, die Augen wieder und wieder zu öffnen. Weiter zu atmen, auch wenn es schokierend ist, was wir sehen.

Weiter zu fühlen und da zu bleiben. Hier. Dieses Körpergefühl. Weiter atmen.

Anstatt wieder und wieder abgelenkt zu werden vom dem, was wir gewohnt sind zu denken oder was quasi schon immer so war oder was (scheinbar) von außen über uns bestimmt oder (scheinbar) wohlwollend angeraten wird, bleiben wir OFFEN und NEUTRAL. Wir nutzen unsere EIGENE Kraft des SEHENS und FÜHLENS. Mehr nicht. Ohne eine Agenda zu haben. Einfach aus dem heraus, was wir sind:

PURE Lebendigkeit!

Kurse und Einzelarbeit mit mir gibt es Kirchheim/Teck! Außerdem kannst du mich auf Youtube finden!

Herzlichst <3 Deine Verena

www.verena-kamphausen.de



Krankheit, Rückzug und innere Dämonen…

Während einige von euch in den letzten Tagen vielleicht im Faschingsrausch waren und so mit unterschiedlichen, eigenen Facetten, Qualitäten und vielleicht auch mit Masken, Tabus, ausgelassener Wildheit und Freude „gespielt“ haben, hat mich eine fette Erkältung richtig flach gelegt und ich durfte oder musste mich auf diese Weise meinen inneren „Dämonen“ stellen.

Ich fühlte bereits, dass ich angeschlagen war, hatte aber einen Termin, der sich nicht verschieben lies und bei dem ich dann zeitweise auch noch mitten im Luftzug saß…

Vielleicht kennst du das, dass man am Anfang einer spürbaren Erkältung noch versucht mit allen Heilmittelchen, die man so kennt, den drohenden Infekt abzuwenden – oder wenigstens möglichst früh heilsam zu unterstützen. Je nach Verlauf landet man (oder Frau) dann aber manchmal doch mit schmerzendem Körper, dröhnendem Kopf und minimaler Kraft im Bett. Alles, was gestern noch interessant oder ein Thema war, verblasst im Nu und das Einzige, was übrig bleibt, ist dieses Körpererleben hier – das in den meisten Fällen, DANN (also während des Infekts) ziemlich unangenehm und schmerzhaft ist.

Wie gehst du damit um, wenn alles stehen und liegen gelassen werden muss?

Wenn du gar nichts mehr regeln kannst und dennoch das Gefühl hast, du müsstest wenigsten dieses oder jenes organisieren…

Die Kinder wollen ja irgendetwas tun und es sollte was zu Essen im Haus sein und die Kurse müssen ja wenigstens abgesagt werden…

…oder was auch immer…

Für das „Ich“ ist das natürlich essentiell.

Aber auf gewisse Weise sind auch diese essentiell erscheinenden Dinge bloß Vorstellungen und sind sicher nicht in Stein gemeiselt.

Während so einer Krankheit können wir den Kampf zwischen unserer konditionierten Persönlichkeit und dem Fluss des Lebens oft besonders gut spüren.

Und wenn wir „Glück“ haben, dann spüren wir irgendwann sogar die Erleichterung, dass die ein oder andere zuvor als fest erscheinende VOR-Stellung für Augenblicke durchlässig wird, sich verflüchtigt und lebendig zu tanzen beginnt.

Wenn nicht, haben wir oft Kopfschmerzen.

Natürlich haben wir auch Kopfschmerzen, wenn der ganze Kopf voll sitzt mit Sekret

– und natürlich ist es anstrengend all diese Absonderungen abzuhusten oder herauszuschnupfen, die Augen tränen zu lassen, den Schmerz im Hals, beim Schlucken oder im Ohr auszuhalten.

Und dennoch… es ist auch eine Gelegenheit sehr, sehr tief mit uns still zu werden. Nichts ist von Bedeutung, außer dieser Schmerz HIER, JETZT. Es gibt absolut nichts zu tun!!! Okay, du kannst Inhalieren und mit Kräutern und Wurzeln, etc. unterstützen, aber im Grunde gibst du dich hin. Du gibst dich deiner eigenen Dunkelheit hin, deinem Schmerz, deiner Verletzlichkeit. Du gibst dich den Rhythmen des Lebens und der Körperlichkeit hin, du spürst deine Hilflosigkeit und wie alles sich gegenseitig bedingt. Wenn du krank bist, ist dieses Erleben sehr pur. DU erlebst dich sehr pur. Du spürst deine Ungeduld. Du spürst das, wonach du dich sehnst und das, wovor du Angst hast, viel deutlicher, als es im Gewusel des geschäftigen Alltags sichtbar wird. Das ist ein wahnsinniges Geschenk.

Wenn du dir dafür jetzt wirklich Zeit nimmst, wenn du dich jetzt also wirklich einlässt, ohne Plan wie lange es dauern wird oder wohin es führen soll, dann hast du eine wunderbare Gelegenheit, etwas Neues über dich herauszufinden – und zwar fühlend, lebendig ent-deckt. Ich spreche also nicht darüber, dass du irgendwelche Be-Deutungen bezüglich dieser Krankheit irgendwo liest oder dir überstülpst, sondern einfach nur davon, dass du es mit dir aushälst.

Eigentlich ist das schon alles 🙂

Manchmal, wenn wir es schon gewohnt sind, sehr innig mit „uns“ zu sein…

(Ich meine nicht die Selbstgespräche im Kopf – sondern vielmehr das unmittelbare SEIN, dieses Vibrieren mit oder in der Lebendigkeit, die wir sind. Die Lebendigkeit, die jeden Gedanken belebt, die jedes Körpergefühl belebt,…)

Manchmal also, wenn wir es schon gewohnt sind, sehr innig mit „uns“ zu sein, dann trauen sich in diesen Momenten unsere „Dämonen“ heraus. Also die Anteile von uns, die wir normalerweise ziemlich gut umschiffen oder mit unbewusster, aber sehr berechenbaren Absicht, bereits komplett durchanalysiert glauben, um sie so besser in Schach halten und kontrollieren zu können.

In diesen Augenblicken des Krank-Seins durchbricht oft unsere Berechnung und wir schauen sehr plötzlich dem ins Gesicht, was sich lange nicht gezeigt hat und was durch unser bewusstes Wissen im geschäftigen Alltag oft so anders aussieht als jetzt in dieser hilflosen Situation unter unserer Bettdecke.

Ich in meinem Fall durfte in den letzten Tagen eine bemerkenswerte Reise zuerst durch meine innere, weibliche Kraft (die linke Körperhälfte war komplett lahmgelegt und schmerzte) und dann durch meine innere, männliche Kraft (rasende Kopfschmerzen, hauptsächlich rechts) machen. Zuerst konnte ich – auch in meinen alltäglichen zwischenmenschlichen Reaktionen – ziemlich eindeutlich erkennen, wo meine innere Frau mit ihren letzten Verletzungen und alten Vorstellungen noch so sehr hadert, dass sie immer wieder und wieder davor zurückschreckt, sich zu öffnen in ihrer unvorhersehbaren Spontanität und mit all ihren verschiedenen Anteilen, den weichen und zarten, ebenso wie den wilden, verrückten, verspielten, kraftvollen und lustvollen. Und dann konnte ich sehen, wie der männliche Anteil in mir, anstatt die klare, stabile, ruhige, handlungsfähige und schützende Position einzunehmen, um die innere Frau „frei“ zu lassen, aus Angst vor ihren Verletzungen, immer wieder alles zu kontrollieren versucht – und all das unter dem „Vorwand“ die innere Frau zu schützen.

(Ja, natürlich dasselbe, was wir auch Kollektiv erleben, denn wir sind mit unserer Geschichte ja TEIL des Ganzen)

Dabei ist dieser vermeintliche Schutz – auch wenn er sich innerlich in einer Frau abspielt, – natürlich ein Trugschluß, denn er schützt ja nicht wirklich das Potential der inneren Frau, er verheißt lediglich den Schutz vor weiteren vermeintlichen Verletzungen durch das Leben selbst. Und nicht mal das ist garantiert.

Es muss also einen anderen Platz und eine andere Ausdrucksform für meinen männlichen Anteil (und für mich) geben, so dass mein weiblicher Teil mit all ihrer Schönheit und mit all ihrer Hässlichkeit, mit ihrer ganzen Wucht und mit ihrer ganzen Zartheit ebenso vollständig ihren Platz einnehmen kann.

Auf gewisse Weise ist da in den letzten Tagen, in meinem System, bereits ein „Shift“ geschehen. Allein dadurch, dass ich spüren konnte, was sich da eigentlich die ganze Zeit abspielt.

Natürlich hatte ich auch Meinungen bezüglich all dessen, was auftauchte, während es auftauchte. Natürlich war es mühsam, schmerzhaft und irgendwie leidvoll. Und dennoch war es auch interessant. Ja, ich finde es interessant, sich mir zuzuwenden, auch wenn ich nicht sagen könnte, wo genau ich mich denn hinwenden würde. Es ist ein anderer Ort des Wissens, während der alltägliche Ort der Gedanken, Einordnungen, Wertungen usw. gleichzeitig existiert.

Wie gesagt, allein im „Sehen“ oder „Erleben“ all dieser kleinen, zarten, unaufgeregten, zum Teil nervigen, langweiligen, sperrigen und unangepassten Momente, bewegt sich ja bereits etwas.

Nicht auf die Weise, dass ich „danach“ wirklich etwas anfassen oder benennen könnte (obwohl ich das mit dem Benennen in gewisser Weise ja gerade versuche ;- )

Und ja, es gleicht in gewisser Hinsicht sicher dem Suchen der Nadel im Heuhaufen, angesichts der immer auch aktiven Muster all unser unbewussten Traumata, sowie unserer bewussten Strategien.

Wie auch immer es sich für jede von uns dann tatsächlich lebendig gestaltet…

…sicher bewegt es sich niemals in etwas Festes, Letztes oder Unbewegtes hinein. Und keinesfalls ist diese ganze Bewegtheit irgendwie „außer-gewöhnlich“. Viel mehr ist es ein sehr natürliches Reifen und Erkennen, so wie es ganz natürlich und allmählich im Beginn ist Frühling zu werden – zum x-ten Mal in diesen Breitengraden.

Bewusstwerden ist natürlich. Lebendigkeit ist bewegt und immer wieder sind alle bewegten Kräfte bestrebt ein NEUES Gleichgewicht zu finden (um kurz darauf weiter zu fließen… und dann WIEDER ein NEUES Gleichgewicht anzustreben. So wie im Atem).

Ich für meinen Teil, bin (mittlerweile) also sehr dankbar für diese zunächst unwillkommende Auszeit in dieser Faschingsferienwoche, bei rückläufigem Merkur…

Und neben einer neuen Justierung meiner „männlichen und weiblichen Anteile“ hat sich auch eine neue Lust auf gesundes und nahrhaftes Essen ganz natürlich neu eingestellt.

Neben aktuell gaaaaanz viel grünen Kräutern und frischem Salat, werde ich bald vermutlich wieder die Smoothie-Saison eröffnen und liebäugle gerade sogar (für mich selbst überraschend) mit frisch gepresstem Selleriesaft…

Ich finde es immer wieder interessant, was sich so ganz organisch alles ent-wickelt!

Wünsche euch von Herzen eine gute Zeit <3

Verena


Februar/März ist Detox-Zeit

Traditionell beginnt nach der Narrenzeit die Fastenzeit.

…und tatsächlich ist es auch oft genau diese Zeit, in der uns der Winter zu lang wird, die Erkältungen nicht abklingen wollen und die Kräfte irgendwie verbraucht erscheinen.

Den ganzen Winter lang haben wir uns in unsere Häuser zurückgezogen, hatten vielleicht Zeit zu lesen oder im Haus das eine oder andere „abzuarbeiten“. Vielleicht sind wir auch krank geworden, haben Zeit im Bett verbracht und mussten notgedrungen mal richtig runter fahren,…

Bevor die Kraft des Frühlings und des neuen Aufbruchs durchschießt, haben wir meistens ganz natürlich das Bedürfnis, alten Balast abzuwerfen. Gleichzeitig bewegen wir uns ungern aus unserer Konfortzone heraus. Wir wollen zwar frisch und kraftvoll sein, aber ungern verzichten oder gar „leiden“.

Manchmal fühlen wir uns wie auf einer (Erfolgs-)Welle getragen. Alles ist leicht und endlich scheinen vergangenen Mühen Früchte zu tragen. Das ist wundervoll. Doch realistisch erleben wir immer wieder auch Phasen, wo wir nochmal „hinabsteigen“ müssen, auf der Erde landen und das manchmal im Sturzflug mitten in den Dreck hinein. Und dann liegen wir da, wissen nicht wie uns geschieht und wünschen uns nichts sehnlicher, als endlich wieder aufstehen zu dürfen.

Dieser innere und äußere Rhythmus unterliegt in der Regel nicht wirklich unserer Kontrolle. Denn es ist der Rhythmus des Alterns, es ist unser Biorhythmus und der Rhythmus unserer Seele, die oft ganz andere „Pläne“ hat als unser Verstand. Und so kann so eine Reinigung schon mal mitten im Sommer stattfinden oder gar mehrere Jahre andauern…

Leichter fließt es sich, wenn wir gelernt haben, unseren „Rhythmus“ zu erspüren und ihm Raum zu geben. Denn er ist kein Feind, sondern eine innere Notwendigkeit.

Eine Sonnenblume ist dazu bestimmt, eine Sonnenblume zu sein, sie kann sich noch so sehr anstrengen, sie wird niemals eine Rose werden und auch keine Eiche oder ein Vergiß-mein-nicht.

Das Wachsen der Sonnenblume wird bestimmt von dem Boden, aus dem sie wächst. Ebenso von der Lichtintensität, die sie erreicht und der Menge des Regens. Ob sie direkte Nachbarn hat, angebunden wird oder auf freier Fläche wächst, all das hat einen Einfluss auf ihr Wachstum. Und dennoch ist ihr Potential eben das, einer Sonnenblume – und genau so sollte es auch sein.

Auch wir haben so ein einzigartiges Samenkorn in uns. Auch unser Same hat ein einmaliges, unverwechselbares Potential! Und dies kommt zum Ausdruck in JEDEM! unserer Gefühle, in jedem unserer Gedanken und in all unseren Wegen, die wir täglich beschreiten. Dazu gehört jede Verzweiflung, jede Hingabe, jeder Kampf und jede Welle, die uns trägt. Es liegt in allem Loslassen und in allem Ent-decken gleichermaßen.

Was würde nun passieren, wenn wir eine Woche lang Wörter-Fasten würden? Wenn wir uns eine Woche lang weigern würden, all diese Worte (und damit verbundenen Ideen) im Kopf, im Mund und im Ohr so wahnsinnig ernst zu nehmen. Was würde sich verändern?

Auf was würden wir stoßen?

Okay – vielleicht keine ganze Woche. Nehmen wir diesen einen Tag. Was würde sich verändern?

Oder einfach nur DIESEN einen Moment? Jetzt!

Wenn wir JETZT an nichts glauben würden. Nicht daran, dass wir uns in dieser oder jener Phase befinden, dass wir gerade dieses oder jenes zu lernen oder zu erledigen haben… …wenn wir einfach leben würden, OHNE Idee davon.

…dann?

 

(…)

Vielleicht stehen wir gerade aber auch wo ganz anders. Vielleicht ist unser Thema eher das „Essen“.  Möglicherweiese sind wir gerade (vielleicht gezwungenermaßen weil wir gerade einen Magen-Darm-Infekt hinter uns haben) motiviert mal wirklich nur das zu essen, was uns NÄHRT!

Was passiert, wenn wir den Blick auf das richten, was uns tatsächlich NÄHRT?

 

…vielleicht bemerken wir in einem dieser Momente, die Qualität, in der wir immer schon genährt (und vollkommen) SIND!

…wir alle sind hier längst auf unserer ganz eigenen Reise unterwegs, auf der wir loslassen, zurücktreten, still werden… …und auf der wir uns zeigen, laut JA! oder NEIN! sagen, uns berühren lassen und uns verschenken (ohne uns jemals wirklich von uns weg zu bewegen).

Wer ein bisschen gemeinsam mit mir spielen will und sich austauschen mag, fühlt sich vielleicht angezogen am 17.03.18 teilzunhemen am Retreat-Tag zum Thema: Reinigen – Loslassen – nähren- genährt-SEIN

…von 9:00-ca. 17:00 Uhr im Yoga Loft Kirchheim/Teck

Du bist herzlich willkommen 🙂