Willkommen 2021

In den sozialen Medien werden wir in diesen Tagen überhäuft mit Tipps und Anleitungen zur Innenkehr oder zum Manifestieren von Neuem, Gesundem, Heilsamem – für uns selbst und im damit für die gesamte Menschheit.

Was aber ist wirklich „heilsam“?

Wenn ich ehrlich forsche – und das ist mein innerster Antrieb -, dann habe ich heilsame Momente eigentlich immer nur dann erlebt, wenn ich zuvor Momente im Schattenreich verbracht habe. Dort, wo es schmerzt und brennt und wo man (ich) eigentlich nicht freiwillig hingehen würde.

Und doch habe ich glernt, genau DORT hinzugehen.

Und es stimmt: Auch ich winde mich trotzdem noch oft zuvor hin und her.

Aber das Leben klopft immer mit beidem an: Mit Licht UND Schatten. Mit Ein- UND Ausatmen. Sonst wird es kein Kreis, keine Spirale, keine Bewegung, keine Lebendigkeit,…

Und wenn dann der Moment Form annimmt, indem das Kämpfen und Anstrengen sich irgendwie doch entspannt,…

…wenn es plötzlich ruhig wird und das, was ich zuvor als „Unerträglich“ verstanden habe, auf einmal rein gelassen werden kann,

…wenn ich mich plötzlich davon berühren lassen kann und dennoch weiter atme…

…wenn ich plötzlich erlauben kann, es fließen zu lassen, ohne es zu kontrollieren und ohne es zu bewerten oder zu verstehen,…

…dann kommt etwas zur Ruhe,

…dann wird plötzlich etwas voll-ständig.

Daraus entsteht tiefer Frieden und etwas später neue Kraft.

Ich glaube, dass (schon seit einiger Zeit) eine Zeit angebrochen ist, in der wir neu beginnen, unsere Antworten IN uns selbst zu finden.

Und damit uns selbst auch wieder ganz (neu) zu vertrauen.

Anstatt die Orientierung und Verantwortung in erster Linie im Außen – und damit in den alten Konventionen und uralten Traditionen (und teils unsichtbaren Machtstrukturen) – zu finden.

So erlebe ich das.

Wieder und wieder.

Ich habe 2020 zum Teil wie eine Verpuppung erlebt. Nicht alleine in den Phasen des Lockdowns.

Viele Momente, die mich eingeladen haben, mich wie ein Schmetterling einzuwickeln. Mich zurückzuziehen. Noch ein Stück. Und nochmal. Und wieder.

Ich habe gewartet. Bin still geworden. Mit allem, was sich mir gezeigt hat.

Mit den Gefühlen, die ich schon kenne.

Mit den Gefühlen, die ich nicht so gerne fühle und die ich so gerne schon „erlöst“ hätte.

Und mit den Gefühlen, die ich nicht vermutet hätte.

Mit ganz warmen, sanften, erdigen, kraftvollen Momenten tief in meinem eigenen Innern. Und mit dem Feuer der Erneuerung, das heftigst gebrannt hat. Es hat mit meiner Verwundbarkeit getanzt, mit meinen Schuldgefühlen, mit meiner Größe, mit meiner Angst vor meiner Größe, mit meiner Unsicherheit, mit der Verurteilung und mit dem Alleine-Sein.

So wie der verpuppte Schmetterling. Allein in der Enge und Dunkelheit. Kein Lehrer. Keine Erfahrung von dem, was kommen mag. Nur ein innerer Impuls, der ihn dazu veranlasst, sich zu verpuppen.

Während er da so unscheinbar hängt, eingewickelt in den Fäden der Vergangenheit, passiert etwas. Nichts was er TUT. Es passiert natürlich, im eigenen Rhythmus. Ohne Plan.

Etwas gestaltet und organisiert sich in ihm neu, während das Leben durch ihn hindurchfließt. Und er hängt einfach nur da. In der Enge und in der Dunkelheit seines Kokons. So lange bis es eindeutig ist und der Zeitpunkt gekommen ist, diesen Kokon zu öffnen und zu verlassen.

Wir Menschen haben einen anderen Rhythmus als der Schmetterling und jede*r von uns hat einen ganz und gar ureigenen Rhythmus und Fluss, mit ureigenen Themen und Talenten. Aber auch wir kennen „Verpuppungsphasen“. Manchmal dauern sie Sekunden, manchmal Stunden, manchmal Tage oder Monate. Sie helfen uns, die scheinbar gegensätzlichen Qualitäten miteinander zu verbinden und zu integrieren.

Vielleicht magst du dir einen Augenblick oder einen Spaziergang lang Zeit nehmen, hinzuspüren: Welcher süße oder bittere Geschmack hat dich 2020 im Innern berührt? Welcher zarte Same wurde gesetzt? In welche Richtung möchtest du im kommenden Jahr genauer hinschauen?

Wir sind noch mitten im Winter. Wir sitzen gewissermaßen noch im Dunkeln der Erde. Planetarisch beginnt das neue Jahr mit dem Aufbruch der Widder-Energie im März. Erst dort wird das Neue geboren und die Erde sanft durchstoßen mit dem frischen Keimling.

Wir haben Zeit.

Wenn wir ein bisschen Abstand nehmen und uns das größere Bild ansehen, die größeren Zusammenhänge, die Geschichten der Vergangenheit und die Erkenntnis, dass unsere eigene Geschichte nur ein kleiner Teil einer gigantischen Lebendigkeit ist, die nicht aufhört, wenn unsere Geschichte aufhört, dann verändert sich was. Auch dann wird etwas neues geboren: Das, was in uns LEBENDIG ist, wird wach.

Falls du dir auf deiner eigenen Straße, dennoch ein paar Impulse wünscht und dich meine Art zu Schreiben anspricht, dann kannst du gerne auch jetzt noch einsteigen in die „Rauhnachtsreise“. Sie ist nicht wirklich auf irgendwelche Daten bezogen, sondern beschreibt einen inneren Prozess, den wir besonders gut in der Stille des Winters begehen können – bis in den Februar hinein.

„Offiziell“ gehen die Rauhnächte bis zum 06.01. (in anderen Traditionen bis zum 02.01.).

Ich habe es extra so gestaltet, dass es in erster Linie eine INNERE Reise ist. Zwar erwähne ich den Bezug zu dem jeweils kommenden Monat (1. Rauhnacht steht für den Januar des kommenden Jahres, usw.), aber letztlich geht es viel mehr um die Inhalte der einzelnen Rauhnächte und um den inneren Prozess der Auseinandersetzung, als um die Monate.

Man (Frau) kann sich getrost auch (beispielsweise) am 5.01. (oder an irgendeinem anderen Tag) auf den Monat Mai 2021 einlassen – es ist so oder so ein INNERES Einlassen und passiert somit gewissermaßen außerhalb von Raum und Zeit.

Wenn wir ehrlich mit uns sind, dann ist es im Alltag oft unrealistisch 12 Nächte/Abende hintereinander wirklich präsent zu sein und dazu vielleicht sogar noch zu räuchern, ein Meersalzbad zu nehmen, etwas aufzuschreiben oder was immer ich sonst noch so für Vorschläge habe. Deswegen habe ich es extra so gestaltet, dass es NICHT an ein Datum gebunden ist, sondern dass die REISE selbst im Mittelpunkt steht. Es sind 12 Texte, plus 2 Einführungstexte. Zwei explizite Aufgaben, 11 Meditationen und drei kleine Yoga-Übungen enthalten, sowie weitere Impulse und Vorschläge.

Alle Inhalte stehen nach der Buchung 2 Monate lang für dich zur Verfügung. Alle Texte und Audios stehen außerdem zum Download bereit und können dich somit auch nach den 2 Monaten immer wieder inspirieren.

Weitere Infos findest du hier: https://elopage.com/s/Yogalini/raunaechte-begleitung-in-zeiten-des-uebergangs

Sowie auf meiner Website:

http://www.teck-yoga.de/

Gerne kannst du auch in meine Präsenz-Angebote in Kirchheim Teck hineinschauen: Offene Yogastunden, Retreats und Einzelarbeit zum Thema Licht und Schatten.

Schreib mir einfach eine Mail: verena@yogalini.de

Ich freue mich auf dich und das gemeinsame Forschen!

Von Herzen

Verena

<3

Yoga ALLEINE üben…


Liebe Yogis und Yoginis!

ONLINE-Yoga (oder Yoga ganz ohne Lehrer und ohne Online)

erscheint

im ersten Augenblick vielleicht als eine blassere Variante von Yoga.

Insbesondere dann, wenn du gewohnt bist, zusammen mit mir (oder einer anderen Lehrerin) und anderen Teilnehmern lebendig in dem geschützen Rahmen eines schönen Yogastudios oder Retreatcenters zu üben.

Tatsächlich ist es aber eher wie der Moment, wo wir von Zuhause ausziehen und unser eigenes Leben beginnen…

Tatsächlich ist diese nun ausschließlich mögliche Art

 alleine Yoga

zu praktizieren, eine Art „Schups“ auf den nächsten, natürlichen Schritt deines ganz gewöhnlichen Reifens!!!

Es ist eine (vom evolutionären Standpunkt aus betrachtet) perfekt geformte Form, um in deine SELBSTermächtigung hineinzuwachsen, anstatt unter der Glocke von „ich schaue nicht hin“, „ich mache, was alle machen“ oder „ich weiß genau was richtig und falsch ist“ FEST zu stecken.

Durch den globalen Rückzug werden viele Dinge sichtbar, die zuvor leichter übersehen werden konnten.
Neben globalen Themen, sind das für dich persönlich auch einfach Fragen nach:

Was ist wirklich WERTvoll für mich?

Was habe ich tatsächlich in meiner Hand?

Wie komme ich spürbar und erlebbar in meine Ruhe und Kraft?

Wenn du dies nämlich wirklich lebendig und für dich spürbar beantworten und nutzen möchtest, dann bist du (immer schon) auf dich alleine gestellt. Denn dies formt sich ja IN Dir!

Es geht jetzt nicht darum, dass es so aussieht, als hättest du alles unter Kontrolle oder als wärest du zufrieden, sondern mehr denn je darum, wie es sich für dich im Inneren darstellt und was du mit dem machst, was sich in deinem Innern zeigt.

„Mehr denn je“ heißt: Es kommt einfach mehr Licht rein.
So wie immer Sommer einfach mehr Licht und Wärme durchdringt.

Im Bezug auf deine Yogapraxis wirst du jetzt vielleicht deutlicher mit deinem „inneren Schweinehund“ konfrontiert oder mit deinem Ehrgeiz, mit deiner Ungeduld, mit deiner Unsicherheit, mit deinem Bedürfnis nach Entertainment oder dem Wunsch Verantwortung abzugeben oder der Angst Kontrolle zu verlieren,…

Was immer es auch sein mag, JETZT ist die Chance daran zu reifen!

Dabei geht es nicht darum, es „richtig“ zu machen!!!

Es geht NICHT um Bewertung: „Oh, ich kann mich gar nicht beruhigen“ oder „Ich kann mich gar nicht aufraffen“ oder „Ich mache immer alles zu schnell“ oder was auch immer.

Es geht um ein VÖLLIG neues Verständnis dieser ALTEN Bewertungsstrukturen, Sicherheiten und Muster!

Etwas klarer zu SEHEN ist etwas anderes, als es zu bewerten!

Etwas zu SEHEN, ist es zu fühlen, wie es IST.

Das hat auch überhaupt nichts mit dem verstandesmäßigen Einordnen zu tun. All das (Einordnen und Bewerten) sind die alten Programme der Angst.
Diese sind uns jedoch so sehr vertraut, dass wir sie gar nicht mehr als Angst wahrnehmen, sondern eher als natürlich oder sogar als „waches Bewusstsein“. Erst bei genauerem Hinsehen wird (vielleicht) deutlich, dass darunter die Angst liegt, „nur“ ein Teil eines riesigen Geflechtes der gesamten Lebendigkeit zu sein, hilflos zu sein, fehlerhaft zu sein,…

Wir haben nicht gelernt mit unserer „Fehlerhaftigkeit“ sanftmütig zu sein. Entweder verleugnen wir sie oder wir beurteilen und verurteilen uns dafür.

Jedes Urteil ist immer Trennung. Jede Angst ist immer Trennung.

Unserem Wesen nach sind wir jedoch mit allem verbunden. Und genau das ist es auch, was wir uns tief im Inneren wünschen: Verbundenheit.
Und zwar keine oberflächliche Verbundenheit, weil wir vielleicht das gleiche „Hobby“ haben, sondern tiefe Verbundenheit, in der wir so sein können wie wir sind.
Und in der wir den anderen/die andere so sein lassen könne, wie er/sie ist.

Das ist klares SEHEN!

Um „dahin“ zu kommen, bedarf es einer Art KONFRONTATION mit der Lebendigkeit in uns, statt den Fokus auf gewohnte Abläufe, Strukturen und Werte (in der Art: „Das ist doch klar, dass das so und so richtig ist“) zu haben.
Diese Konfrontation ist eine, die innerlich bei jedem intim, individuell und sehr persönlich ablaufen muss, WEIL sie wahrhaftig ist.
Kinder kennen Wachstumsschmerzen. Wir kennen emotionale Schmerzen. Es ist ein bisschen wie das „Aufplatzen“ einer zu klein gewordenen Haut. Es ist natürlich, dass wir etwas betrauern, was lange zu uns gehört hat. Aber sicher kennst du das auch, dass oft im Nachhinein sichtbar wird, wie etwas „insgesamt“ gut und förderlich war, WEIL du es genutzt hast! Obwohl es zu Beginn schwierig war.

Weißt du, was ich meine?

Es geht dabei nicht darum, alles „positiv“ zu sehen, sondern darum, es weise zu nutzen!


Was bist du wirklich?


Was bedeutet Lebendigkeit für dich?


Was willst du erleben?


Was berührt dich wirklich?

Falls es dich interessiert hier noch der Link zu meinen Online-Angeboten:

http://www.yogalini.de/Online%20Angebote.html

https://elopage.com/s/Yogalini/wandel-und-aufloesung-alter-ueberlebter-strukturen

Zuhause YOGA üben…

Wie geht es DIR?

Wie erlebst DU – persönlich, intim, in Dir – diese Zeit?

Sehr plötzlich, sehr viel freie Zeit oder sehr plötzlich sehr viel zu tun, anders zu organisieren und irgendwie kaum Raum für inneres Sortieren und Innenkehr?

Wie gehst du um mit den verschiedenen Meinungen, die quasi „im Raum“ schweben (oder aus den verschiedenen Medien und über andere Menschen an dich herangetragen werden)?

Welches innere Muster springt an, in Dir?

Sich „schützen“?

Es wissen wollen?

Wo suchst du nach Antworten?

Wo verarbeitest du die Informationen, die (ganz speziell) DICH erreichen?

Verarbeitest du hauptsächlich im Kopf? Mit der Logik?

Reagiert dein Körper?

Dein Emotionalkörper?

Dein Herz?

Erkennst du (wirklich), wenn es deine Herzensebene berührt?

Viele Fragen – JA!

Weißt du was der Schatz dieser aktuellen Zeit ist? Du kannst sehr genau beobachten, was dein ganz spezieller „Trigger“ ist.

Je nachdem, in welcher sehr individuellen Situation DU dich gerade bewegst, sie macht DIR (und es geht in diesem Falle wirklich alleine um dich) sehr deutlich, wo du „wund“ bist.

Ich glaube so sehr an dich, dass ich auch glaube, dass du, wenn du nicht mit der ersten Verstandesreaktion, sondern mit ein bisschen Ruhe dorthin schaust, auch genau weißt, was es braucht, damit diese „Wunde“ heilen kann!

Eine Sache, die dir auf JEDEN Fall dabei hilft, ist die Unterscheidung zwischen den alten Mustern und dem frischen Erleben dieses Augenblicks.

Dabei können „alte Muster“ auch als super „heilige Ideen“ daher kommen, als „Augen zu und durch“ oder als „durchschauende Weisheit“.

Alles, was du schon weißt, passiert nicht JETZT!

Alles, was du be-urteilst, ist nicht mehr lebendig.

Um das „Jetzt“ zu entdecken, musst du „lauschen“, „spüren“, „im Körper sein“, fühlen, riechen, atmen…

Das Jetzt ist bewegt!

Das ist DAS, was wir im Yoga machen!

Es scheint so, als stärken wir den Rücken und den Bauch, halten die Wirbelsäule und die Hüfte beweglich, entspannen den Kiefer, Atmen bewusst,…

Erinnerst du dich an das Gefühl deines gesamten Wesens nach der Endentspannung?

Dein Körper fühlt sich 3 cm größer an. Alles ist an seinem Platz. Jeder Schritt ist ein fester und leichter zugleich. Dein Kopf ist frei und dein Herz offen.

Das ist nicht passiert, weil du die Bauchmuskelübung lang genug gehalten hast. Es ist passiert, weil du innerlich anwesend warst, während du deinen Köper erforscht und mit ihm gearbeitet hast!

Du warst HIER!

IM Körpererleben!

Das Körpererleben ist wie eine Tür hinein in die Verbundenheit mit allem anderen:

Mit der Lebendigkeit als solche, mit der Gesamtheit des Lebens, mit der Stimmung um dich herum, mit deinen echten inneren Bedürfnissen und mit der Berührbarkeit der anderen!

All das passiert HIER!

Nicht, wenn du im Kopf stecken bleibst.

Der Kopf darf mitsprechen! Aber lass auch deinen Körper und deine Berührbarkeit sprechen. LAUT!

Die Chance, die sich nun auf tut ist folgende:

Es ist nun an DIR, deine eigene Selbstermächtigung zu nähren!

Wie immer (also wie vor Corona) kannst du dir verschiedene Inspirationen holen. Du kannst hier hin hören (innerlich oder äußerlich) oder dort hin – oder du kannst weghören.

(Frage dich: Weswegen hörst du genau dort hin, wohin du hörst? Was gibt es da für dich? Was wird hier genährt?)

JETZT ist es mehr denn je DEINE Verantwortung, dich zu entscheiden: Tust du dies oder das mit deiner (vielleicht weniger oder mehr erscheinenden) Zeit.

Schaust du hier nach oder dort.

Sagst du „ja“ oder „nein“.

Folgst du deinem inneren Drängen oder nicht?

Wie gehst du mit dem um, was sich dir jetzt zeigt?

Das ist im Grunde die selbe Frage, die sich dir stellt, wenn du in einer Asana bist:

Fühlst du deinen Körper, während du diese Haltung hältst? Oder wartetst du darauf, dass die Yogalehrerin dir sagt, was als nächstes kommt?

Erlaubst du dir deine körperliche Kraft zu entdecken und sie zu nutzen oder hältst du dich zurück?

Erwartest du mehr von dir, als dein Körper geben kann? Übergehst du dein Körpergefühl und agierst lediglich aus einer Idee heraus? Aus einem Ziel heraus?

Kannst du dich auf die Einfachhheit des Atemflusses einlassen? Wirklich einlassen? Oder denkst du ihn nur?

Oder ister dir zu langweilig?

Es geht hier NICHT um Bewertung! Ob du es „gut“ oder „richtig“ machst!!! Es geht hier im Besonderen darum, dass DEIN Zugang zu dir, dein Umgang mit dir, dein Erleben, auf einmal eine besondere Stellung bekommt. HIER ist deine Macht! HIER entscheidet sich nämlich, WIE der Moment FORM annimmt.

Das ist das Wesen von Yoga!

JETZT! ist die perfekte Zeit das zu vertiefen. In jeder Begegnung mit dir, der vollen Spühlmaschine, deinen Kindern, dem Sonnenschein oder deiner leeren Wohnung. Im Alleinsein, im Trubel von Familie und Arbeit. Im Nichts-zu-Tun-haben und Gedankenkreisen, in der Stille, im Loslassen, im unstrukturiert-Sein, im Frei-Sein, im Erleben von Zwängen, im Erleben von Angst,

…und natürlich wenn du Yoga-Asanas praktizierst!

Wenn du durch den Wald läufst.

Wenn dir die Sonne ins Gesicht scheint.

Oder wenn du beginnst Atemübungen zu machen!!!

Die meisten, die das lesen, wissen, dass es einige youtube videos von mir kostenlos anzuschauen gibt. Neu ist mein Online-Programm. Das kannst du nutzen, wenn dich meine Art zu unterrichten anspricht. Es gibt ein monatliches Abo (monatlich kündbar) oder (zusätzlich) das Paket: „Wandlung und Auflösung von alten, überlebten Strukturen“. Beide Möglichkeiten enthalten Yogastunden, aber auch Texte, Fragen und Audios. Beides kann dich insprieren deinen FOKUS zu halten. Und DANN geht es aber darum, deinen ureignen Weg damit zu finden. Dein „Licht“ im Innern. Und vorallem den Weg durch das Dickicht in dieses Licht. Immer wieder und wieder und wieder und wieder. NEU!

Und zwar ganz unabhängig davon, ob du morgen wieder ganz „normal“ (was ist eigentlich genau „normal“?) zur Arbeit gehst oder nicht. Völlig unabhängig davon, wieviel Geld du auf dem Konto hast oder nicht hast. Völlig unabhängig davon, ob du morgen krank im Bett liegst und dein Fokus HIER gebraucht wird oder ob du morgen ein völlig neues, nie geplantes Projekt startest und dein Fokus HIER gebraucht wird. Völlig egal, ob du dich frisch verliebst und dein Fokus HIER gebraucht wird (weil es dann NOCH tiefer und nährender ist) oder ob du dich gerade von deinem Partner trennst und dein Fokus HIER gebraucht wird, weil du jetzt Klarheit benötigst und Kraft und Liebe für den Prozess des Trauerns und Verarbeitens.

Diese innere Verwurzelung in deiner Wahrhaftigkeit (statt im Suchen, in der Verwirrung oder in der Verteidigung bestimmter Meinungen) nährt dich, EGAL was morgen passiert!!!

<3

Wenn du dich für meine Online-Angebote interessierst:

http://www.yogalini.de/Online%20Angebote.html



Auflösung und Wandlung alter, überlebter Strukturen

Lieber Mensch,

egal, in welcher Situation du aktuell GENAU steckst,…

…die aktuelle Corona-Situation stellt jede und natürlich jeden von uns vor Fragen, die vor zwei, drei Wochen noch null präsent waren.

Da gibt es plötzlich Dinge neu zu organisieren, zu hinterfragen, zu bedenken und einzuordenen, mit denen wir so vermutlich nicht gerechnet hätten:

Was ist wahr? Was ist sinnvoll? Was ist verantwortungsbewusst? Für wen? Für mich? Für die Gemeinschaft?

Jetzt werden plötzlich Zusammenhänge wirksam, die man bisher zumindest scheinbar „getrennt“ behandeln konnte.

Zusätzlich ändern sich die äußeren Einflüsse (z.B. Informationen) aktuell sehr schnell.

Für das meiste davon haben wir keine lebendige Referenz. Wir wissen nicht wirklich, was genau hier „richtig“ ist. Es fühlt sich ganz neu, überraschend, sehr intensiv, irgendwie lähmend, andererseits auch explosiv und manchmal sogar kraftvoll an.

Ich glaube, dass die aktuelle Situation mit all ihren Herausforderungen auch eine ganz große Chance für jede und jeden von uns sein kann.

So vielen Dinge werden plötzlich sichtbar:

Was taucht auf, wenn das Leben nicht mehr „normal“ funktioniert?

Was ist für mich „normal“?

Was, an meiner „Normalität“, gibt mir Halt, Sicherheit und Freude,…?

Was hat welchen Wert?

Wie gehe ich damit um, wenn die Situation nicht eindeutig und sicher einzuordnen ist?

Wenn ich nicht weiß?

Woran orientiere ich mich?

Wie reagiert mein „inneres“ System?

Welche Ängste, Schutzmechanismen und Programme laufen ab?

Was mache ich damit?

Von wo aus treffe ich meine Entscheidungen?

Von wo aus treffe ich meine Entscheidungen, wenn ich mich nicht einfach so an das halten kann, was „normalerweise“ gilt?



Es gibt Stimmen, die sprechen schon seit einiger Zeit von einer sogenannten „Zeitenwende“. Eigentlich etwas ganz normales. Ein natürlicher rhythmischer Verlauf. Ähnlich der Pubertät oder dem Wechsel vom Sommer in den Herbst.

Im Laufe der Menschheitsgeschichte gab es immer wieder besondere Erfindungen oder Entdeckungen (die Atomkraft zum Beispiel oder das World Wide Web), Krankheiten oder Kriege, die größere, vielfältige und intensive Veränderungen, Chancen und Herausforderungen mit sich brachten.

Auch diese Ausnahmesituation jetzt ermöglicht es uns also, verschiedene Bereiche in uns und um uns herum neu zu betrachten. Wir erkennen viele Zusammenhänge und können durch alles, was jetzt kräftig durchgeschüttelt wird, auch nochmal (neu) schauen, wie wir funktionieren, was uns wirklich berührt, was uns am Herzen liegt, was uns Angst macht, was überflüssig ist,…

Dabei geht es einerseits um Zusammenhänge, um Verantwortung, um Gemeinschaft, aber auch um dich ganz intim, alleine und persönlich. Denn letztenendes kommt jede Klarheit, jede Verwirrung, jede Offenheit, jede Angst, die du nach außen trägst, ja aus dir selbst heraus!

Sie kommt aus dem, was aktuell in dir Form annimmt.

Sie kommt aus dem, worauf das Bewusstsein in dir gerade seinen Fokus legt.

Und dennoch nicht wirklich auf die Weise, dass du selbst ganz und gar dafür verantwortlich wärst. Denn vieles von dem was du bist, was dich ausmacht, ist ja auch ein ganz bestimmtes (ein absolut einzigartiges) Zusammenspiel deiner vergangenen Erfahrungen – und damit eben auch der Erfahrungen, der Kultur und Zeitqualität, in der du aufgewachsen bist. Es ist einfach ein Teil der menschlichen Traditionsgeschichte.

Und dennoch ist dieser Augenblick ja bewegt. Er ist lebendig. Das, was JETZT ist, war genauso noch niemals zuvor. Es ist ein stetiges Geboren-Werden. In jedem Augenblick.

Dieser Moment jetzt erwächst zwar aus dem Dünger der „Vergangenheit“ – jedoch in einen neuen Ausdruck hinein. Durch dich. Durch jede von uns. Mit jedem einzelnen von uns ändert sich jedes kleine und große System minimal, aber durchaus real spürbar.

Dabei gibt es die Einteilungen in „gut“ und „schlecht“ lediglich in deinem Verstandesbewusstsein (und dieses Bewusstsein hängt in seiner einzigartigen Form wieder davon ab, wie es – einzigartig – geprägt wurde).

Wo beginnt also alles?

In DIR!

Wirklich interessant für dich ist deshalb eigentlich nur, wo du dich gerade berührt fühlst!

Was auch immer sich also gerade bewegt,

es ist natürlich, dass alles in Bewegung ist!

(Ich bin mir bewusst, dass die folgenden Worte angesichts der Corona-Situation einen ganz anderen Beigeschmack bekommen. Ich hatte sie tatsächlich bereits davor geschrieben: )

Wenn wir beispielsweise KRANK werden, ist das nicht, weil wir irgendetwas „falsch“ gemacht haben. Vielmehr ist die Krankheit die RICHTIGE Antwort, um uns weiter forschen zu lassen: Um einen bestimmten Aspekt, der vorher nicht so gut sichtbar werden konnte, nun lebendig zu spüren. Vielleicht geht es um das Thema Verantwortung. Vielleicht darum, mal nicht alles kontrollieren zu können oder es wird irgend etwas spürbar, was zuvor eher im Hintergrund geblieben ist…

Evolution IST Veränderung!

Keine Beziehung, keine Gefühl, kein Körper,…

…ist fest!

Sterben ist also „richtig“!

(Bzw. ist es weder richtig noch falsch. Und natürlich ist es bedeutsam. Insbesondere für diejenigen, die davon im nahen Umfeld betroffen sind)

(Wie liest du diese Worte heute anders, als du es noch vor einem Monat getan hättest?)

Ent-täuschung ist richtig!

DAS ist Lebendigkeit.

Das ist natürliche Bewusstseinserweiterung.

Genauso sieht Leben aus!

Kannst du das hören?

Wer hört das?

Dein Verstandesbewusstsein?

Dein Wertebewusstsein?

Dein Körperbewusstsein?

Dein Wesen?

Trauer, Wut, Verwirrung,… gehören zur Gesamtheit der Lebendigkeit dazu. Wir erkennen, spüren und leben Lebendigkeit durch diese Qualitäten. So lernen wir. So verstehen wir.

So wie das Ausatmen ein Teil des Einatmens ist. Es ist ein Kreis. Sobald wir den einen Teil ablehnen, sind wir in Trennung und suchen nach der verlorenen Ganzheit. Und diese ist dort, wo wir sie am wenigsten vermuten. Sie ist HIER!

Sie taucht nicht erst auf, wenn alles wieder so läuft wie gewohnt. Sie taucht nicht erst auf, wenn es so ist, wie wir es uns vorgestellt hatten. Sie taucht nicht erst auf, wenn wir alles verstehen und einordnen können. Sie taucht nicht erst auf, wenn wir uns ganz und gar friedlich fühlen.

Sie taucht nicht erst auf wenn wir den richtigen Partner gefunden haben, wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, wenn unser Körper wieder fit ist, wenn wir unsere Berufung leben, wenn wir diese Trennung verarbeitet haben oder was auch immer.

Ganzheit ist hier.

In dieser Schwere genauso wie in der Leichtigkeit, in diesem Chaos, in dieser Wut, in dieser Hilflosigkeit,…

Du musst sie nicht suchen.

Sie ist bereits HIER!

Ich vermute:

Du weißt theoretisch, dass Leben Bewegung ist. Praktisch aber hast du dir vielleicht angewöhnt, das Leben (wenn möglich) nach DEINEN Vorstellungen so zu kontrollieren, dass du dich möglichst sicher fühlen kannst. Das heißt am Ende: So, dass du möglichst keinen „negativen“ Gefühlen ausgesetzt bist.

Irgendwie gab es im Laufe der Geschichte viel Verwirrung darüber, was denn nun eigentlich „gut“ und was „schlecht“, was also „positiv“ und was als „negativ“ zu bewerten ist.

Bevor (u.a. die christliche Tradition) mit den Mitteln der Angst – und als Folge der dadurch möglich werdenden Kontrolle – angefangen hat, Macht zu missbrauchen, gehörte Schmerz als Teil der Lebendigkeit zur Ganzheit dazu.

Wir lernen im Schmerz.

Schmerz, Hilflosigkeit und Kraftlosigkeit sind sehr oft Teil einer natürlichen Wandlung.

Im Laufe unserer Geschichte ist da einfach eine konstruierte Trennung passiert, die die Gesamtheit der vibrierenden Lebendigkeit eingeteilt hat in richtiges und falsches Verhalten, bzw. in richtige und falsche Gefühle.

…Und wir wollen es so gerne „richtig“ machen. Wir wollen uns so gerne auf der sicheren Seite fühlen. Weil wir irgendwann angefangen haben zu glauben, dass DORT Frieden zu finden wäre. Das einzige was wir jedoch auf diese Weise finden, sind (mindestens) zwei entgegengesetzte Pole (z.B. zwei entgegengesetzte Meinungen)

Diese Einteilung in (mindestens) zwei gegenteilige Seiten ist überall passiert: Im Fühlen, Denken und Handeln. Im Privaten, wie im Geschäftlichen und natürlich auch in allen spirituellen Traditionen.

Das heißt, selbst wenn wir theoretisch wissen, dass dieser aktuelle Gedanke, diese Einschätzung jetzt, lediglich ein Ausdruck von vielen ist, dann fühlt es sich körperlich und in unserem Nervensystem jedoch so an, als ginge es in diesem Moment um unser Leben. Denn wir fühlen uns mit dieser Meinung verbunden, so als wären wir dieses Wissen, diese Idee, dieses Verständnis. Das ist unser Verstandesbewusstsein. Wir nennen es „Ich-Bewusstsein“.

Oft kämpfen innerhalb dieses „Ich-Bewusstsein“ verschiedene Aspekte miteinander (wieder zwei verschiedenen Pole)

Oft kämpft das „Ich-Bewusstsein“ aber auch mit anderen „Personen“ (andere Ich-Bewusstseine) einfach ums Rechthaben oder ums Verstanden-werden-Wollen.

Also kommen auch wir als Form-Gewordene Lebendigkeit nicht umhin, sowohl in uns selbst, als auch in unseren Beziehungen immer wieder unlösbare Kriege zu führen.

Einzig in dem Augenblick, in dem wir uns diesem aktuellen Moment HIER berührbar zuwenden (wach und klar mit offenen Augen ALLEM zu begegnen) und wir gleichzeitig die Einteilungen, die uns unser trennender Verstand (und unsere Angst) erzählt, nicht in den Vordergrund stellen, haben wir überhaupt eine Chance im Feuer dieser aktuellen, vibrierenden Lebendigkeit „tiefer“ zu erkennen, was uns dieses Feuer eigentlich lehrt.

Was immer auf diese Weise für uns sichtbar wird, DAS können wir in keinem noch so schön geschriebenen Text oder Buch finden. Nicht mal wenn wir es selbst geschrieben haben. Denn es ist etwas völlig anderes, etwas zu lesen, womit wir in Resonanz gehen können oder etwas unmittelbar und lebendig zu erfahren.

Die lebendige Erfahrung von was auch immer ist pur. Sie ist unbeschreiblich. Näher als nah. Einzigartig. Sie passt in kein Konzept. Und sie ist nicht trennend, weil sie keine klare Grenze hat, weil sie kein beschreibbares Etwas ist. Sie schwingt in virbrierender Lebendigkeit.

Am Ende geht es einzig und allein darum, DICH SELBST zu erkennen. Deine heile Lebendigkeit, aber auch deine ganz und gar menschlichen Strukturen und Wunden. Es geht also darum, das anzuerkennen, was JETZT gerade in dir berührt wird. Es geht nicht darum, irgendwo anzukommen. Denn dein innerstes Wesen ist (seinem Wesen nach) vibrierende Lebendigkeit und kein ETWAS (kein Ding – einmal erkannt und fertig).

Selbst wenn du schon darüber gelesen hast, was dein Wesen ist, wenn du es hundert mal gehört hast und es sogar schon selbst innerlich damit getanzt hast, dann ist das in diesem Moment NUR eine Erinnerung. Es bleibt ein abgestandenes Wissen, was jetzt nicht mehr wahr ist, wenn du JETZT nicht bereit bist, wieder dorthin hineinzufallen und dich tanzend zu erleben.

Jeder Augenblick des sinnlichen, energetischen, denkenden und körperlichen Erlebens ist so einmalig, so intim und so perfekt in diesem gigantischen Netz deines einzigartigen Lebens eingewoben, dass es unmöglich ist, das jemals in irgendein Konzept zu packen oder gar mit den Meinungen oder Erkenntnissen deiner Nachbarin, deiner besten Freundin oder irgendeines Lehrers zu vergleichen.

Du kannst nur von HIER aus gehen!

Du kannst nur mit deiner Kraft (oder mit deiner Kraftlosigkeit), mit deinen einzigartigen Talenten, mit deinen jetzt berührten Wunden, loslegen!

Und zwar genau HIER!

In diesem Moment, in diesem Kontakt mit dir selbst (oder im Kontakt mit jemand anderem) der JETZT hier wirklich stattfindet.

Was gibt es JETZT hier wirklich zu tun (oder nicht zu tun)?

Wohin kannst du von HIER aus gehen?

Stelle deine Wahrhaftigkeit an erste Stelle und gibt dem Energie, was durch dich geboren werden will.

Wenn du Lust hast noch ein wenig tiefer und intimer (angeregt durch meine Worte) zu forschen, dann interessiert dich vielleicht mein Online-Kurs zum Thema: Auflösung und Wandlung alter, überlebter Strukturen.

Ab dem 22. März 2020 findest du den Kurs auf meiner Website www.yogalini.de

Gerne kannst du Kontakt mit mir aufnehmen:

verena@yogalini.de

Ich freue mich über alle MIT-Reisenden!

Inhalt des Kurses:

  • Impulse zum Einlassen (Text pdf)
  • Begrüßung und Einführung (Video)
  • Schütteln & Meditation (Video)
  • neue Räume öffnen: Atem, Tönen, Meditation
  • Impulse (Gesprochenes) im Anschluss an „Atem, Tönen, Meditation“ (Video)
  • Asanas zum Thema Wandlung – inklusive Atemarbeit und Endentspannung (Video)
  • Was ist wirklich wesentlich? Für wen? (Anregung zur eigenen Erforschungsarbeit – Text und Frage-Materialien pdf)
  • Vom Suchen und Finden (Audio)
  • Wie finde ich MEINE Antwort (Audio)
  • Stabilität und Körper – wo die Kundalini Zuhause ist (Impuls-Video)
  • Asana-Einheit zum Thema Stabilität (Video)
  • Meditationsimpuls: Im Feuer stehen (Video)

Außerdem in Planung:
Von meinem Zuhause direkt in dein Wohnzimmer:  Live-Online-Übertragung „Yoga und Meditation“

Bald erfahrt ihr mehr!

HerzLICHT

Verena


Ich mute dir dein Schicksal zu

…dieser Satz weckte mich vor kurzem auf, als ich gerade mal wieder das Gefühl hatte, meine Tochter vor unangenehmen Gefühlen bewahren zu müssen.

Dabei war mein Grund eigentlich genau derselbe, denn auch ich mag in manchen Situationen, in denen ich meine, dass gerade alles total „schief“ läuft,  den Schmerz, der darin aufsteigt, nicht fühlen.

Mit diesem Satz aber wurde mir schlagartig klar, dass sie hier auf dieser Welt ist, um Erfahrungen zu machen – und zwar alle, die ihr begegnen. Und dass ich ihr keine dieser Erfahrungen abnehmen kann.

Ich kann sie begleiten. Ich kann einfach da sein und ihr damit signalisieren, dass es „OKAY“ ist. Dass auch das zum Leben gehört und dass ihr SEIN dadurch in keinster Weise gemindert wird – selbst wenn es sich für Momente ganz furchtbar anfühlt.

Das kann ich allerdings nur dann machen, wenn auch ich keine Angst vor dieser oder jener Erkenntnis, dieser oder jener unerwarteten oder schmerzhaften Erfahrung habe. Also muss auch ich mir mein eigenes Schicksal zumuten. Ich kann mir zumuten und zugestehen, meinen ureigenen, einzigartigen Weg zu gehen und all die damit verbundenen ent-Täuschungen zu ertragen, zu fühlen und vielleicht sogar zu genießen. All die unerwarteten, großartigen, kleinen, feinen, angsteinflössenden, traurigen, kraftvollen, stürmischen,…  Momente.

Wie fühlt sich das an?

In dem Moment, in dem ich mir mein Schicksal zumute, weiß ich um meine Kraft und um die ewige Unberührtheit des SEINS in allem Lebendigen.

Von hier aus ist es nicht leicht – aber möglich – sich auf das Leben TOTAL einzulassen. Und wenn ich das tue, kann ich es auch dem anderen zugestehen. Und damit stärke ich letztlich auch den anderen – selbst wenn es augenscheinlich vielleicht zunächst nicht so aussieht.

Sobald wir an die Kraft des anderen glauben, können wir ihm seine eigenen Erfahrungen, seine eigenen Entscheidungen und damit auch seine eigenen Talente zugestehen. Wir gestehen ihm zu, dem Leben voll und ganz zu begegnen.

Das ist besonders dann herausfordernd, wenn es sich um die eigenen Kinder handelt, denn diese sind oder waren ja durchaus eine lange Zeit in vielen Bereichen wirklich abhängig von uns.

Aber egal wie alt wir sind und egal wo wir stehen – wir sind immer alle miteinander verbunden und voneinaner abhängig:  Wir essen, was irgendjemand (viele verschiedene, an verschiedenen Orten) angebaut hat, was irgendjemand her transprotiert hat und jemand anderes verkauft hat. Was wir lesen, hat jemand anderes gedacht und dann aufgeschrieben. Wir sitzen auf Stühlen, die viele Menschen in verschiedenen Arbeitsschritten hergestellt, verkauft und transportiert haben. Damit überhaupt irgendetwas transportiert werden kann, sind zum Beispiel Autos nötig, die wiederum von jemandem erfunden, gebaut, verkauft und gekauft wurden…

Wir lernen gerade dadurch, dass wir uns aneinander reiben. Wir fordern uns gegenseitig heraus, mit dem was wir sagen und tun und lernen dabei ganz automatisch und natürlich, was es heißt zu lieben und was es heißt nicht zu lieben. Wir lernen ganz automatisch (so automatisch wie ein Apfel von alleine reift, während er gleichzeitig abhängig ist von der Sonne und dem Regen, den Wurzeln des Baumes,…) was es bedeutet in der Liebe zu sein und was es bedeutet nicht in der Liebe zu sein.

Dieses Lernen ist nicht etwas, das wir „nebenbei“ tun und das nach ein, zwei Bücher lesen oder eins, zwei Erfahrungen sammeln, bereits erledigt wäre. Unser gesamtes Leben dreht sich um nichts anderes. Und wir tauchen immer „tiefer“ und „tiefer“ hinein in dieses unbeschreibliche „Geheimnis“, das uns keiner abnehmen kann, denn kein anderer kann unser Leben leben.